València Testbericht

Valencia
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Erfahrungsbericht von kunkello

Las Fallas de Valencia - ein einzigartiges Erlebnis!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Las Fallas de Valencia sind eine Mischung aus optischen, kulinarischen und akkustischen Erlebnissen die ihresgleichen suchen. Dabei sind die Ereignisse so vielfältig, dass es schwer ist einen Anfang, geschweige denn ein Ende zu finden. Nichtdestotrotz will ich es versuchen.

Eines der zentralen Elemente von Las Fallas sind teilweise häuserhohe Statuen aus Pappmaché, Wachs und Holz, die historische oder aktuelle Ereignisse abbilden. Diese Statuen nennen sich \'la falla\' und sind somit der Namensgeber des Festivals. Zirka 300 Ortsgruppen, Vereine oder Unternehmen finanzieren jeweils zwei dieser Statuen, die dann über den Zeitraum eines Jahres konzipiert und gebaut werden. Zwischen dem 12. und 17. März werden die Fallas dann über die ganze Stadt zerstreut errichtet. Nach Vollendung gibt es dann verschieden Preisverleihung, in der die kunstvollsten und schönsten Statuen prämiert werden. Meine Empfehlung wäre eine Besichtigung der Statuen in der Nacht (ab 2 oder 3 Uhr), denn dann ist der Andrang nicht so groß.

Am 19. März, dem St. Josephstag, werden diese Statuen dann in einer von Feuerwerk und Böllern begleiteten Zeremonie verbrannt. Diese \'Cremá\' ist besonders in den kleinen verwinkelten Plätzen der Alstadt ein Spektakel, dass viele risikofreudige Menschen anzieht, denn das Feuer nimmt oft den ganzen Platz ein, während sich die Schaulustigen and die Häuserwände pressen und versuchen der Hitze standzuhalten.

Täglich finden in der Hauptwoche der Las Fallas am Nachmittag ein Böllerfeuerwerk (\'Mascletá\') und in der Nacht ein Lichterfeuerwerk (\'Castillo\') statt. Bei diesen Events stehen die Feuerwerksgestalter im Mittelpunkt, denn für sie ist es eine große Ehre eine Mascletá oder ein Castillo zu entwerfen. Die Valencianos sind sehr stolz auf ihre pyrotechnische Tradition.

Neben all den lauten und bombastischen Tönen haben Las Fallas auch einen religiösen Hintergrund. Die Gruppen, die auch die Fallas finanzieren, präsentieren Blumengeschenke, die am Ende dazu verwendet werden, eine ca. 20 Meter große Marienstatue zu errichten. In farbenprächtigen Prozessionen marschieren die Gruppen in ihren Trachten zum Platz vor der Kathedrale, wo die Marienstatue bis zum 18. März erbaut wird.

Das kulinarische Element von Las Fallas sind die täglich (zum großen Teil mitten auf der Straße) stattfindenden Paella-Wettbewerbe. Die klassische \'Paella Valenciana\' muß man bei einem Besuch in Valencia unbendingt Probieren.

Was wäre Spanien ohne Stierkampf? Während der Festivalwoche finden täglich Corridas statt, in denen diese spanische Tradition mit viel Emotionen gefeiert wird. Man mag zum Thema Stierkampf stehen wie man will, und auch ich selbst war vorher eher skeptisch, aber die Stimmung in der Arena und die Zuneigung die den Torreros geschenkt wird ist mit nichts zu vergleichen.

Die Nächte sind lang während Las Fallas. Keine Party geht vor dem Morgengrauen zu Ende und zum großen Teil wird auch zur Frühstückszeit noch in vielen Ecken der Stadt gefeiert. Die Getränke sind sehr günstig und alkoholisches wird teilweise in Literbechern ausgeschenkt.

Wer vom vielen Feiern und Laufen genug hat, der kann sich tagsüber an den wunderschönen Stränden von Valencia entspannen. Während Las Fallas 2001 war das Wetter überragend und wurde von Tag zu Tag schöner. Wolkenfreier Himmel und Temperaturen von über 20 Grad (im März!) haben Las Fallas für mich natürlich zu einem noch schöneren Erlebnis gemacht.

Jetzt habe ich fast doch kein Ende gefunden, aber zusammengefasst möchte ich Euch dieses Ereignis doch ans Herz legen. Es ist eine bunte Mischung von Ereignissen, die sowohl für Familien als auch für den Einzelnen eine sehr abwechslungsreiche Woche mit sich bringt.

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