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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Malwina
Die Nashörner (Eugene Ionesco) - Das Publikum oder das Stück muß sich ändern
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich möchte hiermit eine Warnung und zugleich eine Aufforderung an alle zukünftigen Französischkurse an deutschen Gymnasien aussprechen: Weigert euch, das Buch Rhinocéros von Eugène Ionesco zu lesen!!!
Unser Leistungskurs wurde zu diesem Buch gezwungen, und es war einfach nur noch schlecht! Obwohl die Gecshichte gerademal 17 Seiten umfaßt, glaubt man, es handle sich um eine unendliche Geschichte. Alle Bewohner einer Kleinstadt verwandeln sich nach und nach in Nashörner... . Wenn das erste Mal ein Nashorn durch die Stadt läuft, ist es ja noch eine ganz amüsante Geschichte, doch mit der Zeit wird die Geschichte so unrealistisch, daß man das Buch einfach nur noch in die Ecke schmeißen will. Die Geschichte ist derart abgehoben, daß einem jeglicher Zugang zu einem übertragenem Sinn oder zur Symbolik weithergeholt scheint, und man keinerlei Zusammenhänge zu sozialen oder historischen Aspekten zu finden scheint. Auch wenn sich der Ich-Erzähler lange Zeit gegen seine eigene Verwandlung in ein Nashorn wehrt, er hat keine Chance, ebensowenig wie der Leser eine Chance hat, einen tieferen Sinn in dieser Geschichte zu entdecken.
Bei der anfänglichen Diskussion, ob es nun Nashörner mit einem Horn oder mit zwei Hörnern sind, fühlt man sich unweigerlich an Loriot erinnert: ?Herr Doktor Müller-Lüdenscheidt, die Ente bleibt draußen!" Dies ist das Niveau, auf dem soich dieses Buch entwickelt.
Letzte Woche stand bei usn in der zeitung folgender kurzer Artikel zu Ionescos Nashörnern:
"Die Nashörner brachten dem rumänischen Dichter Eugene Ionesco einen großen Erfolg. Eine englische Theateragentin interessierte sich sehr für das Stück. "Ich könnte es in London gut platzieren, aber wenn es beim Publikum ankommen soll, muß man es ändern!" erklärte sie Ionesco. "Einverstanden, ändern wir! Aber das Londoner Publikum - nicht meine Nashörner!" war Ionescos prompte Antwort."
Naja, mein lieber Eugene, denken Sie nochmal drüber nach..... vielleicht ändern wir doch lieber das Stück!
Unser Leistungskurs wurde zu diesem Buch gezwungen, und es war einfach nur noch schlecht! Obwohl die Gecshichte gerademal 17 Seiten umfaßt, glaubt man, es handle sich um eine unendliche Geschichte. Alle Bewohner einer Kleinstadt verwandeln sich nach und nach in Nashörner... . Wenn das erste Mal ein Nashorn durch die Stadt läuft, ist es ja noch eine ganz amüsante Geschichte, doch mit der Zeit wird die Geschichte so unrealistisch, daß man das Buch einfach nur noch in die Ecke schmeißen will. Die Geschichte ist derart abgehoben, daß einem jeglicher Zugang zu einem übertragenem Sinn oder zur Symbolik weithergeholt scheint, und man keinerlei Zusammenhänge zu sozialen oder historischen Aspekten zu finden scheint. Auch wenn sich der Ich-Erzähler lange Zeit gegen seine eigene Verwandlung in ein Nashorn wehrt, er hat keine Chance, ebensowenig wie der Leser eine Chance hat, einen tieferen Sinn in dieser Geschichte zu entdecken.
Bei der anfänglichen Diskussion, ob es nun Nashörner mit einem Horn oder mit zwei Hörnern sind, fühlt man sich unweigerlich an Loriot erinnert: ?Herr Doktor Müller-Lüdenscheidt, die Ente bleibt draußen!" Dies ist das Niveau, auf dem soich dieses Buch entwickelt.
Letzte Woche stand bei usn in der zeitung folgender kurzer Artikel zu Ionescos Nashörnern:
"Die Nashörner brachten dem rumänischen Dichter Eugene Ionesco einen großen Erfolg. Eine englische Theateragentin interessierte sich sehr für das Stück. "Ich könnte es in London gut platzieren, aber wenn es beim Publikum ankommen soll, muß man es ändern!" erklärte sie Ionesco. "Einverstanden, ändern wir! Aber das Londoner Publikum - nicht meine Nashörner!" war Ionescos prompte Antwort."
Naja, mein lieber Eugene, denken Sie nochmal drüber nach..... vielleicht ändern wir doch lieber das Stück!
9 Bewertungen, 1 Kommentar
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30.09.2002, 19:43 Uhr von wiesenthal
Bewertung: weniger hilfreichman wird das Absurde in der Welt doch wohl kaum leugnen können...
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