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Erfahrungsbericht von Nietzsche

Owen, Tobias; Goldsmith, Donald: Auf der Suche nach Leben im Universum

Pro:

ausfühliche Auseinandersetzung mit dem Thema

Kontra:

nichts für Pseudowissenschaftler ; )

Empfehlung:

Nein

In den letzten Jahrzehnten erlangte die Frage nach Leben im Universum außerhalb unserer Erde an größter Aktualität. Seit 1947 der Verkehrspilot Kenneth Arnold fliegende Objekte gesichtet hatte, falsch zitiert wurde und daraufhin aufgrund des falschen Zitats der Begriff der fliegenden Untertasse geboren war, fragten sich die Menschen, ob da tatsächlich Wesen aus dem Universum zu uns kommen.
Die Beantwortung der Frage fiel dabei weniger wissenschaftlich fundiert (siehe Erich von Däniken) bzw. wissenschaftlich fundierter aus, wie in meinem Buch, das ich nun vorstellen möchte!

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Der Inhalt

Dieses Buch befasst sich, wie der Titel schon verrät, mit der Frage nach Leben im Universum. Wer jedoch ein reißerisches pseudowissenschaftliches Machwerk voll von wilden Spekulationen über Besuche der Aliens und deren Aussehen erwartet, wird bitter enttäuscht sein! Dieses Buch untersucht das Thema streng wissenschaftlich und geht dabei systematisch vor.
Eine Beschreibung der Themen, die in den Kapiteln behandelt werden, wird diese Systematik deutlich machen (wobei ich die Unterkapitel nicht extra noch mal nennen werde).


Teil I. Wozu die Suche?

Hier wird auf die Frage eingegangen, wann der Mensch überhaupt damit beginnt, sich die Frage nach Leben außerhalb der Erde zu stellen. Es zeigt Beispiele aus der Vergangenheit (Glaube an Leben auf dem Mars) und beschreibt, wie sich der Mensch über die Erforschung der Lebendbedingungen auf der Erde denen auf anderen Planeten nähert.


Teil II. Das Weltall im Großen

Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung des Universums, dessen Aufbau und Eigenschaften, die Entstehung von Galaxien.
Die Frage danach wird gestellt, wie ein Stern beschaffen sein muß, damit sich in seiner Nähe auf einem Planeten überhaupt Leben entwickeln kann.
Außerdem wird auf Supernovaexplosionen, weiße Zwerge und rote Riesen, Pulsare, Neutronensterne und schwarze Löcher eingegangen.


Teil III. Das Leben

Hier wird auf die Frage eingegangen, was Leben überhaupt ist. Also: Wie definieren wir es und könnten wir es in jedem Fall erkennen?!
Ursprung und Entstehung des Lebens auf der Erde wird beschrieben. Die Frage aufgeworfen, ob Inteligenz sich zwangsweise entwickeln muß.
Weiterhin wird gefragt, wie fremd Leben sein kann und anhand einiger Gedankenmodelle die Möglichkeit von Leben an ziemlich abstrusen Orten, wie z.B. „Schwarzen Wolken“ durchgespielt. Außerdem: Auf welcher Basis ist Leben aufgebaut? Ist zu erwarten, daß es auch anderswo auf der gleichen Basis aufgebaut ist oder auf anderen? Und wenn nein: Auf welcher Basis dann?


Teil IV. Die Suche nach dem Leben im Sonnensystem

Ursprung und Frühgeschichte unseres Sonnensystems wird erklärt. Im Besonderen wird auf Venus und Mars eingegangen und danach gefragt, ob es auf dem Mars Leben gibt/ geben könnte oder gab!
Desweiteren werden die Monde der Riesenplanten untersucht.


Teil V. Die Suche nach außerirdischer Intelligenz

Ist die Erde einzigartig? Wenn nicht, wie müßten Planeten beschaffen sein, um ebenso Leben hervorzubringen?
Wenn es Kulturen gibt: Wie viele mögen es sein? Wie können wir sie finden. Wie lange überlebt eine solche Kultur? Wollen sie überhaupt Kontakt aufnehmen? Wenn ja, wie wäre dieser möglich?
Die Frage danach, wie man in Kontakt treten kann wird ausführlich durchexerziert.
Zum Schluß wird noch auf das Ufo-Phänomen eingegangen und erklärt, warum die Autoren Besuche fremder Kulturen auf der Erde aus physikalischen Gründen für Unmöglich halten

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Meine Meinung

Dem Buch vorangestellt ist ein Geleitwort von Carl Sagan, der schon mit eigenen Büchern zum Thema begeisterte!

Für mich ist dies das empfehlenswerteste Buch für jeden, der sich mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzen möchte. Nicht umsonst habe ich auf Grundlage des Buches schon zwei Referate gehalten!
Es ist besonders für Anfänger geeignet, weil es viele Probleme ganz von unten aufrollt. Jeder, der physikalisch „vorbelastet“ ist ; ) wird sich dabei allerdings vielleicht ein wenig langweilen.

In diesem Buch wird deutlich, daß die Beantwortung der Frage, ob es Leben im Universum gibt, nicht leicht ist, daß dies aber auch keine „Glaubensfrage“ ist. Viele Faktoren müssen erfüllt sein, damit Leben – ganz egal wie fremdartig – entstehen kann, denn bestimmte Faktoren werden wahrscheinlich auf jedes Leben zutreffen.

Für Ufo-Gläubige, die dem Thema offen gegenübertreten (rein hypothetisch gedacht, denn solche gibt's ja gar nicht!) werden sicher eine Desillusionierung erleben, wenn sie dieses Buch lesen!

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Die Autoren

Donald Goldsmith ist Gastprofessor für Astronomie an der University of California, Berkeley. Seit 1974 ist er in einer Präsident der Firma Interstellar Media, die Lehrmaterial über Astronomie herstellt.

Tobias Owen ist Professor für Astronomie an der State University of New York. Er führte Untersuchungen des Solarsystems bei der Fahrt der Vikingsonde zum Mars und den Voyager- und Galileo-Programmen durch. Für wissenschaftliche Verdienste bekam er die NASA-Medaille verliehen.


Leider ist das Buch schwer zu bekommen, da es zwischenzeitlich mal vergriffen war. Wenn man Glück hat, bekommt man es dennoch!
Ich beziehe mich in meinem Bericht auf die Ausgabe:
Donald Goldsmith und Tobias Owen: Auf der Suche nach Leben im Weltall, Hirzel: Stuttgart 1985, 2. Aufl., 460 S.
Preis: Ich glaube, es waren ca. 50 DM!

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • PrinceofLies

    07.05.2002, 22:49 Uhr von PrinceofLies
    Bewertung: sehr hilfreich

    mittlerweile denke ich habe ich genug deiner Beiträge lesen können um festzustellen,daß Du ein konstant hohes Niveau dabei hast,daher Glückwunsch zur Aufnahme in mein BuddyNet