Toronto Testbericht

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Erfahrungsbericht von grapefruity

Schade, dass ich nicht länger bleiben konnte!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Toronto als zweitgroesste Stadt im zweitgroessten Land der Erde ist auch als kleines New York bekannt. Verglichen mit dieser amerikanischen Grosstadt ist Toronto aber relativ sicher und man kann sich auch nach Einbruch der Dunkelheit noch auf die Strasse trauen.
Besser als zu Fuss ist man aber per TTC, also mit oeffentlichen Verkehrsmitteln, unterwegs. Dies schliesst Busse, Streetcars (nur im suedlichen Teil der Stadt) und die Subway-Lines mit ein. Unueblich fuer eine Stadt dieser Groesse ist das U-Bahn-System hier ganz einfach zu durchschauen. Es gliedert sich in drei Linien:
die Bloor-Danforth-Line von Osten nach Westen,
an welche sich im Osten die kurze Scarborough-Line anschliesst und
Downtown wird eingeschlossen von der Yonge-University-Line.
Die Sehenswuerdigkeiten von Toronto sind leicht per TTC zu erreichen und konzentrieren sich zum Teil im Downtown-Bereich.
Am bekanntesten sind der CN Tower, der hoechste freistehende Turm der Welt, der von aussen imposanter erscheint als der Ausblick dann wirklich ist, den man von der Aussichtsplattform oder durch den Glasboden hat.
Ganz in der Naehe ist der Skydome, den ich persoenlich noch nicht von innen gesehen habe, sowie das Air Canada Center. Ich kann waermstens empfehlen ein Basketballgame der Toronto Raptors anzuschauen, selbst wenn man nicht unbedingt ein Fan dieses Sports ist. Ein Spiel ist selbst aus der letzten Reihe gesehen ein Erlebnis und auch in den Spielpausen wird man bestens durch Cheerleader, Games und Kampfsportdarbietungen unterhalten.
Wer sich fuer Architektur interessiert sollte sich unbedingt das Royal York Hotel in der Naehe von Union Station im Sueden Downtowns anschauen, ebenso sehenswert sind die alten Gebaeude der University of Toronto und ein kleines Schloss namens Casa Loma.

Anders als die USA, bekannt als Melting Pot, ist die Kultur in Canada eher ein Mosaik, zusammengesetzt aus den Traditionen der einzelnen Immigranten. Jeder ist sich seiner Wurzeln bewusst und bezeichnet sich erst in zweiter Linie als Canadier.
Dies wird in den verschiedenen Stadtteilen mit ihren Bewohnern deutlich. In Spadina findet man Chinatown und man fuehlt sich teilweise wirklich wie in Asien. In Christie und Finch stoesst man auf Korea Town und man sollte sich wirklich nicht entgehen lassen, in einem koreanischen Restaurant zu speisen.
Desweiteren findet man griechische, italienische, lateinamerikanische, japanische,... Stadtteile.

Wenn man sich fuer das Nightlife von Toronto interessiert, dann ist man in der Naehe von St. Andrews-, Osgoode-, Queen- und King Subway Station am besten aufgehoben.
Eine Location die sehr empfehlenswert ist, ist Crocodile Rock in Adelaide West Street.

Toronto ist ausserdem Startpunkt vieler moeglicher Ausfluege nach Montreal, Ottawa, Niagara Falls, Detroit und New York.

Im uebrigen sollte man sich in Toronto auf schnell wechselnde Wettersituationen gefasst machen. Es ist moeglich Sonne, Wind, Regen, Schnee, Nebel an einem Tag zu haben. Beste Reisezeit ist Fruehling und Sommer.


Vor meiner Abreise nach Canada hatte ich mich bei meiner Bank erkundigt, wie ich zahlungstechnisch am besten und günstigsten über die Runden komme, da ich ja länger als eine normale Urlaubsreisedauer dort blieb.
Mir wurde eine Kreditkarte empfohlen. Dabei hat man die Wahl zwischen einer, wo man auch Bargeld von Bankautomaten abheben kann oder halt wo das nicht geht.
Die Bankangestellte empfahl mir letzteres, weil man ja im großen, hochtechnisierten Nordamerika komisch angeschaut würde, wenn man versucht mit Bargeld zu bezahlen.

Alles Quatsch, und ich war froh, dass ich ihr nicht geglaubt habe und mich für die Kreditkarte entschieden hatte, wo man auch Bargeld ziehen konnte.
Ich hab keine Ahnung, wie ich sonst über die Runden gekommen wäre. In kleineren Restaurants, bei McDonalds und sonstigen Einrichtungen war es partout nicht möglich mit Kreditkarte zu zahlen.
So habe ich dann mehrmals am Bankautomaten Cash abgeholt. Dummerweise in kleineren Beträgen und öfter, da ich nicht gern mit viel Bargeld herumlaufen wollte.
Dies war aber ein Fehler, da ich so etwa 150 DM nur für Bankgebühren verschwendet habe. Es ist also wichtig, immer das Kleingedruckte zu lesen. :o)

Mein Tipp also:
In Nordamerika ist eine Kreditkarte prima, aber man sollte als zusätzliches Feature die Möglichkeit zur Bargeldabhebung dabei haben.
Dann aber so selten wie möglich Cash am Automaten holen, damit man nicht unnütz Gebühren zahlt.

PS: Laut einem Aushang der Deutschen Bank muss man keine Gebühren bei der Barabhebung zahlen, wenn man dies bei der Scotiabank (Canada) tätigt.
Hab ich zwar vor und während meiner Reise nicht gewusst, hätte mir aber auch nicht viel genutzt, weil als ich zufällig bei dieser Bank Cash holen wollte, hat meine Kreditkarte nicht funktioniert (bei anderen canadischen Banken hatte ich keine Probleme damit).

Also: vor der Abreise gut informieren, denn so kann man bares Geld sparen!

In dem Sinne: Enjoy your travel! ;o)

16 Bewertungen, 4 Kommentare

  • hpmaier

    05.03.2002, 15:25 Uhr von hpmaier
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da wir dieses Jahr dort Urlaub machen wollen, ist dieser Bericht mehr als hilfreich für mich, gruesse hpmaier

  • Exiter

    27.02.2002, 19:37 Uhr von Exiter
    Bewertung: sehr hilfreich

    war schon 4mal in Toronto,...liebe diese Stadt, fehlt nicht mehr viel zu NewYork!

  • antjeeule

    22.02.2002, 15:03 Uhr von antjeeule
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toronto möchte ich auch einmal selbst besuchen.

  • direx

    16.02.2002, 21:36 Uhr von direx
    Bewertung: sehr hilfreich

    dort würd ich auch mal gern hin