Rio de Janeiro Testbericht

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Erfahrungsbericht von manu1205

carnevall do Brasil

Pro:

Traumhaft und unvergesslich

Kontra:

etwas gefährlich

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich mal über ein ganz anderes Thema schreiben.
Beim durchstöbern der Fotos fiel mir auch ein Fotoalbum vom Brasilien in die Hände, Diese Fotos ließen mich wieder, obwohl der Urlaub nun schon einige Jahre zurückliegt in Erinnerung schwelgen. Und so kam ich dann auf die Idee mal einen Reisebericht zu schreiben. Nun gut, ich werde zwar keine genauen Preise mehr nennen können, aber das ist für ein Land wie Brasilien wegen der hohen Inflation sowieso so gut wie unmöglich. Als wie in Brasilien waren gaben wir auch immer nur 20US Dollar getauscht, weil man am nächsten Tag schon wieder mehr Geld dafür bekommen hat. Na egal, ich hoffe das es nicht so wichtig ist, und Euch der Bericht trotzdem Gefällt.


Nachdem wir nun schon einige male in Brasilien waren und auf eigene Faust durch das Land gereist sind, haben wir soviel von den Land gesehen, das ich wahrscheinlich mehrere Berichte schreiben werde. Anfangen möchte ich mir einem Erlebnis, das wir in einem Brasilien Urlaub hatten und das für mich einmalig war, und das auch nicht alle Touristen erleben dürfen.

Brasilien was ist das eigentlich für ein Land ?
Brasilien liegt in Südamerika, von der Größe her könnte Brasilien fast schon ein eigener Kontinent sein. Die Landessprache ist Portugiesisch. Die Bevölkerung ist bunt gemischt. In dem Land herrscht ein krasser Unterschied zwischen Arm und reich. Auf der einen Seite die Prachtbauten und gleich neben an Die Favellas, das sind die Armutsviertel Holz ,- oder Blechhütten, die dicht an dicht in die Berge gebaut werden. Brasilien ist Lebensfreude, Freundlichkeit ,Farbenpracht, aber leider auch Armut, Kriminalität, Gewalt und Prostitution.

Aber einmal im Jahr, da gibt es keine Unterschiede zwischen arm und reich, alt oder Jung Mann oder Frau einmal im Jahr sind in Brasilien alle Menschen gleich und das ist während des Carneval ´s. Und darüber möchte ich in meinem Ersten Reisebericht etwas schreiben.

Wir haben wieder einmal wie schon so oft, unseren kompletten Jahresurlaub aufgehoben, so das sich der Lange Flug auch lohnt. Ende Januar ging es dann los, Wir flogen von Berlin Schönefeld nach München. Nach einem Aufenthalt von 2Std ging es dann weiter nach Rio de Janeiro. Der Flug dauerte ca. 11Std. Während des Fluges haben wir dann den Äquator überquert, Man kann sagen das man von dem Moment an in einer anderen Welt ist ggg Nein wirklich ich will nur ein Beispiel von vielen geben was hinter dem Äquator anders ist, das ist z.B. das Wasser, wenn man in ein Waschbecken sieht wo Wasser abläuft, ist ein Strudel zu sehen der sich rechts rum dreht, wenn man aber den Äquator überquert hat, dann dreht sich der Strudel links rum. Aber ich will ja hier nicht über den Äquator schreiben sondern über Rio. Schon der Landeanflug war recht imposant, Man konnte den Zuckerhut und den Corcovado sehen. Beides sind Wahrzeichen von Rio Der Zuckerhut ist ein Berg der die Form eines Zuckerhuts hat. Zu seiner Spitze kann man mit einer Seilbahn fahren und hat dann einen tollen Überblick über die Stadt. Der Corcovado oder auch der Erlöser genannt ist ein Berg auf dem eine 50m hohe Christusstatue steht, sie hat die Arme ausbreitet und segnet so die Stadt. Auch von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt Rio de Janeiro.

Am Flughafen angekommen suchten wir uns, nachdem wir unser Gepäck hatten und da wir ja ohne Reisegruppe unterwegs waren erst mal ein Taxi das uns zu unsern bereits von Berlin aus gebuchten Hotel bringen sollte. Der Preis für die Fahrt ist für Deutsche Verhältnisse recht günstig, wenn die Taxen auch nicht ganz den unseren entsprechen. So hatten wir ein Käfer, wo der Vordersitz ausgebaut war. Auch ist es schon etwas befremdend, das während der Fahrt aus Sicherheitsgründen die Fenster verschlossen und die Türen verriegelt sind.

Unser Hotel das in einer Nebenstrasse direkt an der Copacabana lag erreichten wir in 40 min Fahrzeit.
So nun aber endlich zum Carneval. Über Rio und den anderen Sehenswürdigkeiten werde ich dann in einen anderen Bericht schreiben.

Carnevall in Rio ist wirklich was einmaliges, da gibt es den Straßencarnevall an dem alle teilnehmen können die möchten, dort spielen mehrere Bands, die Batterias,( die „Stimmungsmacher“ die mit trommeln den typisch Brasilianischen Sambatakt angeben, Menschen aller Rassen jeden Alters und Geschlechts singen lachen und tanzen zusammen. Bierverkäufer schieben ihre Wagen durch die Menge, versuchen ihre Getränke los zuwerden, was bei Temperaturen um die 40°C auch nicht schwer ist. Von irgendwo her bekommt man eine halb gefüllte Dose mit Bier gereicht, man nimmt einen Schluck und reicht sie weiter. Am nächsten Bierwagen kauft man dann selber auch mal eine Dose, trinkt ein Schluck und reicht sie dann auch weiter. Ist zwar nicht jedermanns Sache, aber bei der Stimmung die dort herrscht, achtet man auf solch Kleinigkeiten gar nicht. Man läst sich von der Menge treiben und tanzt und singt solange man möchte mit.

Dann gibt es die Carnevalbälle. Die Bälle sind meist von Sambaschulen organisiert, stehen unter einem bestimmten Thema und kosten Eintritt.
Da gibt es z.B. den „Tutti frutti fruta“ Ball auf dem wir uns verirrt hatten und auf dem wir es auch nur 10 min. (bis wir unser Getränk welches im Eintritt drin war getrunken hatten)ausgehalten haben ggg. Wir hatten uns passend zum Thema Plastikfrüchte besorgt und an uns befestigt. Dort angekommen mussten wir aber feststellen das ich auf dem Ball wohl die einzigste „richtige“ Frau war, alles andere waren „Ladyboys“ Ja und da dort wahrscheinlich auch schon reichlich Alkohol geflossen ist fingen die ersten „Ladys“ nun an ihre schon eh winzigen „Kostüme „ abzulegen. Also nicht wie raus da und noch schnell woanders hin. Wir sind dann an diesem Abend noch ins „Help“ gegangen, das ist eine riesige Disco mitten auf der Copacabana.

Am Nächsten Abend waren wir dann auf dem wohl größten Ball den es dort gibt. Dem Vermelho e Preto . Der rot schwarze Ball. Dort sind alle rot schwarz gekleidet das sieht total beeidruckend aus, wenn ca. 1500-2000 Menschen gleich gekleidet sind. Sitzmöglichkeiten gibt es dort so gut wie keine, aber ich hätte bei dieser Musik sowieso nicht stillsitzen können.

Ja zur Zeit des Carnevals gibt es unzählige Bälle allein in Rio. Die alle aufzuzählen würde den Bericht ins Uferlose treiben.

Also berichte ich lieber noch von den absoluten Höhepunkt des Carnevals. Da wir wie am Anfang schon geschrieben schon öfter in Brasilien waren haben wir auch einige Brasilianer kennen gelernt. Einer davon hat mich als Gast in einer Sambaschule angemeldet. Und so konnte ich live am Absoluten Höhepunkt, dem Wettstreit der Sambaschulen im Sambadrom teilnehmen.

Das Sambadrom ist eine lange Strasse ich schätze mal 2km lang auf beiden Seiten sind Tribünen für die Zuschauer. Und durch diese Strasse ziehen dann die Sambagruppen und präsentieren ihre Kostüme, Tänze und ihre Musik. Der Wettkampf geht über zwei Tage, wobei am ersten Tag die schlechteren und am Zweiten Tag die besseren Sambaschulen antreten. Ich war am ersten Tag dabei, und werde dieses Erlebnis nie wieder vergessen. Die Sambaschule mit der ich antrat hieß“ Lins Imperial“ das Thema was dargestellt würde war die Vernichtung des Regenwaldes. Ich bekam ein Kostüm ( kurzer weißer Overall, Bauhelm mit Kreissäge und „Gummistiefel“ und das bei 40°C ) Der Spaß hat mich zwar 150 Dollar gekostet, war es aber auf jeden Fall wert.
Na ja und dann ging es los. Zum Anfang wird jede Sambaschule die in das Sambadrom einläuft mit einem 2min. Feuerwerk begrüßt, was einem schon etwas Gänsehaut bereitet. Und dann ging es los Der Einzug in das Sambadrom Die Zuschauer springen von den Stühlen auf, jubeln, tanzen winken und ich stehe unten, mitten in der bunten tanzenden Menge und tanze und singe das Lied von der Sambaschule ( wohl mehr falsch aber hat zum Glück eh keiner gehört*ggg*) Da jede Sambaschule in genau 80min. das Sambadrom durchtanzt haben muss, sind Antreiber und Stopper in der Gruppe, die das Tempo bestimmen. Ich hätte nie gedacht, das ich die 80 min. durchhalte, aber wir haben auf dem weg ins Hotel noch immer weiter getanzt. Die Sambaschule kam übrigens auf platz 7.
Ja daran werde ich wohl noch lange denken. Ich hoffe das ich Euch mit dem Bericht nicht zu sehr gelangweilt habe.

26.o4.04by Manu

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