Mehr zum Thema Funknetzwerke und W-LAN Testbericht

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Erfahrungsbericht von stinky-bob

So fliegen die Pakete Wireless im Haus herum

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

I Vorwort
II Anschluß
III Installation
IV Erfahrungen
V Fazit


I Vorwort
***********
Heute möchte ich die erste Komponente in meinem Wireless LAN, welches ich mir gerade zu Hause aufgebaut habe, beschreiben. Es handelt sich um einen Funk Access Point der Firma D-Link und hat die Bezeichnung DWL-900AP+.

Wieso brauche ich so ein Gerät?
Tja das ist schnell erklärt. Ich habe in meinem Zimmer 2 Rechner, die beide an einen DSL-Router angeschlossen sind, sodass ich auf beiden Rechnern das Internet nutzen kann. Meine Mutter, die gerade anfängt sich mit Rechnern zu beschäftigen möchte nun an Ihrem Rechner im Arbeitszimmer auch gerne ins Internet können. Die Frage war also, ob wir durchs ganze Haus ein Kabel ziehen, oder das vorhandene Netzwerk mit einem Wireless LAN erweitern.

Wir haben uns für das letztere entschieden. Nach eingehenden Studien im Internet bin ich auf die deutsche Firma D-Link (http://www.d-link.de) gekommen.

Man braucht einen Access Point, der die Daten über Funk versendet und einen Empfänger (eine Funk Netzwerkkarte). Über diese Karte (DWL-520+) wird mein nächster Bericht gehen, und ich verrate es schon mal, dieser Bericht wird nicht so erfreulich für D-Link werden!!!

Ich habe den Access Point bestellt und nachdem ich 150 EUR bezahlt hatte, hatte ich meinen Access Point in der Hand.


II Anschluß
*************
Vorsichtig habe ich den Inhalt des Paketes herausgeholt und zum Vorschein kam ein Stromanschluss (Netzgerät), ein ca. 1 Meter langes Twisted Pair Netzwerkkabel, eine Bedienungsanleitung, eine CD-Rom und natürlich der Access Point selber, der in schönem silber gehalten ist.
(Am linken Rand ist er etwas dunkler und spielt mit türkiser Farbe...siehe Abbildung oben) Hinten kommt eine Antenne zum Vorschein, die die Daten dann überträgt.

Der Anschluss ist schnell gemacht. Man steckt das Netzteil mit dem Access Point (zukünftig AP abgekürzt) zusammen und das Kabel verbindet man zwischen dem AP und dem Router (Bei Ad Hock Verbindungen (nur 2 Rechner) kann man das Kabel direkt in die Netzwerkkarte stecken).

Schnell den Strom angeschaltet und schon leuchten die Power LED und die LAN (Local Area Network) LED. Lediglich die WLAN (Wireless LAN) LED leuchtet noch nicht.


III Installation
***************
Soweit so gut. Nun steht in der Bedienungsanleitung, man solle ganz einfach in den Webbrowser gehen und die feste IP http://192.168.0.50 eingeben und sich mit „admin“ in dem Passwortdialog anmelden.

Bei mir kam natürlich, „Sie haben keine Berechtigung diese Seite anzuzeigen“. Tja, nachdem ich viel ausprobiert hatte (auch schon den Geräte Reset, hinten an dem AP befindet sich ein kleiner Knopf, mit dem ich beim Betätigen das Gerät in der Werkszustand zurücksetzten kann).

Leider immer noch nichts. Im Handbuch lässt sich zu solch einem Fehler absolut nichts finden, geschweige denn zu anderen Fehlern.

Dann fiel es mir ein, mein Netz zu Hause war ja folgendermaßen konfiguriert, es hatte fest zugeteilte IP`s, die sich natürlich im gleichen Netz befanden, wie mein Router. Dieser läuft mit der Privaten Adresse 192.169.1.1 .

Der AP hingegen befindet sich mit der Adresse 192.169.0.50 in einem ganz anderen Subnetz, sodass ein Zugriff gar nicht möglich ist. Wie kann ich also die fest eingestellte IP des AP verändern?

Ich habe meinem Rechner, der unter WinXP läuft (ein Glück, denn unter XP kann man statische IP`s vergeben, ohne neu starten zu müssen) eine IP gegeben, die im Subnetz des AP läuft. Zum Beispiel 192.168.0.51 !

Dann konnte ich im Browser die IP 192.168.0.50 eingeben und ich wurde nach dem Passwort gefragt. Schnell „admin“ eingetippt und siehe da, ich konnte das Konfigurationsmenü des AP aufrufen.

Das erste was ich gemacht habe war, den AP in das von mir benutzte Subnetz zu bringen, also habe ich dem AP die statische IP 192.168.1.49 zugewiesen.

Schnell noch den XP Rechner in das Alte Netz zurückgebracht (IP Adresse umbenannt) und siehe da, ich konnte nun von beiden Rechnern auf den AP zugreifen, da sich dieser nun im selben Teilnetz befindet.

Für einen Anfänger, der noch nie etwas mit Netzen gemacht hat würde diese Hürde wohl eine echt hohe Mauer darstellen, die ohne technischen Service wohl kaum zu überwinden ist. Hier muss man ganz klar sagen, dass D-Link es verpennt hat einen entsprechenden Hinweis in das Handbuch zu bringen!!!

Im Folgenden gehe ich jetzt davon aus, dass es einen anderen Rechner im Haus gibt, der eine funktionierende DWL-520+ Funkkarte eingebaut hat. (In meinem nächsten Bericht über eben diese Karte werdet Ihr sehen, dass diese Annahme doch recht kompliziert umsetzbar ist, doch das könnt Ihr ja selber lesen dann...)

Wichtig für die erfolgreiche Installation sind folgende Punkte:

- Der andere Funkrechner sollte nicht weiter weg als 30 Meter stehen (im Haus)

- Der AP sollte möglichst zentral im Haus angebracht werden, nicht im Keller, damit man in alle Ecken des Hauses möglichst den gleich langen Weg hat, und so tote Punkte vermeidet.

- Der AP sollte möglichst hoch an der Wand angebracht werden, da je höher ich mich im Raum befinde, die Funkwellen sich besser ausbreiten können. Am Boden würden die Funkwellen von herumstehenden Gegenständen gedämpft werden (Stühle, Abfalleimer, Schrank, TV usw)

- Sehr wichtig ist, dass eine Verschlüsselung des Signals vorgenommen wird, um anderen Leuten, die zufällig auch Funkempfänger haben den Zugang zu meinem Netz zu untersagen


Speziell auf den DWL-900AP+ bezogen ist zu sagen, dass er im Haus selber eine Funkreichweite von 30 Metern hat.

Der AP900+ folgt dem Wireless LAN Standard IEEE 802.11b.

Er kann als Repeater eines schon vorhandenen Wireless Lans genutzt werden. Das heißt, wenn ich eine Distanz von 50 Metern überbrücken muss, so kann ich einen AP benutzen, der das Signal funkt, einen weiteren in 25m Entfernung, der das Signal aufnimmt, und es so verstärkt, dass es erneut 30 Meter übertragen werden kann.
Dieser AP funkt das neu verstärkte Signal dann weiter zu meinem Rechner mit der Funknetzwerkkarte. (Im Prinzip macht der zweite AP nichts anderes als ein normaler Repeater im LAN, der auf der Osi-Schicht eins, die Daten nur wieder verstärkt und weiterschickt).

Der AP900+ bietet die Möglichkeit meine Funkdaten mit einem 64 Bit, 128 Bit oder mit einem 256 Bit Schlüssel zu verschlüsseln und so das Netz nach draußen hin zu schützen. Das geht folgendermaßen: Man gibt als User einen frei wählbaren Schlüssel (Hex Schlüssel 0-9 A-F Tasten) an, der die Länge 64, 128 oder 256 Bit hat. Dieser Schlüssel muss auf dem Empfangsrechner in die Installationssoftware der Karte eingetragen werden, und schon kann der Rechner die empfangenen Daten entschlüsseln und verstehen.
Diese Möglichkeit sollte auf jeden Fall genutzt werden, um sein netz vor unerlaubtem Eindringen anderer zu schützen.

Hervorzuheben ist die Übertragungsgeschwindigkeit. Bei starkem Signal lässt der AP900+ eine Datenübertragung von 22Mbit/s zu. Alle anderen AP`s der Firma D-Link und auch anderer namenhaften Firmen, hatten bislang eine Übertragung von 11 Mbit/s. Hierbei erhält der AP900+ von mir ein besonderes Lob, da die Übertragung wirklich super schnell geht.

Um ein klarzustellen, wer den AP nur nutzen möchte, um mit dem Wireless LAN Rechner im Netz zu surfen, für den langen 11 Mbit/s locker aus!!!

Die Treiber CD, die beim AP dabei ist, wird für eine „normale“ Installation nicht gebraucht, aber das Handbuch ist als PDF noch einmal auf der CD vorhanden!


IV Erfahrungen
******************
Meine Erfahrungen mit dem DWL-900AP+ sind durchweg positiv. Bis auf die kleinen Unstimmigkeiten während der Installation (für Anfänger ein großes Hindernis).

Der AP ist in meinen 4 Wochen, wo er nun Tag und Nacht läuft noch nicht einmal hängen geblieben, oder abgestürzt. Die Datendurchsatzraten liegen voll im grünen Bereich, auch bei Dauerbelastung durch große Downloads blinkt die WLAN LED wie verrückt, und das manchmal mehrere Tage lang. Positiv finde ich auch noch, dass man absolut nichts hört, nichtmal ein Rauschen fabriziert das Gerät.

Das einzige was mir persönlich nicht so dolle gefällt ist die türkise Farbe am linken Rand des AP, aber das ist ja Geschmackssache und hat auf diese objektive Bewertung keinerlei Einfluss.

Wenn das IP Problem gelöst wurde (siehe Installationsabschnitt), dann ist der AP in 5 Sekunden angeschlossen und einsatzbereit.


V Fazit
*********
Abschließend kann ich nur sagen, dass der AP ein hervorragendes Helferchen ist. Man braucht nicht durch das ganze Haus zu bohren, keine störenden Kabel verlegen durch das ganze Haus, nein, die Daten können einfach durch die Luft fliegen.

Meine Mutter und auch ich (Nachts stört es doch schon etwas, wenn mein Rechner im Zimmer läuft von der Lautstärke her) nutzen den Rechner im Arbeitszimmer nun sehr häufig. Meine Mutter für Ihre Rezeptseiten, oder „Wie-halte-ich-die-Maus-richtig-Seiten“ und ich finde es sehr angenehm meine Downloads über nacht schnell und für mich absolut geräuschlos über die Bühne zu bringen.

Durch die 22 Mbit/s ist der AP auf dem jetzigen Home-Wireless-LAN Standard und mit einem Preis von 150 EUR nicht überteuert.

Denkt daran, dass Ihr noch eine Funkkarte Euch kaufen müsst, wenn Ihr einen solchen AP betreiben wollt.

Für alle die, die schon ein kleines Netzwerk haben (Switch oder Router) ist der AP eine super Lösung das vorhandene Drahtgebundene Netzwerk kabellos zu erweitern.

Möchte man nur zwei Rechner miteinander verbinden (Ad Hok Verbindung) so ist das mit dem AP und einer Funkkarte auch problemlos möglich.

Weitere Informationen findet Ihr unter http://www.d-link.de (kleiner Tipp, schaut auch mal ins Forum, da werden viele aktuelle Beispiele besprochen und man versteht einiges leichter, da vieles gut erklärt wird).

Ich hoffe, dass ich Euch einen kleinen Einblick in dieses Produkt geben konnte, wenn Ihr Fragen zu Wireless LAN habt, dann benutzt gerne mein GB, habe ich hier Eurer Meinung nah Unsinn geschrieben, so bitte ich Euch auch mich im GB zu kontaktieren.

Ansonsten wünsche ich Euch was und Ihr könnt auf den nächsten Beriht gespannt sein, der über die DWL-520+ Funkkarte PCI gehen wird. Dort gibt es leider viel mehr negatives als Positives, aber Ihr werdet es selber lesen....

Schöne Grüße aus Hamburg
Christian (stinky-bob)

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