Mermaid Softside Dual-Wasserbett Testbericht

Mermaid-softside-dual-wasserbett
Abbildung beispielhaft
ab 50,69
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2005

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Erfahrungsbericht von Spuddl

Bitte nicht vom Beckenrand springen!

Pro:

Schlaf, Rückenschmerzen sind weg, meine Allergie ist so gut wie nie zuvor

Kontra:

Teuer in der Anschaffung, aber Qualität hat nun mal seinen Preis

Empfehlung:

Ja

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VORWORT
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Am 5. Februar 2004 haben wir uns nach intensiver Fachberatung spontan dazu entschlossen ein Wasserbett zu kaufen. Wie es dazu kam und wie zufrieden wir mit dem Bett sind könnt Ihr in meinem Bericht nachlesen. Also viel Spaß dabei :-).


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WIE ICH ZU MEINEM WASSERBETT KAM
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Wir hatten noch ein normales Bett (160 x 200 cm) mit einer durchgehenden Federkernmatratze. Das Bett hatte vom Platz her immer ausgereicht, nur leider war die Matratze inzwischen nicht mehr so gut. Mit meinem Rücken hatte ich ja eigentlich schon immer Probleme. Morgens beim Aufstehen waren die Rückenschmerzen am schlimmsten, manchmal so stark, dass ich alleine fast nicht mehr aus meinem Bett gekommen bin. Probleme mit Hausstaubmilben habe ich auch.

Nun stand die Überlegung im Raum, dass wenn man schon neue Matratzen kauft, dass man dann Nägel mit Köpfen macht und gleich ein neues Bett kauft (180 x 200 cm oder vielleicht sogar 200 x 200 cm) mit anständigen Lattenrosten und speziellen Matratzen, die auch für Allergiker geeignet sind. Das Bett, welches wir uns aus dem Katalog rausgeschaut hatten wäre uns mit allem Drum und Dran auf ca. 2500,- Euro aufwärts gekommen, je nachdem welche Matratzen man genommen hätte. Mein Mann sprach damals schon einmal vorsichtig das Thema Wasserbett an, dass das gar nicht so viel teuerer wäre und und und… zu dem Zeitpunkt schmetterte ich das Thema Wasserbett allerdings noch entschieden und auch erfolgreich ab. Ich wollte definitiv kein Wasserbett, Punkt.

Meine Bedenken waren folgende:
1. zu teuer
2. darin kann man nicht gescheit schlafen, weil’s zu sehr schaukelt
3. Und was ist, wenn’s ausläuft?
4. Das Bett ist doch viel zu schwer. Hält der Boden die Last überhaupt aus?

Also machten wir uns nach langem Hin und Her Anfang Februar 2004 auf zum Fachhändler unserer Wahl (Schlafzimmer und Bettenhaus Körner, in Nürnberg). Durch Zufall hatten wir mitbekommen, dass bei denen eine Aktionswoche läuft und so sind wir da einfach mal hingefahren. Die Kinder hatten wir vorher bei Oma und Opa abgestellt, damit wir uns in Ruhe umsehen konnten.

Dort angekommen hatten wir uns erst einmal einen Fachberater geschnappt und dem erzählt, was wir uns so vorstellten. Ich habe ihm von meinen starken Rückenproblemen und meiner Allergie erzählt. Wir haben uns ausführlich informieren und beraten lassen über sämtliche Matratzenarten, die einzelnen Unterschiede und auf sämtlichen Matratzen Probe gelegen. Latexmatratzen schieden aus, weil die von unten Luft brauchen, das Bett also unten nicht geschlossen sein darf (nix mit Schubladen). Eine Federkernmatratze schied aus, wegen der Milben. Blieb ja nicht mehr viel übrig. Die Kaltschaummatratzen sagten mir irgendwie nicht so richtig zu, ich weiß auch nicht…

Und dann kamen wir zu dem Wasserbett… Was die Argumente meines Mannes nicht geschafft hatten, schaffte das Wasserbett in der halben Stunde, in der ich darauf gelegen habe. Mein Mann hatte Recht, ich wollte nie wieder aufstehen. Je länger ich in dem Wasserbett lag, desto klarer wurde mir, so was musste ich haben.

Also erst mal den Fachberater ausgequetscht, wie das nun mit dem Wasserbett so ist. Folgende Informationen haben wir bekommen:


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WIESO EIN WASSERBETT? DER GESUNDHEITSASPEKT
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Wasserbetten sind u.a. besonders zu empfehlen bei Menschen mit Schlafproblemen, Rückenschmerzen, Rheuma, Gelenkschmerzen und Hausstauballergie.

Durch die Wasserbefüllung erreicht man ein druckstellenfreies Liegen und gerät in einen so genannten "Schwebezustand". Man liegt orthopädisch gesehen immer richtig im Bett, da die Wirbelsäule waagerecht liegt und nicht verkrümmt wird. Das funktioniert aber nur dann, wenn der Wasserkern richtig befüllt wurde (d.h. je mehr Körpergewicht desto weniger Wasser darf in den Wasserkern).

Dadurch dass das Wasser beheizt wird, wird die Muskulatur während des Schlafs zusätzlich entspannt. In der Vinylfolie des Wasserbettes fühlen sich Hausstaubmilben und ähnliches Getier nicht wohl und nisten sich daher dort auch nicht ein.

Klasse, werden sich jetzt viele denken, das ist ja ideal für Kleinkinder (Babys). Da haben sie es warm und keine Milben … Fehlanzeige, ein Wasserbett ist absolut nicht geeignet für kleine Kinder die sich noch nicht selbständig und sicher im Bett herumdrehen können. Säuglinge bis zu 18 Monaten sollten laut beiliegendem Sicherheitshinweis NICHT unbeaufsichtigt im Bett liegen. Die Erstickungsgefahr wäre zu groß, weil sich der Säugling ja noch nicht alleine drehen kann (das Umdrehen in einem Wasserbett fällt schwerer). Aufgrund des geringen Körpergewichts, sinkt der Säugling beim alleine im Bett liegen zu weit ein in den Wasserkern und liegt daher nicht ideal (wenn der Wasserkern auf das Körpergewicht eines Erwachsenen abgestimmt ist).


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WIE IST DAS JETZT MIT DEM WASSERKERN?
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Den Wasserkern gibt es in verschiedenen Beruhigungsstufen. Da sie in dem Bettengeschäft so viele verschiedene Wasserbetten stehen hatten, konnten wir alle Beruhigungsstufen ausprobieren.

Es gibt den ungedämpften Wasserkern, der hat als Füllung nur Wasser und bewegt sich natürlich auch sehr stark (ca. 20 Sekunden lang). Für mich war das nichts, urgs. Und dann kann man vom leicht gedämpften zum mittel gedämpften über den stark gedämpften Wasserkern bis hin zum voll gedämpften Wasserkern alles haben, was das Herz begehrt. Beim voll gedämpften Wasserkern ist der Kern über die gesamte Höhe mit den Vlieseinlagen ausgefüllt. Eine Wasserbewegung findet also so gut wie nicht mehr statt. Wenn man sich ins Bett legt merkt man kein Nachschaukeln.

Beim Mermaid Wasserbett unterscheidet man die Stufen 0 – 6, wobei Stufe 0 ohne Vlieseinlagen ist und die Stufe 6 voll gedämpft ist. Die einzelnen Vliesmatten sind besonders sicher miteinander vernäht und machen ein Verrutschen unmöglich. Die Stufen 5 (sehr stark gedämpft) und 6 (voll gedämpft) gibt es mit einer so genannten Lumbar Unterstützung. Für die Variante "Stufe 5 mit Lumbar mit 20 cm Füllhöhe" haben wir uns entschieden, zum einen wegen meinen starken Rückenschmerzen und zum anderen wegen der nicht gerade zierlichen Gestalt meines Mannes :-). Die Stufe 5 entspricht einem Nachschaukeln von unter einer Sekunde.

Die Mermaid-Wasserkerne gibt es auch mit einer Füllhöhe von 23 cm. Besonders für schwergewichtige Menschen, die im Wasserkern aufgrund ihres Gewichts weiter einsinken, ist diese Höhe von Vorteil.


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UNO- ODER DUAL-SYSTEM?
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Was ist das nun schon wieder? Derweil wir ein Doppelbett suchten, mussten wir uns entscheiden, ob wir nur einen Wasserkern wollten (Uno-System) oder ob wir 2 Wasserkerne haben wollten (Dual-System).

Beim Uno-System hat man das Problem, dass man jede Bewegung des Partners direkt mitbekommt, also wenn dieser sich z.B. im Schlaf umdreht, oder etwas überspitzt dargestellt: wenn der Partner ins Bett springt und man selbst dabei auf der anderen Seite heraus fällt. Wenn der Partner sehr viel schwerer ist, als man selbst, hat man außerdem das Problem, dass man immer zu ihm hinrollt. Dieses System war also aufgrund des Gewichtsunterschieds von meinem Mann und mir schon mal nicht für uns geeignet.

Vorteile des Dual-Systems gegenüber dem Uno-System:
Die beiden Wasserkerne werden separat beheizt, d.h. wenn’s mich mehr friert wie meinen Mann, dann kann ich meinen Wasserkern wärmer einstellen. Sehr gut, mich friert es prinzipiell mehr wie meinen Mann. Die Füllmenge meines Wasserkerns ist genau an mein Körpergewicht angepasst, d.h. auch wenn ich alleine im Bett liege, liege ich orthopädisch gesehen genau richtig. Das war mir sehr wichtig, da mein Mann Schichtarbeiter ist und wir daher auch oft alleine im Bett liegen (z.B. wenn er Nachtschicht hat). Wenn der andere aus dem Bett raus oder ins Bett rein geht merkt man auf der anderen Seite des Betts fast nichts, auch nicht, wenn sich der andere im Bett umdreht. Bei einem Dual-System hat man natürlich auch die Möglichkeit einen anderen Wasserkern zu nehmen wie der Partner. Das haben wir zwar letztendlich nicht gemacht, aber die Möglichkeit dazu ist nicht schlecht, dachte ich mir.


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WELCHE ARTEN VON WASSERBETTEN GIBT ES?
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Man unterscheidet zwischen einem Softside- und einem Hardside-Wasserbett.

Bei einem Hardside-Wasserbett liegt der Wasserkern direkt ohne Schaumstoffumrandung in einem Holzrahmen. Dadurch, dass der Wasserkern seitlich ungedämpft ist, bleibt das Wasserbett ungebremst in seinen Bewegungen und schwingt daher natürlich länger nach. Die Holzumrandung ist zwingend notwendig, da der Wasserkern sonst keinen Halt hätte. Die Sitzkante ist bei dieser Variante der Holzrahmen und nicht wirklich bequem.

Das Softside-Wasserbett hat rund um den Wasserkern eine Schaumstoffumrandung diese ist oben ca. 7,5 cm breit und wird nach unten breiter. Bei den Mermaid Wasserbetten werden doppelt-holzverstärkte Schaumstoffrahmen verwendet, die einzeln mit der Bodenplatte verschraubt werden. Die Länge des Wasserkerns ist bei einem Softside-Wasserbett deswegen natürlich kleiner, als bei der Hardside-Variante, d.h. in unserem Fall ist der Wasserkern 185 cm lang. Durch den verstärkten Schaumstoffrand ist der Wasserkern geschützt, der Rand bietet eine stabile und dazu bequeme Sitzkante und die Bewegungen im Wasserkern schwingen nicht so lange nach. Um den Schaumstoffrahmen ist eine Sicherheits-Vinylfolie (Auffangwanne) gespannt. Sollte Widererwarten einmal ein Wasserkern auslaufen, bleibt das Wasser im Bett in dieser Auffangwanne und schwimmt nicht überall im Schlafzimmer herum. Das Wasserbett ist ein in sich geschlossenes System, d.h. man kann die Softside-Variante in fast jedes beliebige Bettgestell einbauen, da das Wasserbett auf einem Sockel steht und sich selbst trägt. Genau so etwas hatten wir gesucht. Wir wollten nicht so einen unschönen Kasten ohne alles in unserem Schlafzimmer stehen haben, sondern ein richtiges Bett mit Schubladen (darauf bestand mein Mann), Kopfteil und Ablagen links und rechts (darauf bestand ich).

Das passende Bettgestell war auch bald gefunden. Nach dem stundenlangen Gespräch mit unserem Fachberater, war dieser so sehr mitgenommen, dass er erst einmal mit uns nach draußen ging und dort mit uns eine Zigarette geraucht hat :-). Ein großes Lob an diesen Fachberater, der es wirklich verstanden hat uns nichts aufzuschwatzen, uns alles ausprobieren ließ, unsere teilweise dummen Fragen anstandslos und kompetent beantwortet hat, immer freundlich blieb und uns zudem noch einen wirklich sehr guten Preis gemacht hat.


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TECHNISCHE DATEN
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Gekauft haben wir letztendlich folgendes Bett:

Ein Mermaid Wasserbett Softside Dual-System mit den Maßen 180 x 200 cm (20 cm hoch). Die beiden Wasserkerne sind stark gedämpft (Stufe 5) und haben eine so genannte Lumbar Unterstützung (Wirbelsäule). Das Bett enthält zwei CALESCO Heizelemente 916xxx (Folienheizungen) mit elektronischer Regelung, die sich jeweils von 20-36 Grad Celsius in 0,5 Grad Schritten für jeden Wasserkern getrennt einstellen lassen. Eine zusätzliche Wasserbettauflage (Matratzenschoner aus Jacquard) war ebenfalls dabei. Gekostet hätte das Wasserbett inkl. Standard-Sockel (ohne Schubladen) 1800,- Euro (Angebotspreis).

Das von uns gekaufte Bett bestehend aus dem Wasserbett (ohne Sockel) und einem speziell für Wasserbetten geeigneten Holzbettgestell dem Multi N22 inkl. Schubladenelementen, linker und rechter Seiten-Ablage mit Schublade, Lieferung und Aufbau hat insgesamt 2941,- Euro gekostet.

Auf das Wasserbett sind 5 Jahre Garantie, allerdings nur dann, wenn der Conditioner regelmäßig angewandt wird (dazu später mehr).


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DIE LIEFERUNG UND DER AUFBAU DES BETTES
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Das Bett haben wir wie gesagt am 05.02.2004 bestellt. Geliefert und aufgebaut wurde es Mitte März, weil das von uns gewünschte Bettgestell erst bestellt werden musste. Das Wasserbett wäre sofort lieferbar gewesen. Morgens um 8:30 standen zwei Monteure mitsamt dem Bett und Werkzeug vor unserer Haustüre und begannen auch flugs mit dem Aufbau.

Hierbei muss man sich im Klaren sein, dass wenn das Bett erst mal steht, dass man es dann nicht mehr so ohne weiteres verrutschen kann. Man sollte sich also vorher gut überlegen, wo man das Bett hin haben möchte.

Statt des Standard-Sockels mit den Stützkreuzen haben wir das Bettgestell Multi N22 gekauft. In dieses Bettgestell kommen direkt auf die Schubladenelemente die zwei Pressspanplatten. Auf die Pressspanplatten wird die untere Hälfte des Schonbezugs gelegt, darauf kommt die Softside-Umrandung und daran wird anschließend die Auffangwanne befestigt. In die Auffangwanne werden die Folienheizungen jeweils mittig auf den Betthälften platziert und danach die beiden Wasserkerne. Wichtig ist dabei, dass diese mit links und rechts gekennzeichnet sind und auch auf die richtige Seite ins Bett gelegt werden müssen. Die Wasserkerne werden durch eine Thermotrennfolie längsseitig getrennt, damit sich die Temperatur der beiden Wasserkerne sich nicht gegenseitig beeinflusst. Die Befüllung muss gleichzeitig passieren, damit sich die Wasserkerne gleichmäßig im Bett ausbreiten können.

Ich möchte hier noch einmal darauf hinweisen, dass es sich bei dem von uns gekauften Bettgestell um ein speziell für Wasserbetten geeignetes Modell handelt (wegen den Schubladenelementen ist nicht jedes Gestell dafür geeignet).

Innerhalb von 1 ½ Stunden stand das gesamte Bett und musste nur noch befüllt werden.
Dazu hatte der Monteur einen speziellen Schlauch dabei (von Gardena), den man direkt an den Wasserhahn der Badewanne anschließen konnte. Der Schlauch teilte sich in zwei Abgänge und so konnten die beide Wasserkerne gleichzeitig befüllt werden. Der Monteur nahm zum Befüllen lauwarmes Wasser (am Besten 28 Grad Celsius warm), da kaltes Wasser ca. 1-3 Tage brauchen würde, bis es eine angenehme Temperatur erreicht. Das Befüllen und Kontrollieren war etwas komplizierter, da der Monteur genau die richtige Menge an Wasser in den Wasserkern füllen musste. Er hatte trotzdem innerhalb von 3 Probeliege-Versuchen die richtige Füllmenge links und rechts eingefüllt, man hätte meinen können, dass er so was schon öfters gemacht hat :-). In jeden Wasserkern muss noch ein so genannter Conditioner eingefüllt werden, dieser war bei der Lieferung mit dabei. Danach wurde das Bett noch entlüftet. Dabei zeigte uns der Monteur gleich einmal, wie man das macht und wie man die Heizung richtig einstellt. Um ca. 11:30 Uhr waren wir mit unserem neuen Wasserbett dann erst mal alleine. Nach einer Woche sollten wir das Bett noch einmal entlüften, da sich in den Vlieseinlagen noch Luft befindet, die erst nach und nach herausgeht, gab uns der Monteur noch mit auf den Weg.

Wer Bedenken hat wegen der Statik seines Hauses oder seiner Wohnung, den kann ich beruhigen. So ein Wasserbett wiegt gar nicht so viel. In den Wasserkernen befinden sich jeweils ca. 250 Liter Wasser also insgesamt 500 Liter auf 4 qm. Dazu kommt dann noch das Gewicht des Bettgestells und der Personen die darin liegen. Selbst wenn ich ganz großzügig rechne und das Bettgestell 100 kg wiegen lasse und die Personen die drin liegen auch jeweils 100 kg, komme ich auf 800 kg gleichmäßig über die Stützkreuze verteilt auf 4 qm, das mach 200 kg pro qm. Das hält in Deutschland jede Wohnung und jedes Haus aus. Laut DIN 1055 Blatt 3 Absatz 5 muss ein Wohngebäude eine Deckenlast von 3,5 kN/qm (entspricht 350 kg/qm) aushalten. Bei Altbauten die noch Decken mit fehlender Querverteilung haben liegt der Wert bei 2 kN/qm (entspricht 200 kg/qm). Man muss außerdem den Vermieter nicht extra um Erlaubnis fragen ob man das Bett aufstellen darf und es ist auch nicht notwendig eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, da es sich bei einem Wasserbett um ein ganz normales Möbel handelt (siehe Gerichtsurteil 20 C 93/92). Die Gefahr eines Wasserschadens ist bei einem Softside-Bett durch die integrierte Auffangwanne wesentlich geringer, wie bei einer Waschmaschine. Sollte es dennoch unklar sein, ob der Altbau das Gewicht des Wasserbettes trägt kann man zur gleichmäßigeren Gewichtsverteilung z.B. unter den Fußbodenbelag (Laminat, Parkett, PVC, Teppich) Pressspanplatten mit z.B. 1 x 2 m Größe versetzt verlegen. Zur Not kann man auch einen Statiker fragen.


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UND WIE SCHLÄFT MAN NUN DARIN?
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Die ersten 2 Wochen in dem Bett waren die Hölle. Ich hatte mehr Rückenschmerzen, als je zuvor und machte mir die größten Vorwürfe dieses Bett überhaupt gekauft zu haben. Schon in Gedanken damit beschäftigt, dieses Bett wieder zurückzugeben (wir hatten 4 Wochen Rückgaberecht) waren die Rückenschmerzen dann auf einmal wie weggeblasen. Nach nicht ganz 3 Wochen hatte sich mein Körper an dieses neue Schlafgefühl gewöhnt. Man gelangt wirklich nach einigen Minuten in einen Schwebezustand. Es fühlt sich an, als würde man auf Wolken schweben. Das Bett ist wahnsinnig bequem und hat einen riesig großen Kuschelfaktor.

Dadurch, dass man ohne Druckpunkte liegt und sich daher auch kein Blutstau im Hautgewebe bildet, bewegt man sich in einem Wasserbett nicht mehr so viel im Schlaf, nur ca. 10 -25 Mal pro Nacht. In einem „normalen“ Bett mit einer harten Matratze bewegt man sich im Schlaf ca. 20 -50 Mal pro Nacht. Man braucht also nicht so viel Platz beim Schlafen, wie auf einer normalen Matratze, da man nicht mehr so viel "unterwegs" ist, daher hatten wir uns auch für das 180 cm breite Bett entschieden.

Der Wasserkern ist wie gesagt beheizt, ich habe ihn im Moment auf 28 Grad Wassertemperatur eingestellt. Die Oberflächentemperatur der Haut hat ca. 26-28 Grad. Recht viel kälter sollte man das Wasserbett auch nicht einstellen, da man sonst eine Unterkühlung und evtl. sogar eine Blasenentzündung riskiert. Im Sommer an den ganz heißen Tagen hatte ich mein Wasserbett auf 26 bzw. 27 Grad eingestellt, das ist vollkommen ausreichend, man schwitzt nicht und wird auch nicht krank. Die Bettdecke ist stets vorgewärmt, das ist vor allem im Winter sehr angenehm, da ich mir so kalte Füße erspare. Für den Sommer habe ich eine dünnere Decke, die drehe ich einfach um wenn ich ins Bett gehe, also die warme Seite nach oben ;-).

Ich bin eigentlich immer ein schlechter Schläfer gewesen, hatte starke Einschlafprobleme und hörte im Schlaf die Flöhe husten. Jetzt nach einem Jahr Nutzung würde ich das Bett nicht mehr hergeben. Ich schlafe wie ein Stein und bin morgens erholt und entspannt. Das Babyphone muss ich auf volle Lautstärke stellen, weil ich inzwischen so fest schlafe, dass ich es sonst nicht höre. Meine Rückenschmerzen und Verspannungen sind weg. Dadurch dass sich in dem Bett so gut wie keine Hausstaubmilben festsetzen sind meine Allergie und damit auch meine Neurodermitis viel besser geworden.

Meine bevorzugte Schlafstellung ist auf der linken Seite mit dem Rücken zur Mitte. Zu anderen Stellungen werde ich keine Stellung nehmen, das gehört ja auch nicht unbedingt hierher. Wer's trotzdem wissen möchte, sollte es am Besten mal selbst ausprobieren. Dass der Sex schwerer fallen soll, wie in einem anderen Bett, kann ich nicht bestätigen. Anders ja, aber schwerer?

Um auf die Überschrift zu sprechen zu kommen. Das Rumspringen im Bett macht den Wasserkernen überhaupt nichts aus. Über den gefüllten Wasserkern könnte man auch mit einem 7,5-Tonner fahren, ohne dass dieser dabei platzt, oder sonst einen Schaden nimmt. Die Nähte sind an den Ecken dreifach verschweißt und daher sehr strapazierfähig. Als "Trampolin" ist ein Wasserbett trotzdem eher nicht zu gebrauchen, da das Wasser eben einfach nur verdrängt wird und nicht zurückfedert. Daher sind unsere zwei Zwerge auch nicht so begeistert von unserem "neuen" Bett. Auf der Federkernmatratze des alten Betts hat es ihnen viel mehr Spaß gemacht rumzutoben und herumzuhüpfen. So haben wir unser Bett wirklich für uns alleine :-).

Die Heizelemente funktionieren absolut problemlos und vor allem auch geräuschlos. Es soll Heizelemente geben, die man brummen hört, wenn man auf dem Bett liegt, also beim Kauf unbedingt darauf achten. Die Elemente sind elektronisch geregelt und schalten sich nur dann ein, wenn die Wassertemperatur unter den eingestellten Wert sinkt. Wenn man die Temperatur herunterregeln möchte, weil einem das Bett zu warm ist, muss man wissen, dass die Temperatur durch die Isolation pro Tag nur ca. um 1 Grad absinkt. Es dauert also ein bisschen, wenn man die Temperatur von 30 Grad auf 26 Grad absenken möchte.

So stark die Zweifel am Anfang waren, so groß ist inzwischen meine Überzeugung, das Richtige gekauft zu haben. Meinem Rücken ging es noch nie so gut wie heute. Auch mein Mann hat keine Rückenschmerzen mehr seitdem er in dem Bett schläft und auch bei ihm hat es diese "Eingewöhnungsphase" gegeben.

Einen Nachteil hat das Bett allerdings schon. Ich habe morgens meist keine Lust aufzustehen, weil das Bett so furchtbar bequem ist :-). Aber wer hat das schon?


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PFLEGE, WARTUNG UND BETRIEBSKOSTEN
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Damit das Bett in dem gewünschten Zustand bleibt muss man einige wenige Dinge beachten.
Der Conditioner wird einmal im Jahr dem Wasser beigesetzt, d.h. das Wasser wird nicht ausgetauscht, sondern bleibt im Bett drin. Der Conditioner verhindert, dass das Wasser im Wasserkern umkippt und dass sich Algen, bzw. Bakterien im Wasser bilden. Außerdem enthält er eine Vinylpflege, so dass das Vinyl von innen geschmeidig bleibt. Der Conditioner kostet pro Bettseite ca. 10 Euro.

Das Vinyl sollte von außen und in den Zwischenräumen alle 3-6 Monate mit einer speziellen Vinylpflege behandelt werden, damit das Material nicht spröde und brüchig wird. Dazu reibt man das Pflegemittel einfach mit einem weichen Lappen in das Vinyl ein und lässt es dann ca. 5-10 Minuten trocknen. Mehr ist es eigentlich nicht. Dieses Vinylpflegemittel mit 236 ml Inhalt hat ca. 10,- Euro gekostet und die Flasche ist noch über ¾ voll.

Das Wasserbett hat eine 5-jährige Garantie, sofern der Conditioner regelmäßig angewendet wird. Wir haben zum Bett ein Garantieheftchen erhalten, in dem jedes Mal abgestempelt wird, wann wir den Conditioner gekauft haben. Die Vinylpflege wird nicht extra überprüft, ich rate aber trotzdem diese zu machen. Wer schläft schon gerne in einem nassen Bett? Bei richtiger Pflege hält so ein Wasserbett gut und gerne seine 20-30 Jahre.

Die Stromkosten, die die zwei Heizelemente verursachen belaufen sich auf insgesamt ca. 3-5 Euro im Monat, je nach Umgebungs- und Wassertemperatur.

Beim Befüllen des Wasserkerns geht die Luft in den Vlieseinlagen nicht ganz heraus. Die Luftbläschen lösen sich erst nach und nach aus den Vlieseinlagen und steigen dann nach oben. Die Luft im Wasserkern stört eigentlich nicht weiter, es gluckert halt ab und zu ganz leise im Bett, wenn man sich umdreht oder anderweitig bewegt. Wenn die Luftblasen zu viel werden, streiche ich sie aus dem Wasserkern heraus. Das mache ich beim Bettenüberziehen gleich mit. Der Monteur hat mir beim Aufbau des Bettes gezeigt, wie man das macht, es ist ganz einfach. Der Schonbezug lässt sich mittels Reißverschluss komplett abnehmen, so kommt man problemlos überall hin. Man kann die Luft auch mittels einer Vakuumpumpe absaugen (diese kostet ca. 10,- Euro im Fachhandel). Selbst nach einem Jahr bilden sich immer wieder kleine Luftblasen. Das liegt an dem zugefügten Conditioner, der die Luftbildung im Wasserkern unterstützt, vor allem bei Überdosierung bildet sich sehr viel Luft im Wasserkern. Klimawechsel können die Luftbildung ebenfalls unterstützen. Um die dauerhafte Neubildung von Luftblasen im Wasserbett zu verhindern kann man dem Wasser ein so genanntes Entschäumerkonzentrat mit Luftbinder zufügen (z.B. Air Sorb O2 oder BubbleEx). Diese kosten im Fachhandel ca. 15-20,- Euro. Da sich die Luftbildung in unserem Bett zum Glück in Grenzen hält, haben wir vom Kauf so eines Mittels bis jetzt abgesehen.

Die Oberseite des Bezugs ist wie gesagt abnehmbar und natürlich auch waschbar. Derweil wir aber einen zusätzlichen Matratzenschoner verwenden (war kostenlos beim Bett mit dabei), habe ich darauf bis jetzt verzichtet. Ich wasche ausschließlich den Matratzenschoner, der auch wunderbar in die Waschmaschine passt und natürlich Trockner geeignet ist.

Der Schonbezug ist sehr dick und qualitativ sehr hochwertig. Die Gefahr, dass ein Wasserkern durch äußere Einflüsse kaputt geht besteht eigentlich nur dann, wenn man sich mit einem spitzen oder scharfkantigen Gegenstand und mit Gewalt am Wasserkern zu schaffen macht, da auch das Vinyl sehr strapazierfähig und dick ist. Haustiere wie z.B. unsere Katze können dem Wasserbett mit ihren Krallen nichts anhaben, weil zum einen der Schonbezug und zum anderen der Matratzenschoner jeder Attacke standhalten. Die Krallen kommen gar nicht bis zum Vinyl durch.

In den Pflegehinweisen des Wasserbettes kann man lesen, dass man das Wasserbett auf gar keinen Fall mit einer dicken Tagesdecke abdecken darf, da ansonsten die Feuchtigkeit nicht verdunsten kann, die über Nacht in die Bezüge des Wasserbettes eingedrungen ist. Man sollte das Bett immer gut durchlüften, sonst fängt es irgendwann zu muffeln an. Ich nehme das Bettzeug morgen von Bett herunter so hat das Bett genügend Möglichkeit auszulüften. Nach ca. 1 – 2 Stunden decke ich das Bett dann mit dem Bettzeug ab, so sind die Bettdecken schön warm, wenn ich ins Bett gehe und ich spare nebenbei Heizkosten. Damit sich im Bett (zwischen dem Vinyl) keine Feuchtigkeit ansammelt, sollte man außerdem die Temperatur am Thermostat nicht unter 26 Grad einstellen (besser sind 28 Grad). Leute, die nachts prinzipiell sehr viel schwitzen sollten das Bett 1 x pro Woche am Fußende öffnen und für 10-12 Stunden auslüften lassen.


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FAZIT
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Ich gebe es nicht mehr her! Ja, der Anschaffungspreis ist hoch, aber qualitativ hochwertige Matratzen haben auch ihren Preis, und die Lattenroste erst. Und so viel billiger wäre uns die Anschaffung von Bettgestell, guten Lattenrosten und guten Matratzen auch nicht gekommen. Die Liegequalität des Bettes ist gleich bleibend gut, im Gegensatz zu einer Matratze die irgendwann durchgelegen ist. Ich schlafe phantastisch in dem Bett. Meine Rückenschmerzen sind endlich weg und ich fühle mich morgens ausgeruht und entspannt, nicht gerädert bzw. ausgelaugt. Die Betriebskosten liegen bei uns mit ca. 60 Euro im Jahr (alles in allem) durchaus im Rahmen des Vertretbaren.

Was mich am Anfang etwas geärgert hat an dem Bett, ist das Gefummel beim Spannbettbezug überziehen. Da unser Wasserbett in einem festen Rahmen integriert ist, kann der Bezug nur seitlich in das Bett gesteckt werden, aber darin hab ich inzwischen Übung. Man gewöhnt sich an alles :-).

Ich würde mich jederzeit wieder für dieses Bett entscheiden und kann es nur wärmstens empfehlen.


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SONSTIGES
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Vor dem Kauf eines Wasserbettes unbedingt Probeliegen und zwar ungefähr eine ½ Stunde oder länger auf dem Bett liegen bleiben, sonst bringt das Probeliegen nichts. Soweit mir bekannt ist soll es auch Fachhändler geben, die sogar eine Probenacht anbieten.

Internetseite:
Mermaid Wasserbett-Hersteller: http://www.mermaid.de/
Bettenhaus Körner: http://www.koerner-schlafzimmer.de/



Ich danke Euch fürs Lesen und Bewerten und freue mich auf Eure Kommentare.


Dieser Bericht wurde maschinell erstellt und ist deshalb nicht unterschrieben ;-)
Eure Spuddl

55 Bewertungen, 6 Kommentare

  • Connector

    27.02.2006, 12:54 Uhr von Connector
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!

  • Liroy

    21.02.2006, 01:44 Uhr von Liroy
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • 2011emjott

    23.12.2005, 19:26 Uhr von 2011emjott
    Bewertung: sehr hilfreich

    WOW!!! SH und schöne Feiertage! Gruß, Micha.

  • animaldream

    11.11.2005, 06:43 Uhr von animaldream
    Bewertung: sehr hilfreich

    fröhliches Weiterplantschen! LG animaldream

  • AnnaH

    09.03.2005, 04:06 Uhr von AnnaH
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...daß es hier kein BH gibt. LG Sabine

  • broadwinn

    08.03.2005, 23:10 Uhr von broadwinn
    Bewertung: sehr hilfreich

    bericht wirklic hsehr ausführlich