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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von mima007
John Irving: *Garp...*: Skurril, irrwitzig, couragiert - eben Garp!
Pro:
tolle Geschichte, hervorragend & unterhaltsam gelesen; vergleichsweise niedriger Preis
Kontra:
sehr umfangreich
Empfehlung:
Nein
Dieses Hörbuch ist eine limitierte Sonderausgabe zum 60. Geburtstag des Autors John Irving. Dass Rufus Beck das gesamte Buch ungekürzt liest, ist der Hammer. Man erwartet einen Ohrenschmaus - und wird nicht enttäuscht. Damit kann man locker die \"stille Jahreszeit\" gut unterhalten überstehen.
Der Autor
John Irving, 1942 in New Hampshire geboren, gelang 1978 mit seinem Roman \"Garp und wie er die Welt sah\" der große literarische Durchbruch. Bekannt wurde v.a. die gelungene Verfilmung mit Robin Williams in der Titelrolle. Im Jahr 2001 veröffentlichte er seinen zehnten Roman \"Die vierte Hand\". Irving lebte heute mit seiner Frau und seinen drei Söhnen abwechselnd in Neuengland und Kanada.
Der Sprecher
Rufus Beck, geboren 1957, spielte im Ensemble und als gast auf deutschsprachigen Bühnen, wurde durch Sönke Wortmanns Film \"Der bewegte Mann\" populär und gilt seit seinen einmaligen Interpretationen aller vier Harry-Potter-Romane als einer der besten, engagiertesten Hörbuchsprecher (\"-leser\" kann man wohl nicht mehr sagen).
Das Hörbuch
Ungekürzte Hörfassung vom Juli 2002: 1375 Minuten auf 19 CDs beziehungsweise 15 MCs.
Handlung
Dies ist eine Biografie. Und wie es sich für die Beschreibung eines Lebens gehört, beginnt sie am Anfang. Nur dass dieser Anfang nicht bei der Geburt einsetzt, sondern bereits bei der Zeugung. Wie dazu überhaupt, dass Mami und Papi sich sozusagen kennenlernen - denn Papi, ein abgeschossener Bomberpilot, erkennt Mami aufgrund einer Gehirnverletzung gar nicht - ist schon eines der kuriosesten Geschehnisse des an Kuriosem gewiss nicht armen Romans.
Der Junge Garp - er wurde so nach der einzigen Lautäußerung benannt, deren sein armer Papi fähig war - ist absurd, komisch, eigensinnig wie seine unkonventionelle Mutter und ein obendrein ein geborener geschichtenerzähler. Er träumt von einer Karriere als Schriftsteller. Und er wird es auch, entgegen allen Widerständen.
Seine Welt ist bevölkert von Lehrern und Huren, Spießern und Randexistenzen, Verlagslektoren und Mördern, Transsexuellen, Sittenstrolchen und wahnsinnigen Feministinnen. Von der geschichte, als in seinem Haus ein Flugzeug einschlägt, ganz zu schweigen.
Mein Eindruck
Der Hörer erlebt Kurioses. Dieses Wort ist eng verwandt mit dem Begriff \"neugier\". Und es ist die Neugierde auf weitere aufregende und sonderbare Gestalten und Begebnisse, die den Hörer dazu bringen, überhaupt die ganzen 1375 Minuten des Hörbuchs durchzustehen. Das sind immerhin 23 Stunden.
Die erzählten Erlebnisse sind ebenso tränentreibend wie kühl und sachlich erzählt, so wirklich und genau, dass man einfach begeistert ist. Irvings Geschichte von Garp zeichnet sich sich durch stilistische Virtuosität, groteske Eskapaden à la Barock, die für Irving typische Mischung aus Realismus und Absurdität aus. Hinzu kommt die kongeniale Interpretationsweise von Rufus Beck, der quasi in mehreren Zungen spricht. Nur wenn in der Geschichte zuviel zu lange erklärt wird, kann sich eine gewisse Überreiztheit beim Hörer einstellen, Dann heißt es: Pause machen!
Unterm Strich
Ist \"Garp\" an und für sich bereits ein Erlebnis der besonderen Art, so steigert sich das Vergnügen an der unterhaltsamen, skurrilen Geschichte noch in Rufus Becks überzeugender Interpretation. Aber wie gesagt: öfters mal eine Pause einlegen! 23 Stunden sind kein Pappenstiel.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Garp, 1972; Heyne 7/2002, München; Juli 2002: 1375 Minuten auf 19 CDs bzw. 15 MCs, ISBN 3-453-21441-2, zunächst EU 50,00, später 89,00; limitierte Auflage!
Der Autor
John Irving, 1942 in New Hampshire geboren, gelang 1978 mit seinem Roman \"Garp und wie er die Welt sah\" der große literarische Durchbruch. Bekannt wurde v.a. die gelungene Verfilmung mit Robin Williams in der Titelrolle. Im Jahr 2001 veröffentlichte er seinen zehnten Roman \"Die vierte Hand\". Irving lebte heute mit seiner Frau und seinen drei Söhnen abwechselnd in Neuengland und Kanada.
Der Sprecher
Rufus Beck, geboren 1957, spielte im Ensemble und als gast auf deutschsprachigen Bühnen, wurde durch Sönke Wortmanns Film \"Der bewegte Mann\" populär und gilt seit seinen einmaligen Interpretationen aller vier Harry-Potter-Romane als einer der besten, engagiertesten Hörbuchsprecher (\"-leser\" kann man wohl nicht mehr sagen).
Das Hörbuch
Ungekürzte Hörfassung vom Juli 2002: 1375 Minuten auf 19 CDs beziehungsweise 15 MCs.
Handlung
Dies ist eine Biografie. Und wie es sich für die Beschreibung eines Lebens gehört, beginnt sie am Anfang. Nur dass dieser Anfang nicht bei der Geburt einsetzt, sondern bereits bei der Zeugung. Wie dazu überhaupt, dass Mami und Papi sich sozusagen kennenlernen - denn Papi, ein abgeschossener Bomberpilot, erkennt Mami aufgrund einer Gehirnverletzung gar nicht - ist schon eines der kuriosesten Geschehnisse des an Kuriosem gewiss nicht armen Romans.
Der Junge Garp - er wurde so nach der einzigen Lautäußerung benannt, deren sein armer Papi fähig war - ist absurd, komisch, eigensinnig wie seine unkonventionelle Mutter und ein obendrein ein geborener geschichtenerzähler. Er träumt von einer Karriere als Schriftsteller. Und er wird es auch, entgegen allen Widerständen.
Seine Welt ist bevölkert von Lehrern und Huren, Spießern und Randexistenzen, Verlagslektoren und Mördern, Transsexuellen, Sittenstrolchen und wahnsinnigen Feministinnen. Von der geschichte, als in seinem Haus ein Flugzeug einschlägt, ganz zu schweigen.
Mein Eindruck
Der Hörer erlebt Kurioses. Dieses Wort ist eng verwandt mit dem Begriff \"neugier\". Und es ist die Neugierde auf weitere aufregende und sonderbare Gestalten und Begebnisse, die den Hörer dazu bringen, überhaupt die ganzen 1375 Minuten des Hörbuchs durchzustehen. Das sind immerhin 23 Stunden.
Die erzählten Erlebnisse sind ebenso tränentreibend wie kühl und sachlich erzählt, so wirklich und genau, dass man einfach begeistert ist. Irvings Geschichte von Garp zeichnet sich sich durch stilistische Virtuosität, groteske Eskapaden à la Barock, die für Irving typische Mischung aus Realismus und Absurdität aus. Hinzu kommt die kongeniale Interpretationsweise von Rufus Beck, der quasi in mehreren Zungen spricht. Nur wenn in der Geschichte zuviel zu lange erklärt wird, kann sich eine gewisse Überreiztheit beim Hörer einstellen, Dann heißt es: Pause machen!
Unterm Strich
Ist \"Garp\" an und für sich bereits ein Erlebnis der besonderen Art, so steigert sich das Vergnügen an der unterhaltsamen, skurrilen Geschichte noch in Rufus Becks überzeugender Interpretation. Aber wie gesagt: öfters mal eine Pause einlegen! 23 Stunden sind kein Pappenstiel.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Garp, 1972; Heyne 7/2002, München; Juli 2002: 1375 Minuten auf 19 CDs bzw. 15 MCs, ISBN 3-453-21441-2, zunächst EU 50,00, später 89,00; limitierte Auflage!
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