Pollenca Testbericht

Pollenca
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Erfahrungsbericht von cybersyssy

Cybersyssy auf Mallorca Teil 5

Pro:

Aussicht, schönes Flair

Kontra:

???

Empfehlung:

Ja

Hallo ihr Lieben!

Und weiter geht mein Urlaub auf Mallorca - 21.04.04.

Dass wir in Port de Pollenca übernachteten; habt ihr ja schon im vorherigen Bericht mitbekommen.
Da es keine eigenen Kategorie für Port de Pollenca gibt, verbinde ich Pollenca mit Port de Pollenca – denn immerhin ist Port de Pollenca ja der Hafen von Pollenca.

Da wir zuerst in Port de Pollenca waren, beginne ich damit.

*** PORT DE POLLENCA ***

In Port de Pollenca

Das einstige Fischerdorf und Urlaubsziel für Einheimische, wurde von den Briten zu damals als Urlaubsort entdeckt. Die gleichnamige Bucht ist ideal für aktive Mallorcaferien und Urlaub mit Kindern.
Besonders der flache und damit kindergeeignete Sandstrand ist beliebt.
Die ganze Palette des Wassersportangebots, sogar Surf- und Segelschule, machen Port de Pollenca für den Aktivurlauber interessant.
Im zentralen Strand- und Uferbereich wurde vor kurzer Zeit Verschönerungsmaßnahmen vorgenommen.
Im Ortskern von Port de Pollenca gibt es keine „Ballermann-typischen“ Betonklötze, das macht das Flair aus. Es ist noch so knuffig.
Nur ein Betonklotz, das Pollenca Park, steht außerhalb des Ortszentrums, abseits der Küste.

Es gibt 3 Ortsbereiche.
1. Vom südlichen Ortseingang bis zum Yacht- und Fischereihafen im Zentrum, zieht sich ein breiter Sandstrand. Direkt hinter Strand und Promenade verläuft die Hauptstraße nach Alcudia an der Bucht entlang.
2. Hinter dem Hafen befindet sich der alte Ortskern und die „Fußgängerzone“ - Passeig Anglada Camarasa. Auf diesen wichtigsten 200 m drängen sich die Tische und Stühle der Gastronomie. Hier findet man auch die besseren Häuser mit eigenen Betonmolen.
3. Jetzt schließen sich der Passeig Vora Mar und die Carrer Colón, mit ihren fast 2 km Fuß- und Radweg, an. Unter alten Bäumen kann man traumhafte alte Villen und neuere Appartementhäuser betrachten.

Briten und Spanier sind hier die Haupttouristen.


*** UNSER EINDRUCK ***

Nachdem wir uns nach unserer Tour nach Cap Formentor frisch gemacht hatten, bummelten wir am Strand in den Ortskern von Port de Pollenca.
Die Aussicht auf die Bucht ist wunderbar - keine Betonklötze.
Natürlich gibt es auch hier die typischen Touri-Andenken-Läden, doch auch ein paar Geschäfte mit wirklich schönen Waren gab es - z.B. ein Geschäft mit einheimischer Töpferei. Doch leider konnte ich keine Töpfe mitnehmen, denn sie passten hätten nicht mehr in den Koffer gepasst.
Auch ein Lederwarengeschäft mit wirklich schicken Taschen und Klamotten haben wir gefunden, doch was soll ich mit der 25. Tasche? Und auf Lederklamotten stehe ich nicht so wirklich. Okay, die Lederhose gefiel mir schon, aber sie war mir trotz des vergleichbaren geringen Preises zu Deutschland, immer noch zu teuer.
In einem Straßencafe bestellten wir uns Eis. Und als wir diese riesigen Schalen sahen, war uns der Preis von 7,50 Euro klar.
Am Strand wurde es auch langsam ruhig und wir lauschten der Brandung. Der Hammer war der Sanddrache. 2 Kroaten hatte aus ganz normalem Sand einen auf dem Bauch liegenden Drachen gebaut - total super.
Mittlerweile kam der Hunger nach einem richtigen, deftigen Abendessen und wir landeten bei einem Mexikaner, dessen Portionen und Preise okay waren. Da es ja erst April war, begrüßten wir die großen Heizstrahler. Abends war es nämlich immer noch ein wenig frisch, obwohl ich mir am Tag vorher einen Sonnenbrand an den Armen einkassiert hatte (schön doof, ich weiß).
Endlich wieder im Zimmer, fielen wir total k.o. in die Betten.

Morgens frühstückten wir auf der Hotelterrasse - ca. 100 m vom Meer entfernt *traumhaft*
Dann machten wir uns auf nach Pollenca.


*** POLLENCA ***

Pollenca liegt vor den nördlichen Ausläufern der Serra Tramuntana und wird als Kulturhauptstadt Mallorcas „gehandelt“. Es haben sich hier viele Künstler niedergelassen und Pollenca ist noch sehr ursprünglich.
Die Innenstadt ist weitestgehend „Fußgängerzone“.
Der Placa Major von Pollenca liegt etwas erhöht vor der Kirche und ist ein wunderbarer Ort, um das lokale Leben auf sich wirken zu lassen.
Sonntags findet hier ein bunter Gemüsemarkt statt.

Das frühere Dominikanerkloster “Claustre del Convent Santo Domingo” befindet sich unterhalb der Placa. Vor dem Kloster ist ein Minipark mit einem alten Wasserschöpfrad zu betrachten. Im Sommer finden hier Sommerkonzerte statt.

Ein Stück weiter ist man schon am Fuße des Kalvarienberges - eine touristische Pflicht *grins*.
Die 365 Stufen entsprechen der Anzahl der Tage im Jahr.
Am Fuß der Treppen liegt das Museu Martí Vincenc - eine bemerkenswerte Sammlung mallorquinischer Keramik und Webmuster und Werke des Künstlers Vincenc.
Die Steinstufen sind von Zypressen und teilweise alten Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt.
Der wunderschöne Blick auf Pollenca und die Umgebung und die Bucht sind der Lohn für die 365 Stufen.
Oben auf dem Kalvarienberg steht eine kleine schnuckelige Kapelle. Daneben gibt es natürlich auch Erfrischungen in einem kleinen Café, die man je nach Temperatur dringend nötig hat.

Ein weiteres touristisches „Muss“ ist der Klosterberg Santa Maria mit der Ermita de Nostra Senyora de Puig. An der Straße nach Palma weist ein Schild den Weg die Serpentinen hinauf. Nach etwa zwei Drittel der Strecke, muss man auf „Schusters Rappen“ weiter. Hier gibt es einen Kiosk mit Kaffee und Kleinigkeiten.


*** UNSER EINDRUCK ***

In Pollenca angekommen, suchten wir erst mal einen Parkplatz und begaben uns auf den Weg. Den Placa Major fanden wir sofort und genehmigten uns erst mal einen Cappuccino. Da es ja noch Nebensaison war, konnten wir in aller Ruhe die Einheimischen und wenigen Touris „begaffen“ - es war übersichtlich.
Dann begaben wir uns auf den Weg zum Kreuzberg - Kalvarienberg. Die 365 Stufen sind zwar flach, aber durch die Tiefe, kann man die Treppen nicht so locker gehen wie die üblichen Treppen.
Da wir uns die knuffigen Häuser rechts und links des Weges in aller Ruhe anschauten, kam es automatisch zum Beinwechsel beim Treppensteigen.
Viele Zypressen säumen den ganzen Weg und spenden morgens Schatten, der auch sehr willkommen ist.
Den Lohn der „Kletterei“ bekamen wir oben - die Aussicht ist wunderschön! Bis zum Meer konnten wir an diesem klaren Tag schauen.
Nachdem wir uns in dem kleinen Café eine Erfrischung gegönnt hatten, spazierten wir wieder hinunter und „durchstöberten“ die Seitengassen rund um den Placa Major.
Die gepflegten alten Häuschen eroberten unser Herz.
Auch die ganzen kleinen Geschäfte, die Touri-Andenken und mallorquinische „Kunst“ verkaufen, strahlen hier eine völlig andere Atmosphäre aus, als in den typischen Touri-Orten.
Überhaupt besitzt Pollenca so einen nostalgischen Flair, der die üblichen Touri-Orte in den Schatten stellt.
Alles ist noch so ursprünglich!
Bewundernswert finde ich auch, dass hier keine Betonklötze zu finden sind.
Wenn man nur Fotos von Pollenca sieht, könnte man meinen, sie sind im Hinterland aufgenommen worden und hier hat sich noch kaum ein Touri hin verirrt.


*** FAZIT ***

Port de Pollenca und Pollenca bekommen von mir 5 Sterne und eine absolute Empfehlung!
Beide Orte sind noch nicht völlig von den Touris eingenommen und strahlen noch etwas Ursprüngliches aus. Ich habe das Gefühl, dass die Einheimischen zwar die Touris und ihr Geld dankend entgegen nehmen, aber trotzdem ihre eigene Art bewahren.
Auch das Preisniveau ist hier noch normal.
Auch die häufigen verkehrsberuhigten Zonen, tragen zum Wohlfühleffekt bei.
Wenn ihr mal auf „Malle“ seid, schaut euch die beiden „Schätze“ an und genießt die Zeit.


„Gracias“ für’s Lesen, Bewerten und Kommentieren.

Liebe Grüße
Elena mit dem Mini-Zoo

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • schrift

    15.01.2005, 17:31 Uhr von schrift
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...wie schön du das beschreibst!! :)