Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse
IST DAS NEUE TESTAMENT EIN FAKE ?
Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Nein
Gelegentlich vertraue auch ich dem Urteil anderer Menschen und so zögerte ich nicht, als mir eine Kollegin ein mir bis dato unbekanntes Buch von einem mir bis dato unbekannten Autoren empfahl, zu kaufen.
Bei diesem Buch handelt es sich um den Roman DER STILLE GOTT DER WÖLFE von ANDREAS ENGLISCH.
INHALT
°°°°°°°°°°
Der Autor von Reiseführern Sebastian Schäfer lebt und arbeitet als Autor von Reiseführern in Rom, als er unerwartet Besuch von seiner Ex-Frau, einer recht erfolgreichen Journalistin, bekommt.
Diese kam in den Besitz von historischen Schriftrollen (bzw. Fotografien einer solchen) aus einem Kloster und bittet Sebastian Schäfer nun diese zu übersetzen um eine Artikelreihe daraus zu gestalten.
Bei diesen Schriftrollen handelt es sich um das Tagebuch des Römers Flavius Plancus, dass zunächst nur einen Eindruck vom Leben im Römischen Reich in der Zeit um das Jahr 78 nach Christi vermittelt.
In einem weiteren Kapitel dieser Schrift stößt Sebastian Schäfer auf eine Textstelle, in der es heizt „ ... unter den Namen der Rebellen, die das Schiff in die Verbannung bestiegen, nannte der Statthalter Pilatus auch einen Mann, der Jesus hieß und dem man wohl den Götternamen Christus gab ...“.
Plötzlich erhält Sebastian Schäfer Besuch von einem Würdenträger der Kirche, dem der Inhalt der Schriften offensichtlich bekannt ist und der ihn auffordert, ihm die Fotografien der Schriftrollen auszuhändigen.
Als sich Sebastian Schäfer weigert, wird ihm nur kurze Zeit später sein Mietvertrag gekündigt und auch seine Ex-Frau Caroline verliert plötzlich unerwartet ihre Anstellung.
Gemeinsam versuchen die beiden nun den Wahrheitsgehalt der Schriften zu überprüfen und gelangen schließlich auch auf die Insel, die der Verbannungsort von Jesus Christus gewesen sein soll.
Diese Kurzdarstellung des Inhalts dieses Romans gibt lediglich einen groben Überblick über die Handlung. Um interessierten Lesern nicht zu viel der Spannung zu nehmen habe ich bewußt auf eine detailliertere Inhaltsangabe verzichtet.
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Bereits der Grundgedanke, einen Roman zu schreiben, in dem ein Dokument auftaucht, das den gesamten Inhalt des neuen Testaments in Frage stellt, scheint mir eine ebenso ungewöhnliche wie auch gelungene Idee. ANDREAS ENGLISCH formt aus dieser Grundidee einen intelligenten Thriller, der in der Presse später unter anderem als „klerikaler Thriller“ bezeichnet wurde.
Tatsächlich schafft ANDREAS ENGLISCH es, über fast 400 Seiten hinweg einen permanent spannenden Thriller um einen religiösen Hintergrund zu schreiben, der den Leser von der ersten bis zu letzten Seite fesselt.
Auch wenn die Würdenträger der Kirche hier in ihren Methoden nicht immer „nett“ dargestellt werden, so konnte ich dennoch keine Antipathie entwickeln, denn deren Rechtfertigung für ihr Vorgehen (es gibt zu viele Menschen, die nichts haben, als ihren Glauben – was wäre, wenn man ihnen auch diesen nimmt ?) scheint auch mir, der ich bereits vor über 15 Jahren aus der Kirche ausgetreten bin, mehr als nachvollziehbar.
Andererseits kann ich auch das Verlangen der beiden Hauptakteure nach der Wahrheit nachvollziehen.
Die Darstellung der katholischen Kirche als einflußreichen und mächtigen Konzern deckt sich dagegen mit meinen Vorstellungen. Dass das Tagebuch darüber hinaus auch eine aus heutiger Sicht etwas „kranke“ Rolle der Frau in der Zeit des Römischen Reichs zeigt, sei hier nur am Rande erwähnt.
Ein wenig enttäuscht war ich allerdings vom Ausgang der Geschichte, den ich hier nicht offenlegen werde – hier hätten sich meines Erachtens bessere Möglichkeiten finden lassen, die Geschichte zu beenden.
Doch nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch empfand ich den Roman DER STILLE GOTT DER WÖLFE als interessant, da zwischen den Kapiteln, die die eigentliche Handlung des Romans vorantreiben, immer wieder Kapitel aus dem Tagebuch erscheinen, die dem Stil des Sprachgebrauchs in der damaligen Zeit entsprechen (Textauszug: „O caleum, o terra. ... Laß ab von mir, wenn du die Göttin bist, deren Zorn ich herausgefordert habe. ...“). Somit wechseln sich hier häufig stark gegensätzliche Stilrichtungen ab, wobei der eigentliche Stil des Autors angenehm und leicht zu lesen ist (ohne dabei wenig präzise und detailliert zu sein), der Stil des Tagebuchs jedoch eine kurze Phase der Eingewöhnung erfordert.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
ANDREAS ENGLISCH wurde im Jahre 1963 geboren und arbeitet als Italien-Korrespondent für das Hamburger Abendblatt.
Sein hier beschriebener Debut-Roman DER STILLE GOTT DER WÖLFE erschien erstmalig im Jahre 1997 und ist als Taschenbuch aus dem Deutschen Taschenbuch Verlag (DTV) unter der ISBN 3-423-20088-X erhältlich.
Der Preis für das Taschenbuch beträgt 9,00 €.
SCHLUSSWORTE
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Ich habe DER STILLE GOTT DER WÖLFE von ANDREAS ENGLISCH mit Begeisterung innerhalb von zwei Abenden gelesen und kann diesen Roman hier uneingeschränkt empfehlen.
Mein Urteil lautet SEHR GUT !
Bei diesem Buch handelt es sich um den Roman DER STILLE GOTT DER WÖLFE von ANDREAS ENGLISCH.
INHALT
°°°°°°°°°°
Der Autor von Reiseführern Sebastian Schäfer lebt und arbeitet als Autor von Reiseführern in Rom, als er unerwartet Besuch von seiner Ex-Frau, einer recht erfolgreichen Journalistin, bekommt.
Diese kam in den Besitz von historischen Schriftrollen (bzw. Fotografien einer solchen) aus einem Kloster und bittet Sebastian Schäfer nun diese zu übersetzen um eine Artikelreihe daraus zu gestalten.
Bei diesen Schriftrollen handelt es sich um das Tagebuch des Römers Flavius Plancus, dass zunächst nur einen Eindruck vom Leben im Römischen Reich in der Zeit um das Jahr 78 nach Christi vermittelt.
In einem weiteren Kapitel dieser Schrift stößt Sebastian Schäfer auf eine Textstelle, in der es heizt „ ... unter den Namen der Rebellen, die das Schiff in die Verbannung bestiegen, nannte der Statthalter Pilatus auch einen Mann, der Jesus hieß und dem man wohl den Götternamen Christus gab ...“.
Plötzlich erhält Sebastian Schäfer Besuch von einem Würdenträger der Kirche, dem der Inhalt der Schriften offensichtlich bekannt ist und der ihn auffordert, ihm die Fotografien der Schriftrollen auszuhändigen.
Als sich Sebastian Schäfer weigert, wird ihm nur kurze Zeit später sein Mietvertrag gekündigt und auch seine Ex-Frau Caroline verliert plötzlich unerwartet ihre Anstellung.
Gemeinsam versuchen die beiden nun den Wahrheitsgehalt der Schriften zu überprüfen und gelangen schließlich auch auf die Insel, die der Verbannungsort von Jesus Christus gewesen sein soll.
Diese Kurzdarstellung des Inhalts dieses Romans gibt lediglich einen groben Überblick über die Handlung. Um interessierten Lesern nicht zu viel der Spannung zu nehmen habe ich bewußt auf eine detailliertere Inhaltsangabe verzichtet.
ANMERKUNGEN
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Bereits der Grundgedanke, einen Roman zu schreiben, in dem ein Dokument auftaucht, das den gesamten Inhalt des neuen Testaments in Frage stellt, scheint mir eine ebenso ungewöhnliche wie auch gelungene Idee. ANDREAS ENGLISCH formt aus dieser Grundidee einen intelligenten Thriller, der in der Presse später unter anderem als „klerikaler Thriller“ bezeichnet wurde.
Tatsächlich schafft ANDREAS ENGLISCH es, über fast 400 Seiten hinweg einen permanent spannenden Thriller um einen religiösen Hintergrund zu schreiben, der den Leser von der ersten bis zu letzten Seite fesselt.
Auch wenn die Würdenträger der Kirche hier in ihren Methoden nicht immer „nett“ dargestellt werden, so konnte ich dennoch keine Antipathie entwickeln, denn deren Rechtfertigung für ihr Vorgehen (es gibt zu viele Menschen, die nichts haben, als ihren Glauben – was wäre, wenn man ihnen auch diesen nimmt ?) scheint auch mir, der ich bereits vor über 15 Jahren aus der Kirche ausgetreten bin, mehr als nachvollziehbar.
Andererseits kann ich auch das Verlangen der beiden Hauptakteure nach der Wahrheit nachvollziehen.
Die Darstellung der katholischen Kirche als einflußreichen und mächtigen Konzern deckt sich dagegen mit meinen Vorstellungen. Dass das Tagebuch darüber hinaus auch eine aus heutiger Sicht etwas „kranke“ Rolle der Frau in der Zeit des Römischen Reichs zeigt, sei hier nur am Rande erwähnt.
Ein wenig enttäuscht war ich allerdings vom Ausgang der Geschichte, den ich hier nicht offenlegen werde – hier hätten sich meines Erachtens bessere Möglichkeiten finden lassen, die Geschichte zu beenden.
Doch nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch empfand ich den Roman DER STILLE GOTT DER WÖLFE als interessant, da zwischen den Kapiteln, die die eigentliche Handlung des Romans vorantreiben, immer wieder Kapitel aus dem Tagebuch erscheinen, die dem Stil des Sprachgebrauchs in der damaligen Zeit entsprechen (Textauszug: „O caleum, o terra. ... Laß ab von mir, wenn du die Göttin bist, deren Zorn ich herausgefordert habe. ...“). Somit wechseln sich hier häufig stark gegensätzliche Stilrichtungen ab, wobei der eigentliche Stil des Autors angenehm und leicht zu lesen ist (ohne dabei wenig präzise und detailliert zu sein), der Stil des Tagebuchs jedoch eine kurze Phase der Eingewöhnung erfordert.
ALLGEMEINES
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
ANDREAS ENGLISCH wurde im Jahre 1963 geboren und arbeitet als Italien-Korrespondent für das Hamburger Abendblatt.
Sein hier beschriebener Debut-Roman DER STILLE GOTT DER WÖLFE erschien erstmalig im Jahre 1997 und ist als Taschenbuch aus dem Deutschen Taschenbuch Verlag (DTV) unter der ISBN 3-423-20088-X erhältlich.
Der Preis für das Taschenbuch beträgt 9,00 €.
SCHLUSSWORTE
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Ich habe DER STILLE GOTT DER WÖLFE von ANDREAS ENGLISCH mit Begeisterung innerhalb von zwei Abenden gelesen und kann diesen Roman hier uneingeschränkt empfehlen.
Mein Urteil lautet SEHR GUT !
Bewerten / Kommentar schreiben