Erfahrungsbericht von sandwarrior
Jesus in Bild und Ton
Pro:
siehe text
Kontra:
siehe text
Empfehlung:
Nein
So jetzt berichte ich mal wieder über ein frisch ausgelesenes Buch.
Gehört hat bestimmt schon jeder davon und es stand bei mir auch schon eine Weile im Schrank. Da ich kürzlich einen Bericht darüber gelesen habe und das Buch sehr gelobt wurde, ist in dem ungelesen Meter Bücher an erste Stelle gerückt.
„Das Jesusvideo“
von Andreas Eschbach
Zur Story:
Es fängt an bei einer archäologischen Ausgrabung in Israel, in einem 2000 Jahre altem Grab wird bei einer Leiche die Beschreibung, eines Camcorders von Sony gefunden, in einem Plastikbeutel.
Da der Held der Geschichte Stephen Foxx, an eine Verschaukelung seiner Grabungshelfer glaubt öffnet er den Beutel.
Nur ist die Erdschicht darüber unbeschädigt ist, eine Sensation.
Das ruft sofort John Kaun auf die Bildfläche, einem Medienmogul, welcher die Grabung finanziert und sich schon ausmalt, ein Video von Jesus zu finden und die katholische Kirche um irrsinnige Summen zu bringen, welches seine maroden Medienkonzern aus finanziellen Nöten helfen würde.
Kaun ist ziemlich brutal in seinem Vorgehen und stellt sich ein Expertenteam zusammen um nichts auszulassen, was ihm hilft, das Video zu finden.
Irrwitzige Szenen werden durchdacht und wieder verworfen.
War es ein Zeitreisender, welcher die Kamera vor 2000 Jahren versteckte, konnte er nicht zurück und warum? Aber wo konnte er die Kamera nur versteckt haben?
Das fragt sich auch Stephen, der in dem Beutel noch ein paar zusammengeknüllte Zettel gefunden hat und es niemanden sagte.
Zusammen mit seiner angebeteten Judith ( welcher er hofft, bald mal ins Bett zu bekommen) und ihrem Bruder Yehoshuah Menez, welcher Archäologe in Israel ist, entziffern sie heimlich die Zettel, noch nicht ahnend das ihnen schon Ryan ( Kauns Geheimdienstchef) auf den Fersen ist.
Die spannende Jagd beginnt.
Mehr verrate ich nicht, da das Buch unbedingt gelesen werden sollte.
Beurteilung:
Hätte ich gewusst wie spannend das Buch ist, hätte ich es schon eher gelesen, aber wie das so ist, ständig wird etwas vorgezogen.
Spannung durchzieht das ganze Werk, ständig passieren nicht vorhersehbare Dinge, welche ständig neue Sichtweisen ergeben.
Bei genauerem lesen, entpuppen sich die Denkweisen des Autors als grandios und werden bei gläubigen Menschen bestimmt als Blasphemie verschrien.
Die Offenlegung der Schwächen aller Religionen ist für mich sehr gelungen, weil Eschenbach hier den Finger in offene Wunden legt und einige Scheinheiligkeiten anprangert.
Die Schilderung der Charaktere ist durchweg gelungen und die Schreibweise ist sehr flüssig.
Durch den Sprung zwischen den einzelnen Schauplätzen wird die Story nicht zerrissen, sondern setzt die Handlung schlüssig fort.
Die Seitenhiebe auf Inquisition, Medienrummel und Heucheleien sind grandios.
Auf dem Klappentext steht als Buchbeschreibung Thriller, ich würde aber sagen untertrieben.
Eher eine Mischung aus kriminalistischer SF mit geschichtlichem Anhauch und einem Tuck Agentenflair.
Das Buch, wurde als bestes Buch 1998 ausgezeichnet, meiner Meinung nach zurecht.
Gläubigen Menschen, muss ich von diesem Buch abraten, es würde allzu sehr an ihrem Glauben kratzen.
Der Schluss ist noch mal sehr überraschend und bringt pure Spannung hervor.
Das Buch ist eigentlich sehr brisant und bringt schlüssige Antworten auf Fragen, welche die Menschheit bewegen.
Die von Eschbach geschilderten Geschehnisse, hätten ihm im Mittelalter einen qualvollen Tod eingebracht.
Fazit:
Für mich ein wunderbar spannendes Buch, welches nicht nur im Bett gelesen wurde, sondern sogar den Klotest bestand. Das Buch kann man so schnell nicht aus der Hand legen, weil die Mischung aus rasanter Story, Spannung und durchdachten Denkanstößen, unwahrscheinlich passend ist und einen fesselnd zum weiterlesen auffordert.
Wer auf einen sehr guten Schreibstil steht und von einer etwas ungewöhnlichen Story angetan ist, sollte unbedingt zugreifen, so was liest man nicht jeden Tag.
Das Jesusvideo ist mit eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und ich lese viel.
Unbedingt lesen!
Der Autor Andreas Eschbach wurde in Ulm im Jahre des Herrn 1959 geboren und ist studierter Luft und Raumfahrttechniker.
Zunächst als Softwareentwickler und EDV- Berater arbeitend, ab 1996 als freier Schriftsteller arbeitend.
Bisher erschienen:
Die Haarteppichknüpferin
Das Jesusvideo
Quest ( gerade angefangen) super
Kellwitts Stern
Das Marsprojekt
Solarstation
Eine Billion Dollar
Bester Roman des Jahres 1998
Gewinner des Kurd-Laßwitz-Preises
Taschenbuchausgabe Bastei-Lübbe
ISBN 3-404-14294
Preis: 16,90 DM, zurzeit 8,45 Euro
651 Seiten
Viele Grüße vom beeindruckten Sandwarrior
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-28 19:19:59 mit dem Titel Unsterblich?
Quest!
Tausende von Planeten, unendlich Galaxien sind entdeckt. Man möchte meinen die Natur würde die verschiedensten Lebensformen hervorbringen.
Doch die größte Entdeckung war wohl, dass alles Leben auf dem niedrigsten Level miteinander verwandt ist.
Die Gesetze der Evolution gelten überall, aber sie reichen nicht die Verwandtschaft zu erklären.
Von Kometen und Magnetstürmen wird das Leben von Stern zu Stern getragen.
Das All ist voller Leben.
Doch wie hat alles angefangen?
Es geht die Sage von dem Planeten des Ursprungs, niemand hat ihn bisher gefunden, doch er wird in allen bekannten Kulturen erwähnt.
Man soll dort Unsterblichkeit erlangen, die ältesten Legenden behaupten man soll dort Gott begegnen.
Story: Hier betritt der legendäre Kommandant Eftalan Quest, einziger Überlebender der ersten Schlacht gegen die Invasoren des geheimnisvollen Sternenkaisers, die Bühne.
Mit seinem Sternenkreuzer MEGATAO macht er sich auf die Suche nach dem Planeten des Ursprungs.
Was will er dort?
Eine Waffe gegen den Sternenkaiser im Auftrag des herrschenden Pantapen, Hilfe weil er unheilbar krank ist oder Unsterblichkeit?
Um Informationen zu erhalten, schreckt er nicht davor zurück, den heiligen Tempel alles Wissens, das Pashkanarium zu überfallen.
Ein Sakrileg ohne gleichen.
Zum Übersetzen der der alten Schriften, kommt der Novize Bailan an Bord, eine der Hauptpersonen.
Auf dem Weg zu den geheimnisvollen Yorsen, wird der Hilferuf eines seit 400 Jahren treibenden Wracks aufgefangen.
Es gibt einen Überlebenden Smeeth, er birgt ein dunkles Geheimnis, wie konnte er 400 Jahre überleben.
Und Smeeth ist anders, er ist noch ein alter Republikaner und hat keinerlei Achtung vor der Aristrokatischen Hierarchie.
Eine Atemberaubende Reise voller Gefahren beginnt und davon erzählt das Buch.
Wird es ihnen gelingen, den Planeten des Ursprungs zu finden?
Werden die Invasoren gestoppt werden?
Werden die Yorsen eine Antwort wissen und wann ja werden sie auch preisgeben?
Beurteilung:
Das Buch bietet solide SF, man merkt dem Autor die wissenschaftliche Ausbildung an.
Wer das Jesusvideo gelesen hat und hier etwas ähnliches erwartet, ist vielleicht ein wenig enttäuscht, denn das Buch ist völlig anders geschrieben.
Die Darstellung der Charaktere ist gelungen und man kann sich gut in die Story einlesen.
Der Schreibstil ist flüssig und spannend, es gibt unerwartete Wendungen.
Thomas Eschbach versteht es die Spannungen, welche sich aus den sozialen Unterschieden und der feudalistischen Gesellschaftsordnung entstehen, gut rüberzubringen und anzuprangern.
Gerade die sozialkritischen Überlegungen, gepaart mit einer guten SF-Story machen das Buch lesenswert.
Die Betrachtungen zur Unsterblichkeit und die Darstellung der Gefahren und Leiden die sich daraus ergeben, sind überzeugend.
Das Buch lebt auch sehr von den sozialen Spannungen, welche sich aus der Hierarchie von Edlen und Niederen, welche nur eine Nummer haben und alle niederen Arbeiten ausführen müssen, entstehen.
An 1004 einer Tiganerin, welche wegen ihrer kostbaren farbigen Haut gejagt werden, wird anschaulich die verwerfliche Herrschaftsordnung dargestellt.
Ich fand das Buch ausgesprochen gut, es wird nicht zu sehr auf Action gesetzt, sondern es bietet eine durchdachte, spannende Story.
Aufgelockert wird das Buch durch etliche farbige Illustrationen von Thomas Thiemeyer, welcher auch das Umschlagbild entworfen hat.
Persönliche Einschätzung:
Nachdem ich vom \"Jesusvideo\" begeistert war, habe ich mir noch \" Quest\" zugelegt und obwohl der Schreibstil anders ist, wurde ich nicht enttäuscht.
Irgendwie gefällt mir der Stil des Autors und ich werde mir bestimmt seine anderen Werke auch noch kaufen.
Eschbach schafft in \"Quest\" eine schlüssige SF-Welt die noch ausgebaut werden kann.
Als eingefleischtem Fantasy und SF-Fan, fällt es mir natürlich nicht schwer mich in die Gedankengänge des Autors zu versetzen.
Seine Betrachtungen zur Entwicklung der Menschheit sind für mich sehr überzeugend.
Langsam keimt bei mir die Überzeugung, das Thomas Eschbach einer der besten deutschen SF-Schriftsteller ist und ich noch viele entspannte Lesestunden mit seinen Werken haben werde.
Der stete Spannungsaufbau zwingt einen ständig weiterzulesen, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
Das Buch an sich, zerfledert aber schnell beim lesen.
Ich rate SF-Fans zum Kauf, wobei 12 Euro ganz schön happig sind.
Der Schluss regt zwar zum Nachdenken an, aber es bleiben mir persönlich zu viele Fragen offen.
Hätte da Ende es ersten Teils gestanden, wäre ich noch zufrieden gewesen, aber so entsteht der Eindruck, der Leser soll sich selbst seine Gedanken machen.
Ein durchnittliches SF-Buch, ich vergebe mal 3 Sterne.
Der Autor Andreas Eschbach wurde in Ulm im Jahre des Herrn 1959 geboren und ist studierter Luft und Raumfahrttechniker.
Zunächst als Softwareentwickler und EDV- Berater arbeitend, ab 1996 als freier Schriftsteller arbeitend.
Bisher erschienen:
Die Haarteppichknüpferin
Das Jesusvideo
Quest
Kellwitts Stern
Das Marsprojekt
Solarstation
Eine Billion Dollar
Erschienen im Heyne Verlag Band 06/8300 im Jahre des Herrn 2001
ISBN 3-453-18773-3
Zum Preis von 12 Euro was in der älteren DM Währung 23,47 entspricht.
Viele Grüße euer Sandwarrior
PS: Dieser Beitrag ist dem weltberühmten Karl Napf gewidmet, dem Weltmeister im Warpkernspucken.
Gehört hat bestimmt schon jeder davon und es stand bei mir auch schon eine Weile im Schrank. Da ich kürzlich einen Bericht darüber gelesen habe und das Buch sehr gelobt wurde, ist in dem ungelesen Meter Bücher an erste Stelle gerückt.
„Das Jesusvideo“
von Andreas Eschbach
Zur Story:
Es fängt an bei einer archäologischen Ausgrabung in Israel, in einem 2000 Jahre altem Grab wird bei einer Leiche die Beschreibung, eines Camcorders von Sony gefunden, in einem Plastikbeutel.
Da der Held der Geschichte Stephen Foxx, an eine Verschaukelung seiner Grabungshelfer glaubt öffnet er den Beutel.
Nur ist die Erdschicht darüber unbeschädigt ist, eine Sensation.
Das ruft sofort John Kaun auf die Bildfläche, einem Medienmogul, welcher die Grabung finanziert und sich schon ausmalt, ein Video von Jesus zu finden und die katholische Kirche um irrsinnige Summen zu bringen, welches seine maroden Medienkonzern aus finanziellen Nöten helfen würde.
Kaun ist ziemlich brutal in seinem Vorgehen und stellt sich ein Expertenteam zusammen um nichts auszulassen, was ihm hilft, das Video zu finden.
Irrwitzige Szenen werden durchdacht und wieder verworfen.
War es ein Zeitreisender, welcher die Kamera vor 2000 Jahren versteckte, konnte er nicht zurück und warum? Aber wo konnte er die Kamera nur versteckt haben?
Das fragt sich auch Stephen, der in dem Beutel noch ein paar zusammengeknüllte Zettel gefunden hat und es niemanden sagte.
Zusammen mit seiner angebeteten Judith ( welcher er hofft, bald mal ins Bett zu bekommen) und ihrem Bruder Yehoshuah Menez, welcher Archäologe in Israel ist, entziffern sie heimlich die Zettel, noch nicht ahnend das ihnen schon Ryan ( Kauns Geheimdienstchef) auf den Fersen ist.
Die spannende Jagd beginnt.
Mehr verrate ich nicht, da das Buch unbedingt gelesen werden sollte.
Beurteilung:
Hätte ich gewusst wie spannend das Buch ist, hätte ich es schon eher gelesen, aber wie das so ist, ständig wird etwas vorgezogen.
Spannung durchzieht das ganze Werk, ständig passieren nicht vorhersehbare Dinge, welche ständig neue Sichtweisen ergeben.
Bei genauerem lesen, entpuppen sich die Denkweisen des Autors als grandios und werden bei gläubigen Menschen bestimmt als Blasphemie verschrien.
Die Offenlegung der Schwächen aller Religionen ist für mich sehr gelungen, weil Eschenbach hier den Finger in offene Wunden legt und einige Scheinheiligkeiten anprangert.
Die Schilderung der Charaktere ist durchweg gelungen und die Schreibweise ist sehr flüssig.
Durch den Sprung zwischen den einzelnen Schauplätzen wird die Story nicht zerrissen, sondern setzt die Handlung schlüssig fort.
Die Seitenhiebe auf Inquisition, Medienrummel und Heucheleien sind grandios.
Auf dem Klappentext steht als Buchbeschreibung Thriller, ich würde aber sagen untertrieben.
Eher eine Mischung aus kriminalistischer SF mit geschichtlichem Anhauch und einem Tuck Agentenflair.
Das Buch, wurde als bestes Buch 1998 ausgezeichnet, meiner Meinung nach zurecht.
Gläubigen Menschen, muss ich von diesem Buch abraten, es würde allzu sehr an ihrem Glauben kratzen.
Der Schluss ist noch mal sehr überraschend und bringt pure Spannung hervor.
Das Buch ist eigentlich sehr brisant und bringt schlüssige Antworten auf Fragen, welche die Menschheit bewegen.
Die von Eschbach geschilderten Geschehnisse, hätten ihm im Mittelalter einen qualvollen Tod eingebracht.
Fazit:
Für mich ein wunderbar spannendes Buch, welches nicht nur im Bett gelesen wurde, sondern sogar den Klotest bestand. Das Buch kann man so schnell nicht aus der Hand legen, weil die Mischung aus rasanter Story, Spannung und durchdachten Denkanstößen, unwahrscheinlich passend ist und einen fesselnd zum weiterlesen auffordert.
Wer auf einen sehr guten Schreibstil steht und von einer etwas ungewöhnlichen Story angetan ist, sollte unbedingt zugreifen, so was liest man nicht jeden Tag.
Das Jesusvideo ist mit eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und ich lese viel.
Unbedingt lesen!
Der Autor Andreas Eschbach wurde in Ulm im Jahre des Herrn 1959 geboren und ist studierter Luft und Raumfahrttechniker.
Zunächst als Softwareentwickler und EDV- Berater arbeitend, ab 1996 als freier Schriftsteller arbeitend.
Bisher erschienen:
Die Haarteppichknüpferin
Das Jesusvideo
Quest ( gerade angefangen) super
Kellwitts Stern
Das Marsprojekt
Solarstation
Eine Billion Dollar
Bester Roman des Jahres 1998
Gewinner des Kurd-Laßwitz-Preises
Taschenbuchausgabe Bastei-Lübbe
ISBN 3-404-14294
Preis: 16,90 DM, zurzeit 8,45 Euro
651 Seiten
Viele Grüße vom beeindruckten Sandwarrior
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-28 19:19:59 mit dem Titel Unsterblich?
Quest!
Tausende von Planeten, unendlich Galaxien sind entdeckt. Man möchte meinen die Natur würde die verschiedensten Lebensformen hervorbringen.
Doch die größte Entdeckung war wohl, dass alles Leben auf dem niedrigsten Level miteinander verwandt ist.
Die Gesetze der Evolution gelten überall, aber sie reichen nicht die Verwandtschaft zu erklären.
Von Kometen und Magnetstürmen wird das Leben von Stern zu Stern getragen.
Das All ist voller Leben.
Doch wie hat alles angefangen?
Es geht die Sage von dem Planeten des Ursprungs, niemand hat ihn bisher gefunden, doch er wird in allen bekannten Kulturen erwähnt.
Man soll dort Unsterblichkeit erlangen, die ältesten Legenden behaupten man soll dort Gott begegnen.
Story: Hier betritt der legendäre Kommandant Eftalan Quest, einziger Überlebender der ersten Schlacht gegen die Invasoren des geheimnisvollen Sternenkaisers, die Bühne.
Mit seinem Sternenkreuzer MEGATAO macht er sich auf die Suche nach dem Planeten des Ursprungs.
Was will er dort?
Eine Waffe gegen den Sternenkaiser im Auftrag des herrschenden Pantapen, Hilfe weil er unheilbar krank ist oder Unsterblichkeit?
Um Informationen zu erhalten, schreckt er nicht davor zurück, den heiligen Tempel alles Wissens, das Pashkanarium zu überfallen.
Ein Sakrileg ohne gleichen.
Zum Übersetzen der der alten Schriften, kommt der Novize Bailan an Bord, eine der Hauptpersonen.
Auf dem Weg zu den geheimnisvollen Yorsen, wird der Hilferuf eines seit 400 Jahren treibenden Wracks aufgefangen.
Es gibt einen Überlebenden Smeeth, er birgt ein dunkles Geheimnis, wie konnte er 400 Jahre überleben.
Und Smeeth ist anders, er ist noch ein alter Republikaner und hat keinerlei Achtung vor der Aristrokatischen Hierarchie.
Eine Atemberaubende Reise voller Gefahren beginnt und davon erzählt das Buch.
Wird es ihnen gelingen, den Planeten des Ursprungs zu finden?
Werden die Invasoren gestoppt werden?
Werden die Yorsen eine Antwort wissen und wann ja werden sie auch preisgeben?
Beurteilung:
Das Buch bietet solide SF, man merkt dem Autor die wissenschaftliche Ausbildung an.
Wer das Jesusvideo gelesen hat und hier etwas ähnliches erwartet, ist vielleicht ein wenig enttäuscht, denn das Buch ist völlig anders geschrieben.
Die Darstellung der Charaktere ist gelungen und man kann sich gut in die Story einlesen.
Der Schreibstil ist flüssig und spannend, es gibt unerwartete Wendungen.
Thomas Eschbach versteht es die Spannungen, welche sich aus den sozialen Unterschieden und der feudalistischen Gesellschaftsordnung entstehen, gut rüberzubringen und anzuprangern.
Gerade die sozialkritischen Überlegungen, gepaart mit einer guten SF-Story machen das Buch lesenswert.
Die Betrachtungen zur Unsterblichkeit und die Darstellung der Gefahren und Leiden die sich daraus ergeben, sind überzeugend.
Das Buch lebt auch sehr von den sozialen Spannungen, welche sich aus der Hierarchie von Edlen und Niederen, welche nur eine Nummer haben und alle niederen Arbeiten ausführen müssen, entstehen.
An 1004 einer Tiganerin, welche wegen ihrer kostbaren farbigen Haut gejagt werden, wird anschaulich die verwerfliche Herrschaftsordnung dargestellt.
Ich fand das Buch ausgesprochen gut, es wird nicht zu sehr auf Action gesetzt, sondern es bietet eine durchdachte, spannende Story.
Aufgelockert wird das Buch durch etliche farbige Illustrationen von Thomas Thiemeyer, welcher auch das Umschlagbild entworfen hat.
Persönliche Einschätzung:
Nachdem ich vom \"Jesusvideo\" begeistert war, habe ich mir noch \" Quest\" zugelegt und obwohl der Schreibstil anders ist, wurde ich nicht enttäuscht.
Irgendwie gefällt mir der Stil des Autors und ich werde mir bestimmt seine anderen Werke auch noch kaufen.
Eschbach schafft in \"Quest\" eine schlüssige SF-Welt die noch ausgebaut werden kann.
Als eingefleischtem Fantasy und SF-Fan, fällt es mir natürlich nicht schwer mich in die Gedankengänge des Autors zu versetzen.
Seine Betrachtungen zur Entwicklung der Menschheit sind für mich sehr überzeugend.
Langsam keimt bei mir die Überzeugung, das Thomas Eschbach einer der besten deutschen SF-Schriftsteller ist und ich noch viele entspannte Lesestunden mit seinen Werken haben werde.
Der stete Spannungsaufbau zwingt einen ständig weiterzulesen, weil man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
Das Buch an sich, zerfledert aber schnell beim lesen.
Ich rate SF-Fans zum Kauf, wobei 12 Euro ganz schön happig sind.
Der Schluss regt zwar zum Nachdenken an, aber es bleiben mir persönlich zu viele Fragen offen.
Hätte da Ende es ersten Teils gestanden, wäre ich noch zufrieden gewesen, aber so entsteht der Eindruck, der Leser soll sich selbst seine Gedanken machen.
Ein durchnittliches SF-Buch, ich vergebe mal 3 Sterne.
Der Autor Andreas Eschbach wurde in Ulm im Jahre des Herrn 1959 geboren und ist studierter Luft und Raumfahrttechniker.
Zunächst als Softwareentwickler und EDV- Berater arbeitend, ab 1996 als freier Schriftsteller arbeitend.
Bisher erschienen:
Die Haarteppichknüpferin
Das Jesusvideo
Quest
Kellwitts Stern
Das Marsprojekt
Solarstation
Eine Billion Dollar
Erschienen im Heyne Verlag Band 06/8300 im Jahre des Herrn 2001
ISBN 3-453-18773-3
Zum Preis von 12 Euro was in der älteren DM Währung 23,47 entspricht.
Viele Grüße euer Sandwarrior
PS: Dieser Beitrag ist dem weltberühmten Karl Napf gewidmet, dem Weltmeister im Warpkernspucken.
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