St. Petersburg Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Joebln
Traumstrand und Dali Museum
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
St. Petersburg entstand ende des 19. Jahrhunderts zu Zeiten der Landspekulation. Der Farmer John Williams träumte noch davon, eine große Stadt zu gründen. Und anfangs schien das auch aufzugehen. Der adelige Exilrusse Peter Demens sorgte für einen baldigen Eisenbahnanschluss und den noch heute gültigen Namen – als Erinnerung an seine Geburtsstadt.
Na ja, mit der Großstadt ist es nichts geworden. Vielleicht ist das auch besser so. Und Jahrzehnte lang war St. Pete auch nur wegen seiner Pensionäre bekannt, die es in Scharen hierher zog. Umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Seeseite gaben dem Zentrum aber neuen Auftrieb. Und St. Pete konnte sich einen Ruf als lebendiges Kulturzentrum erwerben. Dieser wird speziell durch das renommierte Dali – Museum untermauert.
Wir waren Anfang November vor Ort. Das Wetter war recht durchwachsen. Während man tagsüber bei Sonnenschein windgeschützt durchaus am Strand liegen konnte, war es abends schon deutlich kühler und teilweise waren sogar Jacken angebracht. Baden war natürlich nur noch was für die ganz Harten unter uns.
Wir hatten St. Pete eigentlich eher zufällig für unsere Tour gebucht. In erster Linie bot es sich durch eine angenehme Fahrentfernung von Orlando als nächster Stop an. Außerdem wollte ich mir gerne mal das Dali Museum gönnen, da ich diesen Maler ganz gerne mag.
Der durchschnittliche Tourist wird seine Zeit vermutlich überwiegend auf den vorgelagerten Halbinseln St. Pete Beach verbringen. Diese sind durch eine zerklüftete Einbuchtung des Golfs von Mexiko namens "Tampa Bay" entstanden. Hier befinden sich die schönen weißen Strände, die sich zum Golf öffnen. Wir waren einmal im südlichen Teil dieser Inseln (hier gibt es jede Menge kleine Gemeinden, die ohne signifikanten Wechsel in einander übergehen). Dort war ich dann aber etwas enttäuscht. Die "Strandpromenade" ist eine zweispurige Straße und verläuft zwischen den bis an den Strand heran gebauten Wohnhäusern (glücklich, wer diesen Ausblick genießen darf) und Motels. Diese versperren den Blick aufs Wasser. Aber es gibt einige öffentliche Abschnitte, von wo aus man den Strand erreichen kann. Hier darf man auch Parken. Das kostet allerdings 0,25$ pro 15min. Wer hier seinen Tag verbringen will, muss vorher gut Quaters sammeln. Da wir gerade beim Preis sind, der Zutritt zu den Inseln wird an den Brücken mit einer Maut erkauft. Runter kommt man dann aber kostenlos. Der Strand ist ziemlich breit, aber sehr grob. Es gibt sehr viele Steine, Muscheln und Muschelsplitter, bei denen Schuhe wirklich angebracht sind. Es gibt keinen Sonnenschutz und in dem Bereich wo wir waren, wurde auch keine Liegen oder Schirme vermietet. Das Wasser ist glasklar und sehr frisch.
Wir haben diese Strandabschnitte dann schnell gemieden, da wir auf Anraten vieler Einheimischer (man kommt eben schnell ins Gespräch ...) am nächsten Tag nach Fort de Soto gefahren sind. (Bericht folgt, sobald Ciao das Produkt eingepflegt hat)
Wer etwas preiswerter und einfacher wohnen möchte kommt in St. Pete nicht um die 34. Straße herum. Hier konzentrieren sich auf mehreren Abschnitten die gängigsten Motel-, Shopping- und Fastfoodketten. Ziemlich im Süden war unser Hotel. Von hier aus kommt man auch zügig nach Fort de Soto. Auf dem Weg dorthin haben wir auch mehrere sehr schöne Appartementanlagen gesehen. Ferienwohnungen lassen sich auch aus gängigen Reisekatalogen mieten.
Downtown St. Pete war nach meiner Meinung nicht wirklich toll. Interessant ist, dass es direkt am Wasser liegt und die dortige Promenade einen knappen Grünstreifen und eine vierspurige Straße umfasst. Als Wahrzeichen gilt der Pier mit seiner auf dem Kopf stehenden Pyramide. In der Pyramide befinden sich Läden, Restaurants und ein Aquarium in Wohnzimmergröße. Als Attraktion wird das "Hands-On Museum" herausgestellt, wo man alles anfassen darf. Wir haben es nicht besucht. In der Nähe des Piers ist eine sehr hohe Museumsdichte, z.B. das Museum of History, Fine Arts oder das International Museum sind in Laufweite ebenso zu finden wie die tropischen "Sunken Gardens". Wer daran (auch) kein Interesse hat, kann vom Pier zurück noch ein wenig durch die Straßen mit den hübsch restaurierten Häusern wandeln, die heute fast alle exklusive Hotels oder Pensionen beherbergen. Dann kann man getrost wieder ins Auto steigen und zum Dali Museum fahren. Das ist allerdings ein Muss. (Bericht folgt)
Ein Wort zum Shopping
Florida ist natürlich das Einkaufsparadies schlechthin. Trotz des schlechten EURO bleibt aufgrund der vielen Sparangebote, der geringen Mehrwertsteuer (wird erst an der Kasse draufgeschlagen!!) und der Outlet Center immer noch ein nicht unbeachtlicher Preisvorteil bei Sportklamotten (inkl. Sportschuhe), Jeans, Uhren und casual wear. Es gibt in der Umgebung von St. Petersburg einige Shopping Malls, die aber durchaus nicht immer den Namen verdienen.
· Interessant ist vielleicht die Countryside Mall in Clearwater. Man fährt ziemlich lange auf der I-19 (und sollte unbedingt die Rush Hour meiden) bis zur SR580. Neben den bekannten Kaufhäusern Dillards, JC Penny und Sears ist es auf zwei Etagen wie gehabt. Die meisten Geschäfte kennt man unterdessen, da es sich wie bei uns um Ketten handelt.
· Auch in einiger Entfernung findet man das Prime Outlet in Ellenton (I-75 Ausfahrt 43). Hier gibt es rund 190 Geschäfte. Da dampfen einem so richtig die Socken. Klasse waren hier die Angebote von Levi's, GAP und Jockey. Es gibt aber auch sehr viele Designermarken. Von den Sportanbietern sind allerdings nur Nike und Reebok vertreten.
Und das sollte man mitnehmen
· Der Naturpark von Fort de Soto
· Das Dali Museum Downtown
Internet: www.stpete.com
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-25 19:51:20 mit dem Titel Salvador Dali Museum
Eines der unbestrittenen Highlights in St. Petersburg ist das Salvador Dali Museum.
Das Museum ist auf jedem (meist kostenlos erhältlichen) Stadtplan verzeichnet. Trotzdem gestaltete sich die Anfahrt für uns aufgrund der vielen Einbahnstraßen etwas komplizierter.
Der einfache, recht hässliche und vor allem ziemlich kleine Betonkasten direkt am Ufer macht dann auch irgendwie nicht wirklich den Eindruck eines Museums auf mich. Ich hatte mehr an ein großes klassizistisches oder futuristisches Gebäude gedacht.
Aber das muss es hier sein, denn einige große und bunte Banner mit Dali\'s Schriftzug wehen im Wind.
Wir parken (kostenlos) auf dem kleinen Schotterplatz gegenüber dem Museum.
Dann gehen wir um das Haus herum und werden erst einmal mit einem schönen Blick auf den Hafen belohnt ehe es in das kühlschrankmäßig heruntergekühlte Gebäude geht.
Der Empfang ist klein und bildet gleichzeitig den obligatorischen Shop, den man nach jedem Besuch in einem Museum in Florida durchqueren muss. Doch diesmal bin ich interessiert. Gehört doch Dali zumindest während seiner surrealistischen Phase zu meinen Lieblingsmalern.
Bis vor diesem Besuch des Museums wusste ich gar nicht, dass diese nur einen Bruchteil seiner vielen und sehr abwechslungsreichen Schaffensphasen darstellt.
Der Eintritt kostet (wie überall in Florida) 10$ und kann per Kupon um einen Dollar reduziert werden. Der Preis versetzt mir jedes Mal einen Schlag. Für rund 12 EUR Eintritt würde ich vermutlich in Deutschland in kein Museum gehen.
Schließlich bekommen wir noch den obligatorischen Button zum Anpappen und ein Faltblatt.
Wir erfahren aus dem Flyer, der leider nicht in Deutsch vorliegt, dass das Museum ganz privat geführt wird und durch Spenden, Einnahmen aus dem Shop und generöse Dauermäzene überlebt.
Und dann stehen wir auch schon im ersten Raum.
Die Ausstellung ist nach Dali\'s Alter und seinen damit repräsentierten Schaffensphasen sortiert. Die Räume sind so nüchtern wie der Bau von außen es ankündigt. In jedem neuen der sehr verschachtelt aufgebauten Räume hängt erst einmal am Eingang eine Tafel, die die Schaffensphase und markante Punkte in Dali\'s Leben erläutert.
Die große Sammlung beginnt also mit Frühwerken aus Dali\'s Kindheit, wo wir viele Übungen und seinen Hang zu fast fotographisch genauer Malerei erleben.
Bereits hier fällt auf, dass die Bilder sehr eng hängen und sich so doch oft beim Betrachten überlagern und um Aufmerksamkeit heischen. Bis hier sind auch nur wenige Werke erläutert.
In den weiteren Räumen werden die Werke immer weniger klar und eindeutig in der Darstellung sowie in meinen Augen auch \"exzentrischer\" – um das mal vorsichtig auszudrücken.
Doch wenn man dann die Erläuterungen liest und oftmals sogar sieht, welchen Sinn Dali mit dem Bild ausdrücken wollte, ändert sich sehr oft die erste Meinung, die man nur vom Betrachten her hat.
Insofern war ich natürlich sehr erfreut, dass man sich im Museum diese Mühe gemacht hat. So etwas fehlt, denke ich, viel zu oft.
Und es bestätigt sich wieder einmal, dass eben nicht alle Menschen gleich denken und Kunst so vielfältig und facettenreich interpretiert und verstanden werden kann, wie es unterschiedliche Betrachter gibt.
Die dichte Anordnung der Bilder macht sich im Verlaufe der Ausstellung immer stärker bemerkbar. Die Bilder werden größer und schwerer zu Verstehen, selbst mit Erläuterungen braucht man viel Zeit, um die Bilder eingehend zu betrachten und eventuell versteckte Darstellungen zu entdecken.
Dali hat übrigens in vielen Werken so gezeichnet, dass man je nach räumlichen Sehvermögen mehr oder weniger einfach hinter den vordergründigen Motiven versteckte Figuren, Gesichter und ähnliches entdecken kann.
Der Höhepunkt der Ausstellung sind vier überdimensionierte Altarbilder, die einen so erschlagen vor Intensität, Dichte, Skurrilität und teilweise auch Brutalität, dass man alleine für diese Bilder gut und gerne 30min zum Betrachten braucht.
In einem weiteren Raum gibt es Wechselausstellungen. Bei unserem Besuch wurde gerade eine aufgebaut, so dass wir weiter in den letzten Raum gingen.
Hier findet man zum Abschluss viele, viele Fotos von Dali, die ein gewisser Hausmann aufgenommen hat. Teilweise wird die Idee von Dali zu diesem Foto erläutert und in Phasen gezeigt, wie schwierig es war, diese umzusetzen, wenn man dann 20 Mal eine Katze durch eine Art Wasserfall werfen musste oder stundenlang nackt eine menschliche Pyramide darstellte – nur, damit Dali am Ende mit der Darstellung zufrieden war.
Die Ergebnisse geben dem Aufwand aber recht. Die Fotos sind sehr, sehr künstlerisch und ansprechend. Die Story dahinter ist spannend und interessant, zumal so einige private Fotos auch hinter Dali\'s Fassade schauen lassen.
Nach gut zweieinhalb Stunden sind wir dann wieder im Shop angelangt. Leider gibt es keine Prints von den Bildern, die mich interessiert hätten, so dass wir das Museum leider nicht durch einen Einkauf fördern konnten.
Es werden vom Museum übrigens auch kostenlose Führungen in Englisch angeboten, da muss man allerdings dazu kommen oder entsprechend warten. Reservierungen gibt es dafür nicht.
Fazit: Hinter der billigen Fassade versteckt sich ein höchst interessantes Innenleben, das Fans sicherlich begeistern wird. Durch seine Vielschichtigkeit, bietet Dali allerdings auch jedem einigermaßen Kunstinteressierten schöne Werke, so dass sich ein Besuch allemal lohnt.
Die Bilder würden allerdings besser zur Geltung kommen, wenn sie mehr Platz hätten.
Salvador Dalí Museum
1000 Third Street South
St. Petersburg
Florida 33701-4901
Phone: 727.823.3767
Fax: 727.894.6068
Email: [email protected]
www.salvadordalimuseum.org
Na ja, mit der Großstadt ist es nichts geworden. Vielleicht ist das auch besser so. Und Jahrzehnte lang war St. Pete auch nur wegen seiner Pensionäre bekannt, die es in Scharen hierher zog. Umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Seeseite gaben dem Zentrum aber neuen Auftrieb. Und St. Pete konnte sich einen Ruf als lebendiges Kulturzentrum erwerben. Dieser wird speziell durch das renommierte Dali – Museum untermauert.
Wir waren Anfang November vor Ort. Das Wetter war recht durchwachsen. Während man tagsüber bei Sonnenschein windgeschützt durchaus am Strand liegen konnte, war es abends schon deutlich kühler und teilweise waren sogar Jacken angebracht. Baden war natürlich nur noch was für die ganz Harten unter uns.
Wir hatten St. Pete eigentlich eher zufällig für unsere Tour gebucht. In erster Linie bot es sich durch eine angenehme Fahrentfernung von Orlando als nächster Stop an. Außerdem wollte ich mir gerne mal das Dali Museum gönnen, da ich diesen Maler ganz gerne mag.
Der durchschnittliche Tourist wird seine Zeit vermutlich überwiegend auf den vorgelagerten Halbinseln St. Pete Beach verbringen. Diese sind durch eine zerklüftete Einbuchtung des Golfs von Mexiko namens "Tampa Bay" entstanden. Hier befinden sich die schönen weißen Strände, die sich zum Golf öffnen. Wir waren einmal im südlichen Teil dieser Inseln (hier gibt es jede Menge kleine Gemeinden, die ohne signifikanten Wechsel in einander übergehen). Dort war ich dann aber etwas enttäuscht. Die "Strandpromenade" ist eine zweispurige Straße und verläuft zwischen den bis an den Strand heran gebauten Wohnhäusern (glücklich, wer diesen Ausblick genießen darf) und Motels. Diese versperren den Blick aufs Wasser. Aber es gibt einige öffentliche Abschnitte, von wo aus man den Strand erreichen kann. Hier darf man auch Parken. Das kostet allerdings 0,25$ pro 15min. Wer hier seinen Tag verbringen will, muss vorher gut Quaters sammeln. Da wir gerade beim Preis sind, der Zutritt zu den Inseln wird an den Brücken mit einer Maut erkauft. Runter kommt man dann aber kostenlos. Der Strand ist ziemlich breit, aber sehr grob. Es gibt sehr viele Steine, Muscheln und Muschelsplitter, bei denen Schuhe wirklich angebracht sind. Es gibt keinen Sonnenschutz und in dem Bereich wo wir waren, wurde auch keine Liegen oder Schirme vermietet. Das Wasser ist glasklar und sehr frisch.
Wir haben diese Strandabschnitte dann schnell gemieden, da wir auf Anraten vieler Einheimischer (man kommt eben schnell ins Gespräch ...) am nächsten Tag nach Fort de Soto gefahren sind. (Bericht folgt, sobald Ciao das Produkt eingepflegt hat)
Wer etwas preiswerter und einfacher wohnen möchte kommt in St. Pete nicht um die 34. Straße herum. Hier konzentrieren sich auf mehreren Abschnitten die gängigsten Motel-, Shopping- und Fastfoodketten. Ziemlich im Süden war unser Hotel. Von hier aus kommt man auch zügig nach Fort de Soto. Auf dem Weg dorthin haben wir auch mehrere sehr schöne Appartementanlagen gesehen. Ferienwohnungen lassen sich auch aus gängigen Reisekatalogen mieten.
Downtown St. Pete war nach meiner Meinung nicht wirklich toll. Interessant ist, dass es direkt am Wasser liegt und die dortige Promenade einen knappen Grünstreifen und eine vierspurige Straße umfasst. Als Wahrzeichen gilt der Pier mit seiner auf dem Kopf stehenden Pyramide. In der Pyramide befinden sich Läden, Restaurants und ein Aquarium in Wohnzimmergröße. Als Attraktion wird das "Hands-On Museum" herausgestellt, wo man alles anfassen darf. Wir haben es nicht besucht. In der Nähe des Piers ist eine sehr hohe Museumsdichte, z.B. das Museum of History, Fine Arts oder das International Museum sind in Laufweite ebenso zu finden wie die tropischen "Sunken Gardens". Wer daran (auch) kein Interesse hat, kann vom Pier zurück noch ein wenig durch die Straßen mit den hübsch restaurierten Häusern wandeln, die heute fast alle exklusive Hotels oder Pensionen beherbergen. Dann kann man getrost wieder ins Auto steigen und zum Dali Museum fahren. Das ist allerdings ein Muss. (Bericht folgt)
Ein Wort zum Shopping
Florida ist natürlich das Einkaufsparadies schlechthin. Trotz des schlechten EURO bleibt aufgrund der vielen Sparangebote, der geringen Mehrwertsteuer (wird erst an der Kasse draufgeschlagen!!) und der Outlet Center immer noch ein nicht unbeachtlicher Preisvorteil bei Sportklamotten (inkl. Sportschuhe), Jeans, Uhren und casual wear. Es gibt in der Umgebung von St. Petersburg einige Shopping Malls, die aber durchaus nicht immer den Namen verdienen.
· Interessant ist vielleicht die Countryside Mall in Clearwater. Man fährt ziemlich lange auf der I-19 (und sollte unbedingt die Rush Hour meiden) bis zur SR580. Neben den bekannten Kaufhäusern Dillards, JC Penny und Sears ist es auf zwei Etagen wie gehabt. Die meisten Geschäfte kennt man unterdessen, da es sich wie bei uns um Ketten handelt.
· Auch in einiger Entfernung findet man das Prime Outlet in Ellenton (I-75 Ausfahrt 43). Hier gibt es rund 190 Geschäfte. Da dampfen einem so richtig die Socken. Klasse waren hier die Angebote von Levi's, GAP und Jockey. Es gibt aber auch sehr viele Designermarken. Von den Sportanbietern sind allerdings nur Nike und Reebok vertreten.
Und das sollte man mitnehmen
· Der Naturpark von Fort de Soto
· Das Dali Museum Downtown
Internet: www.stpete.com
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-25 19:51:20 mit dem Titel Salvador Dali Museum
Eines der unbestrittenen Highlights in St. Petersburg ist das Salvador Dali Museum.
Das Museum ist auf jedem (meist kostenlos erhältlichen) Stadtplan verzeichnet. Trotzdem gestaltete sich die Anfahrt für uns aufgrund der vielen Einbahnstraßen etwas komplizierter.
Der einfache, recht hässliche und vor allem ziemlich kleine Betonkasten direkt am Ufer macht dann auch irgendwie nicht wirklich den Eindruck eines Museums auf mich. Ich hatte mehr an ein großes klassizistisches oder futuristisches Gebäude gedacht.
Aber das muss es hier sein, denn einige große und bunte Banner mit Dali\'s Schriftzug wehen im Wind.
Wir parken (kostenlos) auf dem kleinen Schotterplatz gegenüber dem Museum.
Dann gehen wir um das Haus herum und werden erst einmal mit einem schönen Blick auf den Hafen belohnt ehe es in das kühlschrankmäßig heruntergekühlte Gebäude geht.
Der Empfang ist klein und bildet gleichzeitig den obligatorischen Shop, den man nach jedem Besuch in einem Museum in Florida durchqueren muss. Doch diesmal bin ich interessiert. Gehört doch Dali zumindest während seiner surrealistischen Phase zu meinen Lieblingsmalern.
Bis vor diesem Besuch des Museums wusste ich gar nicht, dass diese nur einen Bruchteil seiner vielen und sehr abwechslungsreichen Schaffensphasen darstellt.
Der Eintritt kostet (wie überall in Florida) 10$ und kann per Kupon um einen Dollar reduziert werden. Der Preis versetzt mir jedes Mal einen Schlag. Für rund 12 EUR Eintritt würde ich vermutlich in Deutschland in kein Museum gehen.
Schließlich bekommen wir noch den obligatorischen Button zum Anpappen und ein Faltblatt.
Wir erfahren aus dem Flyer, der leider nicht in Deutsch vorliegt, dass das Museum ganz privat geführt wird und durch Spenden, Einnahmen aus dem Shop und generöse Dauermäzene überlebt.
Und dann stehen wir auch schon im ersten Raum.
Die Ausstellung ist nach Dali\'s Alter und seinen damit repräsentierten Schaffensphasen sortiert. Die Räume sind so nüchtern wie der Bau von außen es ankündigt. In jedem neuen der sehr verschachtelt aufgebauten Räume hängt erst einmal am Eingang eine Tafel, die die Schaffensphase und markante Punkte in Dali\'s Leben erläutert.
Die große Sammlung beginnt also mit Frühwerken aus Dali\'s Kindheit, wo wir viele Übungen und seinen Hang zu fast fotographisch genauer Malerei erleben.
Bereits hier fällt auf, dass die Bilder sehr eng hängen und sich so doch oft beim Betrachten überlagern und um Aufmerksamkeit heischen. Bis hier sind auch nur wenige Werke erläutert.
In den weiteren Räumen werden die Werke immer weniger klar und eindeutig in der Darstellung sowie in meinen Augen auch \"exzentrischer\" – um das mal vorsichtig auszudrücken.
Doch wenn man dann die Erläuterungen liest und oftmals sogar sieht, welchen Sinn Dali mit dem Bild ausdrücken wollte, ändert sich sehr oft die erste Meinung, die man nur vom Betrachten her hat.
Insofern war ich natürlich sehr erfreut, dass man sich im Museum diese Mühe gemacht hat. So etwas fehlt, denke ich, viel zu oft.
Und es bestätigt sich wieder einmal, dass eben nicht alle Menschen gleich denken und Kunst so vielfältig und facettenreich interpretiert und verstanden werden kann, wie es unterschiedliche Betrachter gibt.
Die dichte Anordnung der Bilder macht sich im Verlaufe der Ausstellung immer stärker bemerkbar. Die Bilder werden größer und schwerer zu Verstehen, selbst mit Erläuterungen braucht man viel Zeit, um die Bilder eingehend zu betrachten und eventuell versteckte Darstellungen zu entdecken.
Dali hat übrigens in vielen Werken so gezeichnet, dass man je nach räumlichen Sehvermögen mehr oder weniger einfach hinter den vordergründigen Motiven versteckte Figuren, Gesichter und ähnliches entdecken kann.
Der Höhepunkt der Ausstellung sind vier überdimensionierte Altarbilder, die einen so erschlagen vor Intensität, Dichte, Skurrilität und teilweise auch Brutalität, dass man alleine für diese Bilder gut und gerne 30min zum Betrachten braucht.
In einem weiteren Raum gibt es Wechselausstellungen. Bei unserem Besuch wurde gerade eine aufgebaut, so dass wir weiter in den letzten Raum gingen.
Hier findet man zum Abschluss viele, viele Fotos von Dali, die ein gewisser Hausmann aufgenommen hat. Teilweise wird die Idee von Dali zu diesem Foto erläutert und in Phasen gezeigt, wie schwierig es war, diese umzusetzen, wenn man dann 20 Mal eine Katze durch eine Art Wasserfall werfen musste oder stundenlang nackt eine menschliche Pyramide darstellte – nur, damit Dali am Ende mit der Darstellung zufrieden war.
Die Ergebnisse geben dem Aufwand aber recht. Die Fotos sind sehr, sehr künstlerisch und ansprechend. Die Story dahinter ist spannend und interessant, zumal so einige private Fotos auch hinter Dali\'s Fassade schauen lassen.
Nach gut zweieinhalb Stunden sind wir dann wieder im Shop angelangt. Leider gibt es keine Prints von den Bildern, die mich interessiert hätten, so dass wir das Museum leider nicht durch einen Einkauf fördern konnten.
Es werden vom Museum übrigens auch kostenlose Führungen in Englisch angeboten, da muss man allerdings dazu kommen oder entsprechend warten. Reservierungen gibt es dafür nicht.
Fazit: Hinter der billigen Fassade versteckt sich ein höchst interessantes Innenleben, das Fans sicherlich begeistern wird. Durch seine Vielschichtigkeit, bietet Dali allerdings auch jedem einigermaßen Kunstinteressierten schöne Werke, so dass sich ein Besuch allemal lohnt.
Die Bilder würden allerdings besser zur Geltung kommen, wenn sie mehr Platz hätten.
Salvador Dalí Museum
1000 Third Street South
St. Petersburg
Florida 33701-4901
Phone: 727.823.3767
Fax: 727.894.6068
Email: [email protected]
www.salvadordalimuseum.org
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