Mona Lisas Lächeln (VHS) Testbericht

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ab 11,89
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Erfahrungsbericht von Amidalah

Aufstand am Elite-College?

Pro:

Julia Roberts, die junge Garde

Kontra:

s. Bericht

Empfehlung:

Ja

Revolution an Elite-College

Nachdem ich nun bestimmt schon Duzend mal die Vorschau von Mona Lisas Lächeln gesehen habe, konnte ich mich bei der Wahl des Kinofilms durchsetzen und wir landeten im aktuellen Streifen von Julia Roberts. Ich war ziemlich gespannt ob der Film seinen Vorschußlorbeeren gerecht werden kann.

Zuallerst kurz zur Story:

Katherine Watson (Julia Roberts) tritt mit modernen Gedanken und voller Elan 1953 ihre Stelle als Dozentin für Kunstgeschichte am Elite-College Wellesley an. Schnell sorgt sie mit ihrern fortschrittlichen Ansichten und teilweise veränderten Lehrplänen und Lehrmethoden für Stirnrunzeln. Auf dem Elite-College steht Moral, Sitte und Anstand an vorderster Stelle, schließlich sollen die Mädchen dort zu guten Ehe- und Hausfrauen erzogen werden. Eine schnelle Heirat und die Gründung einer Familie steht im Vordergrund. Trotz einiger Wiederstände ermutigt Katherine Watson die Mädchen über den Tellerand hinaus zu blicken und neben guten Ehe- und Hausfrauen die eigene Begabung nicht zu verschenken sondern sich um Studienplätze zu bemühen. Vorallem Joan (Julia Stiles) versucht sie, mit besten Kräften bei ihrer Bewerbung um einen Studienplatz an der Yale - Universität zu unterstützen. Sie muss nicht nur gegen die altmodischen Ansichten des Lehrerkollegiums kämpfen sondern sich auch Wortgefechte mit ihrer Schülerin, der bereits verheiratete Betty (Kirsten Dunst), stellen, sowie ihr privates Beziehungsleben zu ordnen.


Darsteller:

Katherine Watson - Julia Roberts
Betty - Kirsten Dunst
Giséle - Maggie Gyllenhaal
Joan - Julia Stiles
Paul - John Slattery
Bill - Dominic West


Hintergrundinfo:

\"Eine ausgezeichnete Ausbildung in humanistischen Fächern für Frauen, die in der Welt etwas bewegen werden\" ist das Ziel des 1870 gegründeten Mädchen-College Wellesley in Massachusetts. Das College, von dem der Film handelt, gibt es also in Wirklichkeit. Zu den Absolventinen gehören u.a. Hillary Clinton, Ex-Außenministerin Madeleine Albright und Ali MacGraw. Diese Info zum Hintergrund habe ich meiner TV-Zeitschrift entnommen.


Meine Meinung:

Mir hat der Film gefallen, ich habe mir zwar mehr versprochen, aber im Großen und Ganzen war der Film doch sehr sehenswert. Der Regisseur Mike Newell hat die Story mit bewegenden, emotions- und konfliktgeladenen Momenten angereichtert, in denen auch die \"junge Garde\" wie Dunst und Stiles ihr schauspielerisches Können unter Beweis stellen. Vorallem Kirsten Dunst, die als Betty die größte Gegenspielerin aus der Reihe der Schülerinnen von der moderen Dozentin ist, lieferte sich ein ums andere mal hitzige Wortgefechte mit Julia Roberts. Auch die anderen jungen Schauspielerinnen spielten ihre Rolle überzeugend.

Ich fand den Abstecher in die Fünfziger streckenweise sehr amüsant und interssant. Die Schauplätze waren liebevoll gestaltet, egal ob es sich nun um das über und über mit Blumenmuster verzierte Schlafzimmer von Katherine Watson, die Vorlesungssäle, Kunsträume oder die Außenaufnahmen handelt. Es wurde natürich voll auf die damalige Epoche eingegangen, auf den angesagten Look wurde ebenso wert gelegt (typische 50ties Kleider und Frisuren), wie auf die damaligen Gefährte (Fahrräder, Autos) und die Musik. Ich konnte mich gut in die damalige Zeit hineinversetzen, auch fand ich es sehenswert, mal zu erfahren, welchen Stellenwert man als Frau damals hatte und an welche Zwänge und Traditionen \"frau\" gebunden war.

Was hat mir nun nicht so gefallen, bzw. weshalb hab ich mir mehr versprochen. Ich hab teilweise in manchen Filmabschnitten das Gefühl gehabt, als sei jetzt der Gang ausgelegt, um bei der neuen Szene wieder voll durchstarten zu können. Ich meine damit so eigentlich nichts sagende Szenen. Als Beispiel führ ich die privaten Beziehungen von Katherine Watson an. Eigentlich ist sie glücklich in ihrer Fernbeziehung, als dann ihr Freund Paul sie besuchen kommt und sich mit ihr verlobt nimmt sie reiß aus und flüchtet in die Arme ihres Kollegen Bill, von dem sie sich auch bald wieder trennt. Es wurde auf die Beziehung zu oberflächlich eingeganen, da hätte ich mir doch ein klein wenig mehr Tiefgang gewünscht.

Auch mit der Botschaft des Films konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Was wollte mir der Film damit sagen? Ich war nach der Vorstellung nicht sehr von der Geschichte gefesselt und wir haben uns danach auch nicht mehr lange über den Film unterhalten und ausgetauscht, wie es bei manch anderen Filmen ist. Meiner Meinung nach ist Mona Lisas Lächeln eine schöne und gelungene Abendunterhaltung, die mich aber jetzt nicht sonderlich berührt hat.
Vielleicht muß sich jeder Kinogänger darüber selber seine Gedanken machen.


Fazit:

Allem in allem ein doch gelungener Film, der einen schönen und sehr aufschlußreichen Einblick in die damalige Zeit gewährt. Für Julia Roberts Fans ein Muß und für alle anderen eine schöne Abendunterhaltung.

7 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Sommergirl

    14.12.2006, 11:49 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Solche Filme sind nicht so mein Ding....