Meningitis Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jakini

Darauf sollte man achten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Nun kommt bald der Sommer und mit ihm die Zecken und somit die Gefahr, an Hinhautentzündung zu erkranken. Natürlich gibt es für diese Krankheit auch noch andere Ursachen, wie z.B. Viren oder bakterielle Infekt, die sich dazu entwickeln, doch am meisten sollte man sich nun vor Zecken in Acht nehmen.

Im letzten Jahr kam ich besonders mit Hirnhautentzündung in Kontakt, zwar nicht wirklich, doch sie war schon recht nah. In Hamburg erkrankten einige Personen an Hirnhautentzündung, was aus diesen Menschen geworden ist, das hat man in der Presse leider nicht bekommen, ich hoffe einfach mal, daß sie überlebt haben, wären sie gestorben, wäre das sicher Futter für die Presse gewesen, da sie hoffentlich überlebt haben, waren sie wohl uninteressant.

Doch auch ein Kind in der Klasse meiner Tochter hatte eine Art Hirnhautentzündung, aus diesem Grunde setzte sich die Schule meiner Tochter doch intensiver mit diesem Thema auseinander. So habe ich das Ganze vor einem Jahr erlebt:

Als ich im letzten Juni meine Tochter von der Vorschule abholte und bekam ich nebenbei ein Gespräch von zwei Müttern mit, das sie um ein Kind aus der Vorschulklasse meiner Tochter handelt. Bei diesem Kind bestand der Verdacht, daß es Meningitis haben könnte. Sofort zog sich mein Mange zusammen und ich spürte die Panik in mir aufsteigen.

Die beiden Mütter beruhigten mich erst einmal, es sei nur ein Verdacht, außerdem hätte die eine gleich am Morgen mit ihrem Kinderarzt telefoniert, der erzählte, daß es verschiedene Formen von Hirnhautentzündungen gäbe, es kann durchaus eine der Formen sein, die nicht ansteckend ist.

Zitternd fuhr ich nach Hause, rief sofort meine Kinderärztin an. Natürlich war Mittwoch und die Praxis schon zu, doch ich hatte die Private Rufnummer und bat dort um Rückruf, der dann ca. eine Stunde später erfolgt. Ich hatte richtig Glück, denn dieser Junge war bei ihr in Behandlung und so konnte sie mir im Rahmen ihrer Ärztlichen Schweigepflicht Auskunft erteilen, daß es sich hier um einen Virus handelt, der zwar an sich ansteckend ist, aber normaler Weise zu einem Schnupfen führt, also kein Grund zur Sorge, die Hirnhautentzündung des Kindes sei also nicht ansteckend (dem Jungen ging es da auch wieder besser und er ist inzwischen wohlauf, als hätte er nie etwas gehabt, doch in den Sommerferien im letzten Jahr mußte er sich noch arg schonen). Dennoch sollte ich meine Töchter im Auge behalten und auf folgende Symptome achten:

starke Kopfschmerzen, Nackensteifheit, hohes Fieber,Benommenheit, Lichtempfindlichkeit, Hautflecken die ausehen wie kleine Blutungen unter der Haut und starke Gelenkeschmerzen.

Hinzu kam aus der Schule ein Informationesblatt, wohl auch weil sich dieses Hirnhautentzündung inzwischen herumgeprochen hatte, aber auch weil es in Hamburg dann wirklich vier Verdachtsfälle gab.

Dieses Informationsblatt finde ich sehr beruhigend, denn darin erfährt man, wie man sich ansteckt:

Dies geschiet nur durch Tröpfchenübertragung z.B. beim Niesen, Husten oder Küssen. Die Bakterien siedeln sich im Nasen und Rachenraum an, und sind bei vielen Menschen vertreten, ohne daß diese erkranken. Warum es bei einigen Menschen dann doch zu einer Erkrankung kommt, das ist leider unbekannt, aber jeder von uns kann diese Meningokokken in sich tragen. Lt. Statistik bricht bei einem vom 100.000 Menschen, die diese Keime in sich tragen die Krankheit auf.

Meine Befürchtungen, die ich in Bezug auf den Jungen aus der Klasse meiner Tochter hatte, daß die Hirnhautentzündung auch durch Wasser übertragen werden kann sich zum Glück zerschlagen. Außerhalb des Körpers überleben dieses Meningokokken nicht, somit sind sie auch nicht durch Speisen übertragbar. Da meine Tochter eine Woche vor dem Ausbruch der Krankheit bei dem Jungen auf Klassenreise war, wo man eben auch schwimmen ging, hatte ich diesbezüglich doch arge Sorgen.

Die Anzeichen, die ich oben schon genannte habe, sind natürlich besonders im Falle der Hirnhautentzündung, die durch Miningokokken ausgelöst wurde, also der Meningitis von Bedeutung. Bei Säuglingen kann man dies leider nicht immer so erkennen, da sollte man auch bei Durchfall, Unruhe und Benommenheite, wie auch schrilles Schreihen und blasse oder fleckige Haut achten. Wie unsere Kinderärztin uns bei unserer mittleren Tochter schon zeigte, als diese Mittelohrenentzüng hatte, kann man bei Säuglichen auch regelmäßig die Fontanelle testen, ist diese ausgebeult, wenn man vorsichtig drüber streicht, sollte man sofort zum Arzt gehen.
Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Tage, nur in seltenen Fällen kann man von 10 Tagen sprechen.

Hauptsächlich betroffen von einer Meiningitis sind Säuglinge, Kinder bis ca. 5 Jahre, Teenager und ältere Menschen, da muß ich mir dann zum Glück derzeit um meine große Tochter wenige Sorgen machen, eher um meine kleinen Töchter, die im Oktober 3 Jahre und ein Jahr alt werden. Ich hoffe einfach, daß ich im Fall der Fälle bemerken würde, wenn etwas mit ihnen nicht stimmt.

Das Gefährliche an dieser Krankheit ist, daß sie leider tödlich verlaufen kann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Behandelt wird sofort mit Antibiotika, das die Bakterien abtötet. Ist in der Familie oder näheren Umgebung jemand an Meningitis erkrankt, so wird man vorsorglich ebenfalls mit Antibiotika behandelt. Meine Sorge diesbezüglich ist, daß das Antiboitika nicht wirken könnte, da unsere große Tochter auf Grund von Lungen-, Mittelohren- und Mandelentzündungen schon häufig Antibiotika hat nehmen müssen. Ich hoffe, daß es in einem solchen ersten Fall dann noch wirkt.

Tückisch ist, daß die Krankheit schleichend oder aber auch rasch auftreten kann, auf jeden Fall muß sofort reagiert werden, wenn einem die Syptome auffallen. So achte ich beim Wickeln meiner kleinen immer auf die Beine, ob ev. ein Ausschlag dort vorhanden ist. Wenn meine Große mir erzählt, daß sie Kopfschmerzen hat, muß sie mir zeigen, ob sie den Kopf auf die Brust drücken kann, oder ob der Nacken steif ist, außerdem muß sie ihrem Knie einen Kuß geben, daran kann man die Nackensteife erkennen.

Wenige Tage vor dem Geburtstag meiner Großen war es dann im letzten Sommer so weit, ein Anruf aus der Schule, daß ich meine Tochter doch bitte abholen sollte, ich war gerade dabei, den Kartoffelsalat für ihre Abschlußfeier am nächsten Tag zu machen. Meine Angst war natürlich groß, denn die Lehrerin sprach von Fieber und Kopfweh, als ich meine Tochter dann ca. 20 Minuten später sah, sah sie wirklich schlecht aus, doch ich hoffte einfach, daß sie einfach etwas übertrieben hat, denn die gesamte Klasse kümmerte sich rührend um sie!!! Als erstes mußte sie mir aber zeigen, ob sie den Kopf auf die Brust legen konnte.

Bei der Kinderärztin klappte sie dann aber fast zusammen. Auch diese behielt meine Tochter im Auge, ob es vielleicht eine Hirnhautentzündung werden könnte. Doch wir hatten Glück, durch Antiiotika war sie am nächsten Tag Fieber frei, doch meine mittlere und ich hatte dann auch Fieber und eine schwere Mandelentzündung, passend zum 6. Geburtstag unserer Großen, der aber trotzdem gefeiert werden konnte.


Doch bei der Schwester einer Freundin meiner Tochter, sah es wirklich noch schlimmer aus. Auch das Kind hatte Mandelentzündung, damit aber eine kurzfristig beginnende Meningitis, die aber so schnell wieder verschwand, wie sie gekommen war, dank Antibiotika und unserer wachsamen Kinderärztin.

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • leser@tte

    06.05.2002, 13:24 Uhr von leser@tte
    Bewertung: sehr hilfreich

    Vor Jahren bin ich auch mal mit Verdacht auf Meningitis in die Isolierstation des Krankenhauses gekommen. Ist zwar lange her, aber eine bleibende, unangenehme Erinnerung...