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Erfahrungsbericht von trenker26

Der Hitler Afrikas

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort
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Diesmal schreibe ich einen Bericht über die andere Seite Afrikas. Bisher habe ich über mein schönes Kenia und meinen schönen Erlebnissen von dort erzählt. Heute geht es um das andere, um das traurige, arme und vom Bürgerkrieg in den 70ern heimgesuchte Uganda. Ich habe dazu ein Buch gelesen, das ich euch nun etwas vorstellen will.
Es handelt sich hier um das Buch \"Abessenische Chronik! von Moses Isegawa.

Geschichtliches
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Diese Informationen habe ich von der Internetseite „uganda-team.de“ übernommen.

Idi Amin wurde 1925 in Koboko in Nordwestuganda geboren. 1946 trat Idi amin in die britische Kolonialarmee ein und wurde der erste farbige Offizier Ugandas. Nach der Unabhängigkeit Ugandas 1962 stieg er als Parteigänger von Präsident Milton Obote innerhalb der ugandischen Armee rasch zum Oberbefehlshaber der Armee auf

Am 25. Januar 1971 nutzte Amin eine Auslandsreise Obotes zu einen unblutigen Militärputsch und übernahm selbst die Macht. Als Staatspräsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte verbot Idi Amin jede politische Betätigung.

Der Sturz Obotes wurde anfangs in Uganda und im westlichen Ausland begrüßt. Vom Ausland unbeachtet kam es zu ersten Massakern an Lango-, Acholi-, und Karamjong – Soldaten. Erst als amin 1972 circa 50.000 Asiaten ugandischer Staatsbürgerschaft enteignete und des Landes verwies, verschlechterten sich die Beziehungen zum Ausland. Die darauffolgenden Boykottmaßnahmen bewirkten den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes.

1975 wurde Idi Amin Präsident der Organisation für Afrikanische Einheit ( OAU ). Er ernannte sich 1976 zum ugandischen Präsidenten auf Lebenszeit. Zwei Jahre später brach er mit der OAU, die Konflikte mit den Nachbarstaaten, besonders mit Tansania, verstärkten sich. Seine diktatorische Willkürherrschaft drängte Uganda in die völlige Isolation.

Ende der 70er Jahre war Uganda im Chaos versunken. Unter seinen Terrorregieme fielen wahrscheinlich bis zu 300.000 Ugander zum Opfer und viele flohen ins Ausland. 1979, nach Zwischenfällen an der ugandisch – tansanischen Grenze, maschierten tansanische Truppen zusammen mit der exilugandischen UNLA ( Uganda Liberation Army ) in Uganda ein und besetzten innerhalb weniger Monate den größten Teil Ugandas. Kampala fiel kampflos am 10. April 1979. Amin floh nach Libyen und ging später ins Exil nach Saudi – Arabien.

Das Buch – Die Story
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In der Zeit der Schreckensherrschaft des Idi Amin spielt ein großer Teil des Buches. Da dieses Buch 600 Seiten hat, ist es recht schwierig, die Story in wenigen Worten zusammen zu fassen. Ich habe mir deshalb die Internetseite „br-online.de“ zu Hilfe genommen. Die Zusammenfassung der Story ist also mit dieser Seite und meinen eigenen Worten gemischt.

Muzegi lebt mit seiner Oma in einen Dorf in der Nähe von Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Er wurde von seinen Eltern dort zurückgelassen, als sie zusammen mit seinen Geschwistern nach Kampala zogen. In diesen Dorf erlebt der kleine Muzegi die glücklichste Zeit seines Lebens. Doch an jenen 25. Januar 1971 ist auf einen Schlag alles vorbei. Idi Amin übernimmt die Macht und in den Dörfern wird gefeiert. Doch in der gleichen Nacht wird das Haus von Muzegis Oma angezündet und sie kommt in den Flammen um.

Von nun an lebt er bei seinen Eltern in Kampala und erlebt die Hölle. Für alles mögliche wird er zum Sündenbock abgestempelt und wird behandelt wie ein Sklave. Täglich wird er ausgepeitscht und geprügelt. Eines Tages setzt er sich zur Wehr und wird dafür von seinen Vater Halb tot geschlagen. Als Strafe wird er in ein Priesterseminar geschickt. Das gefällt Muzegi gar nicht, denn schließlich will er Anwalt werden. Doch er akzeptiert es und sieht das ganze als eine Art Umweg in seinen Leben.

Inzwischen kommt es zum Bürgerkrieg im Lande. Muzegis Eltern sahen diesen Krieg kommen und kauften sich von Schwarzgeld ein Grundstück außerhalb Kampalas. Dort bauten sie ein Haus und lebten dort fern von der Gewalt der Stadt. Doch Muzegi bleibt zurück in Kampala und überlebt mit viel Glück die letzten Tage vor dem 10. April 1979, dem Fall Idi Amins. Bomben fallen auf Kampala doch Muzegi bleibt heil. Doch in den Wirren dieser Tage wird sein Großvater vermißt. Er findet ihn schließlich unter den vielen Leichen, die einfach auf den Straßen Kampalas herumliegen.

Wer jetzt gedacht hat, daß friedliche Zeiten anbrechen, der irrte sich gewaltig. Milton Obote, der Vorgänger Idi Amins, kehrt in das Land zurück und wird erneut Präsident. Uganda ist geprägt von Chaos, Hunger und Krieg.

Muzegi verdient sich sein Geld inzwischen als Lehrer. Da man aber in diesen Job in Krisenzeiten nicht überleben kann, hat er einen „Nebenjob“ als Schnapsbrenner. Doch lange hat er damit auch kein Glück, diese Brennerei fliegt eines Tages in die Luft.

Die zweite Herrschaft von Milton Obote wird 1986 gestürzt. Muzegi trifft einen alten Schulfreund wieder, der sich inzwischen bei der Armee etwas hochgearbeitet hat. Der überredet ihn, zusammen mit ihm für den Geheimdienst der neuen Rebellenregierung zu arbeiten. Sein Leben ist von nun an sehr gefährlich und durch Korruption verdient er eine Menge Geld. Dadurch kann er schnell wieder aussteigen.

Irgendwie zu plötzlich endet hier die Geschichte. Muzegi verläßt Uganda und lebt von nun an in Holland. Hier erlebt er noch ein paar Kleinigkeiten und durch die Zahlung von einiges An Schmiergeld erhält er die britische Staatsbürgerschaft. Hier endet die Geschichte.

Das Buch – Der Autor
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Moses Isegawa wurde 1963 in Kaweme, Uganda geboren. Er besuchte ein Seminar für katholische Priester und war danach vier Jahre Geschichtslehrer. 1990 übersiedelte er nach Amsterdam, wo er heute lebt. Die „Abessinische Chronik“ wurde in den Niederlanden zu einen sensationellen Erfolg. Außer diesen Roman gibt es noch das Buch „Die Schlangengrube“ von diesen Autor. ( Quelle: perlentaucher.de)

Das Buch – Allgemeines
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Ich habe das Buch bei amazon.de für 10 Euro gebraucht gekauft. Neu liegt der Preis so bei 30 Euro. Das Buch hat etwas mehr als 600 Seiten und ist in einen roten Umschlag gebunden. Oben ist der Name des Autors zu finden, in der Mitte eine Zeichnung von einen Krokodil und unten schließlich der Name des Buches.

Meine Geschichte zum Buch
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Bei meinen letzten Urlaub in Nairobi legten wir einmal einen Videoabend zu Hause ein. Wir gingen in eine Videotheke und liehen und den Film „The Rise and Fall des Idi Amin“ aus. Bis dato habe ich noch nie etwas über diesen Mann gehört, um so mehr war ich geschockt, als ich den Film sah. Für mich war es nach „Schindlers Liste“ einer der grausamsten und abartigsten Filme die ich je gesehen habe. Menschen wurden kaltblütig ermordet oder hingerichtet und das wird in diesen Film schon fast zu genau gezeigt. In einer Szene sitzt Idi Amin im Palast, als ein Diener kommt und sagt, daß westliche Zeitungen ihn mit Hitler vergleichen. Amin meint dazu, daß das gut sei, denn Hitler war ein toller Mann.

Wieder zurück in Deutschland wollte ich diesen Film unbedingt in der deutschen Fassung sehen. Leider gelang es mir nicht, ihn auf zu treiben, aber immerhin konnte ich den Namen ausfindig machen: „Idi Amin – Der Schlächter“. Das sagt eigentlich alles.

Durch Zufall bin ich dann auf dieses Buch gestoßen, das ich dann ohne groß zu überlegen gekauft habe. Mit all diesen Wissen im Hintergrund bin ich dann voller Spannung an das Buch herangegangen und wurde fast nicht enttäuscht.

Meine Meinung zum Buch
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Also, das Buch schildert zum Teil schon sehr genau, wie es in einen Bürgerkrieg so zugeht. Da liegen die Leichen mit abgerissenen Gliedmaßen auf den Straßen herum, Leute werden öffentlich hingerichtet.

Ich finde die Geschichte recht spannend erzählt, auch wenn sie hin und wieder etwas langweilig ist. So zieht sich das erste Kapitel unheimlich in die Länge, da im Buch so viele Personen rund um Muzegi vorkommen, daß man aufpassen muß, um nicht den Überblick zu verlieren. Jede einzelne Person wird ziemlich genau beschrieben. Das Buch ist aber im allgemeinen doch sehr abwechslungsreich, mal lustig, mal traurig und todernst und eben auch stellenweise etwas langweilig.

Lustig ist zum Beispiel die Szene, als die Hochzeitsnacht seiner Eltern beschrieben wird. Ich habe mich echt kaputtgelacht, was da so abging! *gg* Ernsthaft wird es, als er das von Armut, Hunger und Krieg geprägte Uganda beschreibt. Da empfindet man wirklich nur noch Mitleid, da es sich ja um eine wahre Geschichte handelt.
Gegen Ende des Buches findet sich der traurigste Abschnitt. Die Art und Weise wie Muzegis Eltern ums leben kommen, ist schon grauenhaft. So etwas wünsche ich wirklich keinen.

Trotz der Länge des Buches von etwas mehr als 600 Seiten kommt das Ende der Geschichte doch etwas zu plötzlich. Mit wenigen Worten wird erklärt, daß Muzegi nun Uganda verlassen wird und schon sitzt er im Flieger nach Holland. Dort erlebt er noch einige Dinge und mittendrin ist die Geschichte zu Ende. Man erfährt eigentlich nicht so genau, ob er in Holland nun glücklich ist oder nicht. Das finde ich etwas Schade.

Fazit
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Was mir hier zu sagen bleibt, ist die Tatsache, daß es sich hier um ein durchaus empfehlenswertes Buch handelt. Da es um ein trauriges Kapitel der Menschheit handelt, ist es eigentlich schon ein Muß darüber Bescheid zu wissen.

Das Buch hat zwar einige Schwächen, über die man aber hinwegsehen kann. Schließlich handelt es sich um das erste Buch dieses Autors. Deshalb spreche ich hier ganz klar eine Kaufempfehlung aus.

Schlußwort
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Dies war mein erster Bericht über ein Buch. Ich hoffe, ich konnte euch trotzdem einen kleinen Überblick über dieses Buch verschaffen und bin auf eure Kommentare gespannt.


Mit freundlichen Grüßen Werner


„Wir haben Dostojoweski gelesen, wir haben gesehen, was Garcia Marquez für die südamerikanische und Salman Rushdie für die indische Literatur bewirkt haben – jetzt wollen wir in Afrika das gleiche tun. Zum erstenmal haben wir ein eigenes Gesicht“ ( Moses Isegawa )

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