Erfahrungsbericht von MikeStar
Geschichte der Hauptstadt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo
Hauptstadt Berlin!
Berlin ist heute wieder - nach einer bewegten Geschichte - Hauptstadt Deutschlands, mitten in Brandenburg gelegen.
Die Keimzelle Berlins war in einem Urstromtal der Norddeutschen Tiefebene. HIer war an einer schmalen Stelle des sumpfigen Tales, wo die Spree in vielen Windungen zur Havel fließt, für einen wichtigen Handelsweg der leichteste Übergang für Händler zwischen Nord und Süd. Im Mittelalter entstand Berlin aus den beiden Dörfern Berlin und Kölln, die durch eine Burg geschützt wurden.
1701 wurde Preußen Königreich und Berlin die Hauptstadt Preußens. Als der König von Preußen deutscher Kaiser wurde, blieb Berlin bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die Hauptstadt Deutschlands. Mit etwa 4,5 Milionen Einwohnern lebten hier fast so viele Menschen wie im gesamten Ruhrgebiet. Es war zu der Zeit die viertgrößte Stadt der Welt. In Preußens Zeiten entstanden Regierungsgebäude, Prachstraßen wie der berühmte Kurfürstendamm oder die Straße "Unter den Linden" und viele Prachbauten. Das Leben pulsierte, weltberühmte Theater und Museen, Konzert- und Opernhäuser, Ausstellungsräume, Filmpläste, Hochschulen und Universitäten zogen Menschen aus aller Welt an. Regierung und Ministerin hatten hier ihren Sitz, der Reichstag tagte in Berlin.
Die Hauptstadt war aber nicht nur Kultur- und Verwaltungszentrum, sondern auch ein Zentrum der Industrie. Als aus den kleinen Handwerksbetrieben Fabriken entstanden, entwickelte sich Berlin zum größten Industriezentrum auf dem eurpäischen Festland. Die günstige Verkehrslage mitten im Herzen des damaligen Deutschland, ja im Herzen Europas, war ein wichtiger Standortfaktor. Schiffe, Eisenbahnen und Autos konnten auf einem hervorragend ausgebauten Verkehrsnetz sämtliche Rohstoffe anliefern, ebenso wie Lebensmittel und sonstige Güter. So hatten Elektroindustrien von Weltruf und auch Druckereien hier ihren Sitz. Maschinen, Eisenbahnen, optische Geräte, Textillien, Lederwaren und vieles mehr wurden hier hergestellt.
Der Zweite Weltkrieg veränderte alles. Nach den verheerenden Kriegszerstörungen lebten nur noch 2,8 Millionen Menschen hier, die versuchten, die Stat aus den Trümmern weider aufzurichten. 1945 teilten die Siegermächte die Stadt in vier Sektoren. Der Ostsektor war unter sowjetischer Besetzung. Berlin war von der sowjetisch besetzten Zone eingekreist.
1948 sperrten die Sowjets alle Bahnlinien, Straßen und Kanäle nach Westberlin. Der Westteil sollte ausgehungert werden und unter sowjetischen Zugriff kommen. In dieser Situation organisierten die Westmächte eine ganz einmalige Hilfsaktion. Nur die Luftkorridore waren frei zugänglich geblieben, so dass die Alliierten wie man die Westmächte auch nannte, eine Luftbrücke errichteten, um Berlin aus der Luft zu versorgen: Etwa alle zwei Minuten landete ein amerikanisches, französisches oder englisches Flugzeug auf den Westberliner Flugplätzen und lieferte nicht nur Lebensmittel, sondern auch die für die Industrie dringend benötigten Rohstoffe, damit die Menschen weiterhin arbeiten konnten. Während der Blockade wurde Tegel als dritter Flugplatz angelegt, der später zu einem Weltflughafen ausgebaut wurde. Selbstredend konnten die produzierten Güter auch nur wieder auf dem Luftweg abtransportiert werden, da die Sowjets Westberlin völlig abgeschlossen haben hatten. Als nach einem Jahr die blockade aufgehoen wurde, konnten täglich wieder Ostberliner im Westen der Stat ihrer Arbeit nachgehen und umgekehrt.
1949 erfolgte die Teilung Deutschlands, Ostberlin wurde die Hauptstadt DDR. Ab 1961 verlief mitten durch die Stadt die Mauer, die nicht nur Berlin, sondern ganz Deutschland in zwei teile spaltete. Durch den Mauerbau wollte die DDR verhindern, dass weiterhin Arbeitskräfte das Staatsgebiet der DDR verließen. Jährlich waren nämlich etwa 120.000 Menschen über Berlin in den Westen geflüchtet.
Wie eine Insel lag Westberlin vom Staatsgebiet der DDR umschlossen, abgeschnitten von den gewachsenen Stadt-Umland-Beziehungen. Die Versorgung mit Milch, Fleisch-Produkten und gärtnerischen Erzeugnissen erfolgte vorher aus der landwirtschaftlich geprägten Umgebung, der Markt Brandenburg. Westberlin war von diesen Versorgungsmöglichkeiten nach dem Mauerbau nun völlig abgeschnitten. Sämtliche Nahrungsmittel, aber auch alle Rohstoffe für die Industrie mussten aus dem Westen herangeschafft werden. Der gesamte Verkehr von der Bundesrepublik nach Westberlin wurde über einzelne, von der DDR strengstens kontrollierte Straßen abgewickelt. Es gab nur noch wenige Übergänge zwischen dem Staatsgebiet der DDR und der BRD, nur einen Übergang für die Eisenbahn, nur zwei für den Straßenverkehr und zwei für die binnenschifffahrt. Der Flugverkehr wurde über drei Luftkorridore geleitet.
Was über Jahrhunderte zu einer Großestadt gewachsen war, wurde zerrissen. Die gewachsene Abhängigkeit zwischen Stadt und Umland waren zerstört. So mussten in den beiden nun getrennten Teilen der Stadt jeweils Versorgungseinrichtungen gebaut werden, die vorher nur einmal für die Gesamtversorgung der einen großen Stadt nötig waren: Stadtverwaltung, Verkehrsbetriebe, Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Telefonnetz, Universität, Einkaufszentren, neue Wohnviertel, Museen, Zoo, usw.
1989 erreichten die Menschen in der DDR durch einen friedlichen Aufstand, dass die DDR -Regierung die Grenzen öffnete.
1990 fiel die Mauer, Deutschland und somit auch Berlin waren wieder vereint. Berlin ist heute ein selbstständiges Bundesland und nach einem Beschlusss des Bundestages von 1991 wurde der Regierungssitz 1999 von Bonn nach Berlin verlegt.
Och Gott, war das viel Schreiberei!
Ist übrigens ein Referat von mir gewesen!
Nich streng bewerten, jeder sollte mal bisschen über Berlin erfahren, auch wenn ich kein deutscher bin, kenn ich mich mit Berlin sehr gut aus, ich war schon sehr oft dort, und das was ich gesehn habe, hat mir gefallen, sehr sogar.
Hoffentlich werdet ihr das auch durchlesen und nicht nur bewerten, und wenn das nur bewertet wird dann mit sehr nützlich ;-))
ciao
Mike
Hauptstadt Berlin!
Berlin ist heute wieder - nach einer bewegten Geschichte - Hauptstadt Deutschlands, mitten in Brandenburg gelegen.
Die Keimzelle Berlins war in einem Urstromtal der Norddeutschen Tiefebene. HIer war an einer schmalen Stelle des sumpfigen Tales, wo die Spree in vielen Windungen zur Havel fließt, für einen wichtigen Handelsweg der leichteste Übergang für Händler zwischen Nord und Süd. Im Mittelalter entstand Berlin aus den beiden Dörfern Berlin und Kölln, die durch eine Burg geschützt wurden.
1701 wurde Preußen Königreich und Berlin die Hauptstadt Preußens. Als der König von Preußen deutscher Kaiser wurde, blieb Berlin bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die Hauptstadt Deutschlands. Mit etwa 4,5 Milionen Einwohnern lebten hier fast so viele Menschen wie im gesamten Ruhrgebiet. Es war zu der Zeit die viertgrößte Stadt der Welt. In Preußens Zeiten entstanden Regierungsgebäude, Prachstraßen wie der berühmte Kurfürstendamm oder die Straße "Unter den Linden" und viele Prachbauten. Das Leben pulsierte, weltberühmte Theater und Museen, Konzert- und Opernhäuser, Ausstellungsräume, Filmpläste, Hochschulen und Universitäten zogen Menschen aus aller Welt an. Regierung und Ministerin hatten hier ihren Sitz, der Reichstag tagte in Berlin.
Die Hauptstadt war aber nicht nur Kultur- und Verwaltungszentrum, sondern auch ein Zentrum der Industrie. Als aus den kleinen Handwerksbetrieben Fabriken entstanden, entwickelte sich Berlin zum größten Industriezentrum auf dem eurpäischen Festland. Die günstige Verkehrslage mitten im Herzen des damaligen Deutschland, ja im Herzen Europas, war ein wichtiger Standortfaktor. Schiffe, Eisenbahnen und Autos konnten auf einem hervorragend ausgebauten Verkehrsnetz sämtliche Rohstoffe anliefern, ebenso wie Lebensmittel und sonstige Güter. So hatten Elektroindustrien von Weltruf und auch Druckereien hier ihren Sitz. Maschinen, Eisenbahnen, optische Geräte, Textillien, Lederwaren und vieles mehr wurden hier hergestellt.
Der Zweite Weltkrieg veränderte alles. Nach den verheerenden Kriegszerstörungen lebten nur noch 2,8 Millionen Menschen hier, die versuchten, die Stat aus den Trümmern weider aufzurichten. 1945 teilten die Siegermächte die Stadt in vier Sektoren. Der Ostsektor war unter sowjetischer Besetzung. Berlin war von der sowjetisch besetzten Zone eingekreist.
1948 sperrten die Sowjets alle Bahnlinien, Straßen und Kanäle nach Westberlin. Der Westteil sollte ausgehungert werden und unter sowjetischen Zugriff kommen. In dieser Situation organisierten die Westmächte eine ganz einmalige Hilfsaktion. Nur die Luftkorridore waren frei zugänglich geblieben, so dass die Alliierten wie man die Westmächte auch nannte, eine Luftbrücke errichteten, um Berlin aus der Luft zu versorgen: Etwa alle zwei Minuten landete ein amerikanisches, französisches oder englisches Flugzeug auf den Westberliner Flugplätzen und lieferte nicht nur Lebensmittel, sondern auch die für die Industrie dringend benötigten Rohstoffe, damit die Menschen weiterhin arbeiten konnten. Während der Blockade wurde Tegel als dritter Flugplatz angelegt, der später zu einem Weltflughafen ausgebaut wurde. Selbstredend konnten die produzierten Güter auch nur wieder auf dem Luftweg abtransportiert werden, da die Sowjets Westberlin völlig abgeschlossen haben hatten. Als nach einem Jahr die blockade aufgehoen wurde, konnten täglich wieder Ostberliner im Westen der Stat ihrer Arbeit nachgehen und umgekehrt.
1949 erfolgte die Teilung Deutschlands, Ostberlin wurde die Hauptstadt DDR. Ab 1961 verlief mitten durch die Stadt die Mauer, die nicht nur Berlin, sondern ganz Deutschland in zwei teile spaltete. Durch den Mauerbau wollte die DDR verhindern, dass weiterhin Arbeitskräfte das Staatsgebiet der DDR verließen. Jährlich waren nämlich etwa 120.000 Menschen über Berlin in den Westen geflüchtet.
Wie eine Insel lag Westberlin vom Staatsgebiet der DDR umschlossen, abgeschnitten von den gewachsenen Stadt-Umland-Beziehungen. Die Versorgung mit Milch, Fleisch-Produkten und gärtnerischen Erzeugnissen erfolgte vorher aus der landwirtschaftlich geprägten Umgebung, der Markt Brandenburg. Westberlin war von diesen Versorgungsmöglichkeiten nach dem Mauerbau nun völlig abgeschnitten. Sämtliche Nahrungsmittel, aber auch alle Rohstoffe für die Industrie mussten aus dem Westen herangeschafft werden. Der gesamte Verkehr von der Bundesrepublik nach Westberlin wurde über einzelne, von der DDR strengstens kontrollierte Straßen abgewickelt. Es gab nur noch wenige Übergänge zwischen dem Staatsgebiet der DDR und der BRD, nur einen Übergang für die Eisenbahn, nur zwei für den Straßenverkehr und zwei für die binnenschifffahrt. Der Flugverkehr wurde über drei Luftkorridore geleitet.
Was über Jahrhunderte zu einer Großestadt gewachsen war, wurde zerrissen. Die gewachsene Abhängigkeit zwischen Stadt und Umland waren zerstört. So mussten in den beiden nun getrennten Teilen der Stadt jeweils Versorgungseinrichtungen gebaut werden, die vorher nur einmal für die Gesamtversorgung der einen großen Stadt nötig waren: Stadtverwaltung, Verkehrsbetriebe, Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Telefonnetz, Universität, Einkaufszentren, neue Wohnviertel, Museen, Zoo, usw.
1989 erreichten die Menschen in der DDR durch einen friedlichen Aufstand, dass die DDR -Regierung die Grenzen öffnete.
1990 fiel die Mauer, Deutschland und somit auch Berlin waren wieder vereint. Berlin ist heute ein selbstständiges Bundesland und nach einem Beschlusss des Bundestages von 1991 wurde der Regierungssitz 1999 von Bonn nach Berlin verlegt.
Och Gott, war das viel Schreiberei!
Ist übrigens ein Referat von mir gewesen!
Nich streng bewerten, jeder sollte mal bisschen über Berlin erfahren, auch wenn ich kein deutscher bin, kenn ich mich mit Berlin sehr gut aus, ich war schon sehr oft dort, und das was ich gesehn habe, hat mir gefallen, sehr sogar.
Hoffentlich werdet ihr das auch durchlesen und nicht nur bewerten, und wenn das nur bewertet wird dann mit sehr nützlich ;-))
ciao
Mike
Bewerten / Kommentar schreiben