Erfahrungsbericht von T-Shirt
Nirvana goes Can Can
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
"Moulin Rouge" ist nicht einfach nur ein Film - das neueste Werk von Buz Luhrman ist vielmehr ein üppiger und völlig überdrehter Bilderbogen mit einem irrwitzigen Soundtrack. Die Story spielt im Jahr 1900 im verrufenen Pariser Vorort Montparnasse, wo sich zur Jahrhundertwende ambitionierte Künstler und die einheimische Schickeria regelmäßig im "Moulin Rouge" treffen - einem Amüsierbetrieb, der gleichermaßen ein Revue-Theater und ein Bordell ist.
In dieses Ambiente verschlägt es den jungen, unschuldigen Dichter Christian (Ewan McGregor aus "Trainspotting"), als er aus seiner behüteten englischen Heimat in die abenteurlich scheinende Seine-Metropole zieht. Während er dort gemeinsam mit seinen neu gefundenen Boheme-Freunden an einem revolutionären Musical für das "Moulin Rouge" arbeitet, lernt er die Prostituierte Satine (Nicole Kidman) kennen, und beide verlieben sich ineinander. Dies muss unweigerlich zu dramatischen Verwicklungen führen, denn der in Geldnöten steckende Moulin-Rouge-Boss Zidler (köstlich: Jim Broadbent) hat Satine bereits dem Duke (Richard Roxburgh) versprochen - einem stinkreichen und ebenso unsympathischen Mäzen, der mit seinem Geld das "Moulin Rouge" am Leben erhält. Und als ob das nicht schon genug wäre, wird Satine zu allem Überfluss auch noch schwer krank ...
Die Story ist völlig banal - aber sie ist auch völlige Nebensache, denn sie dient nur als Klammer, die die zahlreichen Gesangseinlagen und den opulenten Bilderreigen dieses Pop-Musicals zusammenhalten soll. Es geht bei "Moulin Rouge" weniger um den Inhalt, sondern vielmehr um dessen Verpackung ... und die Verpackung hat es in sich.
Schon allein die Idee, Popsongs des späten 20. Jahrhunderts ins Jahr 1900 zu verfrachten, sorgt für nicht enden wollendes Gekicher in den Kinosesseln. Und wenn "Like a Virgin" von Madonna oder Nirvanas Grunge-Klassiker "Smells like Teen Spirit" mit entsprechender Orchestrierung und den dazugehörenden Tanzeinlagen zu Revue-Nummern der Jahrhundertwende uminterpretiert werden, kann man sich diesem wahnwitzigen Potpourri kaum noch entziehen. Einer der Höhepunkte ist zudem ein nicht enden wollendes Gesangsduell, als Ewan McGregor und Nicole Kidman in einer kitschigen Mondschein-Nacht auf die Idee kommen, sich die schönsten Liebeslieder der Popgeschichte, die eigentlich noch gar nicht begonnen hat, nur so um die Ohren zu hauen.
Auch sonst sprüht der Film nur so vor Ideen. Seien es die herrlich kitschigen Bühnenbilder, die merkwürdigen Figuren (wie zum Beispiel der argentinische Tänzer, der unter der Schlafkrankheit leidet) oder die spontan umgesetzten, völlig obskuren und letztlich wieder verworfenen Musical-Ideen. Zu den irren Szenen gehört auch Christians erster unbeholfener Annäherungsversuch in Satines Zimmer, den seine Boheme-Freunde vom Fenster aus beobachten und plötzlich, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt, für eine Gesangseinlage völlig unvermittelt das Zimmer betreten. Eine Klasse für sich ist darüber hinaus, wie Kameramann Donald McAlpine das glamouröse Treiben im Moulin Rouge mit seiner Kamera einfängt und die Szenen in die buntesten Farben taucht.
"It´s a little bit funny", heißt es bei Elton John in "Your Song" - ein Lied, das wiederholt zitiert wird. Und "a little bit funny" trifft auch auf "Moulin Rouge" zu. Der Film ist ein bisschen witzig ... ebenso wie ein bisschen dramatisch, ein bisschen romantisch und ein bisschen tragisch. Von allem ist eine Prise dabei, und zu keinem Zeitpunkt wirkt dieser wilde Mix auch nur ansatzweise störend. "Moulin Rouge" ist aber nicht nur witzig, dramatisch, romantisch und tragisch sondern auch knallbunt und völlig verrückt - und genau das machte diesen Streifen zu einem der Kinoereignisse des Jahres 2001.
In dieses Ambiente verschlägt es den jungen, unschuldigen Dichter Christian (Ewan McGregor aus "Trainspotting"), als er aus seiner behüteten englischen Heimat in die abenteurlich scheinende Seine-Metropole zieht. Während er dort gemeinsam mit seinen neu gefundenen Boheme-Freunden an einem revolutionären Musical für das "Moulin Rouge" arbeitet, lernt er die Prostituierte Satine (Nicole Kidman) kennen, und beide verlieben sich ineinander. Dies muss unweigerlich zu dramatischen Verwicklungen führen, denn der in Geldnöten steckende Moulin-Rouge-Boss Zidler (köstlich: Jim Broadbent) hat Satine bereits dem Duke (Richard Roxburgh) versprochen - einem stinkreichen und ebenso unsympathischen Mäzen, der mit seinem Geld das "Moulin Rouge" am Leben erhält. Und als ob das nicht schon genug wäre, wird Satine zu allem Überfluss auch noch schwer krank ...
Die Story ist völlig banal - aber sie ist auch völlige Nebensache, denn sie dient nur als Klammer, die die zahlreichen Gesangseinlagen und den opulenten Bilderreigen dieses Pop-Musicals zusammenhalten soll. Es geht bei "Moulin Rouge" weniger um den Inhalt, sondern vielmehr um dessen Verpackung ... und die Verpackung hat es in sich.
Schon allein die Idee, Popsongs des späten 20. Jahrhunderts ins Jahr 1900 zu verfrachten, sorgt für nicht enden wollendes Gekicher in den Kinosesseln. Und wenn "Like a Virgin" von Madonna oder Nirvanas Grunge-Klassiker "Smells like Teen Spirit" mit entsprechender Orchestrierung und den dazugehörenden Tanzeinlagen zu Revue-Nummern der Jahrhundertwende uminterpretiert werden, kann man sich diesem wahnwitzigen Potpourri kaum noch entziehen. Einer der Höhepunkte ist zudem ein nicht enden wollendes Gesangsduell, als Ewan McGregor und Nicole Kidman in einer kitschigen Mondschein-Nacht auf die Idee kommen, sich die schönsten Liebeslieder der Popgeschichte, die eigentlich noch gar nicht begonnen hat, nur so um die Ohren zu hauen.
Auch sonst sprüht der Film nur so vor Ideen. Seien es die herrlich kitschigen Bühnenbilder, die merkwürdigen Figuren (wie zum Beispiel der argentinische Tänzer, der unter der Schlafkrankheit leidet) oder die spontan umgesetzten, völlig obskuren und letztlich wieder verworfenen Musical-Ideen. Zu den irren Szenen gehört auch Christians erster unbeholfener Annäherungsversuch in Satines Zimmer, den seine Boheme-Freunde vom Fenster aus beobachten und plötzlich, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt, für eine Gesangseinlage völlig unvermittelt das Zimmer betreten. Eine Klasse für sich ist darüber hinaus, wie Kameramann Donald McAlpine das glamouröse Treiben im Moulin Rouge mit seiner Kamera einfängt und die Szenen in die buntesten Farben taucht.
"It´s a little bit funny", heißt es bei Elton John in "Your Song" - ein Lied, das wiederholt zitiert wird. Und "a little bit funny" trifft auch auf "Moulin Rouge" zu. Der Film ist ein bisschen witzig ... ebenso wie ein bisschen dramatisch, ein bisschen romantisch und ein bisschen tragisch. Von allem ist eine Prise dabei, und zu keinem Zeitpunkt wirkt dieser wilde Mix auch nur ansatzweise störend. "Moulin Rouge" ist aber nicht nur witzig, dramatisch, romantisch und tragisch sondern auch knallbunt und völlig verrückt - und genau das machte diesen Streifen zu einem der Kinoereignisse des Jahres 2001.
18 Bewertungen, 4 Kommentare
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11.07.2002, 14:14 Uhr von Sungirl
Bewertung: sehr hilfreichJa,das ist ein Filmchen*gg*
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10.06.2002, 17:48 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich...völlig unverständlich ist für mich, wie sich einige über den akustischen Kurzauftritt Nirvanas beschweren... oder den Film gar als Pop-Plagiat der Musikgeschicht verschreien.... Gruß, nosianai
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28.04.2002, 17:54 Uhr von kasmodiah
Bewertung: sehr hilfreichich hatte gänsehaut bei der nirvana-stelle. ein absolut genialer film
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02.03.2002, 17:44 Uhr von Angel05
Bewertung: sehr hilfreichDer Film, der Soundtrack, die Schauspieler...einfach genial. Ciao! Angel05
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