Moulin Rouge (DVD) Testbericht

ab 13,56
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 02/2010

5 Sterne
(13)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Musical-World

Vor Robbie Williams sang Nicole Kidman mit Obi Wan Kenobi!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der australische Regisseur und Autor Baz Luhrmann vervollständigt mit "Moulin Rouge" seine "Rote Vorhang-Trilogie", einem vom Theater inspirierten Filmstil: in den 80´igern entführte er uns mithilfe des Medium Tanz mit "Strictly Ballroom" in die scheinbare Glitzerwelt des Gesellschaftstanzes, deren Konventionsregeln durch einen aufstrebenden Jungtänzer mit einem hässlichen Entlein an seiner Seite mit viel Humor und Augenzwinkern gebrochen werden; in den 90´igern ließ er Leonardo DiCaprio in der Sprache Shakespeares in modernster Kulisse eine gewagte Neuinterpretation von "Romeo & Julia" folgen; jetzt erzählt er eine einfache und naive Liebesgeschichte nach dem klassischen Motiv der Kameliendame in der exotischen und doch vertrauten Welt des Paris des anbrechenden 20. Jahrhunderts mit modernen Songs nach. Die aufregende burleske Story mit Nicole Kidman und "Obi-Wan Ben Kenobi" Ewan Mc Gregor machte bereits im Vorfeld der Produktion Schlagzeilen, da alle Schauspieler selbst in diesem modernen Musical singen sollten und da sie dies auf so spektakuläre Weise taten, heimste "Moulin Rouge" bereits 3 Golden Globes ein und ist der heißeste Kandidat für 8 Oscars der diesjährigen Verleihung....

Paris 1899: Der Künstler Christian glaubt an die Ideale Wahrheit, Freiheit, Schönheit und vor allem an die Liebe. Vom Land angereist, quartiert er sich in einer kleinen Pension im Künstlerviertel von Paris, direkt gegenüber des Bordells "Moulin Rouge" ein. Mit Blick auf die rote Mühle will er gerade mit der Arbeit an einem Roman beginnen, als ein schlafender Grieche durch seine Zimmerdecke kracht. Der Zwerg Toulouse ist verzweifelt, da der an der Schlafkrankheit leidende Grieche sein neues Stück, welches er dem Besitzer des "Moulin Rouge" Zidler (nicht Ziegfeld) vorstellen will, wohl nie zu Ende bringt.
So sieht sich Christian plötzlich in Lederhose voll in die Arbeiten an "Spectacular, Spectacular" eine Wohnung über seinem Zimmer integriert. Um die streitenden Künstler zu beruhigen, stimmt er ein kraftvolles Stück "Sound Of Music" an und ist sofort als neuer Autor engagiert - die Inspiration mit der grünen Fee des Absinths, die Kylie Minougue auf die Flügel gleicht, inbegriffen. Benebelt zerrt die Künstlerclique Christian ins "Moulin Rouge", wo der Star des Abends, die wie ein strahlender Diamant funkelnde Satin an einem Trapez über röckeschwingenden CanCan-Tänzerinnen von der Decke schwebt, ihre Nummer zum Besten gibt. Ihr soll der junge Dichter sein Werk verkaufen, um so den Bordellbesitzer von der Qualität zu überzeugen. Der hat mit Satin jedoch eigene Pläne: sie soll mit ihren Reizen den Duke betören, damit dieser sein erspartes Vermögen in neue Projekte steckt.

Satin verwechselt Christian mit dem Duke und empfängt den mittellosen Künstler statt des millionenschweren Investors in aufreizender Pose in ihrem Gemächern innerhalb eines exotischen Elefanten, der im Garten des "Moulin Rouge" steht. Bevor sie ihren Irrtum korrigieren kann, hat sich unser Künstler schon Hals über Kopf in die schöne Kurtisane verknallt, auch wenn jetzt der wahre Duke wartend vor der Tür steht. In einem halsbrecherischen Tumult stellt Christian seine Boheme-Freunde dem verblüfften Duke vor und kann sogar Zidler von seinem neuen Stück überzeugen. Der Duke soll in den Umbau des "Moulin Rouge" zu einem Theater investieren, in dem "Spectacular, Spectacular" Premiere haben soll und Satin zu einer ernsthaften Schauspielerin machen wird. Einzige Bedingung: spätestens in der Premierennacht soll sich Satine dem Duke hingeben!

Während der Proben zu dem neuen Stück, das, obwohl es im exotischen Indien spielt, verblüffende Ähnlichkeit zur Realität der Schauspieler aufweist, turteln die verliebten Satine und Christian sogar vor den Augen des gehörnten Dukes, bis auch der endlich Verdacht an der Loyalität Satines bekundet und ihr ein Ultimatum zwecks geplanter Liebesnacht stellt: entweder Satin erscheint zu einem "Abendessen" zu zweit, oder "Spectacular, Spectacular" wird auf Eis gelegt. Satin macht sich für den Abend bereit, doch sie bricht ohnmächtig und Blut hustend zusammen. Was nur Zidler vom Arzt erfährt, soll nur zu bald wahr werden: Satin ist unheilbar krank und wird sterben.

Der Duke ist verärgert wegen des geplatzten Rendezvous (Zidler erfindet die "Like A Virgin"-Theorie für ihre erste Nacht) und Christian ist eifersüchtig, weil Satin die Nacht nicht mit ihm verbracht hat. Satin will der Liebe wegen mit Christian durchbrennen, doch Zidler eröffnet ihr, dass der Duke Christian töten wird, wenn sie nicht endlich seinem Werben nachgibt und dass sie nicht mehr lange leben wird, um Christian auch weiter schützen zu können. Bestürzt erkennt Satin den einzig möglichen Weg: sie muss mit dem brotlosen "Citarspieler" endgültig Schluss machen, damit der Maharadscha gewinnt. Bei der Premiere von "Spectacular, Spectacular" wird sich das Schicksal der Liebenden und der Widersacher erfüllen...

Dank seiner einzigartigen Bilderflut mit phantastischen Kulissen und spektakulären Kulissen, die Luhrmann mit achterbahnartigen Kamerafahrten und MTV-Video gleichen schnellen Schnittfolgen kombiniert, entsteht für den Zuschauer eine zunächst verwirrende Welt, die ihren übermäßig kitschigen Reiz aber schon nach wenigen Minuten fesselnd ausübt. Wen verwundert es dann noch, dass die Protagonisten sich plötzlich mit aktuellen Hits von Elton John, Madonna oder The Police anschmachten? Während Nicole Kidman zwar eine ganz solide Gesangsleistung abliefert, die auch Robbie Williams später mit "Something Stupid" zu würdigen wusste, hat mich der Star aus “Star Wars Episode I” Ewan McGregor schlichtweg umgehauen: was da aus seiner goldenen Kehle kommt ist mehr als beachtlich.

Und wen der optische und klangliche Eindruck der erstklassigen DVD-Veröffentlichung dieses Musical-Spektakels (lupenreines Knallfarben 16:9 anamorphes Bild mit hämmerndem 5.1 DTS-Ton) noch nicht überzeugt hat, kann sich am Bonusmaterial der nicht minder spektakulär ausgestatteten zweiten Bonus-DVD satt sehen:

- der Hauptfilm mit 2 separaten Audio-Kommentaren und einer Audiospur für Sehbehinderte, 8 zusätzlichen Filmszenen und Making Of-Sequenzen, die in den laufenden Film eingeblendet werden können

- 25 Minuten Making Of

- Vorstellung aller Darsteller mit Interviews

- 6 nie gezeigte Szenen

- 30 Minuten Tanzszenen, verlängerte Versionen und in 4 verschiedenen Kamerawinkeln

- MTV Movie Awards Live Performance von “Lady Marmalade” und weiterer originaler Videoclips
ausführliche Berichte zum Entwurf von Kulisse und Kostümen

- Kinotrailer und weitere Marketingkampagnen
Bildergalerie mit Produktionsfotos weltberühmter Fotografen

- 15 versteckte Eastereggs

Fazit: Ein die Sinne berauschendes Musical mit perfekter Ausstattung.

Technische Daten:
Regionalcode: 2
Sprachen: Englisch Dolby-Digital 5.1
Deutsch Dolby-Digital 5.1
Deutsch DTS 5.1
Audio für Sehbehinderte (Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bildschirmformat: 2,35:1
Länge: 123 min + 2. Disc mit spektakulärem Bonusmaterial
Hersteller: 20th Century Fox

17 Bewertungen, 6 Kommentare

  • vsuetterle@gmx.de

    14.04.2002, 15:36 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Perfekt. Gruß Tramper14

  • Smissonion

    14.04.2002, 12:56 Uhr von Smissonion
    Bewertung: sehr hilfreich

    was soll ich da hinzufügen?

  • sidhe

    28.03.2002, 17:33 Uhr von sidhe
    Bewertung: sehr hilfreich

    richtig ausführlich, dein bericht!

  • DjtheFreak

    15.03.2002, 23:42 Uhr von DjtheFreak
    Bewertung: sehr hilfreich

    War echt ein guter Film!

  • tepungaatewaka

    12.03.2002, 14:57 Uhr von tepungaatewaka
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eine der besten Soundtracks die ich kenne. Gruß von tepu

  • anonym

    11.03.2002, 19:29 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    schön ausführlich! man liest sich, gruß mibod