Moulin Rouge (VHS) Testbericht

Moulin-rouge-vhs-drama
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Erfahrungsbericht von Destany

Sehnsucht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Zugegeben hatte ich mir etwas anderes unter dem Filmtitel vorgestellt, obgleich ich in etwa wusste, dass er einem Musical ähnelt und in etwa nur 5 Schauplätze beinhaltet. Doch was ich bei "Moulin Rouge" erleben durfte, kann ich mit keinem meiner in der letzten Zeit gesehenen Kinofilme vergleichen.
In einer Kritik hatte ich gelesen, dass der Zuschauer sich von Beginn an in die Hektik des Films ziehen lassen muss und sich diesem Tempo angleichen sollte. Und dies war auch so. Bei den ersten Minuten wurde ich von Farbe, rasanter Schnelligkeit der Bilder, stressiger Musik fast erdrückt.

Inhaltsangabe
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Christian erzählt die Geschichte im Rückblick. Er hält sie auf Papier fest, hält oft kurz inne und erinnert sich.
Er kam 1899 nach Paris trotz aller Warnungen seines Vaters. Beachtung schenkte er dessen Worte kaum, Christian wollte Künstler werden. Er lernt die vier etwas komisch dargestellten Pariser Schauspieler kennen, dessen einer Part aufgrund einer Krankheit zu oft in den Schlaf fällt und hier soll Christian diese Rolle übernehmen. Ausserdem möchten sie für den weiblichen Part die Kurtisane Satine erobern. Christian soll am selben Abend Satine kennenlernen und alle machen sich auf dem Weg ins Moulin Rouge. Nach dem legendären Can Can wird Satine von einer Schaukel gelassen und singt ihr Lied. Christian verfällt ihrem Charme sofort, doch ein reicher Duke ebenso. Er hat sie bereits für diesen Abend gekauft. Einer Verwechslung ist zu verdanken, dass beide sich in Satines Zimmer kennenlernen. Der Gesang beider ist atemberaubend und alsbald voller Liebe. Christian muss gehen, als der Duke erscheint.
Er verspricht dem Besitzer den Umbau des Moulin Rouge zu einer Theaterbühne, verlangt aber die Besitzurkunde und Satine. Mehr aus Angst vor des Dukes Macht, als aus Freude über die Theaterbühne sagt der Besitzer zu.
Christian und Satine übernehmen die Hauptrollen im Stück "Spektakulär Spektakulär". Längst hat der Duke bemerkt, dass Satine und Christian nicht nur ihre Liebe zur Bühne und zur Musik teilen. Inzwischen wird Satine häufig von Ohnmachtsanfällen gequält. Der Duke verlangt, dass das Ende des Stückes zu seinen Gunsten umgeschrieben wird, Christian von Satine ferngehalten wird, auch seine Rolle im Stück wird ihm gekündigt. Er geht selbst soweit, Satine die Ermordung Christians anzudrohen, wenn dieser nicht die Stadt verlässt.
Missverständnisse, Satine zunehmende Schwäche, Christians stärker werdende Liebe dramatisieren das letzte Filmdrittel. Wer nun Satine bekommt und wie das Theaterstück ausgeht, möchte ich hier nicht verraten. Seht selbst!

Schauspieler, Regie, Musik
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Nicole Kidman (Satine) spielt hier eine Rolle, die ihr auf den Leib geschnitten ist. Wunderschön, sinnlich und doch diesen kindlichen Charme in den Augen. Ihre Lieder singt sie selbst, obgleich dies den Regisseur enorme Überredungsgabe gekostet hat. Danken wir ihm, denn Nicole Kidman hat hier eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur eine wundervolle Schauspielerin ist.
Christian wird dargestellt von Ewan Mc Gregor. Ein jugendlicher Charme mit dem Blitzen der Liebe in den Augen. Einfach, schlicht und dennoch etwas Besonderes. Von Beginn an zieht er die Sympathie des Zuschauers auf seine Seite. Seine Stücke sind ebenfalls voller Liebe, in Momenten der Verzweiflung wütend und herzzerreissend.
Der Duke - glänzend gespielt von Richard Roxbourgh - ist das Ekel, die machtbesessene Bestie, die den Kampf gegen die Liebe verliert.

Der Regisseur Baz Luhrmann bekam die Idee zum Film vor 8 Jahren in Indien. Er hat in "Moulin Rouge" eine eindrucksvolle Love - Story erschaffen, begleitet von vorsichtigem Wahnsinn, dem glänzenden Beweis, dass Geld eben nicht alles ist. Die Überflutung von Farbspielen und dann wieder der sehr sparsame Umgang mit jenigen in bestimmten Szenen machen dieses Stück sehr wertvoll.
Für die Kamera verantwortlich war Donald Mc Alpine, der ebenfalls in William Shakespeares "Romeo & Julia" die Führung und die Einstellungen übernahm. Dieses ist ihm glänzend gelungen.
Dieser Film ist ab 12 Jahren freigegeben, die Länge beträgt 126 Minuten.
Das Lied zum Film sang Christina Aquilera.

Mein Eindruck
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Am Anfang wurde mir etwas schwindlig, die Bilder wechselten enorm schnell und ich musste mich dem Tempo wirklich anpassen, ansonsten hätte ich der Geschichte vielleicht nicht so aufmerksam folgen können. Die vielen bunten Kostüme, die Dramatik, begleitet von der sehr oft schnellen Musik sind anfangs anstrengend. Jedoch taucht man in den Film ein, sobald Satine ihren ersten Auftritt hat. Nicht mehr lösen konnte ich mich, als Christian begann für Satine zu singen. Danach beginnt die Geschichte eine Form anzunehmen und ab hier kann jeder Zuschauer ohne weiteres folgen. Das Ende fand ich heftigst dramatisch, es erinnerte mich sehr stark an das Ende des meistbesuchten Kinofilm der letzten Jahre.
Für jeden ist dieser Film nicht empfehlenswert, doch derjenige, der sich für Musical begeistert, sollte auf jeden Fall die Gelegenheit wahrnehmen.


Eure Desty

38 Bewertungen, 3 Kommentare

  • batzen666

    04.05.2002, 15:09 Uhr von batzen666
    Bewertung: sehr hilfreich

    werde mir den film mal reinziehen..mfg

  • Bandy02

    08.04.2002, 01:40 Uhr von Bandy02
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Meinung, werde mir den Film wohl auch ansehen müssen

  • nikosternchen

    15.02.2002, 16:50 Uhr von nikosternchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab ich immer noch nicht gesehn *schnüff*...liebe grüße niko