Mehr zum Thema Betriebliche Altersversorgung Allgemein Testbericht
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Erfahrungsbericht von trenker26
Direktversicherung-Lieber auf die Zulage verzichten
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
5,8 Millionen Direktversicherungsverträge gab es laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft zum Ende des Jahres 2000 in der Bundesrepublik.Mit der Rentenreform wird das Interesse vermutlich noch steigen: Denn seit grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer seit diesem Jahr das Recht,einen Teil seines Gehaltes in eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge umzuwandeln ( so genannte Entgeldumwandlung) Bietet der Arbeitgeber weder Pensionskasse noch Pesionsfonds an,hat der Arbeitnehmer zumindest Anspruch auf eine staatlich geförderte Direktversicherung.Zwar werden viele Arbeitgeber im Laufe des Jahres einen Pesionsfonds oder eine Pensionskasse anbieten,doch sicher nicht alle.Vor allem kleinee Firmen dürfte der Aufwand oft zu groß sein.Die Direktversicherung ist für sie die einfachere Lösung,denn hier kann der Arbeitnehmer frei wählen zwischen den diversen Anbietern und den Vertrag dann einfach seinen Arbeitgeber vorlegen.Zur Klarstellung:Während der Arbeitgeber seinen Angestelleten eine Form der staatlich geförderten Altersvorsorge ermöglichen MUSS,ist auf Arbeitnehmerseite alles freiwillig:Niemand MUSS für sein Alter vorsorgen.Entscheider sich der Arbeitnehmer aber für eine Direktversicherung,hat er grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Varianten.
1.Pauschalbesteuerung:
Bis zur Höhe von maximal 1752 euro kann der Arbeitgeber die Sparbeiträge direkt vom Gehalt abzweigen-mit der Folge,daß sie pauschal mit 20 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer versteuert werden.Darüber hinaus sind die Beiträge derzeit noch(bis Ende 2008)sozialabgabenfrei,wenn sie aus Sonderzahlungen des Arbeitgebers,wie etwa Urlaubs-oder Weihnachtsgeld,und nicht monatlich erbracht werden.Ab dem Jahr 2009 entfällt die Sozialabgabenfreiheit für die Entgeldumwandlung,nur der Vorteil der Pauschalbesteuerung bleibt.Die Auszahlung im Rentenalter ist nach zwölf Jahreb Laufzeit steuerfrei,wenn die Summe auf einen schlag ausbezahlt wird.Wählt der Sparer aber die Auszahlung als monatliche Rente,muß er den Ertragsanteil versteuern.
2.Riester-Zulage:
Der Anleger hat auch die Möglichkeit,eine Direktversicherung mit Riester-Zulagen zu wählen.Gefördert werden in diesem Jahr allerdings höchstens ein Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens,maxmal 525 Euro(wie bei allen zulagengeförderten Verträgen).Bis zum Jahr 2008 steigt der Förderhöchstbetrag auf vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens,maximal 2100 Euro.Der Sparer muß die Beiträge zunächst aus seinemn lohnversteuerten Einkommen zahlen,also auf die steuervorteile aus der ersten Variante verzichten.Durch die Gewährung der Zulage oder des Sonderausgabenabzugs wird es aber so gestellt,als habe er die Beiträge aus unversteuerten Einkommen gezahlt.Dafür ist die spätere Auszahlung als lebenslange monatliche Rente komplett zu versteuern.Die Auszahlung in einer Summe ist bei den Verträgen,die mit Riester-Zulagen gefördert wurden,nicht möglich.
Experten raten jedoch,bei der betriebliche Altervorsorge auf die Riester-Zulage zu verzichten.Wer genug Geld hat kann nämlich zweigleisig sparen:Eien privaten Altervorsorgevertrag abschließen und hier die Riester-Mittel beantragen;zusätlich über seinen Arbeitgeber eine Direktversicherung abschließen und hier die Vorteile aus der Pauschalversteuerung kassieren.Doch die Mittel,um in zwei Verträge zu sparen,wird nicht jeder haben.
Dann spricht viel für die Pauschalversteuerung.Zum einen würden bei Verträgen mit Riester-Zulage in diesem Jahr nur 525 Euro gefördert,währed es bei der Pauschalbesteuerung 1752 Euro seien.Zum anderen sei der große Nachteil zulagengeförderten Direktversicherung,daß die Auszahlung im Alter nur als monatliche Rente erfolgen könne und zudem in voller Höhe besteuert werde.Wer 65 Jahre alt und womöglich krank ist,wird sich ärgern,daß er das Geld nicht auf einen Schlag bekommt.Zumal dann wenigstens seine Erben etwas davon erhalten und die Auszahlung komplett steuerfrei ist.
Auch die Allianz Leben ist der Ansicht,daß die pauschalbesteuerte Direktversicherung zumindest bis Ende 2008 oft attraktiver als die zulagengeförderte sein kann.
Allgemein gilt jedoch:Mit welcher Varainte der Direktversicherte besser fährt,hängt von seiner individuellen Lebensstuation ab.Je geringer das Einkommen und je mehr Kinder der Arbeitnehmer hat,umso interessanter wird die zulagengeförderte Direktversicherung.
Schwierig wird es für den Arbeitnehmer dann,wenn er sich zwischen einer Direktversicherung und einer anderen Form der betrieblichen Altersvorsorge,zum Beispiel einen Pesionsfond,entscheiden soll.Bei diesem Produkt(Oder auch bei einer Pensionskasse) sieht die neue staatliche Förderung so aus:Die gehaltsumgewandelten Beiträge sind bis zur Höhe von vier Prozent der für Westdeutschland geltenden Beitragsbemessungsgrenze(also derzeit maximal 2160 Euro pro Jahr) komplett steuer-und derzeit auch sozialabgabenfrei;ab 2009 entfällt die Sozialabgabenfreiheit.Der Staat fördert also beim Pensionsfonds oder der Pensionskasse zum einen höhere Beiträge als bei der Direktversicherung.Zum anderen sind sie komplett von der Steuer befreit,während es bei der Direktversicherung nur eine günstige Pauschalbesteuerung gibt.
Im Alter aber wendet sich das Baltt.Die staatlich geförderten Pensionsfonds unterliegen den strengen Riester-Regeln;Die Auszahlungen dürfen nur als monatliche Rente erfolgen und müssen zudem in voller Höhe versteuert werden.Bei der pauschalbesteuerten Direktversicherung dagegen darf die angesparte Summe im Rentenalter auch auf einen Schlag ausbezahlt werden,und zwar steuerfrei.
Welche der beiden Varianten für wen die günstigere ist,lässt sich derzeit noch nicht sagen.Bisher gab es keine Pensionsfonds in Deutschland,die ersten Produkte werden gerade erst entwickelt.Sie hören sich zwar interessant an,weil sie die einbezahlten Gelder in größerem Maße am Aktienmarkt investieren dürfen als Versicherungsprodkte.Ein Urteil könne man jedoch erst abgeben,wenn einige Pesionsfonds auf dem Markt sind.Im Einzelfall könne es dann sogar interesant sein,eine bereits abgeschlossene Direktversicherung ruhen zu lassen und stattdessen in einen Pesionsfonds zu zahlen.Das kommt aber auf die individuelle Lebessituation des Spares und die Ausgestaltung des des Pensionsfonds an.
Auch hier gilt jedoch:Wer genügend flüssige Mittel zum Sparen aht,kann beide Wege paralell in Anspruch nehmen-Vorausgesetzt der Arbeitgeber spilet mit.Theoretisch darf man sogar dreifach sparen und wir dabei jedesmal staatlich gefördert.
Das heißt:Man kann betrieblich in einen Pensionsfonds zahlen und die Steuervorteile mitnehmen,zusätzlich die Pauschalbesteuerung der Direktversicherung in Anspruch nehmen und schließlich privat in einen Riester-Vertrag sparen,auf dem man Zulagen kassiert.Doch das werden sich die wenigsten leisten können.
PS:Viele Arbeitnehmer bekommen jetzt mit der Juni- Gehaltsabrechnung bereits ihr Urlaubsgeld ausbezahlt. Deshalb ist es aus folgenden Gründen wichtig schnell zu handeln und eine Direktversicherung (DV) jetzt zu machen:
1.Um die oben genannten Steuervorteile zu nutzen.
2.Das Bundesverfassungsgericht hat bereits im März ihr Urteil zur Rentenbesteuerung gefällt. Da mit Sicherheit dies gleich nach der Bundestagswahl geschehen wird,ist es daher schnelles Handeln gefordert.Weil die nächste Möglichkeit eine DV zu machen,praktisch erst wieder im Dezember kommt. Eben mit dem Weihnachtsgeld.Doch da kann es schon zu spät sein für eine steuerfreie Rente.
MFG Werner
26 Bewertungen, 6 Kommentare
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23.02.2003, 18:39 Uhr von Wumli
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht und von vielen Seiten ausgeleuchtet
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07.06.2002, 21:56 Uhr von roma1
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr informativer Bericht. LG Joanna
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30.05.2002, 23:16 Uhr von Indigo
Bewertung: sehr hilfreichMit dem layout hab ich auch so meine Probleme, mit meinem und Deinem
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29.05.2002, 15:41 Uhr von KevinAlan
Bewertung: sehr hilfreichEcht Klasse Bericht, wenn du das Layout noch verbessern würdest, wäre er perfekt.
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24.05.2002, 20:53 Uhr von Edding
Bewertung: sehr hilfreichSascha wieso nur n ???
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24.05.2002, 20:51 Uhr von Sascha1982wtal
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht
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