Mehr zum Thema Coppenrath&Wiese Testbericht

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Erfahrungsbericht von Finron

Im Strudel der Sinne

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heute ist mal wieder so ein Tag: Außentermin am Vormittag und gleich ein Supermarkt um die Ecke. Und weil man von leberkässemmeln alleine nicht leben kann, macht sich Finron auf die Jagd nach einem leckeren Stück Tiefkühlkost für Mittag. Doch was nehmen bei der riesigen Auswahl? Meine Geschmacksnerven sagen: Süße Mehlspeis (ja, da bricht der Viertel-Österreicher in mir durch). Aber was davon? Windbeutel? Quarkstrudel? Germknödel? Nein! Apfelstrudel!

Die Kaufentscheidung
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Na, welches Struderl hätten’s denn gern? Fragt mich mein innerer Kaufberater. Sind wir heute ökonomisch vernünftig und greifen zum Salto-Strudel? Nein, das Auge und die Werbepsychologie siegen: Ein schöner länglicher Karton, auf dem mir die saftigen Apfelstückchen entgegenfallen. Schnörkelige Schrift weckt die Assoziation Jugendstil – Wien – Lecker Strudel! Und so greife ich zu. Bei Coppenrath & Wiese. Das Aufjaulen meines Finanzgewissens versuch ich so gut wie möglich zu ignorieren.

Auf zur Kasse
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So, jetzt haben wir das Problem: Ich bin ein notorischer Kassenzettel-Wegschmeisser. Weil aber viele von euch wissen wollen, was denn das gute Stück kostet, hier eine kleine Rechenaufgabe: Finron zahlt an der Supermarktkasse 8,44 Euro. Dafür hat er bekommen: Eine Schachtel Camel (3 Euro), vier Packungen Rispinos (je 0,89 Euro im Angebot) und einen Apfelstrudel. Wie viel hat der Apfelstrudel gekostet? Die Lösung steht am Ende des Berichts.

Ab in den Ofen!
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Zurück im Büro heiz ich erst mal den Herd an. 22 Grad sollten es bei einem normalen E-Herd sein, bei Umluft reichen 200 Grad. Normalerweise sollte man ja vorheizen, doch meine Gier ist größer: Schnell Backpapier aufs Bleck und die satten 600 Gramm tiefgefrorenen Strudel drauf. Und ab in den Ofen. Man könnte laut „Betriebsanleitung” auch das Blech einfetten, aber da ich kein Fett hier habe, verzichten wir mal drauf. Normalerweise streiche ich einen Strudel immer mit zerlassener Butter oder verschlagenem Eigelb ein (gibt eine schöne Farbe und einen knusprigen Teigmantel), doch auch darauf muss ich hier im Büro verzichten. Genauso wie auf Vanillesoße, Eis oder Sauerrahm. Gibt’s eben Strudel pur heute.

So, wann ist der Strudel endlich fertig? 35 bis 40 Minuten steht auf der Packung. Weil ich nicht vorgeheizt habe geb ich noch fünf Minuten dazu (und praktischer Weise hab ich dann genau Mittagspause).

Während ich nun meine liegengelassene Arbeit durchwerkel, steigt mir schon ein apfel-zimtiger Geruch in die Nase. Hmmmm! Ich freu mich schon!

Strudel, Strudel noch einmal
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Da liegt er vor mir: Goldgelb und heiß. Erstmal halbieren, das Strudelchen. Das Messer gleitet durch den Blätterteig wie durch Butter. Auch die Füllung kommt nicht gleich hervorgequollen, sondern bleibt schön artig im Teigmantel. Schnell auf den Teller und ab an den Tisch.

Dampf kringelt zur Decke, als ich mein erstes Stückerl Apfelstrudel runterschneide. Sehr schön dabei: Der Blätterteig ist schön geschmeidig und bröselt nicht zu sehr auf den Teller geschweige den auf den Tisch und Boden. Da hab ichs chon andere Blätterteigstrudel erlebt, die sich beim verzehr in einen expandierenden Bröselhaufen samt Apfelpampe verwandelt haben.

Ich muss mich beherrschen beim Pusten, denn der zimtige Geruch, der mir in die Nase steigt, verleitet mich, sofort reinzubeißen. So, jetzt ist der Strudel endlich kühl genug, dass ich mir nicht mehr den Mund verbrenn. Zärtlich schließen sich meine Lippen um den Strudel.

Mmmh, mmmh, MMMMHHHH! Was für ein Geschmack! Der Strudel explodiert förmlich auf meiner Zunge. Zimt, Äpfel, Rosinen, Blätterteig, ein bißchen Zuckersüße. Das schmeckt wie... wie... daheim! Mehr fällt mir dazu nicht ein. Schmeckt nicht ganz so wie Omas echter Wiener Apfelstrudel, aber kann durchaus mit Mutterns Strudel konkurrieren (gut, dass sie das jetzt nicht liest). Jeder Bissen weckt die Gier nach mehr – und ratzfatz hab ich tatsächlich 600 Gramm Apfelstrudel verdrückt. Gott, Nein! Was wohl die Waage dazu meinen wird? Hätt ich nur mit einem Kollegen geteilt!

Aber was solls. Auch wenn ich mich nach meinem Strudel-Massaker kugelrund und übersatt gefühlt hab, das Völlegefühl hält nicht allzu lange her. Allerdings werd ich heute auch definitiv keine Zwischenmahlzeit mehr benötigen. ©Finron

Was ist drin?
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So, satt und glücklich kann ich mich auch der Zutatenliste widmen. Macht man das vor dem Essen, könnt’s einem ja den Appetit verhageln ;o)

Also, hier kommen die Zutaten: Satte 44 Prozent Äpfel, Weizenmehl, Pflanzenmargarine, Wasser, Zucker, Glucose, modifizierte Stärke, 4 Prozent Sultaninen, Zimt, Paniermehl, Speisesalz, Zitronensäure, Natriumalginat, Kalziumalginat und Aromen. Na, wenigstens keine „E”-s.

Der Hersteller Coppenrath & Wiese (Hauptverwaltung) residiert übrigens unter der Adresse:
Zum Attersee 2
49076 Osnabrück/Atter
Telefon: 05 41/91 62-0
Telefax: 05 41/91 62-3 55
und natürlich im Internet unter www.coppenrath-wiese.de.

Strudel-Meinung
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Die Adresse hat mich doch etwas überrascht, suggeriert doch die Werbung und das Design, dass es sich bei Coppenrath & Wiese um ein Wiener Traditions-Unternehmen handelt. Doch egal. Den österreichischen Mehlspeisen-Spezialisten stehen die Großbäcker aus Osnabrück in nichts nach. Ob Aussehen, Geschmack oder Geruch – der Apfelstrudel von Coppenrath & Wiese ist wirklich ein Meisterstück, das man guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Des Rätsels Lösung
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Ach ja: Hier kommt noch die Lösung unseres kleinen Mathe-Rätsels: Der Strudel kostete 1,88 Euro. Nicht billig, aber dafür, dass er fast so gut ist wie selbstgemacht doch schwer in Ordnung.

Tippfehler gehören zu den natürlichen Zutaten eines Apfelstrudel-Berichts und sollten als solche natürliche Inhaltsstoffe beibehalten werden.

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