Mehr zum Thema Personenversicherung Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von diabolo26

Der Gerling Konzern

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hier ein kleiner Bericht zu einem der größten Personenversicherer in Deutschland.

Der Gerling-Konzern, dessen Hauptsitz sich in Köln befindet, hat sich seit seiner Gründung durch Dr. Robert Gerling am 4. Mai 1904 zum viertgrößten deutschen Versicherungsunternehmen entwickelt.

Der Industrie- und Privatversicherer bietet mit seinen über neunzig Vertriebsstandorten innerhalb Deutschlands sowie seinen Niederlassungen und Tochtergesellschaften in fast dreißig Ländern der Erde rund 10.000 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Hiervon werden zirka 8.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt, die verbleibenden 2.000 Mitarbeiter sorgen für eine weltweite Präsenz des Gerling-Konzerns.

Den ersten gravierenden Einschnitt in der Entwicklung des Gerling-Konzerns stellte 1920 die Vereinigung der Gerling Gesellschaften in einer gemeisamen Holding dar. Die Gerling-Konzern Rheinische Versicherungs-Gruppe AG war nun ein Konzern mit einheitlicher Führung, an deren Spitze Dr. Robert Gerling stand.

Ein Jahr nach dem Tod des Unternehmensgründers im Jahre 1935 fusionierte der Gerling-Konzern mit 18 weiteren Unternehmen und baute so seine Position am deutschen Versicherungsmarkt weiter aus. Ende der vierziger Jahre übernahm der Sohn des Firmengründers, Dr. Hans Gerling, die Unternehmensführung. Bald darauf, im Jahre 1953, wurde die heutige Konzern-Holding gegründet. In den folgenden Jahren baute Dr. Hans Gerling den Konzern zu dem aus, was er heute ist: ein weltweit agierendes Allfinanz-Unternehmen.

Auch heute noch ist der Gerling-Konzern ein Familienunternehmen. Dr. Rolf Gerling ist mit siebzig Prozent Mehrheitseigentümer des Gerling-Konzerns. Die anderen dreißig Prozent befinden sich im Besitz der Deutschen Bank. Nach dem Tode seines Vaters Dr. Hans Gerling im Jahre 1991 wurde Dr. Rolf Gerling im Jahre 1992 Aufsichtsratsvorsitzender und überließ, da er sich auf die Erarbeitung neuer Strategien und Perspektiven konzentrieren wollte, die operative Führung des Konzerns von 1991 bis 1995 Adolf Kracht. Ab 1996 war Dr. Jürgen Zech Vorstandsvorsitzender und hielt die Fäden der operativen Führung in der Hand.

Im Jahre 1998 reagierte der Konzern auf aktuelle grundlegende Veränderungen in der Versicherungsbranche wie zum Beispiel wachsenden Wettbewerb, Unternehmenszusammenschlüsse und veränderte Kundenbedürfnisse. Das Projekt Roadmap, das sich schon seit Anfang 1997 in der Planung befand, wurde in die Tat umgesetzt. Dieses Projekt beruht auf der Reorganisation des Konzerns in zwei separate Organisationen: die Gerling-Industrie-Service-AG sowie die Gerling-Firmen und Privatkunden-Service-AG. Diese Konzeption führte unter anderem zu einem Wegfall von 580 Arbeitsplätzen, da 880 Stellen im Innendienst eingespart werden sollten und nur 300 Stellen im Vertrieb neu entstanden. Das war das erste Mal in der Konzern-Geschichte, daß Rationalisierungsmaßnahmen Arbeitsplätze kosteten.

Seit Anfang 2002 ist nun ein Dr. Focke Vorstandsvorsitzender des Gerling Konzern und will den Laden nach seinen Vorstellungen neu ordnen. Ob ihm das noch gelingt ist fraglich, da die Gerüchte über einen Verkauf des Gerling Konzerns an einen Mitbewerber immer lauter werden.

Neueste Info:

In den Medien ist zu lesen, daß Großkonzerne wie BASF oder Bayer eventuell Interesse an einem eigenen Versicherer haben und hierbei ein Auge auf Gerling geworfen haben.

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