Salzburger Land Testbericht

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Erfahrungsbericht von sylvia1983

".....ich bin das Arschloch aus Tirol...."

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

dies ist eines meiner prägnantesten Urlaubserlebnisse in Kaprun. Eine englisches Duo sang es. Ich, wo ich ehrlich gesagt kein Heimatliedfan bin, man "Ich bin der Anton aus Tirol" des öfteren bei Veranstaltungen hört, war schon erstaunt, dass die die gleichen Meinung haben. Ehrlich gesagt, passt die Originalversion irgendwie in die Berge, aber wenn man es in seinem Urlaub so oft hört, dann läuft das Passen bei mir auch über.

Na gut, das ist eigentlich gar nicht das Thema.
......so
Vom 24.07. bis zum 15.08.2001 bin ich in Kaprun gewesen. Es ist ein Ort in Österreich nahe des Großglockners. Man kennt diesen Ort vom Unglück der Gletscherbahn, die für immer stillgelegt ist. Bei der Unglücksfahrt brach ein Feuer im Heizungsbereich aus und nur wenige Leute konnten sich retten. Es muss schlimm gewesen sein, die Wahl, ob man nach oben läuft oder hinunter. Letztenendes haben nur diejenigen überlebt, die rechtzeitig zurück liefen. Der Führer der leichten 1-stündigen Panoramawanderung mit Erklärungen berichtete, er selbst sei mehrere tausende Male mit der Bahn gefahren und daran, dass etwas passieren könnte, hätte man nie gedacht.

Der Ort Kaprun
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In Kaprun gibt es einige Geschäfte, eine Burg, in der regelmäßig etwas los ist, viele gute Restaurants, ..... Unter anderem gibt es dort einen Pavillon, bei dem meist auch etwas los ist, von modernerer Musik bis hin zu meist Heimatliedern.
Unweit von Kaprun entfernt liegt Zell am See, wo es diverse Badeanstalten, aber auch wilde Badestellen am See gibt. Der See braucht jedoch seine Zeit bis er warm wird. Er hat übrigens Trinkwasserqualität. Im Ort Zell am See kann man auch Souvenirs und diverse andere Sachen in der schönen Altstadt kaufen. Außerdem kann man mit dem Motorboot rumfahren oder auch eine geführte Schiffsrundfahrt machen. Empfehlenswert ist diese Fahrt für die ersten Tage, denn für uns kamen auf vorletzten Tag keine neuen Informationen zuhören. Meine Eltern wussten genau, wo welcher Berg ist...
Kaprun liegt übrigens im Unterpinzgau im Bundesland Salzburg. Zell am See (österreichische Bezirkshauptstadt des Pinzgaus) und Kaprun gehören zur sogenannten Europa-Sportregion. Das Tauernkraftwerk ist das größte Speicherkraftwerk Österreichs und befindet sich ebenfalls in Kaprun. Bei http://www.europa-sport-region.com/de/default.htm erhält man diverse Infos über Kaprun.

Mountainbike Worldcup
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Genau zur Zeit des Worldcups waren wir in Kaprun und haben ihn somit live miterlebt. Der Reporter sah fast aus wie Stefan Rab und machte seine Arbeit richtig gut. Ein paar Tage vorher haben wir uns die Strecke vom Maiskogel hinab mal angesehen und bemerkt, dass sie sehr schwer ist, aufgrund des steilen Weges und der vielen Wurzeln. Mehrere Disziplinen wurden durchgeführt.

Kitzsteinhorn
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Vom Kitzsteinhorn aus hat man eine gute Aussicht. Man kann bei guter Sicht sogar bis zur Zugspitze sehen. Bei der bereits erwähnten geführten Wanderung, die zudem noch kostenlos ist, werden die Namen den Bergen zugeordnet und es wird einiges über die Gletscher berichte. Auf dem Kitzsteinhorn liegt auch im Sommer Schnee. Wir liefen in kurzer Kleidung rum und froren nicht. Es ist auch ein Paradies für Skifahrer, die so sogar im Sommer fahren können. Mit dem Wandern erfahrene Leute können auch eine Gipfelbesteigung machen, welche eine halbe Stunde und eine halbe Stunde hinab dauern würde. Wir haben es uns angesehen. Anfangs läuft man über den Schnee hinauf und dann an Seilen entlang über Steine. Für mich wäre es nichts gewesen. Mein Vater jedoch hat es gereizt, doch waren die 3 Wochen irgendwie zu kurz dazu. Im Übrigen hat man bei guten Wetter einen sehr guten Überblick über die Berge.
Eine Wandermöglichkeit, die man nicht gleich am 1. Tag machen sollte, ist vom Apin-Skicenter zur Maiskogelbahn zu laufen. Die Wanderung geht über die Krefelder Hütte, Bäche, Schnee... Bei heißem Wetter ist sie auch nicht empfehlenswert. Dieser Weg wurde in einem Heft über Österreich empfohlen, jedoch anders herum, von der Maiskogelbahn zum Apin-Skicenter, wovon uns unsere Vermieterin abriet, weil man nur bergauf lief. Wir wanderten also bergab, was ganz schön auf die Beine geht, wenn man es nicht gewöhnt ist. Des weiteren sollte man beachten, dass die letzte Bahn von der Maiskogel um 16.30 Uhr hinunter fährt. Wir litten unter Zeitdruck die Bahn zu erreichen, um nicht noch den ganzen Berg hinunterzulaufen.

Maiskogel
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Auf dem Maiskogel, den man über eine Seilbahn erreichen kann, befinden sich drei Almen, und zwar gleich eine bei der Seilbahnstation, dann den Glocknerblick, zu dem man noch 30 Minuten hinaufläuft und die Alm, die noch richtig so ist, wie sie damals war und zu der man 45 Minuten (wenn ich mich recht erinnere) einen sehr leichten Weg läuft.
In der erstgenante Alm, an der Seilbahnstation, sind wir nie eingekehrt, also können wir uns auch kein Urteil über sie bilden.
Der Glocknerblick ist richtig gut. Dort ist ein netter Wirt und gutes Essen, sowie auch in der 3. Alm, bei der man sogar selbstgemachten Käse mitnehmen kann. Sie besitzt eine kleine Karte und in ihrer Gegend gibt es auch die Möglichkeit hinunter ins Tal zu laufen.

Guggenbichl
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Man erreicht diese Alm über den Guggenhöhenweg, der von der Burg Kaprun losgeht oder man kann auch mit dem Auto dorthin fahren. Mehrfach waren wir dort und jedes Mal zufrieden. Es gibt dort riesigen leckeren Kaiserschmarrn, Kaspressknödelsuppe (Käse zu Knödel gepresst und einer Suppe), Kasnocken, Leberkäse...

Tauernkraftwerk
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Busse fahren einen durch enge Tunnel hinauf, dann geht es mit Europas größten Schrägaufzug und dann wieder per Bus weiter. An den Stauseen kann man laufen, hinauf zu Hütten gehen..., also wieder eine Vielfalt von Wegen. Wir hatten uns für den Naturlehrpfad entschieden, welcher meiner Meinung nach ein leichter Wanderweg ist, bei dem man bei der Furthermoseralm ladet, einkehren kann und dort hält dann auch gleich der Bus, sodass man wieder hinauf oder nach unten fahren kann.
Leider ist es dort ziemlich voll, dennoch sollte man die Stauseen mal gesehen haben. Faszinierend finde ich, wie damals die Stauseen errichtet wurden. Man musste Geräte hinaufschaffen, Wege erstellen... Schlimm ist, dass viele Männer beim Bau dieses Kraftwerkes ihr Leben ließen.
Weitere Infos erhalten Sie unter http://www.holiday.at/tauernkraft-tourismus/

Sigmund-Thun-Klamm
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Hier läuft man über Brücken an einem Fluss entlang zum Wasserfall. Nähere Infos gibt es unter:
http://www.holiday.at/sig-thun-klamm/default.htm


Großglockner
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Über ihn kann ich nicht viel erzählen, weil ich dort noch nicht war. Man sieht ihn von überall aus, dennoch wollen ihn viele besuchen, was auch verständlich ist. Bei uns reichte die Zeit einfach nicht Österreichs größten Berg (3 797 m hoch)zu besteigen.
http://www.grossglockner.com/

Krimmler Wasserfälle
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Dies sind Europas größte Wasserfälle, an denen man entlang wandern kann oder auch mit Taxi hinauffahren kann. Oben angekommen ist der Fluss viel ruhiger und man kann entlang des Flusses in einem Tal laufen. Verschiedene Almen bieten die Möglichkeit einzukehren und sogar von dort aus mit dem Taxi hinunterzufahren.

Schmittenhöhe
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Von hier aus gibt es viele leichte Wanderungen mit schöner Aussicht auf den Zeller See, was man alles wunderbar auf der Website http://www.schmitten.at/ erkunden kann.

Unsere Unterkunft
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Pension Lingner
Wir fanden sie aufgrund einer Website und sind nicht nur von der Page, sondern auch vom Hause positiv überrascht.
Die Appartements verfügen über eine gute Aussicht und Balkons, von welchen aus man gut die Berge betrachten kann. Auf der Website von der Pension kann man sich bereits einen Überblick über die Zimmerverteilung machen. Wir hatten Appartement 4, welches aus zwei Schlafzimmern mit je einem Bad besteht, ein Wohnzimmer mit ebenfalls einem Bad und eine Küche. Die Bäder besaßen Duschen. Des weiteren gibt es dort auch Fernseher, Mikrowelle, Ofen...
Bemerkenswert ist die Vermieterin Frau Kleinmann, welche die Gäste immer Ratschläge und Tipps auf Lager hat für Aktivitäten in der Region. Etwa 5 Gehminuten von der Pension entfernt befindet sich z.B. der Frei- und Hallenbad und zum Ortskern sind es zu Fuß etwa 10 Minuten.
Des weiteren stehen zwei Fahrräder (1 Damenrad und 1 Herrenrad) zur Verfügung und es besteht die Möglichkeit kostenlos in die hauseigene Sauna zu gehen.
Nähere Infos zur Pension: http://holiday.at/lingner/de/default.htm
Falls Du dort hin möchtest, kannst Du ja von mir (Sylvia aus Berlin) schöne Grüße bestellen.



Meine Meinung
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Im Großen und Ganzen war es ein schöner Urlaub, obwohl ich nicht so der Bergfan bin und mich eher das Wasser lockt, aber es gab schließlich auch den Zeller See und Schwimmbäder. Ach so, apropos Schwimmbäder: Es gibt eine 7-tägiges Berg- und Badenticket, mit dem man einen festen Preis bezahlt und dann täglich so oft man will schwimmen gehen kann, sowie alle Kapruner Seilbahnen, Sessellifte benutzen kann. Das hat sich gelohnt. Wir haben viel dadurch gespart.
Mehr werde ich jetzt nicht schreiben, denn ich denke, man sieht am "Schreibwahn" bzw. daran, was im Text steht, dass es mir gefallen hat.
Es ist also empfehlenswert dort mal seinen Urlaub zu verbringen und sich alles mal anzusehen.

Ich hoffe, dieser Bericht hat Euch mehr oder weniger einen Überblick über Kaprun gegeben. Manche Abschnitte sind ziemlich kurz geraten, einige länger. Dies liegt jedoch nicht daran, dass ich die Orte nicht gut finde. Sicherlich werde ich diesen Bericht wenn ich Zeit habe etwas erweitern.

Sylvia


PS: Den gleichen Bericht habe ich auf meiner Homepage und in anderen Foren veröffentlicht, also nicht wundern, wenn er Euch bekannt vorkommt.

27 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Delfino

    16.02.2002, 15:09 Uhr von Delfino
    Bewertung: sehr hilfreich

    War erst einemal in Salzburg und auch nur für einen Tag. War wirklich schön in der Stadt. Nur die Preise waren so verdammt hoch. Hat alles um die häfte mehr gekostet als in Wien.

  • madhead

    16.02.2002, 08:50 Uhr von madhead
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Überschrift ist ein echter Leserfänger! ;) Sanfte Grüße vom Madhead