Miniatur-Wunderland Testbericht

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Erfahrungsbericht von heartshh

Immer wieder einen Besuch wert

Pro:

viel zu entdecken, sehr liebevoll

Kontra:

Eintrittspreis, Massenansturm

Empfehlung:

Ja

Hier soll es um ein Resumee meiner zwei Besuche in der Eisenbahnaustellung \"Miniatur - Wunderland\" in Hamburg gehen.

Schon die Anreise ist sehenswert. Man fährt mit der U - Bahn (U3) bis zur Haltestelle Baumwall und läuft von dort etwa fünf Minuten über eine der Brücken in die Speicherstadt und findet in einem der Speicher die Ausstellung im vierten Stock (natürlich mit Fahrstuhl). Man kann es kaum verfehlen, im Nachbar - Speicher ist der Hamburg Dungeon.
Ein Nachteil ist natürlich die zumeist enormen Wartezeiten. Mit Glück steht man in Kassennähe, kommt allerdings eine Schul- oder Ausflugsfahrt in den Weg, wartet man auch schon mal 45 - 180 Minuten. Im Internet kann man übrigens die aktuellen Wartezeiten nachsehen.
Der Eintritt kostet für den Erwachsenen 9 Euro, mit Ermäßigung spart man zwei Euro.

Wenn man die Austellung betritt, beginnt man seine kleine Weltreise und startet im Hamburger Hafen. Über die Köhlbrandbrücke zieht eine Fahrrad - Tour, wo man bereits einen ersten Einblick bekommt, mit wieviel Liebe zum Detail diese Ausstellung auf die Beine gestellt wurde. Aller 15 Minuten wird alles abgedunkelt und die Nacht beginnt. Dann kann man auch auf der Reeperbahn deren bekanntesten Angstellten beobachten.
Auch andere Sehenswürdigkeiten und Stadtteile Hamburgs kann man hier bewundern.

Wenn man seine Reise fortsetzt, kann man an einem Rummel vorbei, einer ICE - Trasse entlang und kleine Dörfer und Städte beobachtend bewundern, wie die kleinen Autos und die vielen Züge ihren Weg durch die Landschaft suchen.
Ein Highlight sind die beiden Brände in der Stadt. Entweder brennt es im Schloß und die kleinen Feuerwehr - Autos rücken aus, um den Berg zum Schloß zu erklimmen. Wenn das Spektakel vorbei ist, fahren sie zurück in die Feuerwache. Doch da bleiben sie nicht lange, auch ein anderes Haus ist am Brennen und die Feuerwehr wird dort gebraucht.
Unterdessen geht das normale Stadtleben weiter, Autos, Trucks und Busse fahren durch die Straßen, halten an roten Ampeln und fahren bei grün. Auch blinken wird nicht vergessen. An diesem Miniaturverkehr kann sich der ein oder andere reale Verkehrsteilnehmer ein Beispiel nehmen...

Mein persönliches Highlight ist eine Platte in den hinteren Räumen, wo man übrigens auch den Arbeitern beim Modellieren zuschauen kann.
Dort steht eine alte Platte von Hamburg, die ein Sammler vor mehreren Jahrzehnten aufgebaut hat und sie jetzt der Ausstellung überlassen hat.

Eine Neuerung ist die mittlerweile fertig gestellte Amerika - Platte. Dort bestechen die langen Highways mit den originalen Trucks, die tiefen Canyons und die zahlreichen amerikanischen Züge. Auch hier wurde mit viel Liebe der neue Kontinent mit allen seinen Besonderheiten, inklusive FastFood - Ketten, dargestellt.
Etwas überladen wirkt der zweite Teil, indem das EmpireStateBuilding inmitten von Spielcasinos und Cape Caneveral steht. Man wartet nur noch darauf, dass die Raumfähre startet...
Auf Knopfdruck beginnt sogar der Hai an der Küste Floridas zu schwimmen. Direkt daneben kann man übrigens auch ein Feriencamp in den Everglades beobachten. Und überall Züge und Autos.

Abgerundet wird das Erlebnis durch eine Ausstellung über die Ausstellung, viele Blicke hinter die Kulissen und der Imbiß. Vom Blick über die Kanäle der Speicherstadt ganz zu schweigen.

Fazit: Viel zu entdecken auf den Platten, eine Reise in die Kindertage inklusive.
Da man sich gut und gerne mehr als zwei Stunden dort aufhält und viel zu Staunen und Schmunzeln bekommt, ist der Eintrittspreis tatsächlich angemessen.
Also viel Spaß! Und wer schon da war - jetzt ist gerade eine Skandinavien - Platte in Planung!

18 Bewertungen, 2 Kommentare

  • aimnrt

    22.08.2004, 20:14 Uhr von aimnrt
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...Bericht, kann ich nur bestätigen, da ich vor einer Woche auch dort war. Die Wartezeit am Eingang (50 Min.) hat sich gelohnt!

  • Mary01hn

    09.07.2004, 21:37 Uhr von Mary01hn
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...dass ich das bei meinem letzten Hamburg-Besuch noch nicht wusste. Ich liebe solche Miniatur-Städte. In Triberger Heimatmuseum im Schwarzwald gibt es so etwas ähnliches mit der Schwarzwald-Bahn. Gruß Mary