Mehr zu Strategiespielen Testbericht
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Erfahrungsbericht von TheGreatMaster
Battle Isle - Der Andosia Konflikt: Revolutionäres Strategiespiel - Einfach überragend!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Natürlich war ich heiß auf dieses Spiel, als ich damals die ersten Ankündigungen gelesen habe. Jedoch war ich gespannt, wie Blue Byte den Spagat zwischen Echtzeit-Aufbau und rundenbasierten Schlachten realisieren würde.
Ich muß sagen Blue Byte hat mit diesem Spiel ein absolutes Meisterwerk kreiert, obwohl es in vielen Computerzeitschriften meiner Meinung nach nicht ausreichend dekoriert wurde.
Ok fangen wir dieses Mal anders herum an und beschäftigen uns mit dem Negativem. Ich muß zugeben, die Zwischensequenzen sind wirklich mies. Diese Comiczeichnungen entstammen dem Zeichner Alexander Lozano. Entweder Blue Byte wollte hier sparen, oder der Zeichner versteht sein Handwerk nicht. Anders kann ich mir die Qualität der Zwischensequenzen nicht erklären.
Ebenfalls als negativ könnte man dem Spiel auslegen, daß es direkt gepatcht werden mußte, damit die gröbsten Fehler beseitigt wurden.
Aber das wars auch schon, was ich an dem Spiel zu kritisieren habe.
Storymäßig führt das Spiel wieder die fiktive Battle Isle Geschichte fort. Man kann sich zwischen 2 Kampagnen entscheiden. Entweder man unterstützt General Bratt oder die Gegenpartei \'Kinder von Haris\'.
Anfangs von Battle Isle - Der Andosia Konflikt führt uns der jeweilige befehlshabende Offizier in die Missionsziele ein und stellt uns die wichtigsten Angriffspunkte der Mission anhand einer Kamerafahrt durch die 3D Landschaft vor.
Es ist wichtig, daß man sich zu Anfang erst einmal im Pausenmodus die Karte genau ansieht, wo z.B. Landepunkte für Truppen sind, wo Bergmassive den Truppenvorstoß erschweren usw. Denn ein genaues analysieren der Karte entscheidet über die richtige Strategie sowie über den daraus folgenden Erfolg.
Das Spiel ist jeweils in 2 verschiedene Zugrythmen eingeteilt. Im taktischen Modus, kann der Spieler seine Einheiten bewegen, sowie den Aufbau-, bzw. den Wirtschaftspart leiten. Im wirtschaftlichen Modus hingegen kann der Spieler NUR sich um den Aufbau kümmern sowie Wegpunkte planen für den Nachschub von Truppen.
Deswegen sollte man die Zeit, die für den taktischen Modus zur Verfügung steht, auch taktisch nutzen und die Zeit für den wirtschaftlichen Modus für Aufbauzwecke nutzen.
Beschäftigen wir uns nunmehr zunächst mit dem Wirtschaftspart.
Es gibt bei Battle Isle - Der Andosia Konflikt insgesammt 6 verschiedene Rohstoffklassen. Eisenerz, Rohstahl, Edelstahl, Aldinium, Strom und Wasser. Als Erze stehen dem Spieler am Anfang einer Level eine bestimmte Anzahl von Eisenerzen und Aldinium zur Verfügung, die anhand von Minen abgebaut werden können. Aus Eisenerzen wird dann mit einem Rohstahlwerk Rohstahl erzeugt und aus diesem Rohstahl kann widerum das höherwertige Edelstahl, das für moderne Panzer benötigt wird produziert werden.
Um beispielsweise Energie zu erzeugen, benötigt man Aldiniumkristalle, sowie Wasser. So braucht jede bestimmte Einheit eine bestimmte Rohstoffkombination. Mittels einer Akademie kann man neue Einheiten, sowie bestimmte Bewaffnungen für Infanterie und Gebäudeaufrüstungen entwickeln. Man sollte sich also genau überlegen, welche Forschung man in Auftrag gibt, denn die richtige Mischung ist der Schlüssel zum Erfolg.
Die Logistik des Truppennachschubs muß ebenfalls perfekt geplant und ausgeführt werden, denn sonst stehen sie irgendwann in mitten einer heißen Schlacht ohne Material da, oder ihren Truppen geht nach und nach der Saft aus. Damit dieses nicht passiert, hat Blue Byte ein sogenanntes Wegpunktsystem in das Spiel integriert. Hier kann man genau festlegen, wie die Truppen an die Front geschafft werden sollen. Will man beispielsweise seine Truppen sofort über See verschiffen, so kann man seine neu gebauten Truppen sofort zum Hafen schicken lassen und diese Truppen auf ein selbst festgelegtes Wegpunktesystem schicken lassen. Der Computer verschifft diese Truppen dann selbstständig und verläd diese auch selber, vorausgesetzt man hat alles richtig eingestellt.
Zu der Logistik kann man auch die Stromversorgung zählen. Alle Gebäude sind an ihrer Dachspitze mit Stromsendern versehen. Stehen also die Gebäude in einem bestimmten Abstand nebeneinander, so empfängt das jeweilige Gebäude Strom von einem Nachbargebäude. Wenn zuviel Platz zwischen einzelnen Gebäuden ist, kann man sogenannte ERP (Energie Relay Pods) dazwischen bauen. Man besitzt bei Battle Isle - Der Andosia Konflikt zwei verschiedene Hauptquartiere. Ein wirtschaftliches auf der sogenannten Basisinsel und ein Schlachtfeldhauptquartier.
Diese beiden Hauptquartiere sind energiemäßig miteinander verbunden, denn die Energieversorgung muß auch auf dem Schlachtfeld sichergestellt werden. Hierzu baut man sogenannte mobile Klaywor-Einheiten, mit denen man auf dem Schlachtfeld ERP´s aufbauen kann, um die Energieversorgung bis an die Front zu leiten. Diese ERP´s kann man jedoch, wenn Sie einmal aufgebaut worden sind, nicht mehr in Klaywors zurückverwandeln, da sich diese im Boden verankert haben. Seine Truppen auftanken kann man mit den sogenannten Ant-Einheiten, die eine Schlüsselstelle des Spiels ausmachen.
Denn diese Ant-Einheiten sind die einzigen Einheiten, die Truppen mit Energie versorgen können. Somit sind Sie natürlich auch ein vorrangiges Ziel des Gegners. Ants sollten somit sehr gut verteidigt werden.
Die tolle 3D-Engine von Battle Isle - Der Andosia Konflikt, die von einer tschechischen Entwicklergruppe namens Couldron entwickelt wurde ermöglicht dem Strategen ebenfalls viele taktische Möglichkeiten. So kann man beispielsweise nachts mit Infanterie viel effektiver arbeiten als tagsüber. Oder wenn es beispielsweise aus Kübeln schüttet, bleiben die Panzer im Matsch stecken und kommen kaum voran.
Jede Truppeneinheit hat bei Battle Isle - Der Andosia Konflikt besondere Stärken sowie Schwächen, so ist ein Scharfschütze äußerst effektiv gegen gegnerische Infanterie, jedoch richtet dieser an einem Panzer höchstens einen Kratzer an. So ist beispielsweise ein Vulture Panzer gut gegen gepanzerte Einheiten, jedoch besitzt dieser keine Luftverteidigung und ist somit aus der Luft verwundbar. Deswegen ist eine gute Mischung von vielen verschiedenen Truppen wichtig um Erfolg zu haben. Denn wenn man keine Luftverteidigung hat, nutzt der Computer das (zumindest in späteren Levels) gnadenlos aus und bombadiert dich aus der Luft.
Das Erfahrungssystem aus dem ursprünglichen Battle Isle wurde bei diesem Spiel ebenfalls übernommen, so muß sich beispielsweise eine Ionstar (Geschützbunker) erst einmal einschießen, um verherrenden Schaden an seinen Gegner auszurichten. Hat diese jedoch erst einmal den ein oder anderen Erfahrungsstern, so ist Sie verdammt hart auszuschalten, da Sie in Nullkommanix eine ganze Panzerdivision zu Altblech verarbeitet.
Die Artillerien nehmen bei Battle Isle - Der Andosia Konflikt eine zentrale Rolle ein. Denn meistens gilt es schwer bewaffnete Verteidigungsstellungen mit gezielten Angriffen lahm zu legen.
Also ich könnte hier noch gewiss länger von dem Spiel schwärmen, da dieses Spiel dem Spieler ungeahnte taktische und strategische Möglichkeiten bietet. Solch eine strategische Tiefe können beispielsweise reine Echtzeitstrategiespiele niemals bieten. Das ganze hat natürlich seinen Preis. Man muß schon mal einen ganzen Tag dafür opfern, um eine Schlacht bis zu Ende durchzuziehen. Aber man kann ja abspeichern und am nächsten Tag weitermachen. Auf jedenfall hat man wirklich lange was an diesem Spiel und man kann auch mal zwischendurch noch Fernsehen gucken, wenn der Computer seinen taktischen Zug auskostet.
Solche Spiele mag ich, die einfach nicht so in Stress ausarten und wo man eine Menge Spieltiefe und taktische Möglichkeiten präsentiert kriegt. Und das alles in einer wirklich schönen 3D Grafik. Der Sound ist sehr stimmig und verbreitet düstere Atmosphäre somit kommt auch ein richtiges Schlachtfeldfeeling rüber. Ok man muß sich in das Spiel erst einmal einarbeiten, aber das ist es Wert. Hat man erst einmal die erste Insel, die aus mehreren Missionen besteht geschafft, so weiß man wies geht. Außerdem finde ich es toll, daß man seine Einheiten in die nächste Mission übertragen kann.
Der Spagat von Rundenstrategie im taktischen Bereich und Echtzeit im wirtschaftlichen Bereich ist überaus gelungen und das Strategiespielgenre wird mit diesem Spiel neu definiert und revolutioniert, wenn es nach mir gehen würde. Ein Multiplayer Modus sowie die Möglichkeit im Internet gegen andere Strategen anzutreten besteht ebenfalls.
Somit seht Euch das Spiel mal an, vielleicht seit ihr ja auch so begeistert von diesem Spiel. Dieses Spiel ist eines meiner Lieblingsspiele, wenn ich doch endlich nur mal wieder genügend Zeit hätte es zu spielen! Ich wünsche Euch noch viel Spaß beim zocken!
Mit freundlichen Grüßen
Gerwin (TheGreatMaster)
Update vom 04.01.2001 (altes Yopi)
20 Bewertungen, 4 Kommentare
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26.02.2002, 16:02 Uhr von JBond
Bewertung: sehr hilfreicheinfach ein super Spiel, mein Lieblingsfeature ist der Defensiv-Modus cu
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21.02.2002, 11:02 Uhr von skorpion99
Bewertung: sehr hilfreichDa sind wir exakt einer Meinung und alle Versuche etwas vergleichbares neuartiges Nachzukaufen sind bisher gescheitert, will sagen, für mich der unerreichte Strategieknüller, der selbst mich als sonst eher friedlichen Menschen begeistert hat und
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20.02.2002, 16:11 Uhr von zettikonfetti
Bewertung: sehr hilfreichnun, dass nennt man dann wohl ausführlich
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20.02.2002, 13:56 Uhr von Stellaluna
Bewertung: sehr hilfreich<-- von "sowas" keine ahnung und positiv erschlagen :-) lg laura
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