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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von da_sonix
Die Zeit der Gräber / Jagnow, Björn - Kind des Namenlosen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
\"An zwölfmal dreißig Tagen herrschen die Zwölfgötter in Aventurien und der Gerechte muss keine Furcht haben, aber an den fünf Tagen regiert der Namenlose Gott. Da bleiben die Menschen in ihren Häusern und halten die Türen und Läden fest geschlossen. Wer aber - wie die junge Narena und ihr Freund Wulfen - durch die \'Stadt der Toten\' streift, weiß nicht, welche Gefahren er weckt und welche Mächte er herausfordert.\"
Mit diesem text wird der geneigte Leser auf der Rückseite des dritten DSA-Romans zum lesen eingeladen und auf die Stimmung des Romans vorbereitet. Der kurze Einblick in die Handlung gibt zum Glück nur grob die \'Vorgeschichte\' wieder und erlaubt so dem Leser selber in eine faszinierende Geschichte einzutauchen, aus der es nur ein schweißnasses erwachen geben wird.
Nach einem langen Ritt erreichten Narena und Wulfen die \'Stadt der Toten\', das Ziel ihrer Reise. Für Narena war es ein Abenteuer, dieses Denkmal an den damaligen Boronkult und den heutigen Boronanger, aus der Nähe zu sehen und sein Mysterium zu ergründen.
Doch mehr als ein normaler Totenbesuch sollte es nicht werden und da die Tage des Namenlosen vor der Tür standen, machten sich die beiden wieder auf den Weg, zur nächsten menschlichen Ansiedlung, um für die götterlosen Tage ein Dach über dem Kopf und starke Wände um sich rum zu haben.
Doch in dem Dorf angekommen, fällt Narena eine gehetzte Person auf, die sich später am Tag heimlich aus dem Dorf stiehlt und in Richtung der \'Stadt der Toten\' zieht. Völlig verwundert, was ein rechtschaffener Mensch kurz vor den Namenlosen Tagen auf einem Boronanger sucht, deuten sie furchtbares und versuchen der Person hinterher zu stellen, um sie an ihrem vermeintlich götterlosen Vorhaben zu hindern.
Doch der Weg gestaltet sich sehr gefährlich und die beiden geraten in ein Rudel Raubaffen, die ausgemergelt und hungrig sich auf die beiden Reisenden stürzen und diese zur Flucht zwingen. Doch schon vor der Flucht hatten die beiden die Spur der geheimnisvollen Fremden verloren und nun treibt sie die Affenmeute auf einen Ort zu, denn sie nicht erreichen wollten: \'Die Stadt der Toten\'.
Unter den letzten Kraftreserven gelingt es den beiden erschöpften Menschen sich in einer der vielen Totenhäuser einzuschließen und hoffen, dass die Affenmeute die Lust am warten verliert. Und so harren die Beiden, in der ersten Nacht der Namenlosen Tage in einer Gruft aus und fürchten Borons Zorn, denn in ihrem Glauben gilt jede Tat die sie seit dem erreichen des Friedhofs getan hatten, als Sakrileg gegen die Toten.
Doch auch nach dem Verschwinden der Affen, scheint es keine Rettung für die beiden zu geben und so erlebt Narena die vermeintlich schlimmsten Tage und vor allem Nächte ihres Lebens, denn was den Boronanger heimsucht ist so wenig göttergefällig wie der Namenlose selber.
Gequält von dem Heulen wimmernder Irrlichter stürzt Wulfen fast wahnsinnig aus dem Haus und Narena vermeint zu sehen, wie Wulfen Wesen herbeiruft, welche die Irrlichter aufsogen. Dieses Ereignis stellte einen schwerwiegenden Bruch in ihrer Freundschaft da, da Narena fast nichts über Wulfens Vergangenheit wusste.
Doch nach der überlebten Gefahr durch die Affen, stellt sich ein schlimmeres und tödlicheres Problem vor die beiden: Die Wesen, die die Irrlichter verschlangen lauern den Beiden auf und sie sind gezwungen, wiedereinmal zu flüchten, doch diesmal führt sie ihr Weg geradewegs in ein Grab.
Durch einen alten Grabgang schaffen es die beiden, sich den Wesen zu entziehen und fangen an den Gang zu erkunden, der sich vor ihnen auftut. Schlimmer als die bisherige Grabschändung kann es nicht werden denkt sich Narena und folgt so Wulfen immer tiefer in das Grabmal.
Dies soll nur ein kleiner und schwammiger Überblick sein, bis zu dem Punkt, wo sich die ganze Geschichte wendet und ein von einer ganz anderen Seite her beleuchtet wird und dem Leser so manches mal ein \"ah\" oder \"oh\" sagen lässt.
Mit Rund 250 Seiten ist \"Die Zeit der Gräber\" einer der etwas dünneren Romane der Serie, aber auf Grund des Erscheinungstermins nicht verwunderlich. Was sich jedoch während der 250 Seiten an Geschichte entwickelt ist gigantisch und zieht einen in seinen Bann und gibt einen kaum mehr frei.
Geziert wird das Buch von einem sehr düsteren Bild, das einen Edlen zeigt, mit stark faltiger Haut. Er steht vor einem Grab, aus dem sich gerade eine skelletierte Hand befreit. Es scheint, als ob der Fremde über das Grab Wacht und der Vollmond lässt diese ganze Szenerie ein wenig mystisch wirken.
Das Bild ist absolut passend zum Buchtitel gewählt aber verspricht ein bisschen andere Geschichte und so wird einem die Geschichte nur noch spannender.
Wie bei den ersten Romanen üblich, wird die Spielwelt des Schwaren Auges in kurzen Abschnitten zu Begin des Romans erklärt und so erhält auch ein DSA-Neuling einen guten Einblick in die Geographie, Politik und vor allem in die Religion, die den wichtigsten Aspekt in der aventurischen Welt einnimmt.
Für meine Verhältnisse war der Roman, trotz einer wirklich fesselnden Geschichte, einfach zu kurz. Auch wenn Sprache und Wortwahl für jedermann geeignet sind, ist dieser Roman doch schon ein etwas schwereres Kaliber aventurischer Literatur. Die plötzliche Wendung innerhalb des Textes ist fast unvorhersehbar und somit ein wahrer Leckerbissen.
Schade ist nur, dass dieser Roman kaum noch zu erhalten ist und ich ihn nur durch EBay erlangen konnte. Somit muss man wohl auf eine Neuauflage warten, was wahrscheinlich eine entlose Warterei wird...leider.
Vielen Dank für Euer Interesse und Eure Lesungen...sonix
Preis: (damals) 12,90 DM // Ebay: 15 €
Verlag: Heyne
ISBN: 3-453-08678-3
Heyne-Nr: 06/6003
Autorin: Björn Jagnow
Erschienen: 1995
Begriffe:
Boron - Gott des Todes und des Schlafes
Boronanger - Friedhof
Mit diesem text wird der geneigte Leser auf der Rückseite des dritten DSA-Romans zum lesen eingeladen und auf die Stimmung des Romans vorbereitet. Der kurze Einblick in die Handlung gibt zum Glück nur grob die \'Vorgeschichte\' wieder und erlaubt so dem Leser selber in eine faszinierende Geschichte einzutauchen, aus der es nur ein schweißnasses erwachen geben wird.
Nach einem langen Ritt erreichten Narena und Wulfen die \'Stadt der Toten\', das Ziel ihrer Reise. Für Narena war es ein Abenteuer, dieses Denkmal an den damaligen Boronkult und den heutigen Boronanger, aus der Nähe zu sehen und sein Mysterium zu ergründen.
Doch mehr als ein normaler Totenbesuch sollte es nicht werden und da die Tage des Namenlosen vor der Tür standen, machten sich die beiden wieder auf den Weg, zur nächsten menschlichen Ansiedlung, um für die götterlosen Tage ein Dach über dem Kopf und starke Wände um sich rum zu haben.
Doch in dem Dorf angekommen, fällt Narena eine gehetzte Person auf, die sich später am Tag heimlich aus dem Dorf stiehlt und in Richtung der \'Stadt der Toten\' zieht. Völlig verwundert, was ein rechtschaffener Mensch kurz vor den Namenlosen Tagen auf einem Boronanger sucht, deuten sie furchtbares und versuchen der Person hinterher zu stellen, um sie an ihrem vermeintlich götterlosen Vorhaben zu hindern.
Doch der Weg gestaltet sich sehr gefährlich und die beiden geraten in ein Rudel Raubaffen, die ausgemergelt und hungrig sich auf die beiden Reisenden stürzen und diese zur Flucht zwingen. Doch schon vor der Flucht hatten die beiden die Spur der geheimnisvollen Fremden verloren und nun treibt sie die Affenmeute auf einen Ort zu, denn sie nicht erreichen wollten: \'Die Stadt der Toten\'.
Unter den letzten Kraftreserven gelingt es den beiden erschöpften Menschen sich in einer der vielen Totenhäuser einzuschließen und hoffen, dass die Affenmeute die Lust am warten verliert. Und so harren die Beiden, in der ersten Nacht der Namenlosen Tage in einer Gruft aus und fürchten Borons Zorn, denn in ihrem Glauben gilt jede Tat die sie seit dem erreichen des Friedhofs getan hatten, als Sakrileg gegen die Toten.
Doch auch nach dem Verschwinden der Affen, scheint es keine Rettung für die beiden zu geben und so erlebt Narena die vermeintlich schlimmsten Tage und vor allem Nächte ihres Lebens, denn was den Boronanger heimsucht ist so wenig göttergefällig wie der Namenlose selber.
Gequält von dem Heulen wimmernder Irrlichter stürzt Wulfen fast wahnsinnig aus dem Haus und Narena vermeint zu sehen, wie Wulfen Wesen herbeiruft, welche die Irrlichter aufsogen. Dieses Ereignis stellte einen schwerwiegenden Bruch in ihrer Freundschaft da, da Narena fast nichts über Wulfens Vergangenheit wusste.
Doch nach der überlebten Gefahr durch die Affen, stellt sich ein schlimmeres und tödlicheres Problem vor die beiden: Die Wesen, die die Irrlichter verschlangen lauern den Beiden auf und sie sind gezwungen, wiedereinmal zu flüchten, doch diesmal führt sie ihr Weg geradewegs in ein Grab.
Durch einen alten Grabgang schaffen es die beiden, sich den Wesen zu entziehen und fangen an den Gang zu erkunden, der sich vor ihnen auftut. Schlimmer als die bisherige Grabschändung kann es nicht werden denkt sich Narena und folgt so Wulfen immer tiefer in das Grabmal.
Dies soll nur ein kleiner und schwammiger Überblick sein, bis zu dem Punkt, wo sich die ganze Geschichte wendet und ein von einer ganz anderen Seite her beleuchtet wird und dem Leser so manches mal ein \"ah\" oder \"oh\" sagen lässt.
Mit Rund 250 Seiten ist \"Die Zeit der Gräber\" einer der etwas dünneren Romane der Serie, aber auf Grund des Erscheinungstermins nicht verwunderlich. Was sich jedoch während der 250 Seiten an Geschichte entwickelt ist gigantisch und zieht einen in seinen Bann und gibt einen kaum mehr frei.
Geziert wird das Buch von einem sehr düsteren Bild, das einen Edlen zeigt, mit stark faltiger Haut. Er steht vor einem Grab, aus dem sich gerade eine skelletierte Hand befreit. Es scheint, als ob der Fremde über das Grab Wacht und der Vollmond lässt diese ganze Szenerie ein wenig mystisch wirken.
Das Bild ist absolut passend zum Buchtitel gewählt aber verspricht ein bisschen andere Geschichte und so wird einem die Geschichte nur noch spannender.
Wie bei den ersten Romanen üblich, wird die Spielwelt des Schwaren Auges in kurzen Abschnitten zu Begin des Romans erklärt und so erhält auch ein DSA-Neuling einen guten Einblick in die Geographie, Politik und vor allem in die Religion, die den wichtigsten Aspekt in der aventurischen Welt einnimmt.
Für meine Verhältnisse war der Roman, trotz einer wirklich fesselnden Geschichte, einfach zu kurz. Auch wenn Sprache und Wortwahl für jedermann geeignet sind, ist dieser Roman doch schon ein etwas schwereres Kaliber aventurischer Literatur. Die plötzliche Wendung innerhalb des Textes ist fast unvorhersehbar und somit ein wahrer Leckerbissen.
Schade ist nur, dass dieser Roman kaum noch zu erhalten ist und ich ihn nur durch EBay erlangen konnte. Somit muss man wohl auf eine Neuauflage warten, was wahrscheinlich eine entlose Warterei wird...leider.
Vielen Dank für Euer Interesse und Eure Lesungen...sonix
Preis: (damals) 12,90 DM // Ebay: 15 €
Verlag: Heyne
ISBN: 3-453-08678-3
Heyne-Nr: 06/6003
Autorin: Björn Jagnow
Erschienen: 1995
Begriffe:
Boron - Gott des Todes und des Schlafes
Boronanger - Friedhof
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