Mont Blanc Füller Testbericht

Mont-blanc-fueller
ab 203,22
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Erfahrungsbericht von carmaxx

Ein Füllfederhalter für über 250 Euro ???

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo Yopi-Gemeinde :o)
Ich war bis gestern zum obligatorischen, jährlichen Pflichtbesuch bei den Großeltern in Schwaben.
Beim Kaffeekränzchen erwähnte mein Großvater, der ein fanatischer Sammler von Antiquitäten und Sammlerstücken ist, dass er sich einen neuen Füllfederhalter zugelegt hätte...
Soweit, sogut dachte ich, doch warum erzählt er mir immer so weltbewegende Dinge wie den Kauf eines Füllfederhalters?

Er lief in sein Arbeitszimmer um ihn zu holen und zeigte mir einen wirklich edel aussehendes Schreibgerät.
Ich sollte den Preis erraten.
\"20 Euro?\"
Gelächter...
\"Hmm... 50 Euro?\"
Kopfschütteln...
Er zeigte mir die Rechnung, auf der stolze 279,95 Euro für einen einzigen Füller vermerkt waren und mir fielen fast die Augen aus dem Kopf.
Kommen wir zum eigentlichen Erfahrungsbestandteil.


::: Die Marke :::

Die 3 Hamburger Claus-Johannes Voss (Bahnbediensteter), Christian Lausen (Banker) und Wilhelm Dziambor (Ingenieur) erkennen 1906 die Zeichen der Zeit und beschließen hochwertige Schreibgeräte zu enwerfen und zu produzieren.
Zu Beginn hieß die Marke noch \"Simplo\", später wurde die Firma nach dem höchsten Berg Europas, dem Montblanc (Weißer Berg) umbenannt.
Die Höhe des Berges sollte gleichbedeutend sein mit der Höhe der Qualität die die Schreibgeräte der Marke Montblanc boten.
Heute sind die Füllfederhalter der Marke begehrte Sammlerobjekte und selbst bzw. grade die älteren nur noch zu schwindelerregenden Preisen zu erstehen.


::: Das Design :::

Auf dem Etui des Füllfederhalters steht weiß auf schwarz die Typenbezeichnung \"Montblanc Meisterstück 149\".
Besonders auffällig gibt sich die Feder, sie besteht aus 18-karätigem Gold und beherbergt eine Platineinlage in sich, die Pfeilartig in einer Linie zur Spitze hin zuläuft.
Der Haltegriff ist komplett in schwarz gehalten und macht einen wirklich stabilen Eindruck, zu sehr strapazieren wollte ich den Füller jedoch aufgrund der Anwesenheit meines Großvaters nicht *g*.
Die Kappe, die die Tinte am austrocknen hindern soll, während der Füller nicht zum schreiben benutzt wird, ist ebenfalls mit 3 Ringen aus Gold versehen, in den mittleren, der sich aufgrund seiner etwas breiteren Form etwas von den anderen abhebt, ist der Montblanc Schriftzug eingraviert.
Oben an der Kappe befindet sich ein Clip, wie man ihn auch von Kugelschreibern kennt, ebenfalls zumindest vergoldet, er soll dazu dienen, den Füllfederhalter in eine Hemdtasche stecken zu können, ohne das er in den Tiefen selbiger verschwindet.


::: Das Schreibgefühl :::

Ein kleines bisshcen ehrfürchtig nahm ich den Stift in die Hand, zog die Kappe ab und begann auf einem weißen Blatt Papier erste Schreibversuche zu tätigen.
Tatsächlich ist das Gefühl gegenüber gewöhnlicher Schulfüllfederhalter ein komplett anderes, die Feder schmiegt sich förmlich an das Papier und gleitet viel leichter.
Die Königsblaue Tinte strahlte mich sauber aufgetragen vom Papier an, schöner wurde meine Schrift allerdings auch nicht mit dem Meisterstück 149.


::: Fazit :::

Letztendlich denke ich, dass der Montblanc wirklich nur etwas für Sammler und vielleicht noch Firmenchefs ist, die irgendwelche wichtigen Verträge vor den Augen des Vertragspartners damit unterschreiben wollen.
Für einen normalen Bürger, der nicht grade mit Geld um sich werfen kann ist dieser Füllfederhalter auf gar keinen Fall empfehlenswert, ich würde ihn ähnlich wie ein Statussymbol sehen, er ist schlicht und ergreifend der Ferrari unter den Schreibgeräten.
Aufgrund des Horrenden Preises gibt es nur 4 Punkte von mir.

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