Minolta DiMAGE 7 Testbericht

Minolta-dimage-7
ab 12,04
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Erfahrungsbericht von amrum

Nach 4000 Bildern kann ich sagen : ein tolles Teil

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Was ist über diese Kamera auf den diversen Meinungsplattformen bereits alles geschrieben worden.

Von Super bis Mist gehen die Bewertungen auseinander (teilweise von Schreibern, die diese Kamera wohl nur mal im Fotoladen einige Minuten angesehen haben).

Update 03.2002 : Unter www.digitalkamera.de/Info/News/ default-de.asp?MIN=1168 kann man jetzt ein Firmware-Update herunterladen, welches laut Minolta allgemein zur Verbesserung des Belichtungsverhaltens beiträgt (speziell bei Blitzlichtfotos).

Die Kamera gibt´s im Internet mittlerweile für knapp Euro 1.100 und wenn man eine Metro-Karte hat sogar für unter Euro 1000 im Angebot.

Hier nun meine Erfahrungen nach über 4 monatigem Einsatz (>4000 Bilder) der Kamera, wobei ich auf die Kritikpunkte in alphabetischer Reihenfolge eingehe :

Akkus :
mit Ansmann 1650 bzw. 1800 keine Probleme. Wenn die 128 MB Speicherkarte voll ist, und die Daten über den PCMCIA-Einschub auf den PC übertragen werden ("rattenschnell" und mit DM 28 für den Adapter auch preiswert), werden auch die Akkus getauscht. Sie haben dann zwar meist noch keine Anzeige Batterie schwach, Tausch + aufladen ist aber kein Aufwand (weniger als die "Fummelei" mit einem 36 Diafilm) , und wer fährt mit seinem Auto den Tank auch regelmäßig leer, bevor er nachtankt? Ein definiertes Entladen der Akkus vor dem jeweiligen Aufladen mit einem guten Netzgerät (z.B. Ansmann) ist Voraussetzung für eine hohe Akkuleistung und lange Akkulebensdauer.

Autofocus :
Da ich direkt von einer "mechanischen" SLR auf die D7 umgestiegen bin, hatte ich bisher keine Erfahrungen mit AF. Der AF ist in der Standard-einstellung (großes Meßfeld) nicht der schnellste, d.h. er braucht einige Anläufe um die richtige Schärfe zu finden. Mit der Spotmessung geht es VIEL schneller. Ansonsten stelle ich manuell die Schärfe auf den von mir gewünschten Punkt ein.

Bedienung :
Auf den ersten Blick eine Menge Knöpfe und Schalter, nach kurzer Zeit hat man aber alles im Griff, ohne sich - wie bei anderen Digitalkameras - über ein umständliches Menü in die 25. Ebene begeben zu müssen.

Bildschärfe : SUPER. Ich fotografiere viel im Makrobereich (Kakteen, lebende Steine). Hier muß ich jetzt etwas mehr Aufwand in die Vorbereitung der Aufnahmen investieren, da mit der D7 jedes Staubkorn auf den Bildern sichtbar ist = die zu fotografierenden Pflanzen müssen erst mit einem Pinsel \"gesäubert\" werden! Die Ausdrucke im Format 20x30 cm sind von Photos der analogen Kamera nicht zu unterscheiden (nur die Wahl des Labors hat dann noch einen Einfluß auf die Bildqualität)

Software :
In die ImageView SW muß man sich - wie in jedes PC-Programm - erst einarbeiten um alle Möglichkeiten zu nutzen. Für den normalen Anwender ist diese SW meiner Ansicht nach auch völlig ausreichend. Wenn ich jedoch Aufnahmefehler per SW beheben will, muß ich mir halt ein \"professionelleres\" Programm besorgen.

Temperaturempfindlichkeit
Mit der Kamera hat es im Oktober während eines 3-wöchigen Südafrikaurlaubes bei Temperaturen von bis 44 Grad (im Schatten !) keine größeren Probleme gegeben - nur die Verklebung der Gummiabdeckung am Sucher hat den Geist aufgegeben -. Da ich aber nicht im Schatten, sondern in der Sonne fotografiert habe, betrug die Kameratemperatur dabei im unbenutzten Zustand weit über 50 Grad - plus die Erwärmung beim Speichern -, die von Minolta angegebenen 40 Grad Betriebstemperatur liegen also mehr als auf der sicheren Seite. Ebenfalls hatte bei den hohen Temperaturen die 128 MB Speicherkarte manchmal Probleme (1. und ca. 30. Bild mit Schlieren), die aber bei normalen Temperaturen nicht mehr auftraten.

Zoom :
Der Bereich 28-200 (Kleinbild) ist für fast jede Aufnahmesituation geeignet. Die Aufnahmen sind bis in den Randbereich scharf und gleichmäßig ausgeleuchtet. Der zusätzliche Digitalzoom wird von mir nicht genutzt. Lieber große Aufnahme und später den Ausschnitt vergrößern - macht der Digitalzoom auch nicht anders (Reduzierung der Pixel)-, so kann ich den Ausschnitt aber noch nachträglich korrigieren.

Ich mache die Aufnahmen immer mit max. Auflösung, nach evtl notwendiger Nacharbeit werden diese dann als JPG-File gespeichert (bei Kompression 97 eingestellt = ohne sichtbaren Qualitätsverlust auf eine \"handliche\" Dateigröße reduziert)

Zusammenfassung :
Die Kamera ist super, aber nicht für Urlaubsfotos 10x15, hier gibt es andere - preiswertere - Systeme. Gezahlt habe ich DM 2.750 für die Kamera (Preis schwankt von DM 2500 - 3100 je nach Bezugsquelle).

Für den, den es interessiert hier noch die technischen Daten der Kamera :

Auflösung bis 2.560 x 1.920 Bildpunkte
Farbtiefe 36 Bit
Sensor 2/3\" CCD-Chip mit 5.240.000 Bildpunkten
Dateiformat JPEG, TIFF, RAW (Hersteller-eigenes Rohdatenformat) oder AVI-Video (.avi)
Wechselspeicher CompactFlash Typ II
Bildlöschfunktion an der Kamera einzelne Bilder / alle Bilder
Verbindung zum Computer USB-Schnittstelle
Sonstige Anschlüsse Anschluss für Netzgerät, PAL/NTSC-Videoausgang (umschaltbar)
Stromversorgung 4 x Alkali-Batterie Typ AA (1,5 V) oder 4 x NiMH-Akku Typ AA (1,2 V)
Netzgerät optional
Brennweite entsprechend KB 7-fach Zoom 28 bis 200 mm, zusätzliches digitales 2-fach Zoom
Filtergewinde Durchmesser 49 mm
Scharfstellung Autofokus und manueller Fokus
Schärfebereich 50 cm bis unendlich (Makro 25 cm bis 60 cm in Telestellung)
Lichtempfindlichkeit ISO 100/200/400/800 (Auto,man.) m
Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuelle Belichtung
Verschluss mechanisch und elektronisch (Kombination)
Belichtungszeiten 4 s bis 1/2.000 s, 30 s (Langzeitbelichtung)
Blenden F2,8 - F9,5
Manuelle Belichtungskorrektur +/- 2 in Stufen
Sucher LCD-Farbsucher mit Dioptrienausgleich (-5 bis +0,5) um 90 ° nach oben schwenkbar
LCD-Monitor 1,8\" TFT-LCD-Monitor mit 122.000 Bildp.
Bildkontrolle über LCD-Monitor, PC-Monitor
Blitzgerät eingebaut aufklappbar
Blitzreichweite 0,45 m bis 3,8 m
Selbstauslöser 10 s
Videoaufzeichnung AVI-Format (.avi) max. 60 Sekunden pro Film bei 320 x 240 Bildpunkten
Gewicht ca. 650 g (betriebsbereit)
Lieferumfang :
Dimage 7 Kamera
Standardbatterien (nicht sinnvoll, muß Akkubetrieb)
16 MByte Speicherkarte (nur für Testzwecke gut)
Video-, USB-, Audioanschlusskabel
Objektivdeckel , Gegenlichtblende, Tragegurt
Kamerasoftware : CD mit
Dimâge Image Viewer Utility, USB-Treiber , Apple QuickTime

35 Bewertungen, 1 Kommentar

  • safexy

    14.02.2002, 00:26 Uhr von safexy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den Artikel habe ich irgendwoanders schonmal gelesen. Solange es auch von dem wirklichen Autor hier hereingestellt wurde, ist das auch OK.