Mein letzter Film Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Kater
Der Preis der Schönheit
Pro:
Story, Hanni!
Kontra:
Nix.
Empfehlung:
Ja
Hallo ihr Lieben! Heute schreibe ich über das deutsche Drama ,,Mein letzter Film, mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle.
Der Plott:
Die erfolgreiche Schauspielerin Marie geht in ein Café und trifft sich dort mit einem jungen Mann. Hastig zieht sie an einer Zigarette und den Kaffee schlürft sie in einem Zug weg. Anschließend gehen die beiden in Marie\'s Wohnung. Der junge Mann soll einen Film über sie drehen, ihren letzten Film, sozusagen als Portrait über ihr Leben. Das Tape läuft und sie beginnt zu erzählen.
Dreißig Jahre war sie mit ihrem Ehemann Richard verheiratet, der unter anderem auch ihr Regisseur war. Marie wollte mit ihm alt werden, aber er nicht mit ihr. Er hat sie und ihr Schauspieltalent entdeckt und gefördert, aber als Ehemann hat er versagt, da er sie betrog und sie ihn anschlißend rauswarf.
Während Marie über ihr Leben philosophiert, packt sie einen Koffer, mit Kleidungsstücken und Gegenständen, an die sie eine ganz besondere Erinnerung hat. Mit diesem Koffer möchte sie in ein neues Leben treten. In der Schule waren die Schülerinnen und sogar die Lehrerinnen neidisch auf sie, wegen ihrem makellosen Aussehen. Sie hingegen hat sich nicht abgehoben verhalten, sie ist immer auf dem Boden geblieben.
Elisabeth sah damals aus, wie ihre dreckigen Hosen, aber Marie wollte sie unbedingt als ihre beste Freundin haben. Immer hat sie um ihre Gunst gekämpft, aber Elisabeth war wie in ihrer eigenen Welt, sie war auf der Suche nach ein wenig Selbstachtung. Marie hat gelernt, dass Schönheit ihren Preis hat. Richard hat meistens eine schlechter aussehendere Nebendarstellerin neben sie gestellt, damit sie sie mit ihrem Aussehen übertrumpfen konnte. Doch Marie ist während dieser Zeit beinahe verrückt geworden. Die Leute, die sie sahen, wollten sie gleichzeitig auch besitzen, ihren roten Mund, ihre tiefen braunen Augen...Das hat ihr Angst gemacht. Sie hatte viele falsche Freunde, die in ihr nur ein Produckt zur Eigenbereicherung sahen. Richard hat sein Handwerk verstanden, er wusste, was den Zuschauern gefallen würde. ,,Jetzt ist, wenn\'s weh tut.\", hat er einmal zu ihr gesagt und diesen Satz hat sich Marie ganz klar im Gedächtnis eingeprägt. Es ist ein Satz, der für ihr leben passt...
Meine Meinung:
Hannelore Elsner stritt wehemend ab, dass die Rolle der Marie auch auf ihr Leben zuträfe. Sie spielt sie aber so glaubhaft und mit soviel Melancholie und Sehnsucht nach Liebe, nach etwas Bestehendem, an das sie glauben kann, sodass man trotzdem meinen könnte, ihr sei die Rolle wie auf den Leib geschrieben. Ich meine, jeder Schauspieler sucht sich ja die Rolle aus, die ihm gefällt und wenn sie sich gerade diese Rolle aussucht, dann bestimmt nicht ohne Grund. Vieles entspricht ja auch der nackten Wahrheit, zum Beispiel, dass Thema Schönheit und Vergänglichkeit in der Schauspielbranche oder das Thema ,,falsche\" Freunde.
Man muss dazu sagen, dass der Film nach dem Buch von Bodo Kirchhoff\'s ,,Der Sandmann\" gedreht wurde und bis auf die Szene im Café und am Ende auf den Straßen Berlins, die ganze Erzählung sich in einer Wohnung des Location Scouts abgespielt hat. Marie philosophiert nur so vor sich hin. Sie will einen Abschiedsfilm drehen, der an Richard, ihren Exmann gerichtet ist, indem er sehen soll, wie sie wirklich über die Dinge, die geschehen sind, gedacht hat. Die Atmosphäre der Wohnung wirkt sehr warmherzig und altmodisch, aber manchmal auch etwas verwirrend und hektisch, je nachdem, was Marie gerade von sich preisgibt.
Marie hatte viele Männer in ihrem Leben, da wäre einmal der Politiker Paul, der etwas melancholischere, theatralischere Typ, dann hätten wir Thomas, den Fußballtrainer, der den Fußball letztendlich jedoch mehr liebte, als sie und zum Schluss bleibt dann noch Richard zu erwähnen, mit dem sie für den Rest ihrer Tage zusammen bleiben wollte, der sie aber betrog und sie ihn daraufhin verließ. Eine tragische Story folgt der anderen und wenn man die Einzeltakes verfolgt, wird man nach und nach wie in einen Sog gezogen, der einem einen dramatischen Eindruck aus ihrem Leben gibt.
Auch erwähnenswert finde ich die Szene, in der sie ein in ein Glaskästchen geschweistes Taschentuch in ihren Koffer packt. Dieses Taschentuch hat sie in der Nacht gebraucht, als sie Richard vor die Tür setzte. Es war nur noch dieses einzige im Haus und sie hat es die ganze Nacht vollgeheult. Ich finde, dass diese Szene besonders ihre Sehnsucht und ihre Trauer zeigt.
Alles in allem gebe ich dem Film die volle Punktzahl.
Darsteller: Hannelore Elsner alias Marie,
Wanja Mues alias der junge Mann.
Regie: Oliver Hirschbiegel.
FSK: -.
Drehort: Deutschland, 2002.
Lauflänge: 90 Minuten.
By Kater ;-)
Für Ciao und Yopi
Der Plott:
Die erfolgreiche Schauspielerin Marie geht in ein Café und trifft sich dort mit einem jungen Mann. Hastig zieht sie an einer Zigarette und den Kaffee schlürft sie in einem Zug weg. Anschließend gehen die beiden in Marie\'s Wohnung. Der junge Mann soll einen Film über sie drehen, ihren letzten Film, sozusagen als Portrait über ihr Leben. Das Tape läuft und sie beginnt zu erzählen.
Dreißig Jahre war sie mit ihrem Ehemann Richard verheiratet, der unter anderem auch ihr Regisseur war. Marie wollte mit ihm alt werden, aber er nicht mit ihr. Er hat sie und ihr Schauspieltalent entdeckt und gefördert, aber als Ehemann hat er versagt, da er sie betrog und sie ihn anschlißend rauswarf.
Während Marie über ihr Leben philosophiert, packt sie einen Koffer, mit Kleidungsstücken und Gegenständen, an die sie eine ganz besondere Erinnerung hat. Mit diesem Koffer möchte sie in ein neues Leben treten. In der Schule waren die Schülerinnen und sogar die Lehrerinnen neidisch auf sie, wegen ihrem makellosen Aussehen. Sie hingegen hat sich nicht abgehoben verhalten, sie ist immer auf dem Boden geblieben.
Elisabeth sah damals aus, wie ihre dreckigen Hosen, aber Marie wollte sie unbedingt als ihre beste Freundin haben. Immer hat sie um ihre Gunst gekämpft, aber Elisabeth war wie in ihrer eigenen Welt, sie war auf der Suche nach ein wenig Selbstachtung. Marie hat gelernt, dass Schönheit ihren Preis hat. Richard hat meistens eine schlechter aussehendere Nebendarstellerin neben sie gestellt, damit sie sie mit ihrem Aussehen übertrumpfen konnte. Doch Marie ist während dieser Zeit beinahe verrückt geworden. Die Leute, die sie sahen, wollten sie gleichzeitig auch besitzen, ihren roten Mund, ihre tiefen braunen Augen...Das hat ihr Angst gemacht. Sie hatte viele falsche Freunde, die in ihr nur ein Produckt zur Eigenbereicherung sahen. Richard hat sein Handwerk verstanden, er wusste, was den Zuschauern gefallen würde. ,,Jetzt ist, wenn\'s weh tut.\", hat er einmal zu ihr gesagt und diesen Satz hat sich Marie ganz klar im Gedächtnis eingeprägt. Es ist ein Satz, der für ihr leben passt...
Meine Meinung:
Hannelore Elsner stritt wehemend ab, dass die Rolle der Marie auch auf ihr Leben zuträfe. Sie spielt sie aber so glaubhaft und mit soviel Melancholie und Sehnsucht nach Liebe, nach etwas Bestehendem, an das sie glauben kann, sodass man trotzdem meinen könnte, ihr sei die Rolle wie auf den Leib geschrieben. Ich meine, jeder Schauspieler sucht sich ja die Rolle aus, die ihm gefällt und wenn sie sich gerade diese Rolle aussucht, dann bestimmt nicht ohne Grund. Vieles entspricht ja auch der nackten Wahrheit, zum Beispiel, dass Thema Schönheit und Vergänglichkeit in der Schauspielbranche oder das Thema ,,falsche\" Freunde.
Man muss dazu sagen, dass der Film nach dem Buch von Bodo Kirchhoff\'s ,,Der Sandmann\" gedreht wurde und bis auf die Szene im Café und am Ende auf den Straßen Berlins, die ganze Erzählung sich in einer Wohnung des Location Scouts abgespielt hat. Marie philosophiert nur so vor sich hin. Sie will einen Abschiedsfilm drehen, der an Richard, ihren Exmann gerichtet ist, indem er sehen soll, wie sie wirklich über die Dinge, die geschehen sind, gedacht hat. Die Atmosphäre der Wohnung wirkt sehr warmherzig und altmodisch, aber manchmal auch etwas verwirrend und hektisch, je nachdem, was Marie gerade von sich preisgibt.
Marie hatte viele Männer in ihrem Leben, da wäre einmal der Politiker Paul, der etwas melancholischere, theatralischere Typ, dann hätten wir Thomas, den Fußballtrainer, der den Fußball letztendlich jedoch mehr liebte, als sie und zum Schluss bleibt dann noch Richard zu erwähnen, mit dem sie für den Rest ihrer Tage zusammen bleiben wollte, der sie aber betrog und sie ihn daraufhin verließ. Eine tragische Story folgt der anderen und wenn man die Einzeltakes verfolgt, wird man nach und nach wie in einen Sog gezogen, der einem einen dramatischen Eindruck aus ihrem Leben gibt.
Auch erwähnenswert finde ich die Szene, in der sie ein in ein Glaskästchen geschweistes Taschentuch in ihren Koffer packt. Dieses Taschentuch hat sie in der Nacht gebraucht, als sie Richard vor die Tür setzte. Es war nur noch dieses einzige im Haus und sie hat es die ganze Nacht vollgeheult. Ich finde, dass diese Szene besonders ihre Sehnsucht und ihre Trauer zeigt.
Alles in allem gebe ich dem Film die volle Punktzahl.
Darsteller: Hannelore Elsner alias Marie,
Wanja Mues alias der junge Mann.
Regie: Oliver Hirschbiegel.
FSK: -.
Drehort: Deutschland, 2002.
Lauflänge: 90 Minuten.
By Kater ;-)
Für Ciao und Yopi
15 Bewertungen, 1 Kommentar
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01.11.2008, 16:04 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreich:::Sehr hilfreich:::: :::Schönes Wochenende:::
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