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Erfahrungsbericht von Sir-Smoke-a-lot

Wer sich nicht wehrt..

Pro:

aktuelle Problematik

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Wer sich nicht wehrt von Michael Wildenhain. Hierbei Handelt es sich um eine Buchbeschreibung, die ich vor langem mal geschrieben habe, und weniger über den Autor selbst! Vielleicht findet ihr ja trotztem gefallen an dem Buch/Autor.


Inhaltsverzeichnis


1. Hauptpersonen

2. Zum Autor

3. Inhaltsangabe

4. Problematik

5. Aufbau

6. Sprache

7. Persönliche Stellungnahme


1. Hauptpersonen

Erzähler:
- Vater ist Psychiater
- zurückhaltend, sagt selten etwas
- verehrt Ayfer

Ayfer :
- türkisches Mädchen
- ist die geheime Chefin der Clique
- ihre Eltern haben einen Gemüseladen in dem sich die Clique
öfters trifft

Franco :
- sein Vater ist Spanier und arbeitet auf dem Bau
- seine größte Angst ist zu versagen oder sích zu blamieren zu werden

Viktor :
- Vater ist Geschäftsmann und ist selten zu Hause
- ruhig und lehnt jede Form von Gewalt ab
- redet kaum und wehrt sich nicht

Karl - Heinz und Eberhard Janetzki:
- werden nur Glatze 1 und Glatze 2 genannt
- kommen von einer anderen Schule und kennen nur Gewalt

Sürel :
- Vater arbeitet in einer Fabrik
- kümmert sich um Ayfer

Ayfer, der Erzähler, Franco, die Brüder, Kai, Lisa, Viktor und Sürel gehen alle gemeinsam in die 9b.

Fr. Maren Schubert:
immer fröhliche Klassenlehrerin
ignoriert einfach alle Probleme


Zum Autor


Michael Wildenhain, geboren 1958, lebt mit seiner Freundin und seiner Tochter Lydia in Berlin- Kreuzberg.
Er machte ein Maschinenbaupraktikum, arbeitete als Buchhalter und studierte u.a. Philosophie und Informatik.
1983 erschien die erste Erzählung, 1989 ein Gedichtband, 1991 der erste Roman.
Michael Wildenhain erhielt den Leonce- und Lena- Förderpreis für Lyrik und den Ernst- Willner- Preis beim Ingeborg- Bachmann- Wettbewerb in Klagenfurt.
„Wer sich nicht wehrt“, das erste Jugendbuch des Autors, erschien 1994 und wurde mit dem Hans- im- Glück- Preis der Stadt Limburg ausgezeichnet. Im Ravensburger Buchverlag erschien 1995 ein weiterer Jugendroman: „ Crashcar “ und „ Die Abschiebung “

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Inhaltsangabe

Als die Jugendlichen nach den großen Ferien auf dem Weg zum ersten Schultag kleine Käfer zerquetschen, können sie noch nicht ahnen, dass sich an diesem Tag einiges ändern wird.
Als die Clique das Klassenzimmer betritt, bleibt Ayfer, die als erstes hinein geht, wie angewurzelt stehen. Als der Rest der Freund nachrückt, sehen sie auch den Grund:
In der ersten Reihe hocken zwei Jungen mit kahlrasierten Köpfen.
Jeder von den Freunden steht regungslos da, doch als Ayfer plötzlich einen Schritt nach vorne macht, sind sie alle überrascht.
Sie geht auf einen der Glatzen zu, tippt ihm auf die Schulter, sagt freundlich Hallo und bittet ihn aufzustehen, denn es war ihr Platz und Plätze sind das Markenzeichen eines Einzelnen. Einer der beiden sagt: „ Von Scheiß Kanacken lassen wir uns gar nichts sagen! Merkt euch das!“ Doch bevor Sürel, der gerade eingetroffen ist, etwas sagen kann, klingelt es zur ersten Stunde.
Frau Schubert, die Klassenlehrerin kommt ins Klassenzimmer und alles bleibt regungslos. Sürel setzt sein ursprüngliches Vorhaben aber fort, als Frau Schubert noch einmal das Klassenzimmer verläßt, weil sie etwas vergessen hat. Ayfer spricht einen der „ Glatzen“ an, worauf hin er dann aufsteht und die Hand hebt, als ob er sie schlagen wolle. Doch statt dessen legt er beide Hände auf ihre Brüste. Langsam „pflückt“ Ayfr seine Finger ab. Obwohl niemand von den anderen damit gerechnet hat, stürzt sich Sürel auf ihn. Die Glatze stößt Ayfer zwischen die Bänke und wirft Sürel ab. Beide haben überhaupt keine Chance gegen die beiden gut gebauten Glatzen. Als Frau Maren Schubert wieder die Klasse betritt, ist alles vorbei und Frau Schubert ignoriert wie immer alles, und verteilt die Plätze neu, so dass jeder zufrieden ist. In der Stunde drohen die Brüder, oder Glatze 1 und 2, wie wir sie nannten, Sürel und Ayfer mit Schlägen.
Als Sürel und Ayfer aus Furcht vor den beiden Brüdern nach der Schule durch den Hinterausgang das Schulgebäude verlassen, treffen sich alle und schmieden Pläne, wie sie die Brüder am schnellsten in den Griff
bekommen können. Sie wollen sich bei ihrer alten Schule über sie informieren.
Als sie aber auf dem Nachhauseweg von den Brüdern im Stadtpark abgefangen werden, gibt es kein Entkommen mehr. Sie schlagen ohne Vorwarnung auf Kai, Sürel, Franco, Lisa und Ayfer ein. Nur den Erzähler dieser Geschichte ignorieren sie einfach.
Am nächsten Tag schweigt jeder und keiner will darüber reden.


2/8

Am Tag darauf folgen die Jugendlichen den beiden Brüdern bis ins Kastenviertel, in dem hauptsächlich rechtsradikale Leute mit Schäferhunden
wohnen und in dem Ausländer äußerst unerwünscht sind. Als sie dann plötzlich die Brüder an einer Ampel sehen, wie sie gerade einer alten Frau über die Straße helfen, sind alle überrascht und rätseln, wer die alte Frau wohl sein kann. Doch da es schon dunkel wird, beschließen sie, den beiden zu folgen und sehen, wie die beiden die alte Frau in einem Hauseingang abliefern und dann weitergehen. Auf einmal haben sie die Brüder verloren und Kai und Lisa beschließen nach Hause zu gehen, obwohl Ayfer, Franco und der Erzähler die Suche noch fortsetzen wollen.
Sie folgen den beiden Brüdern bis zu einer alten Scheune, die die einzige ist, die direkt am Kanal steht. Sie warten bis die Brüder gegangen sind und entschließen sich dann, die alte Laube zu betreten. In der Scheune fällt ihnen als erstes ein Stapel mit Pornoheften ins Auge und Franco kann es nicht lassen, gleich einige anzuschauen, obwohl Ayfer noch dabei ist, die sogleich den Schuppen wieder verläßt.
Als der Erzähler etwas später den Schuppen verläßt, sitzt Ayfer unter einem Baum und gießt sich Kerzenwachs über die linke Hand. Plötzlich stehen Eberhard und Karl- Heinz vor den beiden und sagen „Hallo“ zu Ayfer, als ob sie mit ihr verabredet wären. Eberhard hilft Ayfer hoch, die immer noch vor dem Baum sitzt und sie nimmt seine Hand ohne Gegenwehr an.
Als Eberhard und Ayfer sich gegenüber stehen, greift Eberhard ihr ganz unerwartet zwischen die Beine. Als Karl- Heinz dann nach etwa 10- Sekunden, wie die beiden so da standen ohne etwas zu sagen oder zu machen, auf die Beiden zugeht, geht plötzlich ein heller Scheinwerfer an und ein Junge sagt, dass er zwei Hunde dabei hat, und dass sie das Mädchen in Ruhe lassen sollen, und man hört zwei Hunde bellen.
Daraufhin verschwinden die beiden Brüder ohne noch etwas zu sagen.
Am nächsten Tag kommt ein Neuer in die Klasse, er heißt Viktor und die Freunde erkennen gleich, dass es der Junge vom vorherigen Tag ist.
Viktor der schon viele Reisen gemacht hat, wird von allen außer Ayfer als „Arschloch“ bezeichnet.
Ayfer findet die kleine magere Gestalt offenbar interessant, da sie ihm in der Pause ganz beiläufig ein Messer zeigte und mit ihm über Istanbul spricht.
Viktor, der jede Pause alleine um den betonierten Platz auf dem Schulhof geht, redet normalerweise mit niemandem. Als ihm eines Tages die Brüder den Weg verstellen und er wie so oft zuvor ausweichen will, schubst ihn Eberhard auf Karl- Heinz, wobei er versehentlich auf dessen Schuhe tritt. Karl- Heinz hält ihn fest und sagt, dass er die Schuhe sauber machen soll, doch Viktor sagt entschlossen „Nein“ und bevor einer der beiden etwas machen können, sagt er noch, daß der, der sich vor einer Lampe fürchtet für ihn ein Feigling ist.
3/8

Am neunten Tag nachdem Viktor zu ihnen gekommen ist, geschieht etwas Unerwartetes. Tina, die in der siebten Klasse schon mit älteren zusammen
war und die immer enge Kleider trug, frägt Viktor nach der Schule, ob er eine Zigarette wolle. Als Viktor jedoch ablehnt, fragt Tina, die normalerweise nicht so schnell aufgab, ob er am nächsten Tag sich mit ihr treffen wolle und Viktor sagt überraschend zu.
Am selben Abend gehen Franco und der Erzähler in die Gärten, wo der alte Schuppen der Brüder steht. Franco, der seit dem Abend jeden Tag dort ist, hat heraus gefunden, dass Viktors Vater ein Geschäftsmann ist und deshalb fast nie da ist und Viktor deshalb bei seinem Onkel in dem nahe gelegenen Schuppen ist.
Als die beiden vor dem Fenster knien, hören sie im Inneren langsame Musik und sehen Karl- Heinz auf einem Sofa mit zwei Bierflaschen sitzen. Auf einmal kommt Tina in einem Cocktailkleid herein und tanzt vor ihm. Als das nächste Lied anfängt, kommt Eberhard in einem Smoking herein und tanzt mit ihr.
Am nächsten Tag beobachten Kai, Franco und der Erzähler, wie sich Tina und Viktor im Park treffen. Es geschieht aber nichts weiter, als dass Viktor die ganze Zeit redet und Tina die ganze Zeit raucht. Alle fragen sich, was Tina wohl von Viktor will, da sie fast jeden haben könnte und Viktor einfach nicht der Typ für so etwas ist.
Eines Tages veranstaltet die Klasse eine Klassenfete. Viktor, der als erstes da war, schiebt sich exakt jede Minute eine Salzstange in den Mund und der Rest der Klasse sitzt in irgendwelchen Ecken. Bis auf zwei Mädchen tanzt am Anfang niemand, bis Lisa, die inzwischen mit Kai zusammen ist, Kai auf die Tanzfläche schleppt und mit ihm tanzt. Auch Frau Schubert hat sich einen Türken geschnappt und tanzt mit ihm, nachdem er sich zuerst noch gewehrt hatte.
Erst als Ayfer auf Viktor zugeht und ihn fragt, ob er mit ihr tanzen will, ändert sich die Atmosphäre im Raum. Eine Zeit lang geschieht nichts, doch plötzlich geht die Klassenzimmertür auf und Tina kommt mit einem fröhlichem „Hallo“ herein. Viktor, der immer noch vor Ayfer sitzt und sie auf eine Antwort warten läßt, schiebt Ayfer einfach ohne etwas zu sagen zur Seite und bittet Tina um einen Tanz. Tina sagt „Ja“ und die beiden tanzen eng umschlugen miteinander. Bis eine Minute später die Tür erneut aufgeht und alle inne halten. Die Brüder die den Raum betreten, wirken wie immer unberechenbar und jeder wartet ab, was sie als nächstes machen werden.
Zur Freude aller laufen sie einfach durch den Raum und ignorieren sogar Viktor, der mit „ihrer“ Tina tanzt. Ganz unerwartet zerschlägt dann Karl- Heinz eine Colaflasche, die sich in seiner Hand befindet, an der Tafel und während Eberhard Tina von Viktor weg schubst, schlägt Karl- Heinz den Flaschenhals in Viktors Gesicht.
4/8

Zum Glück kann der andere Türke, der von Sürel mitgebracht worden ist, weitere Schläge verhindern, indem er Eberhards Hand fest hält.
Von nun an geht Sürel zu einem Kung- Fu Training und Kai hat herausgefunden, daß die Brüder von ihrer alten Schule geflogen sind, weil sie den Primus mit Atlanten verprügelt hatten und als er schon am Boden lag noch zugetreten haben. Als Gründe gaben sie später an, daß sie Klugscheißer nicht leiden können. Und deshalb müssen sie jetzt Sozialdienst machen, das war auch der Grund warum sie damals der alten Frau über die Straße geholfen hatten.
Nach der Klassenfete werden die Brüder vom Unterricht ausgeschlossen und alle in der Klasse hoffen, daß die beiden ganz von der Schule fliegen.
Am selben Tag wollen Ayfer und die Freunde Viktor besuchen, doch Franco zieht den Erzähler weg, worüber Ayfer sehr verärgert ist.
Franco und der Erzähler fahren zusammen auf Francos Fahrrad ins Industriegebiet und Franco zeigt dem Erzähler, wie die beiden Brüder tote Schweine aus einer Fabrik tragen.
Die beiden Brüder haben schon eine richtige Arbeit und verdienen schon Geld, obwohl sie erst sechzehn sind. Als aber plötzlich ein Zug und ein Lastwagen sich nähern und die Lichtkegel Franco und den Erzähler erfassen, fliehen die beiden in den nahe gelegenen Fluß, doch erst als sie darin schwimmen stellen sie fest, dass in dem Fluß Reste von toten Tieren und Kraftstoffreste schwimmen. Beide finden es total ekelhaft und machen sich Sorgen, was ihre Eltern wohl sagen werden und Franco übergibt sich sogar. Bei Franco daheim wird es bestimmt viel Ärger geben, ganz anders als bei dem Erzähler, dessen Eltern wie so oft auf einer Cocktailparty sein werden, was bei Bauarbeitern eben nicht so häufig ist.
Als Franco vor lauter Angst zuspät zu kommen, über eine rote Ampel fährt, werden die beiden von einem Streifenwagen angehalten, der wegen ihnen stark bremsen muß. Als die beiden Polizisten Name und Adresse von Franco wissen wollen, erfindet dieser einfach irgendwelche Angaben und in dieser Zeit geschieht das Unvorstellbare für Franco und den Erzähler:
Karl- Heinz und Eberhard tauchen plötzlich auf und helfen Franco und dem Erzähler, indem sie dem Streifenwagen die Luft heraus lassen. Während die Polizisten mit Franco und dem Erzähler reden. Die Polizisten verfolgen dann unschlüssig die beiden Brüder, Franco und der Erzähler nutzen dann die Chance und machen sich mit ihrem Fahrrad aus dem Staub.
Als das Fahrrad auf der Flucht einen Platten bekommt, tauchen plötzlich Eberhard und Karl- Heinz auf, die die Beiden eingeholt haben.
Franco frägt die Beiden, warum sie ihnen geholfen haben und einer der Beiden antwortet, daß Bullen schlimmer als Kanacken seien und sie ihnen deshalb geholfen haben.

5/8

Ganz überraschend laden die Brüder Franco und den Erzähler zu sich nach Hause ein.
Bei den Janetzkis daheim ist im Flur die Lampe aus der Fassung gedreht und die Brüder sagen, dass ihre Mutter manchmal kein Licht mag. Als dann doch einige Lichtstrahlen in den Flur fallen, ist es dort unerwartet sauber und aufgeräumt. Etwas zu sauber und aufgeräumt, finden Franco und der Erzähler. Ganz anders als sie erwartet hatten.
Sie setzen sich in die Küche und trinken erstmal ein Bier. Franco stellt die ganze Zeit über Fragen über die Arbeit, den Vater und die Mutter, bis es plötzlich im Inneren einer der anderen beiden Räume gegen einen Schrank klopft. Die Mutter von Karl- Heinz und Eberhard kommt herein und Franco und der Junge riechen gleich, daß die Mutter betrunken ist.
Einige Zeit später klopft es an der Haustür und jemand versucht sie mit einem Schlüssel aufzumachen, schafft es aber nur schwerlich. Karl- Heinz und Eberhard helfen ihm nicht und meinen, daß er ein „Vieh“ sei, denn sie wissen, dass es ihr Vater ist.
Kurze Zeit später steht der ebenfalls betrunkene Vater aber dann doch im Raum und ignoriert einfach die beiden Gäste und signalisiert seiner Frau mit einem kurzen Nicken etwas, woraufhin sie zu der Tür des zweiten Raumes geht, von dem die Brüder nur sagen, dass man ihn niemals betreten dürfe, und öffnet die Tür zum Raum, in dem sie dann verschwinden.
Von diesem Tage an, treffen sich die Brüder, Franco und der Erzähler fast täglich.Von da an fehlt Franco auch immer häufiger im Unterricht, obwohl ihm seine Eltern nicht immer die Entschuldigung schreiben. Franco versucht immer bei den Brüdern zu sein und in allem, was sie machen immer der Beste zu sein.
Einmal treffen sie sich in einer Kneipe und spielen da Billard.
An einem Nebentisch spielen drei Türken und ein Araber. Als der Araber nach einiger Zeit gewinnt, kassiert er von den Türken Geld und alle vier verlassen, nachdem sie noch einen Kaffe getrunken haben, das Lokal. Daraufhin spielen Franco, der Junge und die Brüder ein Spiel und plötzlich kommen die Türken und der Araber wieder hinein und sagen, daß sie noch ein Spiel spielen wollen, doch Eberhard sagt, daß sie jetzt spielen und daraufhin will der Araber ihn mit einer Flasche schlagen, doch Eberhard wehrt ab und die beiden Brüder verschlagen die drei älteren Türken und den Araber, die keine Chance gegen die beiden haben.
Eines Tages beobachtet der Erzähler wie Tina, die Brüder und Franco das seltsame Spiel im Schuppen spielen.
Der Erzähler beobachtet das Spiel und merkt nicht, wie Eberhard plötzlich aus der Tür tritt und den Jungen entdeckt, doch er sagt nichts und schüttelt nur den Kopf während er ins Innere deutet.

6/8

Nach der Schlägerei will der Erzähler nichts mehr mit den Brüdern und Franco zu schaffen haben und geht mal wieder zu Ayfer in den Laden ihrer Eltern, weil sie da öfters arbeitet.
Ayfer will zuerst nicht mit ihm sprechen, weil sie denkt, daß er jetzt auch so wie die Brüder ist, doch sie sieht dann ein , dass er nicht so wie sie ist.
Eines Tages kommen die Brüder dann wieder zur Schule und benehmen sich so, als ob sie nichts gemacht hätten. Während der Stunde merkt man ihnen aber dennoch an, daß sie unruhig werden.
In der Pause hat es dann den Anschein, als ob sie etwas von Tina wollen, daß sie aber nicht hergeben will.
Zur zweiten Stunde kommt dann auch Franco zur Schule und schafft es, Tina einen Zettel zu entreißen.
Der Zettel, den Karl- Heinz dann zu Beginn der nächsten Stunde vorliest, ist ein Liebesbrief von Viktor an Tina.
Als Karl- Heinz fertig ist, kommt wie immer Frau Schubert herein und wünscht allen einen fröhlichen guten Morgen und Viktor versinkt in seinem Stuhl und kommt dann für ein paar Tage nicht zur Schule.
Als Viktor wieder in die Schule kommt, ist eigentlich alles so wie immer, nur merkt man die oberflächliche Spannung zwischen den Einzelnen.
Einige schließen sich jetzt auch den Brüdern an, weil sie groß und stark sind. Kai, Lisa, Tina und Eberhard treffen sich manchmal im Park und komischerweise kommt Eberhard immer ohne seinen Bruder.
Als Ayfer und der Erzähler vom Karatetraining zurückkommen, wo sie Sürel besucht haben, warten schon Kai und Lisa vor dem Geschäft von Ayfers Eltern auf sie.
Ein Mann der sagt, daß er Viktors Vater sei, nimmt sie mit zu Viktor nach Hause und bietet ihnen dort etwas zu trinken an. Das Haus ist, nicht wie die vier Freunde erwartet haben, sehr groß oder mit einem riesigen Garten.
Es ist nur ein Einfamilienhaus mit einem kleinen Garten.
Viktor, der nach einiger Zeit völlig verschlafen ins Wohnzimmer kommt, setzt sich ohne etwas zu sagen zu den Vieren, trinkt etwas und geht dann auf die Toilette. Die Vier merken gleich, dass Viktor sie nicht eingeladen hat und als der Vater kurz weg ist, um mit Viktor zu reden, fliehen die Vier aus dem Haus und meinen, dass ihnen das niemand glauben wird.
Am nächsten Tag kommt Viktor wieder zur Schule und als Karl- Heinz an die Tafel gerufen wird, um den Satz des Pythagoras zu erklären, passiert etwas ganz Unerwartetes:
Als Karl- Heinz anstelle von Kathete Katheder sagt, erklärt Viktor auf sehr freche Art, was ein Katheder ist. Viktor fliegt deswegen aus dem Unterricht, aber die ganze Klasse lacht und man merkt ihnen an, was sich da alles angestaut hat.

7/8

Die Brüder lassen Viktor ganz überraschend in Ruhe, obwohl alle das Schlimmste befürchteten.
Als Frau Schubert das Klassenzimmer betritt, meint sie, dass es jetzt Zeit für die Klassensprecherwahl sei, und als sich Viktor und Franco aufstellen lassen, merkt man gleich, daß es jetzt zum Höhepunkt des Buches kommt, da es jetzt Viktor oder die Brüder heißt.
Am nächsten Tag werden Viktor, Ayfer, Sürel und der Erzähler von den Brüdern, Franco und einem Kampfhund vor der Schule abgefangen, um zu verhindern, daß Viktor Klassensprecher wird.
Es kommt zu einer heftigen Schlägerei, wobei die Brüder und Franco keine Chance haben, weil Sürel sein Karate und Viktor sein CS- Gas einsetzt.
Alle bis auf die Brüder kommen aber rechtzeitig zur Wahl und im Klassenzimmer steht an der Tafel: „ Ihr solltet Franco wählen! Ihr wisst, weshalb!“
Als Frau Schubert es wegwischen will, ist es noch zusätzlich mit Öl geschrieben, doch Frau Schubert hängt dann einfach eine Landkarte darüber und zum ersten Mal merkt man ihr an, dass sie nicht mehr fröhlich ist.
Die Wahl, wird durch Hammelsprung entschieden, das heißt, dass sich die jeder Kandidat in eine Ecke stellt und die Schüler sich dann in die Ecke zu ihrem Kandidaten stellen.
Als Viktor dann mit einer großen Mehrheit gewinnt, fragt ihn Frau Schubert, ob er sein Amt denn annimmt und er sagt ganz überraschend „Nein“ und zuerst kann es niemand so richtig glauben.
Da Viktor Ayfer zu seiner Stellvertreterin gemacht hat, wird sie jetzt Klassensprecherin und der Erzähler wird zu ihrer Vertretung.
Nach der Wahl kommen dem Erzähler zwar Zweifel doch er will Stellvertreter bleiben. Auf dem Nachhauseweg kauft er sich dann ein Tagebuch um all seine Gedanken auf zu schreiben.
Ayfer nimmt ihren Job als Klassensprecherin ziemlich ernst und der Erzähler wird, weil er nicht sehr viel sagt als Schriftführer eingesetzt.
Viktor, der um Ayfers Hand „ anhält “ist so enttäuscht, das er sich jedesmal schämt, wenn er sie sieht und verläßt deshalb nach der Schule immer als erster das Schulgelände, nur weil sie „Nein“ gesagt hat.
Eines Tages, nach der Schule, beobachtet der Erzähler, wie Karl- Heinz und Franco Viktor abfangen und im Innereien in die Unterhose leeren. Daraufhin stürzt der Erzähler auf die Beiden zu und will Franco schlagen, der einmal sein Freund gewesen ist. Karl- Heinz kann den Schlag aber abfangen und Franco schlägt den Erzähler zu Boden.
Einige Tage später, es ist in den Herbstferien, erfährt Sürel von dem Ereignis und fordert Franco zu einem Kampf heraus.
Sürel der den angetrunken Franco ohne Probleme zu Boden wirft, blamiert Franco vor den Freunden seines Vaters.
8/8

In den nächsten Tagen wird Sürel von acht Freunden von Franco abgefangen und krankenhausreif geschlagen. Doch Sürel, der sich etwa eine Viertelstunde verteidigt, ist stolz sich so lange verteidigt zu haben.
Ayfer, Sürels Freunde, und andere Schüler der Schule wollen etwas gegen die Brüder unternehmen, doch Ayfer meint, dass man zuerst mit den Lehrern reden sollte, was die meissten für keine gute Idee halten.
Nach den Ferien sitzen zehn glatzköpfige Schüler in der ersten Reihe und schauen ernst auf die Tafel, auf der geschrieben steht:
„Es ist nicht richtig, daß eine Türkin“- Türkin ist durchgestrichen worden, darüber steht „ TÜRKENFOTZE“ - „ bei uns Klassensprecher ist“. Daneben ist ein Galgen mit einem Strichmännchen gemalt, das einen Rock und zusätzlich ein Kopftuch trägt.
Ayfer rennt daraufhin heulend aus dem Klassenzimmer und Viktor, der seinen ganzen Mut zusammen nimmt, geht zur Tafel und wischt denn Satz und die Zeichnung weg.
Anstelle des Satzes schreibt er: “ Vielleicht habt ihr ja recht. Weil ihr eines Menschen“- das Wort unterstreicht er- „gar nicht würdig seid.“
Der Erzähler und Lisa bringen Ayfer dann nach Hause, kommen aber nachmittags doch noch einmal zum Unterricht.
Nach dem Nachmittagsunterricht realisiert Viktor nicht, in welcher Gefahr er ist und will trotzdem wie immer am Unterricht teilnehmen. Nach dem Unterricht als Viktor fertig mit duschen ist, kommt Franco auf die Idee Viktor zu hängen und alle fangen an rhythmisch zu klatschen oder zu klopfen. Als aber Franco ein Seil holt verstummen die Rufe, weil keiner weiß ob Franco es ernst meint.
Der völlig nackte Viktor hat eine solche Angst, dass er nicht einmal mehr zittern kann.
Das Buch endet damit, dass der Erzähler mit einer Fahrradpumpe auf Franco losgeht und keiner weiss, was passieren wird. Das Ende bleibt also offen.

Das Buch ist seiner Tochter Lydia gewidmet


4. Problematik


In dem Buch „ Wer sich nicht wehrt“ von Michael Wildenhain geht es eindeutig um die Gewalt und die Freundschaften, die es überall an deutschen und auch ausländischen Schulen gibt.
Das Buch verdeutlicht auch den Fremdenhaß und die Zunahme der rechtsradikalen Parteien in Deutschland.
In manchen deutschen Schulen wird sogar schon das türkisch sprechen während der Pausen verboten, weil die türkischen Schüler sich auf dem Schulhof nur noch auf türkisch und nicht mehr auf deutsch unterhalten.
In Großstädten wie Berlin kommt es sogar vor, daß vereinzelt nur noch 1 bis 2 Deutsche Schüler in eine Klasse gehen. Auch ist die Kriminalität an Schulen in den letzten Jahren sehr stark gestiegen.
Wie Franco, verzichten viele Jugendliche auf eine Freundschaft mit ihren alten Freunden und schließen sich lieber stärkeren oder älteren an. Als Franco erkannte, daß ihm die Brüder neue Sachen und einfach mehr bieten konnten als seine alten Freund schloß er sich einfach ihnen an und dachte gar nicht mehr über seine alten Freunde nach und wurde später sogar zu deren Feind bei der Klassensprecher Wahl.
Es war für ihn auch die einzige Möglichkeit vor den Brüdern sicher zu seien und gleichzeitig einen Schutz gegen andere zu haben.
Viktor der jegliche Form von Gewalt ablehnt wird am Anfang von Niemanden verstanden, weil die anderen gelernt haben , daß man ohne Gewalt im Leben nicht weit kommt und man nicht respektiert wird.
Da Viktor alles mit sich machen läßt ist er ein gutes Opfer für die Brüder, die Gewalt schon von klein auf kennen, und sich auch nicht anders durchsetzen können.
Besonders an Hauptschulen und einigen Realschulen ist die Gewalt am stärksten, da sich die Jugendlichen mit Worten nicht wehren können und deshalb einfach Gewalt anwenden.
Viele Ausländer, die sich noch nicht so gut mit Worten wehren können lernen dann aus Angst einfach eine Kampfsportart und fühlen sich dadurch sicherer. Es ist zwar keine besonders gute Lösung, doch ein Anfang für den eigenen Schutz und vielleicht den seiner Freunde.


Aufbau

Das Buch ist in 30 Kapitel aufgeteilt und besteht aus 160 Seiten. Die Kapitel sind unterschiedlich lang und nicht besonders gekennzeichnet. Das Buch liest sich spannend, da der Erzähler in unserem Alter ist. Er weiß über alles Bescheid und so bleibt es immer spannend.
Er verweilt nicht lange bei einer Szene, sondern bringt immer wieder neue, spannende und unerwartete Teile.
Durch die vielen Dialoge bekommt der Leser das Gefühl, dabei zu seien und es läßt sich so auch einfacher verstehen, was die einzelnen Personen denken und fühlen. Da er viele Dialoge sehr kurz gestaltet, erkennt man schnell, was die Personen im Moment denken oder fühlen.

Sprache

Das Buch ist ziemlich einfach geschrieben.
Durch die Erzählung aus der Ich- Perspektive, aus der Sicht eines Jungen, der etwa in unserem Alter und allwissend ist, aber von dem kein Name genannt wird, ist das Buch interessant. durch die Gespräche, die sehr im Stil der Jugend geschrieben sind auch Redewendungen, die die Jugendliche häufig benutzen kommen in dem Buch vor und sprechen so besonders die Jugendlichen an. Der Erzähler spricht aktuelle Probleme an und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Persönliche Stellungnahme

Im ganzen gesehen finde ich das Buch sehr interessant, weil es sich oft auf den Alltag übertragen läßt und es ein aktuelles Problem in ganz Deutschland ist und auch noch eine ganze Weile sein wird. Auch sind die Jugendlichen im selben Alter wie wir und haben dieselben Probleme. Bei uns auf der Schule gibt es zwar noch nicht viele rechtsradikale oder ausländische Schüler doch in letzter Zeit werden es immer mehr und die Gewalt im Alltag und an Schulen nimmt immer mehr zu. So wie Michael Wildenhain die Geschichte erzählt, könnte die Geschichte an jeder Schule passieren und sogar bei uns.

Also cya euer PE

10 Bewertungen