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Erfahrungsbericht von Abi-04

Eugène Ionesco - der schier unbekannte Heldenautor!

Pro:

sehr lebendiger und stilistisch guter Schreibstil!

Kontra:

---

Empfehlung:

Nein

Eugène Ionesco wird am 26. November 1909 (13. November nach dem orthodoxen Kalender) in Slatina (Rumänien) geboren. Das häufig genannte Geburtsdatum 1912 hat Ionesco in Paris angegeben, um als Neuling in der Theaterszene zu den Jüngeren zu gehören.

1913-1925: Ionesco lebt mit seiner Mutter in Frankreich, überwiegend in Paris.
Im Jahre 1916 kehrt Ionescos Vater nach Rumänien, das gerade in den Krieg eingetreten ist, zurück. Ionesco sieht in seinen jungen Jahren regelmäßig (jeden Donnerstag) das Puppentheater im Jardin du Luxembourg.
1917: Ionescos Vater, von dem man zunächst vermutete, daß er im Krieg gefallen war, heiratet erneut. Der Vater begab sich stets auf die Seite der "Macht", gleichgültig welcher Couleur. Nicht zuletzt aus diesem Grunde war das Verhältnis Ionescos zu seinem Vater dauerhaft angespannt.

Das Jahr 1917-1919: Aufgrund seiner labilen gesundheitlichen Verfassung wird Ionesco von seiner Mutter zusammen mit seiner kleinen Schwester Marilina (1911 geboren) nach La Chapelle Anthenaise aufs Land geschickt. In seinen Tagebüchern beschreibt Ionesco diese Zeit als die friedvollste und harmonischste seines Lebens.
1925 kehrt er nach Rumänien heim und besucht das Gymnasiums Stantul Sava.
1929: Eugène schreibt sich an der Universität Bukarest ein (französische Sprache und Literatur).
1930: Erste Veröffentlichung in der Zeitschrift "Zodiac" (Artikel über Ilarie Voronca).

1931 - ein wichtiges Jahr! Er veröffentlicht "Elegien auf winzige Wesen" (Gedichtband). Ionesco entdeckt den Surrealismus.
1939-1942: Ionesco reist nach Rumänien und kann aufgrund der beginnenden Kriegswirren erst später als geplant ("einige Wochen") nach Frankreich zurückkehren.
Zurück in Frankreich, wohnt Ionesco zunächst im "Hôtel de la Poste" in Marseille.
1944 ist endlich die Geburt der Tochter Marie-France.
Im darauffolgenden Jahr: Korrektor in einem Verlag für Verwaltungspublikationen in Paris.
Ionesco zieht in die 38, rue Claude-Terrasse, Paris 16e.
1948 November: Ionescos Vater stirbt.

1948-1949: Niederschrift "Die kahle Sängerin".
26. Februar 1953: Uraufführung von "Victimes du devoir" (Opfer der Pflicht) im Théâtre du Quartier-Latin.
Ein Jahr später ist die Uraufführung von "Amédée ou comment s'en débarrasser" (Amédée oder wie wird man ihn los) im Théâtre de Babylone.
1970: Ionesco wird "Chevalier" der Ehrenlegion (Légion d'Honneur) und erhält den österreichischen Grand Prix der europäischen Literatur. 24. Januar: Uraufführung von "Jeux de Massacre" (Das große Massakerspiel) in Düsseldorf (Titel: "Triumpf des Todes").
11. September: Französische Erstaufführung im Théâtre de Montparnasse in Paris.
1979 - Weltrekord am Théâtre de la Huchette: Ununterbrochene Aufführung von "La Cantatrice chauve" und "La Leçon" seit mehr als 22 Jahren. Der bis dato gültige Rekord von 22 Jahren wurde gehalten von Agatha Christie ("Die Mausefalle").
1984: Ernennung zum "Officier" der Ehrenlegion.
1991 - Ionescos "Théâtre complet" (Gesammelte Werke) werden in die ruhmreiche "bibliothèque de la Pléiade" aufgenommen. Die in Plé aufgenommenen Werke werden in einem sehr edlen Einband mit ebensolchem Papier angeboten. Ionesco ist der erste lebende Schriftsteller, dem diese Ehre zuteil wurde.
Am 28. März 1994 stirbt Eugène Ionesco in seiner Pariser Wohnung.
Eugène Ionesco wird auf dem "Cimitière de Montparnasse" beerdigt (ALLEE LENOIR - 6e Division). Seine letzte Botschaft auf dem Grabstein: "Prier le Je Ne Sais Qui - j'espère: Jésus-Christ."

Sein bekanntestes Werk ist "Rhinocéros", worüber ich demnächst auch noch einen bericht verfassen werde.

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