Mehr zum Thema vegetarische Ernährung Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ingwer

Slowfood- Oraler Lustgewinn der anderen Art

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Achtung: Ich weise darauf hin, dass mein Bericht nur teilweise in die Kategorie "Vegetarische Ernährung" passt-
trotzdem vielleicht gerade für die meist gesundheits- bzw. umweltbewussten Vegetarier interssant sein könnte:



Was ist Slow-Food?
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Slow Food- nicht einfach das Gegenteil von Fastfood, sondern eine Bewegung mit 65000 Mitgliedern in 35 Ländern.
Die Bewegung wehrt sich gegen weltweite Vereinheitlichung von Lebensmitteln durch große Konzerne. Regionale Spezialitäten sollen dem Verbraucher wieder näher gebracht werden.

Die Idee entstand 1986 in Italien, als an der Spanischen Treppe ein McDonals eröffnet wurde. Eine kleine Gruppe Intelektueller protestierte auf typisch italienische weise, indem sie sich auf der Piazza eine Tafel aufbauten und genüßlich dampfende Spaghetti verspeisten, angeführt vom heutigen Slow-Food-Chef Carlo Petrini.

Alleine in Deutschland hat die Bewegung 4500 Anhänger. Alle zwei Jahre feiern sie gemeinsam das "Festival der Genüsse" (dieses Jahr vom 22-24 Juni in Bonn, Information unter 0180/5001812 oder www.slow.food.de)

Angst vor BSE oder vor Belastung mit Pestiziden ist für Slow-Foodianer kein Thema; denn die Erzeuger selbst stehen ja im Kontakt zu den Verbrauchern und stehen für ihre Produkte selbst gerade. Wer sich nicht sicher ist, woher die Lebensmittel kommen, die er kauft, der soll hinfahren und sich
entscheiden.


Grundrechte des Verbrauchers:
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Von den vier Grundrechten für Verbraucher geht inzwischen auch die Politik aus: Recht auf Sicherheit, auf Information, auf freie Auswahl und vom Recht angehört zu werden. Diese Rechte werden beispielsweise von der grünen Verbraucherschutz-Ministerin Renate Künast vertreten.


Die Slowfood-Bewegung fügt noch ein fünftes hinzu: Das Recht auf guten Geschmack.


Geschmacksbildung:
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Der oben angesprochene gute Geschmack muss aber erst gelernt werden. Wie Seminare zur Geschmacksbildung wirken die Treffen der lokalen Slow-Food-Gruppen (genannt Convivien, nach lat. Tafelrunde).
Nach den ersten Aha-Erlebnissen muss jeder selbst wissen, ob er Mitglied wird.


Zum Essen soll man sich Zeit nehmen und die eigene Umgebung entdecken. Die Entdeckung der langsamkeit steigert den oralen Lustgewinn enorm.


Meine Meinung:
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Ich finde es gut, dass auch in unserer hochtechnisierten Welt immer noch Gegenbewegungen zur Hektitk erkennbar sind. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, sich sein Leben lang zu hetzen.
Deshalb auf anhieb schonmal ein dickes Lob an die Anhänger dieser Bewegung, die buchstäblich gegen den Strom der Zeit schwimmen.
Aber:
Für den einzelnen oder auch Familien (besonders bei magerer Brieftasche) sind die Prinzipen manchmal schwer umsetzbar.
Manchmal muss es eben doch schnell gehen- und da ist McDonalds doch der King.

14 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Lea89

    28.05.2002, 17:51 Uhr von Lea89
    Bewertung: sehr hilfreich

    sorry, aber ich weiß immernoch nicht was es ist und hier zu suchen hat. ciao lea

  • Andreas68

    21.04.2002, 18:38 Uhr von Andreas68
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eine großartige Idee, eine Vereinigung, von der ich noch nie gehört habe, deren Anliegen ich aber voll unterstütze. Ich stand letztlich im Supermarkt fassungslos vor Birnen aus Chile u. Äpfeln aus Argentinien u. fragte mich, warum das