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Erfahrungsbericht von vampire-lady
Ramses I: Sohn des Lichts
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ramses: Sohn des Lichts
Band I von insgesamt fünf Romanbänden in denen Christian Jacq das Leben von Ramses II von Kindheit bis zu dessen Tod erzählt. Originaltitel: Ramsès. le fils de la lumière, erschienen 1995, erste deutsche Auflage 1997, im Rowohlt-Verlag (um die DM 40,- Hardcover), 446 Seiten. Das Buch ist wasserblau marmoriert, die Schrift des Umschlages ist goldfarbig, unten in der Mitte ist eine ägyptische Zeichnung abgebildet. Das Blau mit dem Gold wirkt sehr edel. Der Titel: Sohn des Lichts ist die Übersetzung des Namens Ramses.
Als ich diesen ersten Band in einer Zeitschrift vorgestellt fand, in der auch kurz über den Autor berichtet wurde, dachte ich das könnte interessant sein. Schließlich sollte der 1947 in Paris geborene Autor die Materie kennen. Jacq promovierte in Ägyptologie an der Sorbonne. So konnte man doch davon ausgehen, daß man durch die Romane auf angenehme Weise auch etwas über das alte Ägypten erfahren kann.
Ramses II dürfte einer der noch heute bekanntesten Pharaonen sein. Er regierte insgesamt 66 Jahre von 1279 bis 1213 v. Chr. und erreichte ein für damalige Verhältnisse nahezu unglaubliches Alter von um die 90 Jahre. Seine Bekanntheit dürfte auf die rege Bautätigkeit zurückzuführen sein, die während seiner Herrschaft betrieben wurde (allen voran Abu Simbel). Er soll sich aber auch als Feldherr und Diplomat hervorgetan haben. Was immer wieder hervorgehoben wird ist, daß er der erste Politiker war, der je einen Friedensvertrag geschlossen hat.
Der erste Band deckt die Zeit zwischen Ramses 12. und 23/24. Lebensjahr ab. Sein Vater Sethos I entscheidet sich für Ramses als Thronfolger, obwohl dieser nicht sein ältester Sohn ist. Somit wird Chenar, der älteste Bruder zu Ramses schlimmsten Gegnern – ein Intrigant im Hintergrund. Trotzdem wird Ramses von seinem Vater zum Regenten gemacht, sozusagen der rechten Hand Pharaos. Ramses hat während dieser Zeit sowohl militärisch als auch intellektuell einiges zu lernen, erlebt seine ersten Kämpfe und Liebesgeschichten. Ihm zur Seite stehen einige enge Freunde u. a. der Moses der uns wohl hinreichend aus der Bibel bekannt sein dürfte.
An dieser Stelle sollte man nun Leute mit starkem Realitätsbedürfnis auf Sachbücher verweisen. Jacq macht seiner zweiten beruflichen Bezeichnung „Romancier“ alle Ehre. Er spielt mit all den Möglichkeiten, die die Geschichte offen lässt. Schließlich ist Ägyptologie eine teilweise noch spekulative Wissenschaft. So ist Jacq nicht der erste, der die Möglichkeit, daß Ramses II, der Pharao zu eben der Zeit war, als Moses sein Volk aus Ägypten befreite, in künstlerischer Form verarbeitete.
Um noch mehr antike Prominenz aufmarschieren zu lassen, treten auch die schöne Helena und ihr „Befreier“ Menelaos aus der griechischen Sagenwelt auf den Plan. Macht natürlich neugierig darauf, wer in den Folgebänden noch so erscheinen wird.
Auch wenn die Ansammlung dieser verschiedenen historischen Figuren einem zuerst eine steile Stirnfalte ins Gesicht treiben mag, muss man zugeben, daß deren Erscheinen sich gut und in keinster Weise übertrieben oder gekünstelt in die Geschichte einfügt – auf jeden Fall kommen sie menschlicher herüber als in den alten Sagen.
Die Figur des Ramses erscheint im Buch nahezu als unfehlbar: schön, stark und mutig hebt er sich gegen seine Umwelt ab. Anscheinend hat der Autor auch heute noch Ramses gegenüber genau die Bewunderung, die ein ägyptische Untertan für seinen göttlichen Pharao gehabt haben mag. So erscheint der Hauptcharakter manchmal einfach zu perfekt. Was er anpackt, scheint ohne weiteres zu funktionieren. Selbst seinen Bruder und Feind Chenar (der im übrigen eher schwabbelig und hässlich ist) lässt er nicht einfach beseitigen, sondern hofft auf dessen Besserung.
Auch sein Liebesleben ist recht praktisch organisiert. Während er mit Nefertari verheiratet ist, die seine Königin wird und auch dazu durch ihre Eigenschaften perfekt geeignet ist, bleibt seine Jugendliebe, die eher temperamentvolle und willensstarke Iset seine Geliebte. Ramses hat so zwei schöne, intelligente aber grundverschiedene Frauen an seiner Seite, von denen gerade Iset noch für die eine oder andere Überraschung gut sein dürfte.
Das Buch endet kurz vor Ramses endgültiger Thronbesteigung und verlässt ihn, während er leicht zweifelnd in die Zukunft blickt. Schließlich ist er mit Anfang zwanzig noch recht jung, um eine Großmacht zu regieren.
Das Buch ist spannend geschrieben, der Schreibstil lässt sich außergewöhnlich gut lesen. Geschichtliche Aspekte sind im erträglichen und interessanten Maßen in die Erzählung eingeflochten – auch wenn dem Autor wohl manchmal die Pferde durchgehen mögen. Mit ein wenig Toleranz der guten alten dichterischen Freiheit ein einwandfreies Buch (wie gesagt, wenn ich Mercedes fahren will, bestelle ich mir ein Taxi...wenn ich pure Information will, lese ich ein Sachbuch).
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-29 17:23:18 mit dem Titel der schwarze Pharao
Vor einiger Zeit machte der Autor Christian Jacq mit einer fünfteiligen Romanreihe über Ramses II von sich reden und in diesem Zusammenhang landete dann auch „der schwarze Pharao“ in meinem Bücherschrank. Der 1947 in Paris geborene Autor Jacq promovierte in Ägyptologie an der Sorbonne. So konnte man doch davon ausgehen, daß man durch seine dort spielenden Romane auf angenehme Weise auch etwas über das alte Ägypten erfahren kann.
Auch wenn Jacq an sich eine ungemein ausgeprägte Neigung hat, ebenso ungemein dick aufzutragen, kann man seine Bücher wunderbar lesen. Sie sind flüssig und angemessen geschrieben, man erhält viele Informationen, ohne daß der Autor den Leser zu Tode langweilt. Dies gilt auch für diesen Roman, obwohl ich ihn im nachhinein als Fehlkauf betrachte, weshalb ich auch bisher nichts darüber geschrieben habe.
Die Originalausgabe erschien als „le pharao noir“ im Jahre 1997 und drei Jahre später als deutsche Taschenbuchversion bei Rowohlt. Diese knapp 400seitige Version hat mich einst DM 16,90 gekostet.
(Für die superschlauen: da das Buch mich DAMALS DM 16,90 kostet und ich nicht weiß, was es heute kostet, da ferner Bücher nicht simpel von DM in Euro umgerechnet wurden, spart euch gleich jede Bemerkung zum Thema Zeitalter des Euros.)
Für das Buch hat Jacq Pianchi als Hauptfigur gewählt, einen Pharao der XXV (auf deutsch 25.) Dynastie, welcher von 747-715 v. Chr. herrschte, einem Zeitalter in dem Ägypten wenig stark und einflußreich, sondern vielmehr unter mehreren schwachen Herrschern geteilt war. Wenigstens in dieser Beziehung mal ein origineller Punkt, da man ägyptische Herrscher außer Cleopatra, Ramses, vielleicht Echnaton, Nofretete und Tutenchamun heutzutage gar nicht kennt. Ferner wird in der Literatur meistens von einem blühenden und machtvollen Land am Nil erzählt.
Pianchi ist tatsächlich ein Schwarzer, der zu Beginn der Geschichte glücklich und zufrieden in Nubien lebt, was man damals sozusagen als Südägypten (bzw. Oberägypten) angesehen hat. Pianchis Anspruch ein großer Herrscher zu sein ist eigentlich eher gering, obwohl er natürlich kein Feigling ist. Erst als Tefnacht (aus Libyen her) beginnt mit einem großen Heer von Norden nach Süden Ägyptens zu ziehen und das Land Stück für Stück zu vereinnahmen, während das arme Volk leidet, muß Pianchi einschreiten, auch wenn sein Heer wesentlich kleiner ist, als der des schnöden Widersachers.
So schreitet Pianchi dem bösen, fiesen, schrecklichen Tefnacht entgegen, um Ägypten mit Klugheit, Mut und göttlicher Eingabe von allem Übel zu befreien, den Leuten einen guten Herrscher zu geben und das Land zu einen.
Wer die Ramses-Reihe kennt, den wird es nicht wundern, daß auch Pianchi der größte, beste und perfekteste aller Männer ist, was sich auch auf seine Frau ausdehnt. Neben seiner Weisheit und seiner Kraft ist er auch noch mir seherischen Fähigkeiten oder göttlichen Eingaben ausgestatten, wie es sich für einen Gottkönig gehört – auf jeden Fall senden selbst die Götter die passenden Zeichen, wenn sie gebraucht werden – auch wenn diese manchmal doch eher passend gemacht werden.
Für meinen Geschmack war das Buch einfach zu langweilig. Was an Ramses schon zu übertrieben wirkte, wird hier noch weiter zelebriert. Ein paar Farben oder Grautöne zwischen schwarz und weiß wären nicht unangebracht gewesen. So kann ich das Buch nur mit einem gewissen Maß an Ironie betrachten. Auch das Thema der Rückeroberung des Reiches finde ich eher öde. Zuviel Heeresbewegung, zuviel Schlachtgelaber und Belagerungstaktik. Das buch bietet einfach keinerlei Überraschungen.
Band I von insgesamt fünf Romanbänden in denen Christian Jacq das Leben von Ramses II von Kindheit bis zu dessen Tod erzählt. Originaltitel: Ramsès. le fils de la lumière, erschienen 1995, erste deutsche Auflage 1997, im Rowohlt-Verlag (um die DM 40,- Hardcover), 446 Seiten. Das Buch ist wasserblau marmoriert, die Schrift des Umschlages ist goldfarbig, unten in der Mitte ist eine ägyptische Zeichnung abgebildet. Das Blau mit dem Gold wirkt sehr edel. Der Titel: Sohn des Lichts ist die Übersetzung des Namens Ramses.
Als ich diesen ersten Band in einer Zeitschrift vorgestellt fand, in der auch kurz über den Autor berichtet wurde, dachte ich das könnte interessant sein. Schließlich sollte der 1947 in Paris geborene Autor die Materie kennen. Jacq promovierte in Ägyptologie an der Sorbonne. So konnte man doch davon ausgehen, daß man durch die Romane auf angenehme Weise auch etwas über das alte Ägypten erfahren kann.
Ramses II dürfte einer der noch heute bekanntesten Pharaonen sein. Er regierte insgesamt 66 Jahre von 1279 bis 1213 v. Chr. und erreichte ein für damalige Verhältnisse nahezu unglaubliches Alter von um die 90 Jahre. Seine Bekanntheit dürfte auf die rege Bautätigkeit zurückzuführen sein, die während seiner Herrschaft betrieben wurde (allen voran Abu Simbel). Er soll sich aber auch als Feldherr und Diplomat hervorgetan haben. Was immer wieder hervorgehoben wird ist, daß er der erste Politiker war, der je einen Friedensvertrag geschlossen hat.
Der erste Band deckt die Zeit zwischen Ramses 12. und 23/24. Lebensjahr ab. Sein Vater Sethos I entscheidet sich für Ramses als Thronfolger, obwohl dieser nicht sein ältester Sohn ist. Somit wird Chenar, der älteste Bruder zu Ramses schlimmsten Gegnern – ein Intrigant im Hintergrund. Trotzdem wird Ramses von seinem Vater zum Regenten gemacht, sozusagen der rechten Hand Pharaos. Ramses hat während dieser Zeit sowohl militärisch als auch intellektuell einiges zu lernen, erlebt seine ersten Kämpfe und Liebesgeschichten. Ihm zur Seite stehen einige enge Freunde u. a. der Moses der uns wohl hinreichend aus der Bibel bekannt sein dürfte.
An dieser Stelle sollte man nun Leute mit starkem Realitätsbedürfnis auf Sachbücher verweisen. Jacq macht seiner zweiten beruflichen Bezeichnung „Romancier“ alle Ehre. Er spielt mit all den Möglichkeiten, die die Geschichte offen lässt. Schließlich ist Ägyptologie eine teilweise noch spekulative Wissenschaft. So ist Jacq nicht der erste, der die Möglichkeit, daß Ramses II, der Pharao zu eben der Zeit war, als Moses sein Volk aus Ägypten befreite, in künstlerischer Form verarbeitete.
Um noch mehr antike Prominenz aufmarschieren zu lassen, treten auch die schöne Helena und ihr „Befreier“ Menelaos aus der griechischen Sagenwelt auf den Plan. Macht natürlich neugierig darauf, wer in den Folgebänden noch so erscheinen wird.
Auch wenn die Ansammlung dieser verschiedenen historischen Figuren einem zuerst eine steile Stirnfalte ins Gesicht treiben mag, muss man zugeben, daß deren Erscheinen sich gut und in keinster Weise übertrieben oder gekünstelt in die Geschichte einfügt – auf jeden Fall kommen sie menschlicher herüber als in den alten Sagen.
Die Figur des Ramses erscheint im Buch nahezu als unfehlbar: schön, stark und mutig hebt er sich gegen seine Umwelt ab. Anscheinend hat der Autor auch heute noch Ramses gegenüber genau die Bewunderung, die ein ägyptische Untertan für seinen göttlichen Pharao gehabt haben mag. So erscheint der Hauptcharakter manchmal einfach zu perfekt. Was er anpackt, scheint ohne weiteres zu funktionieren. Selbst seinen Bruder und Feind Chenar (der im übrigen eher schwabbelig und hässlich ist) lässt er nicht einfach beseitigen, sondern hofft auf dessen Besserung.
Auch sein Liebesleben ist recht praktisch organisiert. Während er mit Nefertari verheiratet ist, die seine Königin wird und auch dazu durch ihre Eigenschaften perfekt geeignet ist, bleibt seine Jugendliebe, die eher temperamentvolle und willensstarke Iset seine Geliebte. Ramses hat so zwei schöne, intelligente aber grundverschiedene Frauen an seiner Seite, von denen gerade Iset noch für die eine oder andere Überraschung gut sein dürfte.
Das Buch endet kurz vor Ramses endgültiger Thronbesteigung und verlässt ihn, während er leicht zweifelnd in die Zukunft blickt. Schließlich ist er mit Anfang zwanzig noch recht jung, um eine Großmacht zu regieren.
Das Buch ist spannend geschrieben, der Schreibstil lässt sich außergewöhnlich gut lesen. Geschichtliche Aspekte sind im erträglichen und interessanten Maßen in die Erzählung eingeflochten – auch wenn dem Autor wohl manchmal die Pferde durchgehen mögen. Mit ein wenig Toleranz der guten alten dichterischen Freiheit ein einwandfreies Buch (wie gesagt, wenn ich Mercedes fahren will, bestelle ich mir ein Taxi...wenn ich pure Information will, lese ich ein Sachbuch).
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-29 17:23:18 mit dem Titel der schwarze Pharao
Vor einiger Zeit machte der Autor Christian Jacq mit einer fünfteiligen Romanreihe über Ramses II von sich reden und in diesem Zusammenhang landete dann auch „der schwarze Pharao“ in meinem Bücherschrank. Der 1947 in Paris geborene Autor Jacq promovierte in Ägyptologie an der Sorbonne. So konnte man doch davon ausgehen, daß man durch seine dort spielenden Romane auf angenehme Weise auch etwas über das alte Ägypten erfahren kann.
Auch wenn Jacq an sich eine ungemein ausgeprägte Neigung hat, ebenso ungemein dick aufzutragen, kann man seine Bücher wunderbar lesen. Sie sind flüssig und angemessen geschrieben, man erhält viele Informationen, ohne daß der Autor den Leser zu Tode langweilt. Dies gilt auch für diesen Roman, obwohl ich ihn im nachhinein als Fehlkauf betrachte, weshalb ich auch bisher nichts darüber geschrieben habe.
Die Originalausgabe erschien als „le pharao noir“ im Jahre 1997 und drei Jahre später als deutsche Taschenbuchversion bei Rowohlt. Diese knapp 400seitige Version hat mich einst DM 16,90 gekostet.
(Für die superschlauen: da das Buch mich DAMALS DM 16,90 kostet und ich nicht weiß, was es heute kostet, da ferner Bücher nicht simpel von DM in Euro umgerechnet wurden, spart euch gleich jede Bemerkung zum Thema Zeitalter des Euros.)
Für das Buch hat Jacq Pianchi als Hauptfigur gewählt, einen Pharao der XXV (auf deutsch 25.) Dynastie, welcher von 747-715 v. Chr. herrschte, einem Zeitalter in dem Ägypten wenig stark und einflußreich, sondern vielmehr unter mehreren schwachen Herrschern geteilt war. Wenigstens in dieser Beziehung mal ein origineller Punkt, da man ägyptische Herrscher außer Cleopatra, Ramses, vielleicht Echnaton, Nofretete und Tutenchamun heutzutage gar nicht kennt. Ferner wird in der Literatur meistens von einem blühenden und machtvollen Land am Nil erzählt.
Pianchi ist tatsächlich ein Schwarzer, der zu Beginn der Geschichte glücklich und zufrieden in Nubien lebt, was man damals sozusagen als Südägypten (bzw. Oberägypten) angesehen hat. Pianchis Anspruch ein großer Herrscher zu sein ist eigentlich eher gering, obwohl er natürlich kein Feigling ist. Erst als Tefnacht (aus Libyen her) beginnt mit einem großen Heer von Norden nach Süden Ägyptens zu ziehen und das Land Stück für Stück zu vereinnahmen, während das arme Volk leidet, muß Pianchi einschreiten, auch wenn sein Heer wesentlich kleiner ist, als der des schnöden Widersachers.
So schreitet Pianchi dem bösen, fiesen, schrecklichen Tefnacht entgegen, um Ägypten mit Klugheit, Mut und göttlicher Eingabe von allem Übel zu befreien, den Leuten einen guten Herrscher zu geben und das Land zu einen.
Wer die Ramses-Reihe kennt, den wird es nicht wundern, daß auch Pianchi der größte, beste und perfekteste aller Männer ist, was sich auch auf seine Frau ausdehnt. Neben seiner Weisheit und seiner Kraft ist er auch noch mir seherischen Fähigkeiten oder göttlichen Eingaben ausgestatten, wie es sich für einen Gottkönig gehört – auf jeden Fall senden selbst die Götter die passenden Zeichen, wenn sie gebraucht werden – auch wenn diese manchmal doch eher passend gemacht werden.
Für meinen Geschmack war das Buch einfach zu langweilig. Was an Ramses schon zu übertrieben wirkte, wird hier noch weiter zelebriert. Ein paar Farben oder Grautöne zwischen schwarz und weiß wären nicht unangebracht gewesen. So kann ich das Buch nur mit einem gewissen Maß an Ironie betrachten. Auch das Thema der Rückeroberung des Reiches finde ich eher öde. Zuviel Heeresbewegung, zuviel Schlachtgelaber und Belagerungstaktik. Das buch bietet einfach keinerlei Überraschungen.
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