Mindhunters (DVD) Testbericht

Mindhunters-dvd-thriller
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Erfahrungsbericht von DieEine

Was geht im Kopf des Mörders vor?

Pro:

spannend, für einen DVD-Abend ok

Kontra:

durchschaubar, große Namen nur zu Werbezwecken, Ende unnötig lang, flache Story, unbeholfene Schauspieler

Empfehlung:

Ja

\"Gehst Du mit mir in Mindhunters?\", fragte mich eine Freundin vor kurzem. Auf meine Frage, worum es in dem Film geht, bekam ich die Antwort \"Irgendwas was mit Profilern, aber da spielen Christian Slater und Val Kilmer mit\".
Normalerweise bekomm ich bei einer so oberflächlichen Filmauswahl immer einen Anfall, aber da ich nichts besseres zu tun hatte und mit dieser Freundin schon länger nicht im Kino war, tat ich ihr diesen Gefallen - ich wusste ja nicht, dass es sich bei \"Mindhunters\" um einen Psychothriller handelt..

_Die Story
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Dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind, durfte bestimmt jeder, der eine Ausbildung gemacht hat zu hören oder zu spüren bekommen haben.
Diese Erfahrung müssen auch sieben junge Nachwuchs-FBI-Agenten machen. Sie lassen sich zu sogenannten Profilern, die das Vorgehen und die Psyche von Serientätern analysieren sollen, ausbilden und werden zu diesen Zweck zu einer finalen Übung von ihrem Coach Jake Harris (Val Kilmer) auf eine verlassene Insel geschickt.
Sara Moore (Kathryn Morris), ihr Partner J.D. Reston (Christian Slater), der misstrauische Rollstuhlfahrer Vince Sherman (Cliffton Collins Jr.), Technik-Freak Bobby Whitman (Eion Bailey), Rafe Perry (Willi Kemp), der die Sache nicht ganz so ernst nimmt, die toughe Agentin Nicole Willis (Patrica Velasquez) und der schüchterne Lucas Harper (Jonny Lee Miller) sollen an einem Wochenende beweisen, was sie als Profiler drauf haben und auf der verlassenen Militär-Insel von Harris gelegte Spuren lesen und einen erdachten Killer finden - ohne Waffen.
Bis auf Vince haben alle ihre Waffen bei Harris abgegeben.

Als ob der Konkurrenzkampf zwischen den jungen Agenten nicht schon groß genug wäre, bekommen sie noch einen Aufpassen an die Seite gestellt: Gabe Jensen (LL Cool J) soll die Vorgehensweise der jungen Leute beobachten und Harris später bei seiner Entscheidung, wer Profiler wird und wer nicht, beratend unterstützen.
Die Insel wird videoüberwacht und so kann Harris seine Schützlinge bei ihrer Vorgehensweise beobachten.

Der Fall, denn die 7 zu lösen haben, heißt \"Puppenspieler\". Es handelt sich dabei um einen Serienmörder, der bereits zwei Menschen auf dem Gewissen hat.
Die erste Spur führt die Agenten in ein Spielwarengeschäft, wo sie die erste Leiche, eine an Fäden aufgehängte Puppe, finden.
Bei der Untersuchung des Tatorts, kommt J.D. Auf grausame Weise ums Leben und schon bald wird klar, dass es kein Unfall war, sondern, dass ich tatsächlich ein Mörder auf der Insel befindet.
Mittels eingestellter Uhren weist der Täter auf den Zeitpunkt des nächsten Mordes hin und für die übergebliebenen Agenten beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und das Misstrauen innerhalb der Gruppe wächst, denn der Täter muss unter ihnen sein.

_Meine Meinung
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So richtig weiß ich gar nicht, was ich von \"Mindhunters\" halten soll. Eigentlich war der Film ein durchschnittlicher Psychothriller mit Splatterelementen und sollte mir aufgrund der sehr flachen Story eigentlich nicht gefallen. Allerdings habe ich mich im Kino wirklich gut unterhalten gefühlt, denn die düstere Atmosphäre und düstere Sounds sorgten dafür, dass ich bei einigen Szenen wirklich Gänsehaut bekommen habe.
Auch habe ich sehr oft die Hände vor die Augen schlagen müssen, weil ich die Spannung nicht mehr ertragen konnte und keine Lust auf die blutige Auflösung dieser Spannung hatte, aber Hände vors Gesicht ist bei mir ein Zeichen dafür, dass ich mich amüsiere, den Film spannend und gut finde.

Wie gesagt gibt aber die Geschichte von der Jagd nach einem Serienkiller unter den Anwesenden nicht wirklich viel her und auch die Schauspieler waren nicht das, was ich als gut bezeichnen würde. Die Schauspiel besonders von Kathryn Morris und Jonny Lee Miller empfand ich als sehr hölzern – für einen Film dieses Genres aber durchaus ausreichend, denn es geht ja nicht um große Schauspielkunst, sondern um den Nervenkitzel.

Ich könnte mich allerdings tierisch darüber aufregen, dass der Zuschauer total verarscht wird. Auf Plakaten wird großartig mit den Namen Slater und Kilmer geworben, die im gesamten Film vielleicht 5 Minuten zu sehen sind. Hauptsache man kann die Leute ins Kino locken.

Genervt hat mich dann auch der unnötig in die Länge gezogene Schluss. Wenn man längst weiß, wer der Täter ist, wird mit diesem gekämpft bis zum Letzten. Jeder normale Mensch wäre nach zwei Kämpfen mit Feuerlöscher, Faust, Pistole, Treppe etc. schon längst im Jenseits, aber bei Psychothrillern sind die Täter immer nahezu unverwundbar und tauchen immer mal wieder am unteren Bildschirmrand auf. Mich nervt sowas, weil das einfach keine Spannung erzeugt und mich zum Ende des Films dann wieder langweilt.

\"Mindhunters\" ist also ganz nett gemacht und zwischendrin durchaus atemberaubend spannend, aber je länger ich über den Film nachdenke, desto dümmer finde ich ihn. Vor allem, weil aufmerksame Kinobesucher den Täter schon in den ersten fünf Minuten entlarven können - ich persönlich gebe meinen Verstand ja immer an der Kinokasse ab und bin am Ende ganz überrascht über die Auflösung - so denn auch bei \"Mindhunters\", der aber leider auch durch schlechtes Schauspiel dazu beiträgt, dass der Zuschauer auf eine falsche Fährte geführt wird.

_Mein Fazit
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\"Mindhunters\" ist schon irgendwie spannend, aber das sind andere Filme des Genres auch. An einem kalten Winterabend, wenn man einen Videoabend plant, kann man mit dem Film nichts falsch machen. Im Kino muss man ihn nicht unbedingt sehen - schon gar nicht, wenn man schwache Nerven hat.

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