Memento (VHS) Testbericht

Memento-vhs-thriller
ab 10,05
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
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Erfahrungsbericht von dalia

Fading Memories

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Memento ist ein beeindruckendes und innovatives Meisterwerk, dass mich von der ersten Minute lang gefesselt und bis hin zum überraschenden Ende nicht mehr losgelassen hat, ich war schon lange nicht mehr so konzentriert damit beschäftigt jede Minute eines Films aufzusaugen wie es bei „Memento“ der Fall war...

Der Film beginnt mit dem Ende – anhand von einzelnen Sequenzen wird die Geschichte von hinten aufgerollt.
In der ersten Szene sieht man im Rücklauf Leonard Shelby ( Guy Pearson -> L.A. Confidential ) wie er ein Foto von einem Kerl mit Brille macht, den er gerade erschossen hat.
So verwirrend der Film anfängt so verwirrend geht er auch weiter – erst nach einer halben Stunde hat man sich an den „etwas anderen“ Erzählstil von „Memento“ gewöhnt und kann mit dem Regisseur Christopher Nolan beginnen das Rätsel zu lösen...

Aber nun kurz zurück zur eigentlich Geschichte, von der ich nicht zuviel erzählen möchte, da der Film gerade durch die Verwirrung lebt die ich hier niemanden nehmen will :-)

Unser mordender Hauptdarsteller Leonard macht von allen Ereignissen die in seinem Leben passieren Fotos, da sein Kurzzeitgedächtnis seit einem Schlag auf dem Kopf nicht mehr funktioniert.
Er also 5 Minuten später ohne das Foto nicht mehr gewusst hätte, dass er den Kerl mit Brille getötet hat.
Diesen Schlag hat er von dem Vergewaltiger und Mörder seiner Frau bekommen. Während er schlief wurde sie im Badezimmer überwältigt – als er sie zu retten versucht kann er einen der Eindringlinge zwar erschießen, der zweite versetzt ihm aber einen Schlag auf den Kopf der zur Folge hat dass er sich eben alle wichtigen Informationen auf Zettel schreiben muss, Fotos macht oder sich in die Haut eintätowieren lässt.
Seit diesem Vorfall ist der besessen von dem einen Gedanken den Mörder seiner Frau zu finden. Hilfe bekommt er dabei von den beiden Matrix-Stars Joe Pantoliano, als Teddy ( der Kerl mit Brille :-), und Carrie-Ann Moss, als Natalie, wie die Beiden aussehen hat er sich mit einigen Informationen auch auf Fotos notiert aber wer sie sind weiß er trotzdem nicht ...

Ich fand den Film absolut atemberaubend. Habe mich vollkommen gefangen gefühlt in der Welt des Leonard Shelbys, in der man nach ein paar Minuten vergisst was man zuvor getan hat. Der Regisseur schafft einen Charakter mit dem man leidet, man kann sich am Ende des Films vorstellen wie es sein muss wen man eine lange Unterhaltung führt und am Ende nicht mehr weiß worüber gerade geredet wurde, geschweige denn weiß wer der Typ ist mit dem man spricht..

Guy Pearson verkörpert den „Mann ohne Gedächtnis“ niemals zu übertrieben – das einzige was mich an der Wahl des Hauptdarstellers gestört hat, war dass er einen bei langen Dialogen nicht immer fesseln konnte.
Da man sich während des Films hauptsächlich in der Gedankenwelt von Leonard befindet ist es wichtig das der Darsteller es auch schafft einen mitzureißen – das ist wohl das einzige was mich an dem Film stört, er hat einige Längen die durch Guy Pearson nicht besser werden.
Doch Carrie-Ann Moss, als toughe aber auch verletzliche Barkeeperin und Joe Pantoliano der einem im Laufe des Films immer zwielichtiger zu werden scheint, lassen einen vergessen dass die Story um die Verschachtlung des Films eigentlich recht mager ist.

Ich bin froh, dass der Regisseur trotzdem nicht auf gigantische Actionszenen oder Specialefects gebaut hat, dies hätte „Memento“ nicht gut getan und auch ohne all dies ist es ein beklemmender Film entstanden, der schon allein wegen seines Erzählstils absolut empfehlenswert ist. Ich habe schon lange nicht mehr so einen interessanten Thriller miterlebt – und miterleben meine ich hier im wahrsten Sinne des Wortes...

55 Bewertungen, 5 Kommentare

  • linnie

    07.03.2003, 13:05 Uhr von linnie
    Bewertung: sehr hilfreich

    wirklich ein sehr guter Film!

  • anonym

    29.06.2002, 11:57 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab ich erst gestern gesehen, war ein wirkliches Erlebnis... Gruß, nosianai

  • Finron

    13.06.2002, 16:46 Uhr von Finron
    Bewertung: sehr hilfreich

    So nach ner viertel Stunde dachte ich mir noch: Und wann geht's endlich richtig rum? Aber es stimmt schon: Dadurch, dass der Zuschauer eigentlich nie mehr weiß als die Hauptfigur, ist der Film richtig spannend. Ich hab ihn mir gleich noch einmal

  • DrDuke

    19.05.2002, 19:42 Uhr von DrDuke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kenn den Film noch gar nicht

  • Maxilenium

    19.05.2002, 19:39 Uhr von Maxilenium
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sag Hallo und liess meine Meinungen BITTE: