Erfahrungsbericht von Andibaer
Eco, Umberto´s Baudolino
Pro:
geschichtlicher Hintergrund
Kontra:
schweift ab
Empfehlung:
Nein
Normalerweise liebe ich Romane mit geschichtlichem Hintergrund. Eine fiktive Handlung wird in tatsächliche geschichtliche Abläufe hineingewoben und ergibt in den meisten Fällen einen megaspannenden Roman, bei dem man die Seiten praktisch überfliegt und wobei man liest, bis einem die Augen zufallen.
So geschehen zum Beispiel bei Umberto Eco´s Roman -Name der Rose-, ein Roman , spannend bis zur letzten Seite. Ich hatte das Buch in wenigen Tagen ausgelesen und musste ziemlich viel Schlaf nachholen.
Also dachte ich, als ich von Umberto Eco´s neustem Werk -Baudolino- erfuhr, das muß ich sofort kaufen. damals noch in DM kostete das 597 Seiten umfassende Werk immerhin fast 50 DM, also schon eine schöne Ausgabe, aber für einen tollen Roman geb ich das gern aus.
Die Story ist folgende: Die Handlung spielt im 12. Jahrhundert zu Zeiten eines deutschen Kaisers Friedrich Barbarossa, der ja bekanntlich in ständigem Händel und Krieg mit den oberitalienischen Städten wie zum Beispiel Mailand lag. Baudolino, ein norditalienischer Bauernsohn, Tunichtgut und Lügenmärchenerzähler lernt den Kaiser kennen, der sich gerade in einer misslichen Situation befindet und hilft ihm daraus.
Zum Dank dafür wird er vom Kaiser adoptiert und wird Wegbegleiter und Berater desselben. Er darf in Paris studieren und begleitet schliesslich den Kaiser auf dessen Kreuzzug nach Jerusalem. Dort kommen sie aber nicht an, weil der Kaiser beim Schwimmen in einem Fluß in Vorderasien ertrinkt, obwohl er ein Meisterschwimmer ist. Baudolino glaubt an ein Mordkomplott und tötet den Mörder.
Soweit, so gut, die Geschichte um die norditalienischen Verhältnisse zwischen Kaiser und den dortigen Städten wird interessant beleuchtet und objektiv erzählt. Bis hin zum Kreugzug wird auch die Spannung aufrecht erhalten.
Doch dann plötzlich schweift der Autor ab, lässt Baudolino mit Freunden nach Osten reisen ins Reich des sagenumwobenen Priesterkönigs Johannes, der irgendwo im Osten ein Königreich errichtet haben soll, wo Milch und Honig fliesst.
Auf einmal drifftet der Autor ins Mystische und Märchenhafte ab, lässte Baudolino samt Begleitung Fabelwesen und Monster treffen und bekämpfen, alles wird so abstrakt, daß man sich wie in einem Sience Fiktion Roman vorkommt. Was der Autor mit diese 180 Grad Wendung bezweckt, verschliesst sich mir. Mein Interesse an diesem Roman hat schlagartig nachgelassen und ich lese nur noch gelegentlich darin, um fertig zu werden.
Schade, den Mystik ist nicht so mein Ding und 50 DM hätt ich auch nicht dafür ausgegeben. Aber was soll´s.
Zu Umberto Eco, 1932 in Alessandria geboren, ist Professor für Semiotik in Bolognia an der dortigen Universität. Er hat schon viele Bücher geschrieben und seine Werke erscheinen im Hanser Verlag.
So geschehen zum Beispiel bei Umberto Eco´s Roman -Name der Rose-, ein Roman , spannend bis zur letzten Seite. Ich hatte das Buch in wenigen Tagen ausgelesen und musste ziemlich viel Schlaf nachholen.
Also dachte ich, als ich von Umberto Eco´s neustem Werk -Baudolino- erfuhr, das muß ich sofort kaufen. damals noch in DM kostete das 597 Seiten umfassende Werk immerhin fast 50 DM, also schon eine schöne Ausgabe, aber für einen tollen Roman geb ich das gern aus.
Die Story ist folgende: Die Handlung spielt im 12. Jahrhundert zu Zeiten eines deutschen Kaisers Friedrich Barbarossa, der ja bekanntlich in ständigem Händel und Krieg mit den oberitalienischen Städten wie zum Beispiel Mailand lag. Baudolino, ein norditalienischer Bauernsohn, Tunichtgut und Lügenmärchenerzähler lernt den Kaiser kennen, der sich gerade in einer misslichen Situation befindet und hilft ihm daraus.
Zum Dank dafür wird er vom Kaiser adoptiert und wird Wegbegleiter und Berater desselben. Er darf in Paris studieren und begleitet schliesslich den Kaiser auf dessen Kreuzzug nach Jerusalem. Dort kommen sie aber nicht an, weil der Kaiser beim Schwimmen in einem Fluß in Vorderasien ertrinkt, obwohl er ein Meisterschwimmer ist. Baudolino glaubt an ein Mordkomplott und tötet den Mörder.
Soweit, so gut, die Geschichte um die norditalienischen Verhältnisse zwischen Kaiser und den dortigen Städten wird interessant beleuchtet und objektiv erzählt. Bis hin zum Kreugzug wird auch die Spannung aufrecht erhalten.
Doch dann plötzlich schweift der Autor ab, lässt Baudolino mit Freunden nach Osten reisen ins Reich des sagenumwobenen Priesterkönigs Johannes, der irgendwo im Osten ein Königreich errichtet haben soll, wo Milch und Honig fliesst.
Auf einmal drifftet der Autor ins Mystische und Märchenhafte ab, lässte Baudolino samt Begleitung Fabelwesen und Monster treffen und bekämpfen, alles wird so abstrakt, daß man sich wie in einem Sience Fiktion Roman vorkommt. Was der Autor mit diese 180 Grad Wendung bezweckt, verschliesst sich mir. Mein Interesse an diesem Roman hat schlagartig nachgelassen und ich lese nur noch gelegentlich darin, um fertig zu werden.
Schade, den Mystik ist nicht so mein Ding und 50 DM hätt ich auch nicht dafür ausgegeben. Aber was soll´s.
Zu Umberto Eco, 1932 in Alessandria geboren, ist Professor für Semiotik in Bolognia an der dortigen Universität. Er hat schon viele Bücher geschrieben und seine Werke erscheinen im Hanser Verlag.
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