Meet the Feebles (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von gnoi_
Wenn Nilpferde Amok laufen...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
dann wird’s lustig, oder vielleicht sogar blutig. Oh ja, hier haben wir es mal wieder mit einem filmischen Leckerbissen a là Peter Jackson zu tun. Bekannt wurde dieser Ausnahmeregisseur sicher durch Splatterklassiker wie Brain Dead und Bad Taste und seit neuestem wie sicherlich jeder mitbekommen haben dürfte durch die Herr der Ringe Trilogie. Auch „Meet the Feebles“ reiht sich nahtlos in diese Reihe von Meisterwerken ein.
Man kann ihn jedoch nicht einem speziellen Filmgenre zuordnen, vielmehr handelt es sich hierbei um eine Splatter-Komödie vom feinsten, wobei die Betonung eigentlich auf Komödie liegt. Die Darsteller sind ausnahmsweise mal nicht Menschen, sondern Puppen, ähnlich der der Muppet Show, nur viel viel schräger dargestellt...
@@@ Story @@@
Um ehrlich zu sein, so wahnsinnig viel Story hab ich gar nicht finden können, was aber in diesem Fall mal gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil, der Film weiß auf andere Art und Weise zu unterhalten. Ganz kurz:
Wir befinden uns in einem Theater. Die Gruppe „The Feebles“ probt eifrig für ihre bald anstehende Fernseh-Live-Übertragung, eine Art Musical bzw. Varietéshow. Bis es soweit ist, erleben wir jede Menge von dem, was so an diesem Set vor sich geht, was aber nicht direkt was mit der Aufführung zu tun hat. So erfahren wir beispielsweise von einem Igel namens Robert, der neu zur Truppe hinzustößt und sich kurzerhand in eine Pudeldame namens Lucile verliebt, dann von einem parallel laufenden Pornodreh und von Drogengeschäften. Schließlich wird uns auch noch ein Einblick in das Leben der Nilpferddame Heidi gewährt, die noch eine tragende Rolle spielen wird. Dazu gesellen sich diverse andere Ausflüge zu anderen Charakteren am Set, auf die ich später genauer eingehen werde.
Am Ende kommt es tatsächlich zur Aufführung des Stücks, welches aber nicht so ganz nach den Vorstellungen der Verantwortlichen verläuft...
@@@ Meine Meinung @@@
Zugegebenermaßen, wenn ich die Inhaltsangabe so lese, klingt der Film so gar nicht unterhaltsam. Aber das täuscht! Denn ich finde, der Film hat das gewisse etwas, was einen guten Film ausmacht.
Wie gesagt, steht der Comedyfaktor deutlich im Vordergrund. Dafür sorgen bei mir allein schon die einfach zum schießen aussehenden Figuren und deren ein ums andere mal einfach nur unfreiwillig lustiges Auftreten.
@@@ Charaktere @@@
Da hätten wir gleich zu Beginn die Nilpferddame Heidi. Wie es Tiere dieser Art nun mal an sich haben, ist auch sie, sagen wir’s mal vorsichtig, etwas überproportioniert. Eigentlich ist sie der heimliche Star der Truppe, ohne deren Gesang wohl nichts laufen würde. Auf Grund ihres Übergewichtes wird sie jedoch von einigen Leuten quasi gemobbt und fällt schließlich in tiefe Depressionen. In der Folge sehen wir sie des öfteren entweder Tortenfressend oder weinend oder beides zusammen. Hinzu kommt ihre Liebe zu dem Walross Platch, dem Produzenten des Stücks, der ihre Liebe nach früherer Erwiderung jedoch mittlerweile ablehnt. Darüber kommt die Gute nicht hinweg... Wie das endet hab ich ja eigentlich schon verraten *g*
Auch Platch hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Gleich in der ersten Szene sehen wir dieses massige Tier, wie dieses Sex mit einer Katze(!) hat. Einfach genial, allein die Vorstellung! Und dann seine Stimme. Ich weiß nicht, ob ihr mal Benjamin Blümchen gehört habt *g*, ich nämlich schon. Und da gibt’s eine Folge, in der der Weihnachtsmann genau so spricht wie dieses Walross. Was für ein Gegensatz. Denn so freundlich gesinnt wie der liebe Weihnachtsmann ist Platch nun wirklich nicht. Ums auf den Punkt zu bringen, er ist ein richtiger Drecksack. Zwar lässt er das am Set nicht so heraushängen, aber im Verlauf des Film bekommen wir dann doch mit, dass er seine Hände im Drogengeschäft hat.
Diese Szenen sind dann auch mal wieder richtig cool gemacht. Vor allem seine Kumpanen sehen einfach nur hammermäßig aus. Da wäre zum einen eine muskelbepackte Dogge mit einem riesigen Kopf, die einfach nur schräg aussieht und dann der Drogenlieferant, eine Art Warzenschwein oder so, der für mich das coolste Aussehen von allen hat. Leider kommt er nur selten vor, aber wenn ich den gesehen hab, musste ich unweigerlich anfangen zu lachen. So ein riesiges Maul und was für eine Fresse *lol*. Das muss man gesehen haben. Und seine Golfschläger – ja die werten Herren Drogenhändler spielen Golf – wahre Mörderteile, mit Nieten und Spitzen versetz, passend zu seinem Outfit, wie ein Rocker...
Um direkt zum nächsten üblen Charakter zu wechseln, erwähne ich gleich mal Trevor die Ratte, im wahrsten Sinne des Wortes *g*. Seine Stimme und Aussehen sind nicht so witzig wie die der anderen, aber seine Rolle dafür um so mehr. Er ist ebenfalls in die Drogengeschichte involviert, was ihn aber mehr auszeichnet, ist die Tatsache, dass er im Keller des Theaters einen Porno dreht. Aber was für einen?! Auch das muss man gesehen haben! Da rammeln Hasen miteinander, eine Kakerlake betreibt Sadomaso mit einer Kuh(!) und schließlich wirs auch ein kleiner langnasiger Unterhosenschnüffler zum Dreh geschleppt. Kennt ihr nasalen Sex? Wenn ihr den Film gesehen habt, wisst ihr was das ist. Genial!!!
Zu diesem Pornofilmchen will Trevor auch die Pudeldame Lucile schleppen. Gelingt ihm zwar nicht, aber dennoch führt dies dazu, dass der Igel Robert trotz seiner Liebe von Lucile ablassen will.
Robert ist kurz gesagt ein richtiger Schlappschwanz *g*. Als er am Anfang das erste mal in Erscheinung tritt, merkt man ihm sofort an, dass er doch ziemlich unbeholfen, schüchtern und naiv ist, was ihm seine Rolle am Set nicht gerade leicht macht. Er ist für mich auch einer der wenigen Charaktere, die einfach nicht witzig rüberkommen. Man sieht ihn dabei, wie er sich versucht seiner Lucile anzunähern und sich am Set durchzusetzen, wirkt dabei aber eher mau und bis auf wenige Ausnahmen nicht witzig, eher bemitleidenswert.
Zwei weitere Charaktere haben mich des weiteren stets amüsiert:
Als erstes wäre da der Elefant, dessen Namen mir leider entfallen ist, zu nennen. Er scheint ein gewaltiges Alkoholproblem zu haben, schaut man sich seine Kabine so an. Aber das beste, er hat auch ein Kind in die Welt gesetzt. Die Mutter ist übrigens ein Huhn. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Endergebnis dieser Liebe aussieht *lol*. Dazu passend auch seine einfach nur komisch klingende Stimme, perfekt.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch der drogenabhängige Frosch, ich glaub er hieß Winjard oder so. Den müsst ihr euch ansehen. Wie der immer zittert und bei Trevor um eine Ration Drogen bettelt ist einfach nur hammerhart. Hinzu kommen seine Berichte zu seinem Aufenthalt im Vietnam Krieg, seitdem ist er von Albträumen geplagt ist. Beschreiben kann man sein Verhalten gar nicht richtig. Das müsst ihr euch genau wie alles andere ebenfalls unbedingt ansehen.
Außerdem haben wir noch unzählige weitere Typen, die alle aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen.
@@@ Splatter @@@
Ja, neben all der Comedy, gibt’s auch die ein oder andere Splatterszene. Zwar nicht viele, aber doch recht gelungene. An eine Splatterorgie wie in Braindead beispielsweise erinnert der Film demnach nicht im geringsten. Um genau zu sein, gibt es bis kurz vor Schluss sogar kaum Splatter. Wir sehen einmal wie ein paar kleine Viecher (was die darstellen sollen, weiß ich ned) von einem Fass überrollt werden, wie einer fetten Mücke die Beine ausgerissen werden und wie ein paar Krabben bei einer Drogenübergabe dran glauben müssen. Aber nix spektakuläres. Um so blutiger wird dann am Ende, wenn Heidi in Rambo Manier mit einem Maschinengewehr auf Rachefeldzug geht. Da fliegen die Fetzen, kann ich nur sagen.
Ansonsten gibt’s einige unblutige aber dafür ekelhafte Szenen. Z.B. sehen wir eine Mücke, wie die in einer Kloschüssel auf Nahrungssuche ist (was da abgeht, könnt ihr euch bestimmt vorstellen, *schüttel*), wie das Walross auf einmal kotzt, dasselbe gilt für einen kranken Hasen, der während der Aufführung seinen Mageninhalt von sich gibt und der seine Ekzeme ausdrückt *brrrr* und schließlich sehen wir die Ti**en von Heidi, oh Mann, was für Apparate! *g*
Aber auf den Splatter kommt es halt nicht an.
@@@ Musik, Atmosphäre, Synchro @@@
Auch was das angeht, war ich vollauf zufrieden. Musikalisch bekommt man entweder ruhige bis flotte Hintergrundmusik zu hören, die stets zu den jeweiligen Szenen passt oder aber die Musik, die bei der Aufführung stattfinden soll, so ne Art Kabarettmusik mit Klavier und Trompeten, zwar eigentlich so gar nicht mein Fall, aber hier passts.
Die Kulisse kann ich ebenfalls nur loben. Alles schön bunt mit Bühnenkostümen dekoriert, dann mal düster in den Ecken, wo die Schmuddelpornos gedreht werden und auch sonst immer sehr schön gestaltet. Die Atmosphäre ist zwar nicht so dicht wie in einem Horrorstreifen zum Beispiel, aber ich hatte immer das Gefühl mitten in diesem Theater zu sein.
Das die einzelnen Figuren so echt wirken, verdanken sie mit Sicherheit auch ihrer durchgehend perfekten Synchronisation. Ich habe keine Figur finden können, wo die Stimme nicht zu dem jeweiligen Charakter gepasst hätte. Dabei kamen mir manche Stimmen sogar bekannt vor, ich weiß nur nicht woher, dies gilt vor allem bei Robert.
@@@ Daten @@@
Regie : Peter Jackson
Erschienen: 1989 (Neuseeland)
Dauer: ca. 94 Minuten
FSK: 18
@@@ Fazit @@@
Also, wer die Muppet Show mal auf ne andere Weise sehen möchte und sich auch nicht von den paar Splatterszenen abschrecken lässt, der kommt hier voll auf seine Kosten. Einfach eine perfekte, sehr witzig inszenierte Parodie. Manchmal könnte man auch meinen, dass es so an einem echten Theaterset abgehen könnte...
Danke fürs Lesen und Bewerten
Euer gnoi
Man kann ihn jedoch nicht einem speziellen Filmgenre zuordnen, vielmehr handelt es sich hierbei um eine Splatter-Komödie vom feinsten, wobei die Betonung eigentlich auf Komödie liegt. Die Darsteller sind ausnahmsweise mal nicht Menschen, sondern Puppen, ähnlich der der Muppet Show, nur viel viel schräger dargestellt...
@@@ Story @@@
Um ehrlich zu sein, so wahnsinnig viel Story hab ich gar nicht finden können, was aber in diesem Fall mal gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil, der Film weiß auf andere Art und Weise zu unterhalten. Ganz kurz:
Wir befinden uns in einem Theater. Die Gruppe „The Feebles“ probt eifrig für ihre bald anstehende Fernseh-Live-Übertragung, eine Art Musical bzw. Varietéshow. Bis es soweit ist, erleben wir jede Menge von dem, was so an diesem Set vor sich geht, was aber nicht direkt was mit der Aufführung zu tun hat. So erfahren wir beispielsweise von einem Igel namens Robert, der neu zur Truppe hinzustößt und sich kurzerhand in eine Pudeldame namens Lucile verliebt, dann von einem parallel laufenden Pornodreh und von Drogengeschäften. Schließlich wird uns auch noch ein Einblick in das Leben der Nilpferddame Heidi gewährt, die noch eine tragende Rolle spielen wird. Dazu gesellen sich diverse andere Ausflüge zu anderen Charakteren am Set, auf die ich später genauer eingehen werde.
Am Ende kommt es tatsächlich zur Aufführung des Stücks, welches aber nicht so ganz nach den Vorstellungen der Verantwortlichen verläuft...
@@@ Meine Meinung @@@
Zugegebenermaßen, wenn ich die Inhaltsangabe so lese, klingt der Film so gar nicht unterhaltsam. Aber das täuscht! Denn ich finde, der Film hat das gewisse etwas, was einen guten Film ausmacht.
Wie gesagt, steht der Comedyfaktor deutlich im Vordergrund. Dafür sorgen bei mir allein schon die einfach zum schießen aussehenden Figuren und deren ein ums andere mal einfach nur unfreiwillig lustiges Auftreten.
@@@ Charaktere @@@
Da hätten wir gleich zu Beginn die Nilpferddame Heidi. Wie es Tiere dieser Art nun mal an sich haben, ist auch sie, sagen wir’s mal vorsichtig, etwas überproportioniert. Eigentlich ist sie der heimliche Star der Truppe, ohne deren Gesang wohl nichts laufen würde. Auf Grund ihres Übergewichtes wird sie jedoch von einigen Leuten quasi gemobbt und fällt schließlich in tiefe Depressionen. In der Folge sehen wir sie des öfteren entweder Tortenfressend oder weinend oder beides zusammen. Hinzu kommt ihre Liebe zu dem Walross Platch, dem Produzenten des Stücks, der ihre Liebe nach früherer Erwiderung jedoch mittlerweile ablehnt. Darüber kommt die Gute nicht hinweg... Wie das endet hab ich ja eigentlich schon verraten *g*
Auch Platch hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Gleich in der ersten Szene sehen wir dieses massige Tier, wie dieses Sex mit einer Katze(!) hat. Einfach genial, allein die Vorstellung! Und dann seine Stimme. Ich weiß nicht, ob ihr mal Benjamin Blümchen gehört habt *g*, ich nämlich schon. Und da gibt’s eine Folge, in der der Weihnachtsmann genau so spricht wie dieses Walross. Was für ein Gegensatz. Denn so freundlich gesinnt wie der liebe Weihnachtsmann ist Platch nun wirklich nicht. Ums auf den Punkt zu bringen, er ist ein richtiger Drecksack. Zwar lässt er das am Set nicht so heraushängen, aber im Verlauf des Film bekommen wir dann doch mit, dass er seine Hände im Drogengeschäft hat.
Diese Szenen sind dann auch mal wieder richtig cool gemacht. Vor allem seine Kumpanen sehen einfach nur hammermäßig aus. Da wäre zum einen eine muskelbepackte Dogge mit einem riesigen Kopf, die einfach nur schräg aussieht und dann der Drogenlieferant, eine Art Warzenschwein oder so, der für mich das coolste Aussehen von allen hat. Leider kommt er nur selten vor, aber wenn ich den gesehen hab, musste ich unweigerlich anfangen zu lachen. So ein riesiges Maul und was für eine Fresse *lol*. Das muss man gesehen haben. Und seine Golfschläger – ja die werten Herren Drogenhändler spielen Golf – wahre Mörderteile, mit Nieten und Spitzen versetz, passend zu seinem Outfit, wie ein Rocker...
Um direkt zum nächsten üblen Charakter zu wechseln, erwähne ich gleich mal Trevor die Ratte, im wahrsten Sinne des Wortes *g*. Seine Stimme und Aussehen sind nicht so witzig wie die der anderen, aber seine Rolle dafür um so mehr. Er ist ebenfalls in die Drogengeschichte involviert, was ihn aber mehr auszeichnet, ist die Tatsache, dass er im Keller des Theaters einen Porno dreht. Aber was für einen?! Auch das muss man gesehen haben! Da rammeln Hasen miteinander, eine Kakerlake betreibt Sadomaso mit einer Kuh(!) und schließlich wirs auch ein kleiner langnasiger Unterhosenschnüffler zum Dreh geschleppt. Kennt ihr nasalen Sex? Wenn ihr den Film gesehen habt, wisst ihr was das ist. Genial!!!
Zu diesem Pornofilmchen will Trevor auch die Pudeldame Lucile schleppen. Gelingt ihm zwar nicht, aber dennoch führt dies dazu, dass der Igel Robert trotz seiner Liebe von Lucile ablassen will.
Robert ist kurz gesagt ein richtiger Schlappschwanz *g*. Als er am Anfang das erste mal in Erscheinung tritt, merkt man ihm sofort an, dass er doch ziemlich unbeholfen, schüchtern und naiv ist, was ihm seine Rolle am Set nicht gerade leicht macht. Er ist für mich auch einer der wenigen Charaktere, die einfach nicht witzig rüberkommen. Man sieht ihn dabei, wie er sich versucht seiner Lucile anzunähern und sich am Set durchzusetzen, wirkt dabei aber eher mau und bis auf wenige Ausnahmen nicht witzig, eher bemitleidenswert.
Zwei weitere Charaktere haben mich des weiteren stets amüsiert:
Als erstes wäre da der Elefant, dessen Namen mir leider entfallen ist, zu nennen. Er scheint ein gewaltiges Alkoholproblem zu haben, schaut man sich seine Kabine so an. Aber das beste, er hat auch ein Kind in die Welt gesetzt. Die Mutter ist übrigens ein Huhn. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Endergebnis dieser Liebe aussieht *lol*. Dazu passend auch seine einfach nur komisch klingende Stimme, perfekt.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch der drogenabhängige Frosch, ich glaub er hieß Winjard oder so. Den müsst ihr euch ansehen. Wie der immer zittert und bei Trevor um eine Ration Drogen bettelt ist einfach nur hammerhart. Hinzu kommen seine Berichte zu seinem Aufenthalt im Vietnam Krieg, seitdem ist er von Albträumen geplagt ist. Beschreiben kann man sein Verhalten gar nicht richtig. Das müsst ihr euch genau wie alles andere ebenfalls unbedingt ansehen.
Außerdem haben wir noch unzählige weitere Typen, die alle aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen.
@@@ Splatter @@@
Ja, neben all der Comedy, gibt’s auch die ein oder andere Splatterszene. Zwar nicht viele, aber doch recht gelungene. An eine Splatterorgie wie in Braindead beispielsweise erinnert der Film demnach nicht im geringsten. Um genau zu sein, gibt es bis kurz vor Schluss sogar kaum Splatter. Wir sehen einmal wie ein paar kleine Viecher (was die darstellen sollen, weiß ich ned) von einem Fass überrollt werden, wie einer fetten Mücke die Beine ausgerissen werden und wie ein paar Krabben bei einer Drogenübergabe dran glauben müssen. Aber nix spektakuläres. Um so blutiger wird dann am Ende, wenn Heidi in Rambo Manier mit einem Maschinengewehr auf Rachefeldzug geht. Da fliegen die Fetzen, kann ich nur sagen.
Ansonsten gibt’s einige unblutige aber dafür ekelhafte Szenen. Z.B. sehen wir eine Mücke, wie die in einer Kloschüssel auf Nahrungssuche ist (was da abgeht, könnt ihr euch bestimmt vorstellen, *schüttel*), wie das Walross auf einmal kotzt, dasselbe gilt für einen kranken Hasen, der während der Aufführung seinen Mageninhalt von sich gibt und der seine Ekzeme ausdrückt *brrrr* und schließlich sehen wir die Ti**en von Heidi, oh Mann, was für Apparate! *g*
Aber auf den Splatter kommt es halt nicht an.
@@@ Musik, Atmosphäre, Synchro @@@
Auch was das angeht, war ich vollauf zufrieden. Musikalisch bekommt man entweder ruhige bis flotte Hintergrundmusik zu hören, die stets zu den jeweiligen Szenen passt oder aber die Musik, die bei der Aufführung stattfinden soll, so ne Art Kabarettmusik mit Klavier und Trompeten, zwar eigentlich so gar nicht mein Fall, aber hier passts.
Die Kulisse kann ich ebenfalls nur loben. Alles schön bunt mit Bühnenkostümen dekoriert, dann mal düster in den Ecken, wo die Schmuddelpornos gedreht werden und auch sonst immer sehr schön gestaltet. Die Atmosphäre ist zwar nicht so dicht wie in einem Horrorstreifen zum Beispiel, aber ich hatte immer das Gefühl mitten in diesem Theater zu sein.
Das die einzelnen Figuren so echt wirken, verdanken sie mit Sicherheit auch ihrer durchgehend perfekten Synchronisation. Ich habe keine Figur finden können, wo die Stimme nicht zu dem jeweiligen Charakter gepasst hätte. Dabei kamen mir manche Stimmen sogar bekannt vor, ich weiß nur nicht woher, dies gilt vor allem bei Robert.
@@@ Daten @@@
Regie : Peter Jackson
Erschienen: 1989 (Neuseeland)
Dauer: ca. 94 Minuten
FSK: 18
@@@ Fazit @@@
Also, wer die Muppet Show mal auf ne andere Weise sehen möchte und sich auch nicht von den paar Splatterszenen abschrecken lässt, der kommt hier voll auf seine Kosten. Einfach eine perfekte, sehr witzig inszenierte Parodie. Manchmal könnte man auch meinen, dass es so an einem echten Theaterset abgehen könnte...
Danke fürs Lesen und Bewerten
Euer gnoi
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