Memento (VHS) Testbericht

Memento-vhs-thriller
ab 10,05
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

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Erfahrungsbericht von Lilou

Ist heute gestern oder etwa morgen?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich gerade selber einen Bericht über diesen Film gelesen habe, wollte ich euch doch mal mitteilen, was ich darüber denke, denn auch ich habe ihn mir vor nicht allzu langer Zeit ausgeliehen und war sehr überrascht -aber genaueres nachher...

Dieser Film, den man seit neustem in den Videotheken erhalten kann, heißt Memento. Wann er im Kino lief weiß ich schon gar nicht mehr, ich bin erst in der Videothek auf ihn aufmerksam geworden.

Memento ist eine Geschichte, bei der man sehr lange braucht, bis man sich hineinversetzt hat, denn erzählt wird hauptsächlich rückwärts und zwischendurch -denn das wäre ja zu einfach- auch noch in der Gegenwart.
Deswegen wird Memento auch einmal in schwarz-weiß (Vergangenheit) und in Farbe (Gegenwart) gezeigt, damit man wenigstens noch unterscheiden kann, was nun gerade erst passiert und was bereits passiert ist. Ich kann schon vorab sagen: man muß sehr viel nachdenken -was ist jetzt wann passiert, war das überhaupt schon oder kommt das erst noch, wer lebt jetzt noch und wer ist schon tot oder leben die Toten jetzt schon wieder weil das ja nicht die Gegenwart ist.... Aber es macht sehr viel Spaß den Film zu gucken.

Zur Story kann man auch einiges sagen, und wenn ich durcheinander komme sei es mir verziehen -man kann hierbei nur durcheinander kommen :)
Lenny (Guy Pearce) ist die Hauptperson in diesem Film, ein mir vollkommen unbekannter Darsteller. Lenny Frau wurde eines nachts vergewaltigt, die Vergewaltiger dachten, niemand anders sei mehr im Haus, Lenny wurde durch Geräusche wach und als er das Badezimmer betrat wurde er auch schon mit etwas hartem am Kopf getroffen und fiel in Ohnmacht, das Letzte woran er sich erinnern kann ist seine Frau wie sie am Boden liegt, unter dem Duschvorhang, damit man sie nicht schreien hört. Alles andere ist vollkommen ausgelöscht aus Lennarts Gedächtnis, er kann sich auch keine neuen Dinge mehr merken, weiß kaum wer er selber ist, kann sich an Menschen die er an einem Tag kennenlernt, am nächsten nicht mehr erinnern.

Lenny versucht mit Hilfe seines Freundes Teddy (Joe Pantoliano), der bei der Polizei ist, den Mörder seiner Frau, die scheinbar bei der Vergewaltigung ums Leben kam, zu finden um sich an ihm zu rächen -und Rache ist das einzige was in Lennys Leben noch eine Rolle spielt.
Da Lenny sich aber nichts lange merken kann, ist er auf Notizen und Polaroids angewiesen, doch da er weiß, daß er mit einer kleinen Zettelwirtschaft auf Dauer nicht weit kommen wird, beginnt er, sich die Tatsachen die er schon harausgefunden hat, tätowieren zu lassen, damit er eine Möglichkeit hat, trotzdem er nichts weiß, den Mörder doch noch zu finden.
So findet man auf seinem Körper Tätowierungen wie \"Fakt 1: weißer Mann\" \"Fakt 2: Autokennzeichen ....\" und so weiter. Außerdem weiß er genau, daß der Mörder ein John G. sein muß -nur wieso, das erfährt man nicht.
Polaroids macht Lenny von Menschen, dem Hotel in dem er wohnt oder von dem Auto welches er gerade fährt und macht sich Notizen auf die Polaroids, um nicht zu vergessen ob er den Menschen, der gerade vor ihm steht, wirklich mag.

Während Teddy und Lenny (der sich auch an Teddy nie erinnern kann und den er jeden Tag neu kennenlernt) auf der Suche nach dem Mörder sind, lernt Lenny noch Nathalie (Carrie-Anne Moss) kennen, die in einer Bar bedient. Nathalie bringt Lenny dazu, ihren Freund umzubringen -aber um genau zu erfahren, was der Hintergrund dafür ist, müßt ihr euch den Film leider selber ansehen, denn die Rolle Nathalie ist in diesem Streifen sehr konfus. Die beiden lernen sich kennen, schlafen miteinander, er bringt ihren Freund um, der Drogendealer ist und Nathalie versucht nachher, Lenny durch einen anderen umbringen zu lassen, was aber mißglückt. Ich denke, hierbei geht es nur um das Geld, welches Nathalies Freund als Drogendealer erwirtschaftet hat.

Die Geschichte nimmt sehr lange ihren Lauf, man bekommt Einblick in viele Telefonate, erfährt aber nicht mit wem Lenny telefoniert, man erfährt mehr und mehr über den Mörder, eine Hintergrundgeschichte über einen Mann (James?) wird erzählt, der sich genau wie Lenny an nichts Neues mehr erinnern kann, was Lenny ihm früher aber nicht glauben konnte -diese Geschichte erzählt Lenny immer wieder und hält sich damit quasi selber über Wasser.

!!!!!VORSICHT -ICH VERRATE HIER DAS ENDE!!!!!

Am Ende erfährt man, durch einen Streit von Teddy und Lenny, daß Lenny den Mörder -oder auch nur Vergewaltiger- seiner Frau schon längst ermordet hat, sich aber nicht daran erinnern kann (man sieht z.B. im Abspann auch einmal, daß Lenny tätowiert hat \"I did it\", an einer Stelle, die sonst den Film über immer frei war) und seither immer weiter nach Schuldigen sucht und immer mehr Menschen ermordet.
Da Lenny einfach auf der Suche nach einem John G. ist, findet er viele Verdächtige und Teddy sagt ihm, daß er schließlich auch ein John G. sei und somit in Frage käme. Nach diesem Streit schreibt Lenny sich auf das Foto von Teddy, daß man seinen Lügen nicht glauben darf und schreibt sich Teddys Autokennzeichen auf. Kurze Zeit später vergißt er wieso er das getan hat und wessen Kennzeichen es ist, er läßt es sich tätowieren und als er mit Teddy in eine abgelegene Fabrikhalle fährt und von dort aus dem Fenster sieht -schon wieder vergessen wieso er eigentlich hier ist- sieht er das Kennzeichen, ist überzeugt daß er den Mörder hat, und tötet seinen Freund Teddy. Man sieht wie er das Foto was er gemacht hat (um sich zu erinnern?) verbrennt, wie er es wahrscheinlich auch schon mit anderen gemacht hat -kann sich danach wieder nicht erinnern und der Film ist zu Ende wo die Geschichte prinzipiell noch weitergeht.

Meine Meinung & Anmerkungen
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Ich kann einfach nicht noch mehr Details ausplaudern, aber es gibt noch eine Menge mehr, was ihr in diesem Film rausfinden werdet.
Was ich erzählt habe, hört sich sicherlich auch alles leicht verständlich an, und wenn man die Geschichte vorher schon kennt ist es das vielleicht auch, geht man aber vollkommen unwissend in den Film, ist er sehr schwer zu verstehen und man sollte ihn vielleicht sogar zweimal sehen um manche Dinge zu verstehen -denn der Anfang ist ja das Ende und manchmal muß man am Ende des Films (also am Anfang *g*) nochmal überlegen wie es am Anfang (also am Ende...) noch gleich gewesen ist.

Die Darsteller fand ich super ausgewählt, sie spielen ihre Rollen alle sehr gut, besonders Lenny fällt auf, der wie gemacht für diese Rolle scheint. Der Film lebt grundsätzlich mit drei wirklichen Darstellern und ansonsten nur noch wenigen anderen, kleinen Rollen -das hat mir sehr gut gefallen!

Ich kann also nur sagen: gute Story, gute Idee den Film rückwärts zu zeigen (Tipp: wer DVD hat, kann sich den Film Kapitel für Kapitel von hinten nach vorne hin ansehen *g*), sehr gute Darsteller und ein Film bei dem man wirklich mal mitdenken muß.
Ich vergebe volle Punktzahl, ich war sehr begeistert und würde ihn mir sogar nochmal ausleihen -um ihn dann noch komplett zu verstehen :)
Auf jeden Fall ein MUST!

In diesem Sinne, nicht vergessen was ihr hier gelesen habt,
Eure Monique

10 Bewertungen