Meine Braut, ihr Vater und ich (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Miss_Nettie

Von einem Fettnäpfchen ins nächste

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Tja, Liebe kann so schön sein, wäre da nicht das Problem mit den Schwiegereltern der Angebeteten. Genau mit diesem Thema setzt sich die Komödie \"Meine Braut, ihr Vater und ich\" auseinander und zeigt hierbei auf sehr humorvolle Weise, wie man es auf jeden Fall nicht anstellen sollte.

Die Story:
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Da der Krankenpfleger Greg Focker (Ben Stiller) schon seit einigen Monaten glücklich mit seiner Angebeteten Pam Byrnes (Teri Polo) zusammen ist, überlegt er sich, daß es wohl nun endlich an der Zeit sei, ihr einen Heiratsantrag zu machen. Allerdings verwirft er seinen ausgeklügelten Plan eines originellen Heiratsantrages schnell wieder, als Pam ihm erzählt, daß es bei ihr zuhause üblich ist, daß der zukünftige Schwiegervater erst um Erlaubnis gefragt wird. Was also wäre dafür eine bessere Gelegenheit für einen Heiratsantrag als die bevorstehende Hochzeit von Pams Schwester Debbie, deren zukünftiger Ehemann es auf diese altbackene Weise geschafft hat, beim zukünftigen Schwiegervater Sympathiepunkte einzukassieren.

Gesagt, getan, Pam und Greg packen ihre Koffer und machen sich auf zu den lieben Schwiegereltern. Hier fängt Gregs verhängnisvolle Odyssee an, die ihn von einer Pleite zur nächsten führt. Soviel Mühe er sich auch gibt, einen möglichst positiven Eindruck zu machen, er hat es bei Pams anspruchsvollem Schwiegervater (Robert de Niro) einfach nicht leicht. Dieser läßt nämlich nicht den nächstbesten in den \"Kreis der Vertrauens\" seiner Familie (wie er es auszudrücken pflegt), und egal was Greg auch versucht, anstatt Bonuspunkte zu bekommen, scheint es, daß alles nur noch schlimmer wird, egal was er anfängt. Er verstrickt sich in Lügenmärchen , um dem lieben Schwiegerpapa zu gefallen, zerbricht aus Versehen beim Öffnen eines Weines mit dem Korken die Urne seiner Mutter, verletzt Pams Schwester beim Volleyball das Auge...die Mißgeschicke nehmen kein Ende. Am Ende ist es sogar so weit, daß er beinahe das Haus der Schwiegereltern abbrennt. Gegen Ende zu sieht es aus, als würde doch alles gutgehen, als er des Schwiegervaters geliebte Katze wiederfindet, oder zumindest eine sehr ähnlich aussehendes Tier als dessen Katze ausgibt, aber auch hier haben Lügen kurze Beine. Tja, soviel verrate ich, es gibt letztendlich doch ein Happy End, aber bis dahin führt ein weiter Weg von Pleiten, Pech und Pannen.


Eine wirklich geniale Komödie
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Wer denkt, daß Gregs Pannen plump á la Leslie Nielsen in Szene gesetzt sind, täuscht sich, denn sie sind wirklich recht witzig und teils sogar niveauvoll dargestellt. Kritik bleibt hier nicht aus, z.B. an der amerikanischen Familie des oberen Mittelstands, die immer darauf bedacht ist, perfekt zu sein, und dabei recht affektiert ist, diesen Part verkörpert meines Erachtens nach vor allem die Mutter, die einen süßlich-kitschigen Eindruck macht. Auch Wortspielereien kommen nicht zu kurz, wobei ich hier nur jedem die engl. Originalfassung ans Herz legen kann, die ich gesehen habe, da ich denke, daß diese in der deutschen Fassung etwas zu kurz kommen werden (allein der Name Greg alias Gaylord Focker spricht Bände). Der Vater wird von Robert de Niro genial verkörpert, die grimmige stets unzufrieden wirkende Mimik und sein FBI-Gehabe (er gibt sich als Blumenhändler aus, ist aber in Wirklichkeit pansionierter FBI-Agent) ist besonders gelungen, so \"überprüft\" er seinen künftigen Schwiegersohn z.B. mit einem Lügendetektor. Auch Ben Stiller als sympathischer Krankenpfleger jüdischer Herkunft spielt seine Rolle sehr gut, man kann sich wirklich in den armen Kerl hineinversetzen und spürt förmlich, was in ihm vorgeht. Seine Geliebte Pam besetzt in dem Film allerdings nur eine Nebenrolle neben ihrer Mutter, da Vater und zukünftiger Schwiegersohn im Vordergrund stehen, was meiner Ansicht nach ein bißchen schade ist, man hätte die Rolle vielleicht noch ein wenig mehr ausbauen können.

Fazit:
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Eine geniale Komödie zum Schmunzeln mit sehr viel Wortwitz und Charme, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte! Allein die Schauspielkunst von Robert de Niro und Ben Stiller sind es wirklich wert.

4 Bewertungen