Ustka Testbericht
ab 3,02 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von olaiaga
Ich gehe baden zu dem Nachbar
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer und an den immer mehr kühleren Tagen, sehnt man sich nach einem schönen sonnigen Urlaub. Da ich glaube, dass es einigen hier ähnlich geht, entschloss ich mich einen kleinen Beitrag über die sonnige Seite meiner Heimat zu schreiben. Ich möchte heute ein verschlafenes Ort in Polen, namens Ustka (Stolpmünde) ins Visier nehmen, welches nur für drei Monate richtig wach wird und trotzdem nicht nur in Polen sehr begehrt ist.
Die Lage:
Die Stadt Ustka liegt in Nordpolen an der Ostsee, ca. 150 km westlich vom Danzig und ca. 200 km östlich von Stettin entfernt. Die Anfahrt aus Berlin dauert ca. 4 Stunden mit dem Auto und ca.5 Stunden mit dem Zug. Die polnische Küstenstrecke ist gut ausgebaut und man kommt schnell voran, aber Vorsicht, es gibt viele Radarkontrollen und die polnischen Polizisten akzeptieren nur Barres, durch den Kampf gegen die Korruption ist die Polizei „fast“ unbestechlich und die Strafen hoch. In der Stadt darf man in Polen max. 60 km/h und außerhalb max. 90km/h fahren.
Ein wenig Gesichte:
Die erste offizielle Notiz über Ustka kommt aus dem Jahre 1337, zur dieser Zeit wurde Ustka als Handelshafen des 13km entfernten preußischen Ortes Stolp ernannt und sollte zum Ausbau des Handels zwischen Schweden und Deutschland dienen. Der Zustand dauerte bis zum XVIII Jahrhundert an, bis 1806 der Hafen von Napoleon und der polnischen Armee erobert wurde. Ab diesem Moment entwickelte sich Ustka zur „damals“ Europabekanntem Kurort mit einem geteilten Strand, rechts der Mündung des Flusses Stolp, wurde der Frauen und Kinderstrand eröffnet, und links beim Haffen durften Männer die Sonne genießen (nicht schlecht *gggg*) Im 1878 ist eine Eisenbahnstrecke nach Ustka gebaut worden, die den kleinen Ort mit Danzig und Stettin bis heute verbindet.
Die Gegenwart:
Die Ortschaft hat sich mittlerweile zur Hauptstadt des polnischen Sommertourismus entwickelt, ab Mitte Juni kommen hunderter sonnenwillige Urlauber an die wunderschöne Baltikumküste, um vor dem Alltag zu fliehen. Ustka hat einiges zu bitten. Es gibt sehr viele Übernachtungsmöglichkeiten, in einen privaten Pensionen bekommt ihr eine Übernachtung für ca. 10€, die exklusiven Villa’s (Fünfsterne Hotels wird man vergeblich suchen) verlangen oft 50€. Der Ort ist sehr sicher, es gibt einige bewachte Parkplätze, wodurch man keine Sorgen ums Auto haben muss, und die Polizei sorgt unauffällig für Ordnung. Die Stadt wird durch den Fluss Stolp in zwei Hälften geteilt, wobei der östliche Teil viel lebendiger ist. Im Sommer finden auf der hübschen Promenade, im Stundentakt Veranstaltungen statt, es gibt ein Kerb, eine Hüpfburg, eine Rutschbahn am Strand und viele andere Kleinigkeiten, dadurch ist für Nachwuchs sehr gut gesorgt. Der einzige Nachteil ist, dass für alles mit der harten Währung PLZ (polnische Zloty) bezahlt wird, was auf die Dauer, ziemlich teuer ein kann. Wechselstuben (Kantor) gibt es reichlich 1€ = ca.3,8 PLZ, Kreditkarten werden in den Läden kaum akzeptiert. Um die Abendstunden soll man sich ebenfalls keine Sorgen machen, duzende Pub‘s, Bars und Restaurants locken die Kunden, man findet sicherlich etwas Passendes für sich. Sehr zu empfählen sind die Fisch-Grill-Bars im Haffen, günstig, frisch und lecker. Außer der polnischen Küche, die prima schmeckt, allerdings etwas schwer verdaulich ist, gibt es einige Chinarestaurants, drei Pizzerias und einen Mexikaner. An jeder Ecke findet man abgeschirmte Tische, wo man sich mit einem (oder zwei) Glas erstklassigen polnischen Bier stärken kann, ich persönlich bevorzuge die Sorten Brok-Sambor oder Zywiec.
Die Strände ziehen sich kilometerlang links und rechts von dem Haffen hinweg. Ein gelber feinkörniger Sand, leichte Briese vom Meer, das kühle und saubere Wasser, laden jeden Urlauber zu Entspannung. Ein kleiner Tipp, wer vor einem 2km langem Marsch in östlicher Richtung nicht scheut, der findet einen sandigen Kliff, der weniger besucht wird aber unvergessliche Augenblicke schenkt.
Die Umgebung:
In der nähe von Ustka findet man viele Dünen und einsame Strände, es gibt einige Wald und Wiesenwege, die für Radfahrer eine prima Abwechslung bitten. Ca. 40 km östlich, bei dem Städtchen Leba erstreckt sich eine der schönsten Nationalparks Polens, der „Slowinski Park Narodowy“. Die Wanderung durch den Park dauert ca. 3 Stunden, man läuft erst mal durch einen kleinen Wald und trifft plötzlich in einer hügligen Wüste an. Ein Gefühl, als ob man gerade sich in der Sahara verirrt hätte, kaum zu beschreiben, das muss man einfach selbst erlebt haben. Die geniale Natur kann man auch aus der Vogelperspektive betrachten, denn in der Nähe von Ustka gibt es einige kleine Unternehmen, die ein Flug mit Helikopter bzw. einem Sportflugzeug anbitten, eine Stunde Flug kostet ca. 80€.
Fazit:
Ich hoffe etwas Werbung für die wunderschöne Gegend gemacht zu haben, ich kann jedem versichern, dass der Mythos „Polen das Land der Dieben und Alkoholiker“ sei, überhaupt nicht zutreffend ist. Ihr braucht vor unserem Nachbarn keine Angst zu haben, es ist ein zivilisiertes Land mit sehr netten Einwohner, und den Kurort Ustka kann ich jedem der einen günstigen Urlaub machen möchte und dabei nichts vermissen will, nur ans Herz legen.
Ich habe beschlossen meine Heimat Polen in einigen weiteren Berichten zu schildern und hoffe dadurch bei der Zerstörung des alten Klischees mein Beitrag zu leisten.
Gruß
olaiaga
PS Entschuldigt bitte meine Grammatik und Rechtschreibfehler, bin noch nicht sehr lange in Deutschland.
Die Lage:
Die Stadt Ustka liegt in Nordpolen an der Ostsee, ca. 150 km westlich vom Danzig und ca. 200 km östlich von Stettin entfernt. Die Anfahrt aus Berlin dauert ca. 4 Stunden mit dem Auto und ca.5 Stunden mit dem Zug. Die polnische Küstenstrecke ist gut ausgebaut und man kommt schnell voran, aber Vorsicht, es gibt viele Radarkontrollen und die polnischen Polizisten akzeptieren nur Barres, durch den Kampf gegen die Korruption ist die Polizei „fast“ unbestechlich und die Strafen hoch. In der Stadt darf man in Polen max. 60 km/h und außerhalb max. 90km/h fahren.
Ein wenig Gesichte:
Die erste offizielle Notiz über Ustka kommt aus dem Jahre 1337, zur dieser Zeit wurde Ustka als Handelshafen des 13km entfernten preußischen Ortes Stolp ernannt und sollte zum Ausbau des Handels zwischen Schweden und Deutschland dienen. Der Zustand dauerte bis zum XVIII Jahrhundert an, bis 1806 der Hafen von Napoleon und der polnischen Armee erobert wurde. Ab diesem Moment entwickelte sich Ustka zur „damals“ Europabekanntem Kurort mit einem geteilten Strand, rechts der Mündung des Flusses Stolp, wurde der Frauen und Kinderstrand eröffnet, und links beim Haffen durften Männer die Sonne genießen (nicht schlecht *gggg*) Im 1878 ist eine Eisenbahnstrecke nach Ustka gebaut worden, die den kleinen Ort mit Danzig und Stettin bis heute verbindet.
Die Gegenwart:
Die Ortschaft hat sich mittlerweile zur Hauptstadt des polnischen Sommertourismus entwickelt, ab Mitte Juni kommen hunderter sonnenwillige Urlauber an die wunderschöne Baltikumküste, um vor dem Alltag zu fliehen. Ustka hat einiges zu bitten. Es gibt sehr viele Übernachtungsmöglichkeiten, in einen privaten Pensionen bekommt ihr eine Übernachtung für ca. 10€, die exklusiven Villa’s (Fünfsterne Hotels wird man vergeblich suchen) verlangen oft 50€. Der Ort ist sehr sicher, es gibt einige bewachte Parkplätze, wodurch man keine Sorgen ums Auto haben muss, und die Polizei sorgt unauffällig für Ordnung. Die Stadt wird durch den Fluss Stolp in zwei Hälften geteilt, wobei der östliche Teil viel lebendiger ist. Im Sommer finden auf der hübschen Promenade, im Stundentakt Veranstaltungen statt, es gibt ein Kerb, eine Hüpfburg, eine Rutschbahn am Strand und viele andere Kleinigkeiten, dadurch ist für Nachwuchs sehr gut gesorgt. Der einzige Nachteil ist, dass für alles mit der harten Währung PLZ (polnische Zloty) bezahlt wird, was auf die Dauer, ziemlich teuer ein kann. Wechselstuben (Kantor) gibt es reichlich 1€ = ca.3,8 PLZ, Kreditkarten werden in den Läden kaum akzeptiert. Um die Abendstunden soll man sich ebenfalls keine Sorgen machen, duzende Pub‘s, Bars und Restaurants locken die Kunden, man findet sicherlich etwas Passendes für sich. Sehr zu empfählen sind die Fisch-Grill-Bars im Haffen, günstig, frisch und lecker. Außer der polnischen Küche, die prima schmeckt, allerdings etwas schwer verdaulich ist, gibt es einige Chinarestaurants, drei Pizzerias und einen Mexikaner. An jeder Ecke findet man abgeschirmte Tische, wo man sich mit einem (oder zwei) Glas erstklassigen polnischen Bier stärken kann, ich persönlich bevorzuge die Sorten Brok-Sambor oder Zywiec.
Die Strände ziehen sich kilometerlang links und rechts von dem Haffen hinweg. Ein gelber feinkörniger Sand, leichte Briese vom Meer, das kühle und saubere Wasser, laden jeden Urlauber zu Entspannung. Ein kleiner Tipp, wer vor einem 2km langem Marsch in östlicher Richtung nicht scheut, der findet einen sandigen Kliff, der weniger besucht wird aber unvergessliche Augenblicke schenkt.
Die Umgebung:
In der nähe von Ustka findet man viele Dünen und einsame Strände, es gibt einige Wald und Wiesenwege, die für Radfahrer eine prima Abwechslung bitten. Ca. 40 km östlich, bei dem Städtchen Leba erstreckt sich eine der schönsten Nationalparks Polens, der „Slowinski Park Narodowy“. Die Wanderung durch den Park dauert ca. 3 Stunden, man läuft erst mal durch einen kleinen Wald und trifft plötzlich in einer hügligen Wüste an. Ein Gefühl, als ob man gerade sich in der Sahara verirrt hätte, kaum zu beschreiben, das muss man einfach selbst erlebt haben. Die geniale Natur kann man auch aus der Vogelperspektive betrachten, denn in der Nähe von Ustka gibt es einige kleine Unternehmen, die ein Flug mit Helikopter bzw. einem Sportflugzeug anbitten, eine Stunde Flug kostet ca. 80€.
Fazit:
Ich hoffe etwas Werbung für die wunderschöne Gegend gemacht zu haben, ich kann jedem versichern, dass der Mythos „Polen das Land der Dieben und Alkoholiker“ sei, überhaupt nicht zutreffend ist. Ihr braucht vor unserem Nachbarn keine Angst zu haben, es ist ein zivilisiertes Land mit sehr netten Einwohner, und den Kurort Ustka kann ich jedem der einen günstigen Urlaub machen möchte und dabei nichts vermissen will, nur ans Herz legen.
Ich habe beschlossen meine Heimat Polen in einigen weiteren Berichten zu schildern und hoffe dadurch bei der Zerstörung des alten Klischees mein Beitrag zu leisten.
Gruß
olaiaga
PS Entschuldigt bitte meine Grammatik und Rechtschreibfehler, bin noch nicht sehr lange in Deutschland.
Bewerten / Kommentar schreiben