Meßmer Ovambo Rooibis-Vanille Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
- Geruch:
- Zubereitung:
Erfahrungsbericht von Ankepunkt
Bongotrommeln in der Tüte
Pro:
Aromaschützend verpackt, leicht dosierbar - warm und kalt gleichbleibend lecker
Kontra:
Für meine Verhältnisse sind die Tüten zu klein. Warum gibt es nicht, wie beim Goldmännchen-Tee, auch große Tüten zum Kannenaufguss??
Empfehlung:
Ja
Tee war irgendwie nie mein Ding. Zwar war ich vor 20 Jahren stolze Besitzerin einer Übersee-Teekiste, die in meinem Zimmer als Tisch diente und den Stofftieren Unterschlupf gewährte, natürlich hatte ich ein chinesisches Teeservice, ein Stövchen und Kandisbrocken am Stiel, aber wirklich getroffen hat mich der Trend der 80er niemals wirklich. Eher kurz gestreift.
In den immerhin 8 Blechdosen schimmelten die teuer eingekauften Teesorten munter vor sich hin, während ich im Tee-Laden immer neue Sorten probierte um dann zu Hause festzustellen, dass sie mir denn doch nicht schmeckten: Pernodtee war zwar chic, aber nicht so nach meinem Geschmack (ein Glas Pernod mit Eiswasser zog ich dem Tee hemmungslos vor), und diese „frisierten“ Schwarzteemischungen wie Vanille-Erdbeer, Wildkirsche oder Heidelbeere hauten mich noch weniger vom Hocker. So ging die Kiste denn auch irgendwann zum Sperrmüll und das Teeservice warf ich irgendeinem Brautpaar am Polterabend „mit besten Wünschen“ vor die Füße.
Die Teeära war vorbei, noch ehe sie begonnen hatte.
Im Laufe der Jahre mutierte ich zur Kaffeetante. Wenn ich mich ranhalte, bringe ich es derzeit auf gut 3 Liter Kaffee am Tag, die ich mit viel frischer Milch verschandele, weil mir Kaffee schwarz einfach nicht schmeckt. Abends, wenn es kuschelig wird, trinke ich gern eine Jumbotasse heiß dampfenden Kakaos, um den ollen Kaffeegeschmack zur Nacht loszuwerden...
Wie kriege ich jetzt die Kurve vom Kaffee über den Kakao zum Tee? Hmmm grübel – am besten geht’s wohl geradeheraus:
Immer wieder stieß ich auf diversen Meinungsplattformen auf ein neues Wort: manche sprachen es Rooibos, manche Rotbusch – aber alle meinten das selbe: nämlich Tee. Wie das im Leben manchmal eben so ist, erkämpften sich diese zwei Bezeichnungen einen festen Platz in meinem Hirn. Vermutlich fraß sich das eine Wort in meine linke, das andere in meine rechte Hirnhälfte, denn ich wurde es nicht mehr los und so hielt ich denn bei jedem Einkauf im Supermarkt Ausschau nach diesem neumodernen Zeug. Ich komme selten in unsere City, mit 3 Kindern geht man nicht einfach mal bummeln – das endet im Desaster. Aber für die Weihnachtseinkäufe konnte ich die Bande mal abhängen und hatte einen ganzen Tag Zeit, mir die Innenstadt meiner Wahlheimat genauer anzusehen. Schon öfter hatte ich im Vorbeisausen ein Tee-Geschäft gesehen, das ich nun heimsuchen wollte. Das Ladenlokal war leer, die Regale abgebaut und palettiert, weit und breit kein Rooibos-Tee. Zu blöd, aber, so kann es einem gehen, wenn man in der münsterländischen Pampa wohnt...
Ich gab meine Suche nach besagtem Tee bald auf. In der Ablage „P“ meines Hirns war die Erinnerung schnell verblasst und ich widmete mich wieder anderen Dingen. Ende November schlenderte ich dann wie sonst auch durch die Gänge einer EDEKA-Filiale meines Vertrauens.
Ich brauchte wieder ein paar Pfund Kaffee und bestaunte aus irgendeinem Grund die im Laufe meiner Konsumentenjahre stark angeschwollene Sorten- und Anbietervielfalt diverser Tees. Auf der Suche nach Pfefferminz- und Früchtetee fiel mir dies besonders auf, denn nun stieß ich auch auf diverse Sorten, die „lose“ angeboten wurden. Kein Wunder, dass die Fachgeschäfte dicht machen müssen, wenn man den „losen“ Tee inzwischen auch bei EDEKA bekommen kann.
Tee? Fachgeschäft? Loser Tee? Rooibos? Da war es wieder, dieses Wort! Längst vergessen bohrte es sich nun wieder an die Oberfläche, piesackte die Hirnrinde und ließ nicht locker. „Such!“ kam es mir in den Sinn. Und ich suchte brav. Nein. Nichts. Kein Rooibos. Nur diverse Schwarzteemischungen und das Übliche. Neu waren nur Grüner Tee und irgendwelche Mischungen, die mir schon vom Namen her unappetitlich erschienen. Also weiter.
In Richtung Kaffee schauend , schob ich meine Einkaufskarre weiter durch den Gang und stieß gegen eine Palette. „So ein Mist!“, fluchte ich und wollte das Ding gerade umfahren, da fiel mein Blick auf das Verkaufsdisplay. „Meßmer“ stand da in goldenen Lettern. Aha, also noch mehr Tee. Ob ich? Wieso nicht? Also blieb ich noch einmal stehen und schaute auf die vielen, ordentlich gestapelten, gelben Pappschachteln nieder. Irgendetwas hatte diese neue Verpackung an sich, dass mich drängte, mir die Schachteln genauer anzusehen...
BINGO! Volltreffer! Zielsicher streckte sich meine Hand einer Schachtel entgegen, ergriff sie und führte sie näher heran an meine bebrillten Augen. Eine gelb-braune Schachtel hatte ich da in der Hand. Ich sah einen Baum, hinter dem die Sonne langsam am Horizont zu verschwinden schien. Daneben in leicht kursiver Schrift:
Ovambo – Tee
Und darunter, etwas kleiner: „Rooibos-Vanille“ – lieblich mild.
Die Trommeln der Eingeborenen, die die Verpackung außerdem zierten, schienen zu mir zu sprechen: „Kauf mich!“, „Probier mich!“, „Liebe mich!“ hörte ich sie trommeln. Gleich 2 Pakete wanderten kurzentschlossen in meine Karre und ich setzte meinen Einkauf fort.
Zu Hause angekommen sah ich mir die Verpackung genauer an. Ich hatte hier eine durchdacht designte Schachtel vor mir, mit 20 einzeln in Papierkuverts verpackten Aufgussbeuteln à 2 g. Nein, Herr viertelvordrei, ich habe das jetzt NICHT nachgewogen!
Beim Ovambo-Tee, so lernte ich, handelt es sich um den Nationaltee vieler Völker Südafrikas. Auch die Ovambo vom Stamme der Bantu entdeckten die vielfältigen Eigenschaften des Rotbusch-Strauches, der sich nur in wenigen üppigen, jedoch klimatisch Besonderen Landstrichen Südafrikas durchsetzen konnte:
Einmal im Jahr, nämlich im Hochsommer, wird der Rooibos von Hand geerntet. Die beim anschließenden Schneiden freigesetzten Zellstoffe reagieren nun mit dem Sauerstoff in der Luft, die Fermentation beginnt. Nach einigen Stunden wird der Rooibos dann flach am Boden ausgebreitet, von der Sonne getrocknet und anschließend durch heißen Dampf gereinigt.
Schon vor rund 600 Jahren entdeckten die Eingeborenen dieses wertvolle Gewächs und machten sich dessen Eigenschaften zur Teeproduktion zu Nutze. Rooibostee ist ein gesunder Tee aus der Familie der Kräutertees und schmeckt heiß genauso gut, wie eisgekühlt. Mit Honig, Zitrone, braunem Zucker oder Milch erfreut er sich zunehmender Beliebtheit und ist wirklich ein Genuss.
Als koffeinfreier Durstlöscher stärkt und erfrischt er hart arbeitende Menschen ebenso wie Sportler oder Kleinkinder. Rooibos soll gegen Schlaflosigkeit helfen und ist für sogar Babys ein wohltuendes Zwischendurchgetränk.
Soweit ich weiß, werden den verschiedenen Komponenten des Rooibostees psychologische und therapeutische Wirkungen zugesprochen, auf die ich hier jedoch nicht genauer eingehen mag. Allerdings ist die wohltuende Wirkung wohl unumstritten. In weltweiten Studien und Fachbüchern sind die heilsamen Wirkungen zusammengefasst und diskutiert.
So hat die „Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität des Oranje Freistaates“ eine Studie herausgebracht, die Rooibos als mögliche Nahrungsergänzung beleuchtet:
Danach ist Rooibos reich an Mineralien und Vitamin C. Antioxidative, krampflösende und reinigende Wirkungen werden ebenso beschrieben, wie die Präsenz der Flavonoide Rutin und Quercetin. Von diesen Flavonoiden weiß man, dass sie die sogenannten „Freie Radikale“ im Körper neutralisieren - Stoffe, die derzeit ursächlich mit Herzinfarkt in Verbindung gebracht werden...
Die Firma Meßmer importiert nun diesen Tee, setzt ihm lediglich das liebliche Aroma der Vanille zu und verpackt ihn in praktische Aufgussbeutel, die wiederum in einzelne kleine Papierumschläge gesteckt werden, damit das Aroma möglichst lange erhalten bleibt. Auf Konservierungsstoffe verzichtet Meßmer ganz bewusst.
Schon wenn man die Umverpackung öffnet, entströmt der Schachtel ein wunderbar vanilliger Duft, der mich dennoch manchmal an Karamell erinnert. Für eine 1-Liter-Kanne verwende ich 5 Beutel, die ich mit kochendem Wasser übergieße und 6 Minuten ziehen lasse. Da ich es nicht lassen kann, meinen Tee zu süßen, gebe ich noch 3 Würfel braunen Rohrzucker hinzu (nicht neu: MILFORD Teezucker) und rühre vorsichtig um, bevor ich die Kanne schließe.
Im Laufe des Abends trinke ich dann meist den ganzen Liter Ovambo-Tee, den ich nur ungern mit meinen Kindern teile. Dennoch kommt es bisweilen vor, dass ich auf meinem Sofa frühzeitig einschlafe: Dann trinken meine Kinder ihn liebend gern am anderen Morgen, denn Ovambo-Tee ist auch kalt ein Hochgenuss!
Neben der eben beschriebenen Rooibos-Mischung hatte die Firma Meßmer noch weitere Eingebungen. So fand ich unlängst auch noch 2 weitere Sorten Tee mit interessantem Beutelinhalt:
KELTEN-Tee
...Zitat Meßmer: „Die Druiden - Priester und Gelehrte der Kelten - beherrschten viele Künste, so auch die der Zusammenstellung geheimnisvoller Kräutermischungen. Mit Ausbreitung der Kelten nach Frankreich stießen sie auf das wohltuende Verbenenkraut. Verfeinert mit dem frischen Aroma der Zitrone erhält Meßmer Kelten-Tee seinen unverwechselbaren Charakter.“
und INKA-Tee
...Zitat Meßmer: „Die einzigartige Hochkultur der Inkas brachte nicht nur faszinierende Tempelbauten hervor, sondern überlieferte auch außergewöhnliche Kräutermischungen. Seit Alters her schätzen die Inkas die aus dem Tabebuia-Baum gewonnene Lapachorinde als wertvolle Pflanze. Verfeinert mit Orangenaroma und Gewürzen erhält Meßmer Inka - Tee seinen unverwechselbaren Charakter.“
Ich bin der Ansicht, dass es nicht immer „loser“ Tee sein muss, um Tee zu genießen. Teebeutel haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wer das nicht glaubt, der probiere Meßmer-Tee. Denn bei denen kommt die Sonne Afrikas in die Tüte...
Anke., mit teetrinkenden Grüßen an die Heimatplattform DOOYOO und meinen Anton.
In den immerhin 8 Blechdosen schimmelten die teuer eingekauften Teesorten munter vor sich hin, während ich im Tee-Laden immer neue Sorten probierte um dann zu Hause festzustellen, dass sie mir denn doch nicht schmeckten: Pernodtee war zwar chic, aber nicht so nach meinem Geschmack (ein Glas Pernod mit Eiswasser zog ich dem Tee hemmungslos vor), und diese „frisierten“ Schwarzteemischungen wie Vanille-Erdbeer, Wildkirsche oder Heidelbeere hauten mich noch weniger vom Hocker. So ging die Kiste denn auch irgendwann zum Sperrmüll und das Teeservice warf ich irgendeinem Brautpaar am Polterabend „mit besten Wünschen“ vor die Füße.
Die Teeära war vorbei, noch ehe sie begonnen hatte.
Im Laufe der Jahre mutierte ich zur Kaffeetante. Wenn ich mich ranhalte, bringe ich es derzeit auf gut 3 Liter Kaffee am Tag, die ich mit viel frischer Milch verschandele, weil mir Kaffee schwarz einfach nicht schmeckt. Abends, wenn es kuschelig wird, trinke ich gern eine Jumbotasse heiß dampfenden Kakaos, um den ollen Kaffeegeschmack zur Nacht loszuwerden...
Wie kriege ich jetzt die Kurve vom Kaffee über den Kakao zum Tee? Hmmm grübel – am besten geht’s wohl geradeheraus:
Immer wieder stieß ich auf diversen Meinungsplattformen auf ein neues Wort: manche sprachen es Rooibos, manche Rotbusch – aber alle meinten das selbe: nämlich Tee. Wie das im Leben manchmal eben so ist, erkämpften sich diese zwei Bezeichnungen einen festen Platz in meinem Hirn. Vermutlich fraß sich das eine Wort in meine linke, das andere in meine rechte Hirnhälfte, denn ich wurde es nicht mehr los und so hielt ich denn bei jedem Einkauf im Supermarkt Ausschau nach diesem neumodernen Zeug. Ich komme selten in unsere City, mit 3 Kindern geht man nicht einfach mal bummeln – das endet im Desaster. Aber für die Weihnachtseinkäufe konnte ich die Bande mal abhängen und hatte einen ganzen Tag Zeit, mir die Innenstadt meiner Wahlheimat genauer anzusehen. Schon öfter hatte ich im Vorbeisausen ein Tee-Geschäft gesehen, das ich nun heimsuchen wollte. Das Ladenlokal war leer, die Regale abgebaut und palettiert, weit und breit kein Rooibos-Tee. Zu blöd, aber, so kann es einem gehen, wenn man in der münsterländischen Pampa wohnt...
Ich gab meine Suche nach besagtem Tee bald auf. In der Ablage „P“ meines Hirns war die Erinnerung schnell verblasst und ich widmete mich wieder anderen Dingen. Ende November schlenderte ich dann wie sonst auch durch die Gänge einer EDEKA-Filiale meines Vertrauens.
Ich brauchte wieder ein paar Pfund Kaffee und bestaunte aus irgendeinem Grund die im Laufe meiner Konsumentenjahre stark angeschwollene Sorten- und Anbietervielfalt diverser Tees. Auf der Suche nach Pfefferminz- und Früchtetee fiel mir dies besonders auf, denn nun stieß ich auch auf diverse Sorten, die „lose“ angeboten wurden. Kein Wunder, dass die Fachgeschäfte dicht machen müssen, wenn man den „losen“ Tee inzwischen auch bei EDEKA bekommen kann.
Tee? Fachgeschäft? Loser Tee? Rooibos? Da war es wieder, dieses Wort! Längst vergessen bohrte es sich nun wieder an die Oberfläche, piesackte die Hirnrinde und ließ nicht locker. „Such!“ kam es mir in den Sinn. Und ich suchte brav. Nein. Nichts. Kein Rooibos. Nur diverse Schwarzteemischungen und das Übliche. Neu waren nur Grüner Tee und irgendwelche Mischungen, die mir schon vom Namen her unappetitlich erschienen. Also weiter.
In Richtung Kaffee schauend , schob ich meine Einkaufskarre weiter durch den Gang und stieß gegen eine Palette. „So ein Mist!“, fluchte ich und wollte das Ding gerade umfahren, da fiel mein Blick auf das Verkaufsdisplay. „Meßmer“ stand da in goldenen Lettern. Aha, also noch mehr Tee. Ob ich? Wieso nicht? Also blieb ich noch einmal stehen und schaute auf die vielen, ordentlich gestapelten, gelben Pappschachteln nieder. Irgendetwas hatte diese neue Verpackung an sich, dass mich drängte, mir die Schachteln genauer anzusehen...
BINGO! Volltreffer! Zielsicher streckte sich meine Hand einer Schachtel entgegen, ergriff sie und führte sie näher heran an meine bebrillten Augen. Eine gelb-braune Schachtel hatte ich da in der Hand. Ich sah einen Baum, hinter dem die Sonne langsam am Horizont zu verschwinden schien. Daneben in leicht kursiver Schrift:
Ovambo – Tee
Und darunter, etwas kleiner: „Rooibos-Vanille“ – lieblich mild.
Die Trommeln der Eingeborenen, die die Verpackung außerdem zierten, schienen zu mir zu sprechen: „Kauf mich!“, „Probier mich!“, „Liebe mich!“ hörte ich sie trommeln. Gleich 2 Pakete wanderten kurzentschlossen in meine Karre und ich setzte meinen Einkauf fort.
Zu Hause angekommen sah ich mir die Verpackung genauer an. Ich hatte hier eine durchdacht designte Schachtel vor mir, mit 20 einzeln in Papierkuverts verpackten Aufgussbeuteln à 2 g. Nein, Herr viertelvordrei, ich habe das jetzt NICHT nachgewogen!
Beim Ovambo-Tee, so lernte ich, handelt es sich um den Nationaltee vieler Völker Südafrikas. Auch die Ovambo vom Stamme der Bantu entdeckten die vielfältigen Eigenschaften des Rotbusch-Strauches, der sich nur in wenigen üppigen, jedoch klimatisch Besonderen Landstrichen Südafrikas durchsetzen konnte:
Einmal im Jahr, nämlich im Hochsommer, wird der Rooibos von Hand geerntet. Die beim anschließenden Schneiden freigesetzten Zellstoffe reagieren nun mit dem Sauerstoff in der Luft, die Fermentation beginnt. Nach einigen Stunden wird der Rooibos dann flach am Boden ausgebreitet, von der Sonne getrocknet und anschließend durch heißen Dampf gereinigt.
Schon vor rund 600 Jahren entdeckten die Eingeborenen dieses wertvolle Gewächs und machten sich dessen Eigenschaften zur Teeproduktion zu Nutze. Rooibostee ist ein gesunder Tee aus der Familie der Kräutertees und schmeckt heiß genauso gut, wie eisgekühlt. Mit Honig, Zitrone, braunem Zucker oder Milch erfreut er sich zunehmender Beliebtheit und ist wirklich ein Genuss.
Als koffeinfreier Durstlöscher stärkt und erfrischt er hart arbeitende Menschen ebenso wie Sportler oder Kleinkinder. Rooibos soll gegen Schlaflosigkeit helfen und ist für sogar Babys ein wohltuendes Zwischendurchgetränk.
Soweit ich weiß, werden den verschiedenen Komponenten des Rooibostees psychologische und therapeutische Wirkungen zugesprochen, auf die ich hier jedoch nicht genauer eingehen mag. Allerdings ist die wohltuende Wirkung wohl unumstritten. In weltweiten Studien und Fachbüchern sind die heilsamen Wirkungen zusammengefasst und diskutiert.
So hat die „Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität des Oranje Freistaates“ eine Studie herausgebracht, die Rooibos als mögliche Nahrungsergänzung beleuchtet:
Danach ist Rooibos reich an Mineralien und Vitamin C. Antioxidative, krampflösende und reinigende Wirkungen werden ebenso beschrieben, wie die Präsenz der Flavonoide Rutin und Quercetin. Von diesen Flavonoiden weiß man, dass sie die sogenannten „Freie Radikale“ im Körper neutralisieren - Stoffe, die derzeit ursächlich mit Herzinfarkt in Verbindung gebracht werden...
Die Firma Meßmer importiert nun diesen Tee, setzt ihm lediglich das liebliche Aroma der Vanille zu und verpackt ihn in praktische Aufgussbeutel, die wiederum in einzelne kleine Papierumschläge gesteckt werden, damit das Aroma möglichst lange erhalten bleibt. Auf Konservierungsstoffe verzichtet Meßmer ganz bewusst.
Schon wenn man die Umverpackung öffnet, entströmt der Schachtel ein wunderbar vanilliger Duft, der mich dennoch manchmal an Karamell erinnert. Für eine 1-Liter-Kanne verwende ich 5 Beutel, die ich mit kochendem Wasser übergieße und 6 Minuten ziehen lasse. Da ich es nicht lassen kann, meinen Tee zu süßen, gebe ich noch 3 Würfel braunen Rohrzucker hinzu (nicht neu: MILFORD Teezucker) und rühre vorsichtig um, bevor ich die Kanne schließe.
Im Laufe des Abends trinke ich dann meist den ganzen Liter Ovambo-Tee, den ich nur ungern mit meinen Kindern teile. Dennoch kommt es bisweilen vor, dass ich auf meinem Sofa frühzeitig einschlafe: Dann trinken meine Kinder ihn liebend gern am anderen Morgen, denn Ovambo-Tee ist auch kalt ein Hochgenuss!
Neben der eben beschriebenen Rooibos-Mischung hatte die Firma Meßmer noch weitere Eingebungen. So fand ich unlängst auch noch 2 weitere Sorten Tee mit interessantem Beutelinhalt:
KELTEN-Tee
...Zitat Meßmer: „Die Druiden - Priester und Gelehrte der Kelten - beherrschten viele Künste, so auch die der Zusammenstellung geheimnisvoller Kräutermischungen. Mit Ausbreitung der Kelten nach Frankreich stießen sie auf das wohltuende Verbenenkraut. Verfeinert mit dem frischen Aroma der Zitrone erhält Meßmer Kelten-Tee seinen unverwechselbaren Charakter.“
und INKA-Tee
...Zitat Meßmer: „Die einzigartige Hochkultur der Inkas brachte nicht nur faszinierende Tempelbauten hervor, sondern überlieferte auch außergewöhnliche Kräutermischungen. Seit Alters her schätzen die Inkas die aus dem Tabebuia-Baum gewonnene Lapachorinde als wertvolle Pflanze. Verfeinert mit Orangenaroma und Gewürzen erhält Meßmer Inka - Tee seinen unverwechselbaren Charakter.“
Ich bin der Ansicht, dass es nicht immer „loser“ Tee sein muss, um Tee zu genießen. Teebeutel haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Wer das nicht glaubt, der probiere Meßmer-Tee. Denn bei denen kommt die Sonne Afrikas in die Tüte...
Anke., mit teetrinkenden Grüßen an die Heimatplattform DOOYOO und meinen Anton.
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06.03.2008, 14:51 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichbin neu hier und brauch noch feedback. danke !
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