Motzpuppe.de Testbericht

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Erfahrungsbericht von vampire-lady

*motz*

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Also ich habe von den Biestern bei Ciao gelesen, ging in mich und stellte fest, daß ich die eine oder andere dieser Motzpuppen schon auf der ein oder anderen Kirmes gesehen hatte. Meist so einen Bayernbazi, der mir dann aber doch zu blöd war... Ausländer! Und da jammern und meckern angeblich der Trend in ganz Deutschland ist, macht man sich das Leben trendgemäß einfacher, wenn man das Motzen seiner Puppe überlässt.

Ich fand so Teile ja immer schon klasse, draufdrücken und man hat Lärm – irgendwie gehört so was zu Weihnachten. Es macht ungemein Spaß mit einem Lachsack in der Innentasche in eine Buchhandlung zu traben, um ihn dort ein wenig zu drücken – nicht zu glauben wie dämlich manche Leute dann gucken können. Später gab es auf dem Weihnachtsmarkt chinesische Teddybären in so schönen Farben wie müllmannorange oder tuntenviolett, die Weihnachtslieder dudelten – allerdings im Pekingopersound – wenn man sie drückte. Besonders heimelig ward es gar, wenn man gleich mehrere, also 7 – 10 gleichzeitig „anschmiss“. Danach habe ich mir irgendwann einen Weihnachtslieder-dudelnden Plüschschneemann zugelegt – damit aber keinen Unsinn betrieben.

Da nun eine Hochzeit ansteht, ist eine Motzpuppe der Natur der Festivität gemäß doch eine passende Beigabe und so latschte ich ins Centro, wo man die Puppen für € 14,90 kaufen kann (sogar auch englisch oder holländisch motzend – durcheinander betätigt entspricht das Wirrwarr so richtig schön dem europäischen Gedanken *g). Etwas kleiner sind die Schlüsselanhänger, welche nicht minder motzen und nur € 9,90 kosten. Ihren Zweck als Schlüsselanhänger erfüllen diese Puppen aber eher schlecht, sind sie doch dafür viel zu groß! Wer die Puppen noch nicht kennt, kann sich bei perleberg.de einen Einblick verschaffen.

Die Puppen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Optisch finde ich sie eher primitiv und wenn ich sie als schön beschreiben würde, wäre das mal eine ganz dicke Lüge. Die Figuren sind weich, eher wie ein Stofftier also, und mit einem Baumwollstoff bezogen. Die Kleidung passt dann wieder zum Gemotze. Der Fußballfan schimpft über Fußball, der Bayer flucht bayrisch nach Bier, die Nonne hat Probleme und zwar auf sächsisch und der Feuerwehrmann gibt den warmen Bruder. Eine Domina oder eine Ledertunte kann man sich auch noch zulegen, oder wie wir den krassen Türken.

Was am meisten Spaß macht, ist die einzelnen Puppen im Laden auszuprobieren. Der bereits von Weihnachtsliedern genervte Fachverkäufer wird es einem danken, indem er umgehend zum Amoklauf ansetzt. Oh du gnadenreiche Zeit!

Die Motzpuppe nimmt ihre Tätigkeit übrigens auf, wenn man ihr einen ordentlichen Klaps auf den Schädel gibt, was nicht schadet, sondern bekanntlich das Denkvermögen erhöht. Mit jedem Klaps spult die Puppe nacheinander nun einen ihrer fünf gespeicherten Motzsprüche ab. Die Reihenfolge bleibt stets gleich. Würde die Puppe längere Zeit nicht geprügelt, beginnt sie automatisch wieder bei Spruch Nummer 1.

Die Sprüche sind zunächst im Zusammenhang mit dem Outfit der Puppe recht lustig, hat man sich das aber zwei- oder dreimal angehört, oder ist der Alkoholpegel gesunken, wird das Teil doch ziemlich schnell langweilig. Die Stimme ist je nach Puppe an deren Geschlecht angepaßt und auch die jeweilige Tonlage oder der Dialekt stimmt, was den Spaßfaktor nicht zuletzt erhöht, wenn der Ton auch manchmal leiert. Für mich sind die Puppen eher ein Gag oder ein Spaßgeschenk, sie eignen sich wohl auch ganz gut zum Wichteln – das war es dann aber auch, zumal der Kurs für ein Spaßgeschenk dann doch eher heftig ist! Was mir allerdings immer noch schleierhaft ist, ist die Bezeichnung „Motz“. Denn was die Puppen von sich geben, sind zwar dem Outfit zuträgliche Kommentare – unter „motzen“ verstehe ich allerdings etwas anderes (und ich hab da Ahnung von!!!).

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