Die Asche meiner Mutter (Taschenbuch) / Frank McCourt Testbericht

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Erfahrungsbericht von rotemela

\"Wenn ich (...) zurückblicke, frage ich mich, wie ich überhaupt überlebt habe\"

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

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Das Buch \"Die Asche meiner Mutter\" (Originaltitel: \"Angela´s Ashes\")vom 1930 in New York geborenen Autor Frank McCourt stellt ein herausragendes und zugleich packendes Dokument dar. Der Autor verarbeitet in diesem Buch seine Kindheitserinnerungen, und schafft es mit seiner unvergleichlichen, teilweise zynischen und ironischen Art, den Leser zu fesseln. Trotz der dramatischen Thematik liest man dieses Buch gerne, man wird in eine andere Welt, der Welt der irischen Slums, \"entführt\" und bekommt einen Eindruck von der vorherrschenden Armut und ihren grausamen Folgen. Nicht umsonst stand McCourt´s Buch in zahlreichen Ländern monatelang auf der Bestsellerliste und wurde mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. Auch die Fortsetzung \"Ein rundherum tolles Land\" wurde zum großen Erfolg.

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Inhalt:
Franks Vater Malachy ist ein begnadeter Säufer. Er stammt aus dem Norden Irlands und mußte das Land wegen irgendeiner \"verzweifelten Tat\" in den Zwanziger Jahren verlassen. Im New York der Prohibition lernt er Angela kennen, die von der eigenen Mutter wegen ihrer angeblichen \"Nutzlosigkeit\" in die Emigration geschickt wurde. Die beiden heiraten und das Elend beginnt: Nach vier Jahren Ehe und fünf Kindern von denen eines kurz nach der Geburt stirbt, muß die völlig mittellose Familie McCourt nach Irland zurückkehren. Seine neue Heimat kennt Frank, der Älteste, nur aus den Sagen von Cuchulain und dem englischen Todesvogel, aus den Liedern über heldenhafte Soldaten, die für die Freiheit Irlands lachenden Herzens in den Tod ziehen. Es waren die schönsten Stunden seiner Kinderjahre, als er auf dem Schoß des Vaters saß und seinen Erzählungen lauschte. Viel öfter jedoch kam der Vater nachts betrunken nach Hause, ließ die Jungs strammstehen und die Patriotenlieder von Roddy McCorley und Kevin Barry singen; hoch und heilig mußten sie ihm dann versprechen, für Irland zu sterben.

In den Slums von Limerick, wo es nur deswegen so viele fromme Menschen gibt, weil die Kirche der trockenste Ort ist, lernt Frank, was es heißt, arm, katholisch und ein Ire zu sein. Hier, zwischen Flöhen und Läusen, kirchlicher Fürsorge und Sozialhilfe, bierseligen Utopien und der Sorge um das nächste Stück Brot, verbringt er die ersten beiden Jahrzehnte seines Lebens, bis er kurz nach dem Krieg endlich wieder nach New York zurückkehren kann.

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Sprache und Erzählweise (grob):

Das Buch ist in \"Ich-Form\" geschrieben, so erfährt man die inneren Gedanken des \"kleinen Frank\" und der Leser kann in der jeweiligen Situation genau mitfühlen. So sympathisiert der Leser auch mit dem Hauptdarsteller und entwickelt eine gewisse Abscheu gegen die grausame Welt der Armut.
Die Sprache ist, aufgrund des jungen Erzählers, ein bisschen kindlich,ansonsten in Alltagssprache gehalten, wodurch das Buch leicht verständlich ist.
Zudem findet man im Buch noch einige irische Kinderlieder und -gedichte.

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Fazit:
Das Buch wird oft in der Schule gelesen, also für den jeweiligen Schüler \"Pflicht\".
Ich persönlich jedoch habe das Buch freiwillig gelesen und kann es sehr empfehlen!Aufgrund der Thematik und Hintergrundinformationen nicht nur für Jugendliche (ab ca. 12 Jahre), sondern auch für erfahrene und anspruchsvolle Leser geeignet!

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    11.01.2005, 19:59 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    und fand es klasse. Würde auch empfehlen, die Fortsetzung (Ein rundherum tolles Land) zu lesen.