Riesengebirge Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Qualle
Im Land des Rübezahl
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es zieht mich immer wieder einmal in das schöne Riesengebirge. Einige von euch werden es kennen und vielleicht auch schon lieben gelernt haben, den anderen möchte ich ein paar interessante Punkte, in dem zu Polen und Tschechien liegendem Gebirge, vorstellen.
Hier ist das Reich des Berggeist - Rübezahl. Obwohl ich schon mehr als zehn mal in seinem Reich war, habe ich ihn noch nicht entdeckt.
Auf dem Rückweg von der Tatra zog es uns noch einen Tag in das Riesengebirge auf die tschechische Seite. Hier heißt es „Krkonose“. In “Pec p. Snezkou” bezogen wir für eine Nacht Quartier. Die Zeit war etwas ungünstig, da die Winterssaison nach Ostern zu Ende war und sehr viele Hotels und Pensionen geschlossen hatten.
In einer einfachen Pension (14 Euro pro Übernachtung mit Frühstück für eine Person) Aber über die Pension möchte ich hier nicht weiter schreiben, sondern euch etwas von der schönen Landschaft berichten.
Unweit vom Ortskern befindet sich die Talstation des Sesselliftes zur Schneekoppe. Die Schneekoppe ist der höchste Berg des Riesengebirges mit 1602 Meter über NN. Nun am nächsten Morgen, von Sonnenschein und blauen Himmel der letzten Tage war nichts mehr übrig, zog es uns trotz Nebel und Schneetreiben auf den Berg.
Die Seilbahn war vor der großen Frühjahrswartung heute noch in Betrieb. Aber leider hatten wir zu wenige Kronen und die Wechselstelle unmittelbar neben der Kasse der Liftstation war geschlossen. Man nahm hier weder Euro noch Karte (Ist uns sonst nirgends passiert). Zurück ins Dorf wollten wir nicht, so ging es zu Fuß nach oben.
Auf gut markiertem, manchmal sehr glattem Wanderweg, begannen wir gegen zehn mit dem Aufstieg. Wenig Sonnenschein wechselte sich ab mit trüben Wetter und Schneetreiben. Nach gut einer Stunde erreichten wir die Baude „Ruzohorka“. Es ist traumhaft erholsam hier oben. Es waren einige Skilangläufer, trotz des Schneefalls und Nebels unterwegs. Für die letzten Kronen holten wir uns warme Getränke und setzen unsere Wanderung zum Gipfel fort. Lange Stäbe markierten den Rechten Weg. Es lag noch viel Schnee und heute waren auch schon einige Zentimeter Neuschnee dazu gekommen.
Wir passierten die Mittelstation „stanice Ruzova hora“des Liftes. Von hier sind es noch fast drei Kilometer bis zum Gipfel. Vom Berg ist heute nichts zu sehen. Der Schneefall wird stärker, aber nichts hält uns davon ab, weiter nach oben durch den Schnee zu stapfen. Es ist sehr reizvoll dieser Marsch durch eine herrliche Winterlandschaft. Die Bäume werden kleiner und bald sind nur noch Sträucher am Weg. Die letzten Meter geht es über verschneites Geröll. Während unseres Aufstiegs setzt sich auch mal der Lift in Betrieb und bringt einige Menschen von dem Berg ins Tal. (Der Obere Teil des Liftes ist sehr selten in Betrieb. Das Teilstück ist dem Wind stark ausgeliefert.)
Haare, Nase und Stirn sind vereist und verschneit, als wir oben ankommen. Die Hütten und Bauden sehen wir erst, als wir nur wenige Meter davorstehen. Da man nicht viel von der Landschaft sieht, zieht es uns in eine kleine Hütte. Die jungen Tschechen, die sich in der engen Baude breit gemacht haben rücken zusammen und wir setzen uns zu ihnen.
Die Gemütlichkeit in den Bauden nach anstrengenden Wanderungen kann man nicht beschreiben, man muss es erleben. Es ist eine Zufriedenheit, die einem befällt, die man im Alltagsstress nicht oder nur selten erlebt. Nach einem kleinem Snack und einigen Heißgetränken für ein paar Euro, laufen wir zurück zum Auto nach “Pec p. Snezkou”
Das waren nun ein paar Erlebnisse von meinem letztem Besuch im Riesengebirge. Im weiteren möchte ich noch ein paar allgemeine Bemerkungen niederschreiben.
Für Wintersportler:
Das Gebiet um die Schneekoppe ist sehr gut geeignet für Skiwanderer und Langläufer. Man fährt mit dem unteren Lift zur Station und hat da wunderschöne Langlaufstrecken. Große Abfahrtshänge findet man hier selten.
Für die Abfahrtsläufer empfehle ich da eher das Gebiet um Harachov. Hier gibt es gleich neben den Schanzen gut präparierte Hänge. Wir waren in diesem Jahr zur Skiflug WM dort. Es war an diesen Tagen sehr belebt und fest in der Hand von polnischen Fans.
Und der Sommerurlauber?
Das Riesengebirge hat auch für den Sommerurlauber sehr viel zu bieten.
Die meisten Wanderwege sind nicht sehr steil, auch für weniger geübte gut geeignet. Die Ausschilderung ist hervorragend und in regelmäßigen Abständen sind Bauden, die zur gemütlichen Rast einladen.
Auf dem Gebirgskamm verläuft die Grenze zwischen Polen und Tschechien. Hier ist auch ein grenzüberschreitender Wanderweg.
Ein weiterer sehr bekannter Ort, und Ausgangspunkt für schöner Wanderungen ist „Spindleruv Mlyn“. Von hier ist eine Wanderung zur Elbquelle zu empfehlen. Da mein letzter Besuch an der Elbquelle (Labe) schon ein paar Jahre zurückliegt, möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen. Aber der Besuch lohnt sich und auf dem Weg sind auch viele Bauden, (einige sind noch aus der Zeit, wo das Riesengebirge zu Deutschland gehörte)
Hotels, Bauden, Restaurants und auch Zeltplätze sind hier reichlich vorhanden.
Und wer mal keine Lust zum Wandern hat, der kann auch Ausflüge in die Nähere und weitere Umgebung machen.
U.a. möchte ich den Tierpark in „Dur Kralove“, und die größeren Städte „Hradec Kralove“ und „Mlada Boleslav“ – (Skodawerke) empfehlen.
Vor Jahren waren wir oft zelten im Riesengebirge . Aber wie heute die Beschaffenheit der Zeltplätze ist, darüber kann ich nichts schreiben. Schön fand ich, das Lagerfeuer erlaubt waren und die Campingfreunde sorgten beim Reisigsammeln für Ordnung im Wald. Nur die Sanitären Anlagen waren oft in schlechtem Zustand. Die Plätze an sich sind aber sehr schön gelegen.
Nun, mit meinem Bericht möchte ich auf die Schönheit der Riesengebirges hinweisen. Es ist keine umfassende Schilderung. Jeder der hier war hat seine ganz speziellen Eindrücke. Und manch einer hat ihn vielleicht auch schon gesehen, den Berggeist Rübezahl.
Meine Berichte könnt ihr lesen bei Yopi, Ciao und ecomments.
Hier ist das Reich des Berggeist - Rübezahl. Obwohl ich schon mehr als zehn mal in seinem Reich war, habe ich ihn noch nicht entdeckt.
Auf dem Rückweg von der Tatra zog es uns noch einen Tag in das Riesengebirge auf die tschechische Seite. Hier heißt es „Krkonose“. In “Pec p. Snezkou” bezogen wir für eine Nacht Quartier. Die Zeit war etwas ungünstig, da die Winterssaison nach Ostern zu Ende war und sehr viele Hotels und Pensionen geschlossen hatten.
In einer einfachen Pension (14 Euro pro Übernachtung mit Frühstück für eine Person) Aber über die Pension möchte ich hier nicht weiter schreiben, sondern euch etwas von der schönen Landschaft berichten.
Unweit vom Ortskern befindet sich die Talstation des Sesselliftes zur Schneekoppe. Die Schneekoppe ist der höchste Berg des Riesengebirges mit 1602 Meter über NN. Nun am nächsten Morgen, von Sonnenschein und blauen Himmel der letzten Tage war nichts mehr übrig, zog es uns trotz Nebel und Schneetreiben auf den Berg.
Die Seilbahn war vor der großen Frühjahrswartung heute noch in Betrieb. Aber leider hatten wir zu wenige Kronen und die Wechselstelle unmittelbar neben der Kasse der Liftstation war geschlossen. Man nahm hier weder Euro noch Karte (Ist uns sonst nirgends passiert). Zurück ins Dorf wollten wir nicht, so ging es zu Fuß nach oben.
Auf gut markiertem, manchmal sehr glattem Wanderweg, begannen wir gegen zehn mit dem Aufstieg. Wenig Sonnenschein wechselte sich ab mit trüben Wetter und Schneetreiben. Nach gut einer Stunde erreichten wir die Baude „Ruzohorka“. Es ist traumhaft erholsam hier oben. Es waren einige Skilangläufer, trotz des Schneefalls und Nebels unterwegs. Für die letzten Kronen holten wir uns warme Getränke und setzen unsere Wanderung zum Gipfel fort. Lange Stäbe markierten den Rechten Weg. Es lag noch viel Schnee und heute waren auch schon einige Zentimeter Neuschnee dazu gekommen.
Wir passierten die Mittelstation „stanice Ruzova hora“des Liftes. Von hier sind es noch fast drei Kilometer bis zum Gipfel. Vom Berg ist heute nichts zu sehen. Der Schneefall wird stärker, aber nichts hält uns davon ab, weiter nach oben durch den Schnee zu stapfen. Es ist sehr reizvoll dieser Marsch durch eine herrliche Winterlandschaft. Die Bäume werden kleiner und bald sind nur noch Sträucher am Weg. Die letzten Meter geht es über verschneites Geröll. Während unseres Aufstiegs setzt sich auch mal der Lift in Betrieb und bringt einige Menschen von dem Berg ins Tal. (Der Obere Teil des Liftes ist sehr selten in Betrieb. Das Teilstück ist dem Wind stark ausgeliefert.)
Haare, Nase und Stirn sind vereist und verschneit, als wir oben ankommen. Die Hütten und Bauden sehen wir erst, als wir nur wenige Meter davorstehen. Da man nicht viel von der Landschaft sieht, zieht es uns in eine kleine Hütte. Die jungen Tschechen, die sich in der engen Baude breit gemacht haben rücken zusammen und wir setzen uns zu ihnen.
Die Gemütlichkeit in den Bauden nach anstrengenden Wanderungen kann man nicht beschreiben, man muss es erleben. Es ist eine Zufriedenheit, die einem befällt, die man im Alltagsstress nicht oder nur selten erlebt. Nach einem kleinem Snack und einigen Heißgetränken für ein paar Euro, laufen wir zurück zum Auto nach “Pec p. Snezkou”
Das waren nun ein paar Erlebnisse von meinem letztem Besuch im Riesengebirge. Im weiteren möchte ich noch ein paar allgemeine Bemerkungen niederschreiben.
Für Wintersportler:
Das Gebiet um die Schneekoppe ist sehr gut geeignet für Skiwanderer und Langläufer. Man fährt mit dem unteren Lift zur Station und hat da wunderschöne Langlaufstrecken. Große Abfahrtshänge findet man hier selten.
Für die Abfahrtsläufer empfehle ich da eher das Gebiet um Harachov. Hier gibt es gleich neben den Schanzen gut präparierte Hänge. Wir waren in diesem Jahr zur Skiflug WM dort. Es war an diesen Tagen sehr belebt und fest in der Hand von polnischen Fans.
Und der Sommerurlauber?
Das Riesengebirge hat auch für den Sommerurlauber sehr viel zu bieten.
Die meisten Wanderwege sind nicht sehr steil, auch für weniger geübte gut geeignet. Die Ausschilderung ist hervorragend und in regelmäßigen Abständen sind Bauden, die zur gemütlichen Rast einladen.
Auf dem Gebirgskamm verläuft die Grenze zwischen Polen und Tschechien. Hier ist auch ein grenzüberschreitender Wanderweg.
Ein weiterer sehr bekannter Ort, und Ausgangspunkt für schöner Wanderungen ist „Spindleruv Mlyn“. Von hier ist eine Wanderung zur Elbquelle zu empfehlen. Da mein letzter Besuch an der Elbquelle (Labe) schon ein paar Jahre zurückliegt, möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen. Aber der Besuch lohnt sich und auf dem Weg sind auch viele Bauden, (einige sind noch aus der Zeit, wo das Riesengebirge zu Deutschland gehörte)
Hotels, Bauden, Restaurants und auch Zeltplätze sind hier reichlich vorhanden.
Und wer mal keine Lust zum Wandern hat, der kann auch Ausflüge in die Nähere und weitere Umgebung machen.
U.a. möchte ich den Tierpark in „Dur Kralove“, und die größeren Städte „Hradec Kralove“ und „Mlada Boleslav“ – (Skodawerke) empfehlen.
Vor Jahren waren wir oft zelten im Riesengebirge . Aber wie heute die Beschaffenheit der Zeltplätze ist, darüber kann ich nichts schreiben. Schön fand ich, das Lagerfeuer erlaubt waren und die Campingfreunde sorgten beim Reisigsammeln für Ordnung im Wald. Nur die Sanitären Anlagen waren oft in schlechtem Zustand. Die Plätze an sich sind aber sehr schön gelegen.
Nun, mit meinem Bericht möchte ich auf die Schönheit der Riesengebirges hinweisen. Es ist keine umfassende Schilderung. Jeder der hier war hat seine ganz speziellen Eindrücke. Und manch einer hat ihn vielleicht auch schon gesehen, den Berggeist Rübezahl.
Meine Berichte könnt ihr lesen bei Yopi, Ciao und ecomments.
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