Moulin Rouge (VHS) Testbericht

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ab 15,48
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Erfahrungsbericht von der_dominator

oskarprämiertes Meisterwerk

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der Kinosaal füllt sich langsam wieder mit Licht, auf der Leinwand in Kino 1 lief der Abspann eines der besten, wahrscheinlich sogar des besten Films der letzten Jahren – Moulin Rouge. Nichts rührt sich, die zahlreichen Zuschauer schauen wie verzaubert ins Leere, versuchen zu begreifen was sie dort gerade erlebt haben.

Moulin Rouge (1899) kurz vor der jahrhundert Wende, der junge Schriftsteller Christian (gespielt von Ewan McGregor) ist neu in der Stadt, sucht dort, fasziniert vom Millieu der Künstler-und Amüsierszene Paris’, sein Glück. Schon bald trifft er auf die Schauspieltruppe um Toulouse, der ihn auf Grund seiner Kreativität und Sangesgabe auch gleich damit beauftragt ein Stück für die, bis dato, erfolgslosen Darsteller zu schreiben. Als geeigneten Ort für das Schauspiel, erwägt Toulouse das Moulin Rouge, den Nachtclub schlechthin, in Paris.
Dort angekommen, verliebt sich Christian unsterblich in Edelhure Satine (Nicole Kidman).
Auch Satine findet gefallen am aufstrebenden Christian. Klingt alles nach simpler Lovestory a là Holleywood, gebe es da nicht noch den schwerreichen, extrem eifersüchtigen Duke, den Finanzier von Christians Stück, der Satine nur an sich binden möchte. Springt er ab, ist das Moulin Rouge Geschichte. Wie wird sich Satine endscheiden? Für den Duke und damit für das Moulin Rouge als ihren Arbeitsplatz , oder für die wahre, ihre einzige Liebe ...

Auch mich hat der Film verzaubert. In den zwei Stunden, werden sie hin und hergerissen. Schnelle, imposante Schnitte und selten dagewesene Kamarafahrten setzen das Moulin Rouge in Szene, wie es prächtiger nicht sein könnte. Menschenmassen, Zylinder werfende Männerscharen und ein atemberaubendes Tempo lassen einen nicht mehr los, ziehen einen, bereits in den ersten zehnMinuten in ihren Bann man fühlt sich mittendrin, als stände man an der Bar, um sich einen Cocktail zubestellen.

Was Evita nicht zu schaffen vermochte: das Musical im Kino Salon fähig zumachen, das schafft Moulin Rouge spielend, man wagt es nicht auf die Uhr zusehen, es zählt nur noch die Liebesgeschichte zwischen dem brilliant agierenden, singenden, tanzenden, die Liebe zelebrierenden Christian und der unenschlossenen Satine, sie werden keine Sekunde verpassen wollen. Auch wenn man von vornherein weiß, wie das Stück endet: man zittert, bangt, hofft, das es doch ein gutes Ende nimmt – der Kraft der Liebe wegen.

Multitalent Ewan McGregor spielt viell. seine bislang beste Rolle, überzeugte er bereits als Drogenjunkie in Danny Boyles’ Trainspotting, so dreht er in Moulin Rouge richtig auf. Manmerkt ihm die Freude am Schauspiel an, als sei diese Rolle nur für ihn Geschrieben, tanzt und singt er sich in die Herzen der Kinobesucher, keinen Augenblick zögert man an seiner Liebe. Auch Nicole Kidman spielt für ihre Verhältnisse überragend. Nicht das Sie eine schlechte Schauspielerin wäre, auch ihre Rolle in „Eyes Wide Shut“ war überzeugend aber so sexy hat man sie selten gesehen – bitte mehr davon, zumahl alle Songs der Beiden selbst gesungen sind. Zu Schade, das die Beiden sich darauf geeinigt haben, die Filmsongs im Anschluss an die Dreharbiten nicht mehr zusingen.

Aber nicht nur Regisseur und Schauspieler wissen zu überzeugen, vorallem die geniale Auswahl an Musikstücken sei es Satines’ Version von „Diamonds are the girl best friends“ oder Coverversionen von Nirvanas „smells like teen spirit“ und Madonnas“like a virgin“ und aufwendige, prunkvolle Kostüme, lassen den Film zu dem werden was er ist, einen witzig, spritzigen Oskargewinner.

Australien 2001
Regie: Baz Luhrmann (Romeo & Julia, StrictlyBallroom)
Darsteller: Nicole Kidmann, EwanMcGregor, John Leguizamo, Richard Roxburgh,
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: 126 min.

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