Porta Westfalica Testbericht

Porta-westfalica
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Erfahrungsbericht von batmsw

Meuselwitz, die kleine Schnauderstadt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ja, wer kennt schon Meuselwitz? Ein kleines Thüringer Städtchen mit kleinen aber feinen Besonderheiten.

Jetzt werden viele denken, oh Gott, Bergbaugebiet, am Ende der Welt.

Weit gefehlt, Meuselwitz liegt im Dreiländereck Sachsen - Sachsen-Anhalt - Thüringen und mausert sich langsam aber sicher zu einem sehenwerten Fleckchen mit Erholungsqualität.

Ich stelle heute hier erstmal den Veit-Ludwig-von Seckendorff-Park vor.

Zur Innenstadt mit den herrlichen Gründerhäusern werde ich zu einem späteren Zeitpunkt einen Beitrag schreiben.

Nach der Wende wurde dieser wieder liebevoll restauriert und in den Zustand versetzt, wie ich ihn noch als Kind kannte.

Kernstück des Parkes ist die Orangerie. Ich kann sagen, für Architekturbegeisterte sehenswert.

Die Beschreibung habe ich der Webseite von Meuselwitz entnommen. Dort sind für Interessierte auch die zugehörigen Bilder und mehr zu finden

Der Link http://www.meuselwitz.de

Die Orangerie ist im Barockstil errichtet worden. Zu bemerken ist, daß einerseits bei der Errichtung von Sanssouci die Meuselwitzer Orangerie Pate gestanden hat, andererseits überall an der Orangerie der Einfluß des Dresdner Zwingers sichtbar war.

Die Orangerie stellte den Gegenpol zum Meuselwitzer Schloß dar. Der Grundriß ist axial in Segmentbogenform ost-west-gelagert, die offene Seite der Parkgestaltung zugekehrt. Das Kernstück bildet die Rotunde, deren Turmaufbau mit Laterne sowie barockgeschweiftem Giebelaufsatz - geschmückt mit Wappen und Wappenzier - an einen Triumpfbogen erinnert. Darin befinden sich vier, die Jahreszeiten darstellende, restaurierte Standbilder. 14 große Steinvasen, restauriert bzw. neu angefertigt, schmücken Turm und Mittelbau im Dachbereich.

An die Rotunde schließen sich nach Ost und West die damals als Gewächshäuser genutzten gleichförmigen Räume an. Die Kopfbauten, als hochgestellte Rechteckkörper angelegt, dienten - so wird aufgrund der Ausstattung und den Kaminanlagen vermutet - gesellschaftlichen Zwecken.

Das gesamte Gebäude ist mit vielfältigem bildlich-figurativem Zierrat ausgestattet. Unterhalb des Kranzgesimses verläuft ein Triglyphen- und Metopenfries (dreiteilige Felder mit Zwischenfeld, in Anlehnung an dorische Tempel).

Die Schlußsteine besitzen eine Maskenzier, in zwölf überhöhten ovalen Nischen befinden sich eingestellte Frauen-und Männerbüsten, die die Sternenbilder des südlichen (linke Seite) und nördlichen (rechte Seite) Himmels darstellen. Im Schloßpark befanden sich weitere Steinfiguren, die derzeit noch nicht restauriert und aufgestellt werden konnten.

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