Mehr zum Thema z.Zt. nicht aufgeführte Anlageform Testbericht

No-product-image
Leider kein Preis
verfügbar
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003

Erfahrungsbericht von ghostwriterk

Das Blut der Weltwirtschaft

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

ist nicht der US Dollar, wie ich woanders einmal gelesen habe, sondern das Erdöl. Jedenfalls ist es in meinen Augen so. Der Grund dafür: Der Dollar kann (theoretisch) von einer anderen Währung ersetzt werden, aber für das Erdöl kann ich mir keinen vollständigen Ersatz vorstellen. Das „schwarze Gold\" wird einfach in zu vielen Bereichen gebraucht, als dass die Menschheit darauf verzichten könnte.

Es ist ja so, das Erdöl in vielen Bereichen unseres Lebens Verwendung findet, die meistens aber kaum bekannt oder bewußt sind. Erdöl dient nicht nur als Grundstoff für die Treibstoffe der modernen Fahrzeuge. Viele Produkte unserer heutigen Zeit kann ich mir ohne das Öl als Grundlage nicht vorstellen. Denn in der chemischen Industrie ist man auf Erdöl angewiesen und die für die wenigsten Produkte kann man einen anderen Ersatzstoff verwenden. Ob es jetzt in der Isolation eines Computersteckers ist, im Plastik des Monitors oder in der Verkleidung eines Autos, überall finden Produkte aus Erdöl ihre Verwendung. Von den vielen medizinischen Produkten ganz zu schweigen.

Der wichtigste Aspekt ist aber zur Zeit immer noch die Verwendung als Kraftstoff. Einen Preisanstieg hier merken alle sofort beim Tanken. Zur Zeit gibt es ja noch kaum Alternativen, aus welchen Gründen auch immer. Deshalb mache ich mir doch meine Gedanken über die Zukunft. Öl wird es nicht ewig geben und als Treibstoff ist es meiner Meinung nach am leichtesten zu Ersetzten. Das wiederum ist auch eine politische Sache und würde einen anderen Beitrag füllen.

Fakt ist jedenfalls, der Anstieg des Ölpreises in den letzten 5 Jahren um etwa 350 % hat seine Spuren hinterlassen. Vor vier Jahren stand die Welt am Rande einer Rezession, die dann doch nur in Asien stattfand. Europa kam knapp daran vorbei. Damals wurde der Preis aus diesem Grund niedrig gehalten. Die OPEC hat nach dem Ende der Krise dann die Förderung gekürzt, um wieder mehr Geld zu verdienen. Dazu kamen dann noch sie Spannungen im Nahen Osten und der Streik in Venezuelain diesem Jahr. Das hat ein übriges dazu beigetragen, dass der Preis weiter in die Höhe ging.

Zur Zeit wird für das Schwarze Gold so viel gezahlt wie seit 1990 nicht mehr. Und die weitere Entwicklung kann im Moment wohl keiner vorhersagen. Gibt es einen Krieg im Irak mit brennenden Ölfeldern, dann wird der Ölpreis wohl auf nie dagewesene Höhen steigen. Daran wird auch eine Mehrförderung der OPEC in diesem Fall nichts ändern. Denn realistisch gesehen haben die Mitgliedsländer, außer Saudi Arabien und Katar gar keine Kapazitäten mehr. Und was die Verarbeitung des Rohöls angeht, so gibt es auch hier kaum noch Spielraum.

Sicher hat die OPEC ein Interesse daran, dass Rohöl nicht zu teuer wird. Die exportierenden Länder verdienen zwar mehr, aber geht der Absatz zu stark zurück, dann bleibt auch ihnen unterm Strich weniger Geld in der Kasse. Auf der anderen Seite kommen durch höhere Preise mehr Produzenten auf den Markt, da sich die Förderung von weniger attraktver Quellen dann lohnt.

Der Ölpreis wird jedenfalls auch in Zukunft ein Politikum bleiben, schon aus dem Grund weil er mehr steigen als Fallen wird. Erdöl ist ein Rohstoff, für den wir von der Natur keinen Ersatz bekommen werden. Deshalb wird er mit der Zeit immer kostbarer werden. (Es sein denn, es gibt irgendwann tatsächlich die Replikatoren aus STAR TREK). Daraus ergibt sich, dass Ölaktien oder andere Anlageformen in diesem Rohstoff sind eine Überlegung wert sein sollten.

Sicher, ein Einstiegszeitpunkt ist zur Zeit wohl nicht gegeben. Wenn sich die Krisen auflösen, wird der Preis wohl wieder unter 30 Dollar fallen und damit fallen auch die Gewinnspannen der Ölkonzerne. Wenn es soweit ist, dann sollte man sich in diesem Bereich einmal umsehen. (Aber nicht gleich drauf los kaufen).

© ghostwriterk

6 Bewertungen