McDonald's Chicken McNuggets Testbericht

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ab 8,01
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Summe aller Bewertungen
  • Aussehen:  sehr gut
  • Geschmack:  sehr gut
  • Sättigung & Erfrischung:  hoch

Erfahrungsbericht von Comte_de_Flandre

Goldiges Presshuhn

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gerade auf Dienstreisen oder Wochenendausflügen treibt einen der große oder kleine Hunger mangels Kenntnis über lohnenswerte Gaststätten in der jeweiligen Umgebung oder aus Zeitdruck immer wieder - wie magisch angezogen - zum großen M - sprich Mc Donalds - hin.

Ein Klassiker beim amerikanischen Fast Food Riesen sind die Chicken McNuggets. Die kenne ich dort schon seit über 20 Jahren. Frei übersetzt heißt Chicken McNuggets nichts anderes als Hühnchen Goldstücke.

Der Verzehr einer Portion neulich in der Pause regte mich an, mich einmal näher mit diesen Goldstücken amerikanischer Fast Food Kultur auseinander zu setzen.


Hier mein Bericht:


Verpackung / Preis
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Die Chicken McNuggets werden in Burgerpappen zu 6, 9 oder 20 Stück angeboten. Eine Zeitlang gab es sie auch in einer Papiertüte zu kaufen. Im Mc Donalds reicht es bei der Bestellung aber schon, wenn man einen \'Neuner\' oder \'Zwanziger\' ordert. Dazu gibt es entweder 1, 2 oder 3 Saucentöpfchen nach Wahl. Zu den Saucen komme ich später noch gesondert.

Für die einzelne Pappe muss man entweder € 2,60, € 3,20 oder € 5,90 abdrücken, was für den einzelnen Nugget einen Preis zwischen € 0,30 und € 0,43 bedeutet.

Abschließend sei bemerkt, dass auch eine Junior Tüte mit Chicken McNuggets um € 3,05 erhältlich ist. Hier sind dann 4 Nuggets zur Freude der Kleinen enthalten.


Inhaltsstoffe
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Chicken McNuggets bestehen vornehmlich aus gepresstem Hähnchenfleisch, oder formell aus Geflügelformfleisch in Panade, das anschließend frittiert wird. Ein Nugget wiegt etwa 17g, sodass ein Sechser ca. 100g Hähnchen bietet. Eine Aufzählung der weiteren natürlichen Bestandteile wäre recht langweilig; ich fand nur interessant, dass z. B. auch Sellerie enthalten ist.

Spannender ist eher die Betrachtung der weiteren Zusätze, die immer so schön mit einem E beginnen, auf das drei Zahlen folgen.

Als Stabilisator wird E 450 (Phosphate) verwandt. Zuviel hiervon kann bei gleichzeitigem Calciummangel im Körper zu Kalkarmut führen. Gleichzeitig kann es bei kleinen Kindern zu Hyperaktivität führen.

Das Backtriebmittel ist E 500 (Natriumcarbonat). Kleine Mengen sind nicht schädlich, größere Mengen hingegen können zu Verdauungs- und Kreislaufproblemen führen.

Als Antioxidationsmittel findet sich in den Nuggets E 341 (Calciumphosphate). Diese können die Mineralstoffaufnahme im Körper behindern und sind eigentlich für hyperaktive Kinder verboten. Vielleicht geht ja jetzt manch einer Mutti ein Licht auf, warum der Kleine nach Genuss seiner Juniortüte mit Chicken McNuggets immer so fickerig ist.

Letztlich ist noch E 327 (Kalziumlactat), ein Stoff der selbst auch im Körper gebildet wird, enthalten. Hiermit sind außer für Kleinkinder (Stoff noch nicht abbaubar) keine Gefahren verbunden.


Aussehen
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Chicken McNuggets sind entweder länglicher Form (grobgeschätzt 4cm lang, 2cm breit und 1cm dick) oder rund bei einem Durchmesser von etwa 3cm und einer Dicke um 1,5cm (Angaben ohne Gewähr).

Farblich erscheinen sie stinknormal in panadengelb. Je nach Frittierzeit sind sie mal heller, mal dunkler. Mit ausreichend Phantasie oder Promille erinnern sie in der Tat entfernt an Goldklumpen.

Die länglichen Nuggets eignen sich besser zum Auskratzen der letzten Saucenreste aus dem Töpfchen. Daher meine Empfehlung: erst die Runden essen.

Insgesamt finde ich, dass die Chicken McNuggets recht appetitlich ausschauen und keinen Ekel wie manch verunglückter Burger auslösen.


Saucen
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Je nach Portionsgröße erhält man bis zu 3 Saucen in kleinen Plastiktöpfchen zu 25ml für die Nuggets hinzu. Zur Auswahl stehen Barbecue, Süß-Sauer und Curry. Manch einer wird sich noch an die Senfsauce erinnern, die schon vor etlichen Jahren aus dem Programm genommen wurde.

Bei normalem Verbrauch reichen die Saucen gut für die jeweilige Anzahl von Nuggets. Saucenfetischisten sollten sich Extraportionen allerdings hinzukaufen.

Als Verdickungsmittel ist E 415 (Xantnan) enthalten. Hierfür sind keine Nebenwirkungen bekannt. Die weiteren Bestandteile dürften auch denen gängiger Gewürzsaucen entsprechen. Ich erspare mir, sie einzeln aufzuzählen.

Mir schmecken die Saucen alle recht gut. Mein Favorit ist hierbei Süß-Sauer, aber auch Barbecue und Curry haben einen leckeren - weder zu laschen noch zu intensiven - Geschmack, der gut zum Hähnchenfleisch passt. Die Saucen sind auch eine echte Alternative für Pommes anstelle von Ketchup oder Mayo.


Geschmack / Sättigung
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Die Chicken McNuggets schmecken mir gut; so gut, dass ich sie eigentlich recht häufig bei Mc Donalds Besuchen esse. Ohne Sauce sind sie allerdings ziemlich trocken, da die Panade auch für meinen Geschmack zu lasch und weich ist. In Österreich bekommt Mc Donalds das besser hin: dort ist die Panade schön knusprig und die Nuggets lassen sich auch ohne Sauce gut genießen.

Ein Sättigungsgrad wird wie eigentlich immer bei Fast Food schnell erreicht und hält nicht lange an. Nach einem Zwanziger bin ich pappsatt, 15 würden mir reichen. Bei Hunger ist ein Neuner allerdings zu wenig und verlangt nach einem kleinen Burger als Zugabe. Der Sechser ist eher nur eine Beigabe zu einem großen Burger und lohnt sich auch aus preislicher Sicht nicht.


Nährwert
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Durch ihren recht hohen Fettanteil (rd. 15%) sind die frittierten Nuggets mit ihrer Panade zwar lecker und sättigen für den ersten Moment, eine gesunde Ernährung stellen sie aber aufgrund der hohen Kalorienzahl wirklich nicht dar. Zuviel Genuss macht hier sicherlich dick.

Zum Vergleich: 100g von Muttis gutem Kotelett haben 470 kJ, das zünftige Eisbein hat immerhin schon 643 kJ, aber 100g von Ronald Mc Donalds Goldtalern bringen saftige 863 kJ ins Rennen. Daneben finden wir in 100g Nuggets rd. 19g Eiweiß und 14g Kohlenhydrate. Für Diabetiker: ein Sechser entspricht einer Broteinheit.

Die Saucen sind da verträglicher, ihr Fettanteil liegt bei nur rd. 1%.


Fazit
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Geschmacklich sind die McNuggets gut und als jahrelanger Klassiker auf der Speisekarte von Mc Donalds bewährt im Konkurrenzkampf gegen Burger & Co.

Vom gesundheitlichen Aspekt sind sie – zumindest bei häufigem Genuss – aufgrund ihres Fettgehalts bedenklich. Unangenehm kann teilweise der Sättigungseffekt sein.

Lobenswert ist, dass Mc Donalds seit April 2001 als Folge massiver Proteste von Greenpeace kein Fleisch mehr von Hühnern verwendet, die mit gentechnisch manipuliertem Futter gemästet wurden.

Ein Tipp zum Abschluss: Kauft Euch mit mehreren Leuten lieber einen Zwanziger, da dieser preislich günstiger ist und fast immer frisch gepackt wird.


© Comte de Flandre im Dezember 2002



PS: bei meinen Recherchen bin ich auf diverse Daten bei www.milchzucker.de.tt und www.bioworld.de gestoßen – ein Besuch dieser Homepages lohnt.

PPS: Faker müssen drei Zwanziger in einer Hähnchenmastanlage aufessen; Rächtschraibfähla dienen heute als appetitliche Beilage – auf Wunsch auch als Nachspeise.

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