Minardi Testbericht

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Erfahrungsbericht von [email protected]

Dabeisein ist alles - Minardi und seine Geschichte in der Formel 1

Pro:

--

Kontra:

--

Empfehlung:

Ja

1985 trat ein neues Team mit lediglich einem Wagen in die Formel 1 ein - 20 Jahre lang sollte sich dieses Team in der Königklasse des Rennsports halten und dabei zu einem der sympathisten Teams werden. Die Rede ist von Miniardi.

Die Anfänge:

1985 startete das Minardi-Team mit lediglich einem Rennwagen in der Formel 1 und war, aufgrund eines schlecht konstruierten Chassis absolut Chancenlos, was sich auch in der darauffolgenden Saison, obwohl zwei Fahrer an den Start gingen, nicht ändern sollte. Die Saison 1988 brachte allerdings den Umbruch, da das Team Cosworth-Motoren einsetzte, welche dazu beitrugen, dass ein Wagen den ersten WM-Punkt für das kleine Team herausfahren konnte. Im darauffolgenden Jahr konnte man sogar den Anschluss ans Mittelfeld finden.

Die 90er-Jahre:

In die ´91er-Saison startete das Minardi-Team mit besonders hohen Erwartungen, da man erstmals Ferrari-Motoren einsetzte, doch konnte man lediglich zwei vierte Plätze erreichen. 1992 musste man wegen Finanzproblemen auf Lamborghini-Motoren ausweichen, was allerdings im Kampf um die Mittefeld-Plätze nicht entscheident war, da das Chassis den größeren Ausschlag gab. Dieses Chassis wurde vom Konstrukteur Gustav Brunner, der für das Team tätig wurde, stetig verbessert. In der ´93er-Saison startete man wieder mit Cosworth-Motoren. Brunner entwickelte zudem eine Strategie, bei der die Fahrer ihre Reifen das ganze Rennen über nicht wechselten, wodurch mehrfach der Einzug in die Punkteränge gelang.

Der Absturz und das Ende:

Brunner verließ das Team allerdings, so dass immer mehr Speed verloren ging. Auch das Geld war - wie immer - ziemlich knapp und so musste Bernie Ecclestone dem Team mehrfach finanziell unter die Arme greifen. Paul Stoddart kaufte Minardi schließlich 2001 auf, doch konnte auch dies nicht die ersehnte Wendung bringen. Unter Stoddart gelangen bis zum Jahr 2005 lediglich vier Platzierungen in den Punkten. 2002 konnte Mark Webber einen fünften Platz beim Auftaktrennen in Australien sichern, während Zsolt Baumgartner im Jahr 2004 beim US-Grand-Prix in die Punkteränge fuhr. Ein Jahr später gelang es Minardi gar auf den 3. und 4. Platz beim US-Grand-Prix vorzufahren - Dies war allerdings nur möglich, da lediglich vier Autos ins Rennen gestartet waren, da die Michelin-bereiften Teams nicht an den Start gehen durfte.

Dies war auch das letzte Mal, dass Miniardi der Formel 1 seinen Stempel aufdrückt - Noch im September 2005 wurde ein Verkauf an Red Bull bekannt gegeben. Red Bull benannte das Team schließlich in Toro Rosso um. Somit waren die Tage des Teams, dass den Formel 1-Fans auf aller Welt immer wieder Freude bereitete, gezählt.

Abschließend kann man sich bei Minardi nur bedanken - Bedanken für das Herzblut, was sie immer gezeigt haben, Bedanken für das ständige Kämpfen und Starten, obwohl die letzten beiden Startplätze für das kleine Team reserviert waren und Bedanken für die seltenen Ausflüge in die Punkteränge, wodurch sie immer wieder für Aufsehen und Freude sorgten...Danke Minardi!

14 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Puenktchen3844

    30.07.2007, 01:52 Uhr von Puenktchen3844
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Wilfriede

  • strubbine

    29.07.2007, 15:36 Uhr von strubbine
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht, liebe Grüße

  • sinfortuna

    29.07.2007, 11:23 Uhr von sinfortuna
    Bewertung: sehr hilfreich

    Erfahrungsbericht!??! Oh, ja natürlich: hier egal bzw. natürlich MINDESTENS Hilfreich:-)

  • Darkman1208

    29.07.2007, 10:47 Uhr von Darkman1208
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Jan