Mehr zu Benjamin von Stuckrad-Barre Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von dove-networks
Soloalbum - Eine Klasse für sich
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Bei Stuckrad-Barre gibt es keine Grauzonen; man hasst ihn oder man liebt ihn. Ich selbst zähle mich zu den letzteren. Ich bin stark begeistert von diesem Buch. Von dem Autor hatte ich schon bei Radio Fritz gehört (by the way Astra 1D, Transponder 30; oder www.fritz.de). Und dann sah ich bei einer Freundin dieses \"Soloalbum\", und ich musste es einfach mal lesen. Und das schon deswegen, weil alle Kapitel nach Oasis-Songs benannt sind.
Die Story ist schnell erklärt. Es geht um einen Ich-Erzähler Mitte 20, der von seiner Freundin nach 4-jähriger Beziehung verlassen wird. In dem Buch wird nun der schwere Weg des Drüberhinwegkommens und Vergessens beschrieben.
Dabei ist der Text gespickt mit ironischen Andeutungen, zynischen Bemerkungen und ziemlich bissigen Beleidigungen. Es gibt kaum eine Bevölkerungsgruppe, über die nicht hergezogen wird. Okay, man kann mit der Meinung konform gehen, dass das ein bisschen übertrieben ist. Und es ist nicht verwunderlich, dass es viele Menschen gibt, die Benjamin von Stuckrad-Barre absolut nicht leiden können. Aber ich denke man sollte das locker sehen.
\"Normalerweise lasse ich mich nicht von Jungspunden als Jeansjackenträger beschimpfen. Bei Stuckrad-Barre mache ich ausdrücklich eine Ausnahme. Weil er \"Soloalbum\" geschrieben hat, darf er das. Aber nur einmal.\" Das sagt Harry Rohwolt über dieses Buch und diesen Mann. Und auch ich denke, man sollte das Buch nicht so sehr ernst sehen. Wer sich angesprochen fühlt... selber schuld!!
Ich kann mich sehr gut mit dem Ich-Erzähler identifizieren, weil ich in einer ähnlichen Situation war. Während ich das Buch gelesen habe, habe ich verglichen, was ich anders als er gemacht habe. Oder genauso; denn ich bin auf einige Parallelen gestoßen (auf die ich nicht näher eingehen will; ist mir zu privat).
Mir gefällt ausserdem das Lebensgefühl, das dieses Buch in seiner Grundaussage meiner Ansicht nach vermittelt: Nicht immer so viel an morgen denken, auch spontane Entscheidungen treffen können, und vor allem geht das Leben weiter, egal was passiert.
Der Ich-Erzähler verwendet oft bestimmte Namen für verschiedene Klientel. Das heisst, er sieht einen Menschen, sieht, wie er aussieht und sich verhält, und stellt dann fest: Der heisst bestimmt Soundso oder Wasweisich. Das finde ich faszinierend, denn bei mir ist das genau anders herum. Ich höre einen Namen und versuche einen Charakter oder ein Gesicht zuzuordnen.
Am Ende ist natürlich das ganze Leben des Ich-Erzählers komplett umgekrempelt; neue Stadt, neuer Job, neues Leben. Ich bin ein Mensch, der über den bissigen Zynismus von Stuckrad-Barre auch lachen kann. Wer das genauso sieht, dem kann ich das Buch nur empfehlen.
Basti
http://www.dove-networks.de
Die Story ist schnell erklärt. Es geht um einen Ich-Erzähler Mitte 20, der von seiner Freundin nach 4-jähriger Beziehung verlassen wird. In dem Buch wird nun der schwere Weg des Drüberhinwegkommens und Vergessens beschrieben.
Dabei ist der Text gespickt mit ironischen Andeutungen, zynischen Bemerkungen und ziemlich bissigen Beleidigungen. Es gibt kaum eine Bevölkerungsgruppe, über die nicht hergezogen wird. Okay, man kann mit der Meinung konform gehen, dass das ein bisschen übertrieben ist. Und es ist nicht verwunderlich, dass es viele Menschen gibt, die Benjamin von Stuckrad-Barre absolut nicht leiden können. Aber ich denke man sollte das locker sehen.
\"Normalerweise lasse ich mich nicht von Jungspunden als Jeansjackenträger beschimpfen. Bei Stuckrad-Barre mache ich ausdrücklich eine Ausnahme. Weil er \"Soloalbum\" geschrieben hat, darf er das. Aber nur einmal.\" Das sagt Harry Rohwolt über dieses Buch und diesen Mann. Und auch ich denke, man sollte das Buch nicht so sehr ernst sehen. Wer sich angesprochen fühlt... selber schuld!!
Ich kann mich sehr gut mit dem Ich-Erzähler identifizieren, weil ich in einer ähnlichen Situation war. Während ich das Buch gelesen habe, habe ich verglichen, was ich anders als er gemacht habe. Oder genauso; denn ich bin auf einige Parallelen gestoßen (auf die ich nicht näher eingehen will; ist mir zu privat).
Mir gefällt ausserdem das Lebensgefühl, das dieses Buch in seiner Grundaussage meiner Ansicht nach vermittelt: Nicht immer so viel an morgen denken, auch spontane Entscheidungen treffen können, und vor allem geht das Leben weiter, egal was passiert.
Der Ich-Erzähler verwendet oft bestimmte Namen für verschiedene Klientel. Das heisst, er sieht einen Menschen, sieht, wie er aussieht und sich verhält, und stellt dann fest: Der heisst bestimmt Soundso oder Wasweisich. Das finde ich faszinierend, denn bei mir ist das genau anders herum. Ich höre einen Namen und versuche einen Charakter oder ein Gesicht zuzuordnen.
Am Ende ist natürlich das ganze Leben des Ich-Erzählers komplett umgekrempelt; neue Stadt, neuer Job, neues Leben. Ich bin ein Mensch, der über den bissigen Zynismus von Stuckrad-Barre auch lachen kann. Wer das genauso sieht, dem kann ich das Buch nur empfehlen.
Basti
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